Zitat von "Mechwerkandi"
Die beschriebene Problematik dreht sich m.M. nach um immer das Gleiche:
Selbstverständlich kann man (mit entsprechendem Aufwand) eine Membraneinspannung (im Sinne des Gesamtkunstwerkes...) entwicklen/fertigen, die einer Nullagenverschiebung entsprechend grösseren Widerstand (im Sinne einer Federrate...) entgegensetzt.
Daraus entsteht leider im Gegenzug wiederum eine dem Signal entgegengesetzte Rückstellkraft, die mit entsprechend zugeführter Leistung aufgefangen werden muss.
Pest oder Cholera?
Malaria ![]()
Genau darum gehts - eine Konstruktion, die von vorne rein eine (soweit möglich) symmetrische Bewegung der Membran sicherstellt, benötigt viel weniger "Zwangsrückstellung" durch mechanische Dämpfungsmassnahmen - eine solche erfüllt dann "nur" noch den Zweck einen Betrieb weit außerhalb eines sinnvollen Hubes abzubremsen (was bei vernünftigem controlling überflüssig ist). Und genau da liegt meist der Trugschluss begraben - die Zwangsbremse in der Aufhängung als Mittel gegen eine Nullagenverschiebung im Betrieb (und damit einer Langzeitverschiebung) ist weit weniger sinnvoll als das Optimieren des ganzen Systems hin zu einem mit einer symmetrischen Bewegung....
Nebenbei bemerkt sind Doppelspider ja auch nichts absolut neues und dienten früher der Stabilisierung der Bewegung der Schwingspule und haben Taumelbewegungen unterbunden - nur waren diese dann relativ weit auseinander gesetzt (in manchen Fällen sogar hinter die Pohlkernbohrung gezogen) - Es gibt in so einem Fall dann drei Aufhängungspunkte (äh, kreise) des schwingenden Systems. Das aufeinanderkleben zweier Zentrierspinnen hilft in diesem Punkt relativ wenig, der "Sandwich" erlaubt nur eine bessere Dämpfung oder eine progressive Arbeitsweise der Zentrierspinne. Aber auch diese Differenzierung wird gern unter den Tisch gekehrt, damit das Totschlagargument "Doppelspider=Zeitgemäß; alles andere taugt nix" wiederholt werden kann.
Zitat von "Mechwerkandi"
Im Idealsystem (Gehäuse, Chassis, Verstärker) würde die Nullage einzig über das Signal definiert. Und nu?
Ach, kein Problem, unendlichen Hub und immerwährende Linearität definieren wir uns einfach hin, Mathe machts möglich (oder sind wir doch deskriptiv in der Physik unterwegs? Hm... Humboldt aus dem Regal zieh...).
Ok, back to topic....
Mit welchen Chassis habt Ihr in Hörnern schon gute Langzeiterfahrungen gemacht?