sehr interessante Infos, selbst nach fast 20 Jahren noch brandaktuell
. hab gerade große Lust mir nochmal ein von 90 - xy kHz (ungefaltet) horngeladenes System aufzubauen . . . ähnlich Funktion-One Resolution 9 . . . unterhalb von 90Hz dann 1x gefaltet mit EAW BH882 (2x18") + Hornverlängerung.
FUX hat ja schon einiges kommentiert.
Vernünftige Hornladung bis 90 Hz Runter erzeugt Kisten, die man heute kaum noch handhaben will.... Ein üblicher Kompromiss war bis ca 150 Hz zu gehen und dann untenrum mit Bassreflex zu arbeiten... Das gibts seit Jahrzehnten und hat unfktioniert und ist noch praktikabel.
Natürlich kann man aber auch ein Basshorn bauen - nur muss man dann in der Regel alles falten, damits noch sinnvoll zu transportieren ist.
Im Bass und grundtonbereich ist die Hornkontur und der exakte verlauf bzw. Kanten im Hornverlauf nich so tragisch, daher gibt es schon seit Jahrzehnten "echte frontgeladene basshörner"...
Je höher die Frequenz, die man abbilden will, desto mehr ist die Hornkontur aber wichtig. Willst Du bis in den Mittelton rein, ist mit "einfach ein paar Bretter exponential anordnen" nix mehr. Klar kann man das machen und die Bastel Elektrofraktion kümmert sich auch nich draum, ob das sauber spielt, malt daher lieber die Boxen rot an und dann hat man Spass am Selbstbau - aber unter professionellen Aspekten macht das keiner mehr heutzutage - man bräuchte riesen Waveguides mit Phaseplugs drin und es wird sehr aufwändig.... In Anbetracht der Leistungsfähigkeit der Chassis und der günstig verfügbaren Verstärkerpower macht das heute keiner mehr.
Ein bischen Grundton und ein bischen Mittelton findest Du z.B. bei KV2 in den drei Wege Tops, aber auch da wird ab Mittelton dann ein Mitteltöner mit einem geraden Waveguide / Horn drüber eingesetzt...