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Beiträge von audiobo

  • Automixer im Vergleich

    • audiobo
    • 9. Juni 2023 um 15:09

    Vor kurzem habe ich eine Veranstaltung als FoHler betreut, wie ich sie in Art und Weise vielfach mit den üblichen Yamaha-Pulten (CL/QL) oder auch schon mit Digico/Soundcraft und Waves Dugan durchgeführt habe.

    Diesmal also mit einer SQ6 und dem internen AMM.

    Dazu standen auf der Bühne ein Haufen schalterlose Tischmikrofone (11 an der Zahl) herum. Also wie üblich, erst einmal den Automix aktiviert und bei den technischen Proben alle Kanäle hochgezogen. (In dem Moment habe ich einfach noch keine Lust die nächsten völlig unorganisierten 3-4 Stunden wie ein Schiesshund aufzupassen was die da auf der Bühne gerade fabrizieren, es gibt noch genug andere Dinge zu erledigen. Die meiste Zeit geht es eh um Video, Kamera, Licht, Deko, etc.)

    Jedoch kam schon nach kurzer Zeit (ungewohnterweise) die Meldung vom Streaming, dass zu viel Ambience im Signal zu hören sei. Auch ein herumliegendes Regie-Handmikrofon hat für ungewöhnliche Irritation gesorgt.

    Jetzt ist es so, dass ich bereits in der Vergangenheit das ein oder andere Mal das seltsame Gefühl hatte, der SQ-Automix würde weit weniger regeln als es der Dugan macht.

    Nach der Veranstaltung habe ich die Probe aufs Exempel gemacht: Rauschgenerator auf mehrere Inputkanäle gepatcht und per PFL (Achtung: diesen dann in der Werkseinstellung auf Post Delay (=Post AMM) belassen) bzw. AFL die Pegelreduktion kontrolliert.

    Ergebnis:

    Während der Dugan bei jeder Verdopplung der Kanäle mit gleichem Pegel und Phasenlage die Verstärkung dieser um jeweils 6dB reduziert (so dass hinter der Summierung alle beteiligten Kanäle den gleichen Ausgangspegel erzeugen wie wenn nur ein einzelner Kanal offen ist), so sind es beim SQ-AMM lediglich 3dB.

    Bei 12 offenen Mikrofonen macht das also einen Unterschied von über 10dB.

    Auch das gegenseitige Wegdrücken im Dialog ist entsprechend geringer, was für den Operator bedeutet, dass im Zweifelsfall wieder mehr Faderarbeit notwendig ist bzw. der Regelweg länger sein muss (das entspricht dem bislang "gefühlten" Unterschied).

    Ein weiterer Unterschied ist, dass A&H noch eine Art Gate mit drin hat - sinkt das Signal unter einen (nicht näher definierten) Threshold wird es abgeschnitten. Das ist beim Dugan definitiv nicht der Fall.


    Da mittlerweile einige Pulthersteller ihre eigenen Automixer implementiert haben und ich solches Regelverhalten gerne im Vorfeld kenne, möchte ich nun einen offenen Vergleich anreissen.

    - Dan Dugan Automixer (Yamaha-Konsolen, Waves, Hardware):

    Reduktion pro Kanalverdopplung: 0-6dB (abhängig von der Phasenlage, Tendenz zu stärkerer Absenkung) ; Gating: Nein

    - Allen & Heath AMM (zumindest SQ, für Avantis und dLive müsste es noch jemand gegenchecken):

    Reduktion pro Kanalverdopplung: 3dB ; Gating: Ja

    - DiGiCo DMI-AMM

    noch keine Information (evtl. der A&H-Algorithmus?)

    - Soundcraft VI (STUDER vMIX)

    keine genaue Information gefunden - dem lustigen Bildchen auf Seite 4 in diesem Dokument nach sind es aber auch nur ca. 3dB

    - Behringer XR18 (und vermutlich alles X/M vom Tribe):

    Reduktion pro Kanalverdopplung: 6dB ; Gating: Nein

    (danke floger )

    - Midas Pro

    noch keine Information

    - TBProAudio AMM (natives VST/AU-PlugIn)

    Reduktion pro Kanalverdopplung: 6dB ; Gating: bei aktiviertem Speech Pre Filter

    - ...tbc


    btw., da ich dies auch schon gefragt worden bin:

    Nein, es hat nichts mit dem Weight-Parameter zu tun, damit kann man das grundsätzliche Verhalten nicht beeinflussen.

  • YAMAHA DM7

    • audiobo
    • 8. Juni 2023 um 18:31

    ehrlich gesagt ist mir ein ordentlicher, von Menschen programmierter Algorithmus auf Basis von Spektral- und Hüllkurvenanalyse momentan lieber als eine vor sich hin halluzinierende KI mit zu wenig Rechenleistung.

  • "No Behringer"

    • audiobo
    • 8. Juni 2023 um 17:28

    Das wäre zu verkraften. Ich z.B. brauche selten (nie) 8 DCAs im Zugriff, wenn ich alle Jahre wieder (gestern zum ersten Mal seit 2 Jahren oder so) mal das Ding vor der Nase habe. Dafür aber noch Rednermic + Pausenmusik, die natürlich irgendwo anders im Pult anliegen als die Band.

  • "No Behringer"

    • audiobo
    • 8. Juni 2023 um 17:06
    Zitat von guma

    Die Pulthardware X/M32 mag ich bis heute nicht und nutze die Pültchen bis heute nur als Faderboards.

    kann man eigentlich die eingebaute DAW-Remote nutzen um Mixingstation zu erweitern, während Mixingstation wiederum das Pult steuert?

    das gäbe dann immerhin einen 8Fader Userlayer

  • Welche besseren DI-Boxen nutzt ihr?

    • audiobo
    • 8. Juni 2023 um 13:42

    Mehrere Art DTI waren auch schon mal Quelle eines grösseren Ärgernis. Also die Quelle(n) waren eigentlich diverse Laptops in typischen Breakoutsession-Situationen. Ich glaube, die Teile wurden danach wieder verkauft.

    Gestern hatte ich eine passive Stereo-Radial, die hat auf einem Kanal richtig schön gekracht wenn man da drauf gehauen hat.

    Grundsätzlich tun die meisten DIs ihren Job*. Geschirmte Übertrager sind auf jeden Fall vorzuziehen, vor allem

    wenn die Dinger auch mal auf einem Amp oder dem Boden eines Konferenz-/Hotelraumes o.ä. mit viel Kabelgewirr und anderem Zeug in irgendwelchen Bodenschächten liegen.

    Klanglich „interessante“ Ergebnisse haben eher mit „speziellen“ Quellen zu tun und dann gilt halt schon mal: ausprobieren.

    (* bezogen auf die üblichen Verdächtigen im deutschsprachigen Pro-Audio-Sektor: Palmer, Radial, BSS, Klark, AdT)

  • YAMAHA DM7

    • audiobo
    • 8. Juni 2023 um 10:19

    Ich persönlich halte den Preis für angemessen, da ich das Produkt eher in der Digico-SD als in einer Avantis-Liga sehe.

    Gerade im Corporate-Bereich und Rental-Bereich dürfte es ein willkommener Nachfolger für CL3/5 sein.

    Die veränderte Bedienung ohne fixen Channelstrip dürfte (wenn die Oberfläche flüssig bedienbar ist) keinen professionell arbeitenden Operator vor ernsthafte Probleme stellen.

    Ich glaube, dass Yamaha die Bedürfnisse ihrer Kunden ziemlich genau analysiert hat und nicht einfach irgendwelche willkürlichen Sparmassnahmen umsetzt.

    Interessant ist auch die modulare Bedien-Erweiterungsmöglichkeit, evtl. hält Yamaha da noch ein paar Überraschungen parat.

  • YAMAHA DM7

    • audiobo
    • 8. Juni 2023 um 07:57

    Ich kann mir dieses pseudoerotische Gerede vom guten Andy zwar fast nicht mehr anhören, aber hier stecken noch ein paar gute Infos drin:

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  • YAMAHA DM7

    • audiobo
    • 8. Juni 2023 um 01:02

    Vermutlich unglückliche Platzierung aufgrund von Platzmangel. Wichtig ist der Kasten mit der Inschrift „Automixer“.

  • YAMAHA DM7

    • audiobo
    • 7. Juni 2023 um 21:08

    Ich denke mal, klassische Surroundformate spielen in der Beschallung kaum noch eine Rolle.

    Es gibt dann ja dieses „AFC Image Control“, ich denke da geht es um die Ansteuerung von ImmersiveSound-Prozessoren.

  • YAMAHA DM7

    • audiobo
    • 7. Juni 2023 um 20:41
    Zitat von HenrySalayne

    Was ich mich noch frage:

    Hat man endlich unabhängige Inserts und kann einen Pre-EQ Effekt mit dem Dugan kombinieren oder ist bei Verwendung des Dugans wieder alles automatisch Post-Fader? Das Blockschaltbild zeigt das leider nicht.

    Doch zeigt es:

    Der Automix ist nicht mehr auf den Insert angewiesen sondern fest implementiert.

  • YAMAHA DM7

    • audiobo
    • 7. Juni 2023 um 20:00

    ich find's, von dem was bis jetzt zu sehen ist, gut.

    Pro:

    - Gewicht (entspricht in der grossen Version einer CL1)

    - 64CH-Dugan (ohne Rack-Insert-Zwang)

    - beide Channeldynamics können Expander/Gate/Ducker/Comp/Deesser (KeyIn-Optionen scheinen laut Blockschaltbild auch erweitert worden zu sein)

    - versch. Positionen im Inputchannel für's Delay möglich

    - DynamicNoiseSuppressor (spart beim Webcast/Broadcast den Insert des ein oder anderen WavesWNS/Cedar DNS)

    - 2x AES/EBU I/O

    - Netzteilredundanz

    - 48mixbus/12Matrix - ganz ehrlich: in der Preisklasse reicht das. Die wollen ja schliesslich auch noch die ein oder andere Rivage verkaufen. Und wer 30 Stereo-Inearwege verwalten muss nimmt einfach was anderes.

    - OSC - eröffnet in der bisher in sich geschlossenen Yamahawelt neue Möglichkeiten

    - Loudness Meter (mit Broadcast-Option)

    - Actor Library (mit Theater-Option)

    - 8-Band-PEQ in den Ausgängen

    - Delay in den Bussen

    - Mix/Matrix to Input (haben sie damals bei der Rivage noch nachgereichen müssen)

    - Dante (bereits vorhandenes Ecosystem bleibt weiter nutzbar, redundante Verkabelung ohne Zusatzkarte möglich)

    - umfangreiche Abgriffmöglichkeiten für die Mixbusse mit FollowFader-Option

    - Split-Mode

    - (für Yamaha-Verhältnisse) Latenzarm (1.5ms, Input to Omni, ohne Dante, o.ä.)

    Con:

    - die Kanalpegelanzeigen sind vllt. ein wenig klein geraten

    - nur AES/EBU-Out mit SRC (ist aber vllt nur ein Fehler in der Auflistung)

    - kein Scene Preview (vllt. in der Theater-Option, ansonsten ein Fall für ein künftiges Update)

    - nur ein PY-Slot (also keine MADI + zus. MIDI/GPIO oder AES/EBU)

    Interessant:

    - Der Assist-Mode

    - bei dem Erweiterungsding frage ich mich gerade, ob die sich von der Wing haben inspirieren lassen ^^

    den Rest werden vermutlich die ersten Hand Ons und Praxiserfahrungen zeigen.

  • "No Behringer"

    • audiobo
    • 7. Juni 2023 um 12:45

    Die Frage ist doch: Wer mischt? Bandtöpfer oder Local?

  • YAMAHA DM7

    • audiobo
    • 7. Juni 2023 um 12:42
    Zitat von Fabsn

    Schauen ja nett aus die Konsolen aber da muss noch einiges an der Performance gearbeitet werden.

    Das war aber bei der PM10 auch schon so. Da sind mir bei einer ganz furchtbaren Softwareversion bei vielen Layerwechseln sogar schon mal die Pegelanzeigen an den Fadern für 1-2sek stehen geblieben.

  • YAMAHA DM7

    • audiobo
    • 7. Juni 2023 um 12:12

    naja, wenn man das DM7 als quasi-Nachfolger des DM2000 ansieht war die Preisklasse aber zu erwarten. Und auf den ersten Blick macht als solcher auch alles Sinn.

  • "No Behringer"

    • audiobo
    • 7. Juni 2023 um 08:51
    Zitat von djvomght

    Erst kürzlich hatten wir bei uns im Theater eine Gastproduktion, deren mitgebrachtes X32 sich mitten im Soundcheck weigerte, seine Faderbänke zu erkennen.

    Ja und? Wir hatten auch mal eine zickende SD8 die zur Krönung während der Show n Reboot gemacht hat. War letzten Endes ein Hardwarefehler in der Faderbank.

    Sind alle Digicos deswegen ein NoGo?

  • Yamaha DM3

    • audiobo
    • 7. Juni 2023 um 08:45

    DM2000 hatte auch nur Monokanäle - davon allerdings 96 😉

  • YAMAHA DM7

    • audiobo
    • 7. Juni 2023 um 08:05

    btw. - Neues Slot-Format: PY für 64i/o@96kHz

    aktuelle Karten: MADI (2 BNC-Pärchen + WC), AES/EBU (D-SUB, 8i/o), MIDI+GPIO(5i/o)

  • Yamaha DM3

    • audiobo
    • 7. Juni 2023 um 08:03

    gelöscht

  • YAMAHA DM7

    • audiobo
    • 7. Juni 2023 um 07:15
    Zitat von TomyN

    Kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen, was 'Mix-Minus' (in den 'Featurepacks') bedeutet?

    Für den ausgewählten Aux werden alle Sends auf 0dB gestellt, danach kann man selektiv einzelne Sends wieder ausschalten. (Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, ich konnte mich mit der Vorgehensweise damals nicht anfreunden.)

  • YAMAHA DM7

    • audiobo
    • 7. Juni 2023 um 07:09

    Das sieht schon eher nach einem würdigen Nachfolger der alten DM-Pulte aus.

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