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Gattungsbegriff für Topteile mit mittigem Hochtonhorn und eingekippten Midbässen?

  • Fux
  • 10. Dezember 2024 um 13:57
  • Fux
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    • 10. Dezember 2024 um 13:57
    • #1

    Hallo Zusammen,

    Gibt es für die in letzter Zeit immer häufiger zu sehenden Topteile mit mittigem Mittelhochtonhorn und zwei eingekippten Midbässen, wie z.B.

    Meyersound Ultra X40, Ultra X80, Coda HOPS7 und HOPS12 (also Pointsource Topteile)

    schon einen gemeinsamen Gattungsbegriff?

    Also keine Kurzhörner wie z.B Fohhn PT-70, sondern welche ohne echte Hornladung.

    Im Prinzip sind das ja Direktstrahler mit einem gewissen Bandpasseffekt in den Mitten durch das zum Teil vor den Midbässen sitzende Mittelhochtonhorn und das Volumen zwischen diesem und den Midbässen.

    Vorteile:

    rel. leicht & kompakt

    tiefer trennbar als typische Hornsysteme

    Schallentstehungszentren näher beieinander als bei typischen Direktstrahlern mit Horn in der Mitte (besserer Phasenverlauf unter WInkeln)

    weniger vertikale Ausdehnung und damit weniger Nebenkeulen in der Vertikalen.

    Nachteile:

    Geringerer Wirkungsgrad als Horntops.

    Je nach Größe und Trennfrequenz zum Treiber etc. auch weniger Richtwirkung als Horntops

    Viele Grüße,
    Fux

  • julianstroebel
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    • 10. Dezember 2024 um 14:20
    • #2

    D’Appolito-Anordnung

  • Fux
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    • 10. Dezember 2024 um 15:10
    • #3

    Das Ansinnen von Joseph D'Appolito-Anordnung war zum zum Teil ein Ähnliches, aber er beschreibt andere Methoden um zum Teil ähnliche Ziele zu erreichen.

    z.B. fordert er Filter ungerader Flankensteilheit

    weiter versuchte er nicht die Schallenstehungszentren auf eine vertikale Ebene zu bringen

    kein Einkippen der Chassis um diese näher zusammen zu bringen

    kein Setzen des Hochtöners vor die Tiefmitteltöner, sondern Platzierung zwischen diesen

    etc.

    Worum es ihm aber natürlich ebenso wie diesen heutigen Konstruktionen ging, ist in der Vertikalen ein symmetrisches Abstrahlverhalten zu erzielen und die unerwünschten Nebenkeulen in der Vertikalen zu vermeiden; was aber mit den dafür notwendigen tiefen Trennfrequenzen und typischen Hochtonkaltotten im Hifi-Bereich nur sehr eingeschränkt umsetzbar ist. Fast alle TMT Konstrukte im Hifi-Bereich sind gar keine echten D'Appolito Konstruktionen nach seinen Anforderungen, sondern einfach Lautsprecher mit Hochtöner in der Mitte.

    Viele Grüße,
    Fux

  • schotte
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    • 10. Dezember 2024 um 20:30
    • #4

    Hallo,

    da D'Appolito / Line Array ja Inflationäre Begriffe sind läuft das bei mir unter "quasie Koaxial" als Sammelbegriff.

    corn* Schotte

  • Fux
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    • 10. Dezember 2024 um 22:07
    • #5

    o.k. das ist ja immerhin schon mal ein Ansatz! ;)

    Aber ist dann ein Director Top nicht auch ein "quasi Koaxial"?

    Viele Grüße,
    Fux

  • test
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    • 11. Dezember 2024 um 00:09
    • #6

    es ist es ist :)

    ich würde diese klasse als direktstrahlende dapolito angeordnete tops bezichnen. ist zwar sperrig, aber als basis für eine wortschöpfung sicher brauchbar.

    http://www.crystal-hannover.de
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  • wora
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    • 11. Dezember 2024 um 01:09
    • #7

    eine kombination aus d'Appolito und bandpass könnte man vielleicht "Da-Pass" nennen ?

    das wäre knackig und kurz - aber ich finde es doch irgendwie lächerlich :)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • audiobo
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    • 11. Dezember 2024 um 07:26
    • #8

    pass‘Appolito?

    VSBPL (vertical symmetric bandpass layout)?

    Dipol-Anordnung? (nach der d&b Beschreibung der Q-Serie 🤣🤣🤣)

  • zegi
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    • 11. Dezember 2024 um 07:43
    • #9

    Das Voice Acoustic TS-212 würde hier doch auch dazu gehören, oder? Es wird zwar leider nicht mehr gebaut, wurde aber als "hybrid" bezeichnet.

    Der Ton macht die Musik.

  • hp
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    • 11. Dezember 2024 um 11:08
    • #10
    Zitat

    Bandpass

    Naja , allzu viel wird da diesbezüglich nicht passieren .

    Man kann so die Front kleiner halten und die Chassis enger zusammenbauen

    und dadurch höher trennen , macht alles durchaus Sinn .

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • ralle14
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    • 11. Dezember 2024 um 11:19
    • #11

    Das Problem an solchen Konstruktionen ist, dass die Bandbreite des Tieftonwegs stark eingeschränkt wird und zusätzlich noch Resonanzen durch die Bandpasskammer im wichtigen Mitteltonbereich entstehen.

    Gerade am Beispiel der Meyer X40 sieht man, dass beide Wege roh gemessen praktisch keinen Überschneidungsbereich haben. Die Tieftöner brechen über 500Hz in Resonanzen auf, der Hochtöner möchte unter 1,5Khz auch nicht mehr so wirklich. Das wird jetzt im DSP zwar wieder glatt gezogen, die fiese Resonanz bei 600Hz kann man damit allerdings auch nicht beseitigen. Die Ernüchterung kommt dann beim Klirrverhalten, wo der Box im wichtigen Mitteltonbereich mal eben 10dB fehlen.

    Man bekommt eben nichts geschenkt. Die Vorteile in Größe und etwas besserem vertikalen Abstrahlverhalten kosten dann einiges an anderer Stelle. Ich finde die Umsetzung der Box allerdings persönlich auch etwas primitiv, gerade wenn man den Preis betrachtet.

  • test
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    • 11. Dezember 2024 um 11:33
    • #12

    auch wenn das jetzt nichts mit der Namensgebung zu tun hat. ich hatte die mx40 hier. das ist ein schönes böxlein, allerdings lackiert, nicht beschichtet und das mit dem fliegen wollen wir mal garnicht weiter besprechen. wenig box für viel geld.

    das bekommen andere Hersteller besser hin, auch aus hannover ;)

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  • Pulenk
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    • 11. Dezember 2024 um 11:36
    • #13

    ... hab mir die PP mit dem Test grad mal angesehen. Nur noch gut 100dB bei 800 -900 Hz (bei 3% THD) ist wirklich sehr mager.

    Ob das die anderen besser können?

  • test
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    • 11. Dezember 2024 um 11:46
    • #14

    können sie deutlich besser, weil der mt ab 600hz spielt.

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  • AlphaC
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    • 11. Dezember 2024 um 12:00
    • #15

    Streng nach d'Appolito darf der Abstand der beiden Tiefmitteltöner nicht größer sein als zwei Drittel der Wellenlänge der Trennfrequenz von Mittel- und Hochtöner und es müssen 18dB-Filter verwendet werden. Das ist in der Praxis oft nicht der Fall bzw. nicht realisierbar. Und auch nicht zwingend nötig für ein funktionierendes Ergebnis. Nennen könnte man das "d'Appolito-ähnlich"... wir hatten das mal "Twin-Koaxial" genannt, fanden einige aber auch "falsch". Am Ende geht es ja "nur" um einen griffigen Marketingbegriff, da muss man nicht sonderlich präzise sein.

  • Lampenschubser
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    • 11. Dezember 2024 um 12:17
    • #16

    Twincoaxial wäre für mich der 2/1er BMS auf oder vor einen anderen Speaker gesetzt.

    Im Prinzip ist es ja der versuch dem D Appoito näher zu kommen und die Zentren der Speaker näher zusammen zu rücken.

  • audiobo
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    • 11. Dezember 2024 um 12:56
    • #17
    Zitat von Lampenschubser

    Twincoaxial wäre für mich der 2/1er BMS auf oder vor einen anderen Speaker gesetzt.

    Nennt man das dann nicht Triaxial?

  • ralle14
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    • 11. Dezember 2024 um 13:09
    • #18
    Zitat von test

    können sie deutlich besser, weil der mt ab 600hz spielt.

    Bitte präziser: Könnte sie nur, wenn das Hochtonhorn entsprechend groß ist und bis dahin vernünftig lädt. Und ein solches Horn ist schon rein geometrisch in einer 30cm schmalen Box wie der X40 nicht unterzubringen. Dein angemerkter Coaxtreiber aus Hannover ist mit einer solchen Trennung ebenfalls nicht happy.

  • Lampenschubser
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    • 11. Dezember 2024 um 13:31
    • #19
    Zitat von audiobo

    Nennt man das dann nicht Triaxial?

    Stimmt auch wieder …

  • Lampenschubser
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    • 11. Dezember 2024 um 13:33
    • #20
    Zitat von ralle14

    Bitte präziser: Könnte sie nur, wenn das Hochtonhorn entsprechend groß ist und bis dahin vernünftig lädt. Und ein solches Horn ist schon rein geometrisch in einer 30cm schmalen Box wie der X40 nicht unterzubringen. Dein angemerkter Coaxtreiber aus Hannover ist mit einer solchen Trennung ebenfalls nicht happy.

    Naja, mit der X Serien hat Meyer eh nicht wirklich einen guten Wurf gemacht. Ich jedenfalls finde die jeweiligen Vorgänger fast besser.

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