Was bedeutet konkret "hohe Kompressionsrate" ?
Kleines Backvolumen ? Kleine Druckkammeröffnung ?
oder bei großen Mundflächen durch die akustische Transformation ?
Beiträge von hp
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Ich würde jetzt niemandem von vorn herein manipulierte Messungen vorwerfen .
In den 80ern haben wir verschiedene Boxen mangels Messmöglichkeit auf dem Sportplatz verglichen .
Es war durchaus möglich , daß zwei Boxen im Nahbereich (fast) gleich waren .
Auf Distanz konnte das ganz anders aussehen , die reine Theorie hilft da nicht weiter . -
Zitat
Könnte mir dann mal bitte jemand erklären ...
Vielleicht weil es in der Praxis problemlos funktioniert
Zudem kann ich die Probleme einiger mit den "Blechkörben" nicht teilen ...
Ich schätze mal , daß ehr das Gehäuse auseinanderfällt ,
bevor ein Chassis durch das Trägheitsgesetz Schaden nimmt .
Und übrigends , verziehen bis es kratzt kann man auch einen Alukorb .
So etwas kam bei unter Spannung verleimten Schallwänden von Hörnern durchaus vor . -
Zitat von "Mechwerkandi"
Das hängt damit zusammen, das der Mensch immer mehr dem zugeneigt ist,
resp. das wahrnimmt, was er erwartet und was er kennt.
Genau ! , so kann man sich vermutlich das ein oder andere Kompliment erklären
Zitat von "billbo"...weil er (zurecht) Angst haben musste, ansonsten auf die Fr...e zu kriegen. :lol:
Au Backe ... , obwohl ich in all den Jahren auch so einiges vermurkst habe , soweit war es bei mir noch nicht :oops: -
Zitat von "wora"
... so lange ich erlebe, das sich leute aus dem publikum nach dem konzert bei mir und bei meinen musikern für den guten sound bedanken ...
Mal ne Frage in die Runde und bitte die Selbstbeweihräucherung mal außen vor lassen ;
Wie oft kommt wirklich jemand aus dem Publikum zum FOH um sich zu bedanken
Zumal die Leute ja auch immer ganz genau wissen müssten , wer Ton , Licht etc. gemacht hat :lol:
Ob es für die meisten Besucher ein gelungendes Event war , sehe ich an anderen Kriterien . -
...und man kann auch problemlos Mitteltonhörner stacken , Basshörner sowieso
Kohärente Abstrahlung ist kein neuzeitlicher Begriff und wird m.E. oft überbewertet
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Zitat von "wora"
die reflektionsidee sollten wir gleich wieder fallen lassen.
Reflektionen von den Begrenzungsflächen treten in geschlossenen Räumen ohnehin auf
und sind (meistens) glücklicherweise deutlich geringer als der Direktschall der Box .
Wenn das nicht so wäre , wäre praktisch jede indoor Beschallung
aufgrund der Laufzeitdifferenzen unmöglich . -
Jens
Elektrisch habe ich da keine Zweifel , ich frage mich nur warum so viel Leistung ?Es ist schon richtig , daß in gewissen Lokalitäten besondere Soundvorstellungen vorherrschen .
Im Pegel sind ohnehin Grenzen gesetzt , da die Anlagen praktisch im Publikumsbereich betrieben werden .
Was soll z.B ein c7 nicht können , wenn man es nach den jeweiligen Vorstellungen filtert ?
Wenn es unbedingt sein muß , kann ja etwas wie die B2 darunter .
Das wären dann weniger als 10 Prozent der Leistung ... -
Ich glaube auch nicht , daß es noch mal einfacher wird .
Wobei Einfachheit nichts mit Verlust zu tun hat .
Letztendlich erzeugt zunehmende Komplexität (gewollte ?) Abhängigkeiten
und bei mir auch ein gewisses Unbehagen .
Je älter ich werde , um so stärker nehme ich dies wahr .Ich habe auch (ganz) früher meine Geräte in diskreter Technik selbst gebaut
und nebenher die Sachen verschiedener Hersteller repariert .
Dafür war selten ein Stromlaufplan nötig , die Technik war selbstklärend .Spätestens als dann die ICs in den Geräten auftauchten wurde es kompliziert .
Und irgendwann nutzte Fachwissen ohne Serviceunterlagen gar nichts mehr . -
Zitat von "billbo"
Unter 'PA' verstehen wir, grob gesagt, die Kunst, ein akustisches Ereignis (Band, Orchester, Redner, Diskussionsrunde, usw.) möglichst authentisch einer größeren Anzahl von Zuhörern zukommen zu lassen als die, für die dieses Ereignis auch ohne PA ausreichend laut und/ oder verständlich genug wahrnehmbar wäre. Das ist ein kompliziertes Handwerk, zu dessen Ausübung man sich zahlreicher, unterschiedlichster technischer Werkzeuge bedient, und zu dessen tatsächlicher Beherrschung man u. a. zahlreiche physikalische Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge verstanden und verinnerlicht haben muss.
Das ist Deine Auffassung und übrigends auch meine .
Allgemein würde ich aber feststellen , daß sich diese Grundsätzlichkeiten mitlerweile völlig verändert haben .Was mich an diesem Thread verwundert , sind die Leistungsangaben von 26 kW für ein Stack
Die "Minimalkonfiguration" (Stereo) wäre dann ja 52 kW .Das entspräche z.B. etwa 50 Stacks (ein Top und ein Bass) Turbosound Flashlight .
Einen Vergleich dieser beider Anlagen würde ich spannened finden .
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Eine sehr schöne Darlegung vom SK , die eimal mehr zeigt , wie komplex die Zusammenhänge sind ...
Die Kiste , welche einzeln "sauber spielt" und im Verbund ein kompromissloses Horn darstellt , gibt es m.E. nicht .
Jeder muß halt selbst wissen was er (schleppen ...) möchte .Ob die relative ausgeglichene , weit reichende Abstrahlung richtig großer Hornanlagen
heute überhaupt noch gefragt ist , steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt .
Viele jüngere Konzertbesucher finden Schmerzpegel im Nahbereich aus kleinen Kisten mitlerweile normal . -
Zitat
Das Teil macht im 6er Bund 60 Hz (-3dB) aber nur wenn bei 60 Hz plus 10dB.....
Das widerspricht allem , was ich selbst mit dem 115 erlebt habe .
Diese Angaben würden ich so für ein einzelnes glauben .Jens
Es ist natürlich richtig , daß jedes Horn eine untere Grenzfrequenz besitzt ,
welche nicht beliebig durch die Anzahl der Module herabgesetzt werden kann .
Wo diese Frequenz beim 115 liegt und wie steil der Abfall darunter ist ,
werden wir hier wohl nicht klären können
Wie "laut" ein System in welchem Bereich empfunden wird , hängt auch nicht nur vom Pegel ab . -
Zitat von "Bernd"
2x4 115er geben 40 Hz ohne Interferenz in der Fläche, Erhabenheit des Residualtones
Jo... , dem ist nichts hinzuzufügen .Allerdings besteht bei vielen , insbesondere jüngeren Kollegen , ein anderes Verständnis von 40 Hz .
So wird gerade ein nachklingender Resonator oft als wuchtig und super tief empfunden ,
unabhängig davon , welche Frequenzen da wirklich vorherrschen .@ Matthias
Bei Messungen sollte immer eine Wellenlänge der zu bewertenden Frequenz zwischen Box und Messmikro sein .
Gerade relativ große Boxen neigen sonst zu Erhöhungen im Bassbereich . -
Klar ginge das , es war ja der ursprüngliche Sinn die kleine Membran "hochzutransformieren" .
Je >größer< die >kleine< Memran ist , je weniger muß man "hochtransformieren" ,
somit fällt die Trichterlänge kürzer aus .
Natürlich hat das keine Auswirkungen auf die Mundfläche .Jens
Natürlich könnte man ursprüngliche Basshörner so verändern (andere Chassis , andere Detailabmessungen) ,
daß die auch in großen Mengen keinen Tiefbass mehr können .
Es gab sogar Versuche durch hyperbolische Trichter den "oberen" Bass zu erhöhen
und dabei bewusst auf ganz tiefe Bässe zu verzichten .
Es ist deshalb wichtig , daß man ein System wirklich "persönlich" kennt .
Wenn ich als Gast irgendeine Anlage höre , bin ich mit negativen Bewertungen vorsichtig . -
lok1414
Schöne Darstellung , Respekt ...
Mitlerweile gehöre ich auch zu den "damals jugendlichen"
Man merkt bei solchen Diskussionen sofort , wer damals aktiv dabei war .@all
Noch ein Beispiel zur Hornlänge und Mundfläche .
Es gab vor der LA Zeit Mitteltonhörner , welche zu riesigen Mengen auf Baugerüsten gestackt wurden .
Diese Hörner waren relativ lang und die Mundfläche der Gesamtanordnung war größer
als heutzutage die Basstacks bei üblichen Großveranstaltungen .
Trotz der großen Fläche und Hornlänge waren das reine Mitteltonsysteme
Wenn ich an den Output solcher Anlagen denke , bekomme ich heute noch eine Gänsehaut
und danke meinem Schöpfer , ich das noch erleben durfte . -
(Sehr) vereinfacht betrachtet ,
ist bei klassischen Hörnern die Trichterlänge für eine bestimmte untere Grenzfrequenz
vom Verhältnis der Mundfläche zur Halsfläche abhängig .(Wer sich allerdings intensiv mit der Berechnung von Hörnern auskennt ,
möge mir diese Darstellung verzeihen .)Ich habe in den 80ern selbst Hornlautsprecher konstruiert und in Kleinserie gebaut .
Irgendeinen Ausgangsparameter muß man willkürlich wählen , meist die äußeren Abmessungen ,
um dann die anderen Teile darin "unterzubringen" .
Man kann also durchaus verschiedene Trichterlängen für die gleiche unter Grenzfrequenz erhalten . -
Och Leute , ihr diskutiert hier alles wahllos durcheineinander
Unterscheidet doch wenigsten den Viertelwellenresonator und die klassische HornfunktionBei letzterer ist die Länge des Trichters ein Parameter von vielen bei der Betrachtung
und bestimmt für sich allein genommen nicht die untere Grenzfrequenz .Und wenn der ein oder andere mal irgendwo , irgendwas gehört hat
zementiert sich das nicht automatisch zur Grundsatzaussage .Messungen ?
Die müßten dann aber von einer glaubwürdigen Institution stammen .
Weiterhin muß klar sein , wo der Schwerpunkt der Messung liegt .
Ein klassisches Hornstack im Abstand von einem Meter zu messen
lässt keinen Rückschluss auf die Gesamteigenschaften zu . -
Zitat
Meinst du, dass es einen großen Unterschied macht,
ob man eventuelle Anwohner nun mit 50Hz aufwärts oder 40Hz aufwärts belästigt?
Jo , meine ich ,
wobei ich das nicht ausdrücklich bei 50 Hz festmache , sondern am relativen Tiefbassanteil allgemein . -
Soll das wirklich das Prinzip des Blatthallers sein
Vor der Zeit des WWW kannte ich den Blatthaller nur von der Berliner Funkturmgeschichte .
Aber alles nur hören-sagen , nichts genaues .Auch interssant sind übrigends auch die Verstärker zu dieser Zeit (ca 1930).
Man konnte mit Sender Röhren NF-Leistungen im kw Bereich erzeugen .
Wenn ich dann an die üblichen Leistungen 40 Jahre(!) später denke ... -
Ja solche Geheimnisse interessieren mich auch ...
Aber erst noch mal ich
ZitatUnd wie gesagt, ich habe 10 Stück Martin 115 pro Seite gehört.
Die liefern zwar Bass, dass man auch auf einige Meter nicht geradeaus schauen kann, aber unter 50Hz tut sich nichts.
Gerade mit solchen Anordnungen und geeigneten Chassis kannst Du Tiefbässe unkontrolliert in die Distanz schieben ,
daß auch weit entfernte Anwohner (zu Recht) rebellisch werden

.
Das weiß ich aus eigener Erfahrung :lol: .
Möglicherweise hatten die Anwender in Deinem Fall genug Erfahrung , um dem vorzubeugen .Vielleicht ist auch dies ein Grund , weshalb man heute auf andere Funktionsprinzipien setzt .