Will man sich mit Säulenlautsprechern beschäftigen, muss man sich m.E.n. erst einmal zwingend mit Isobarendiagrammen auseinander setzen.
Dazu mal ein paar Links zu ein paar Tests:
Bose L1 (leider fehlen hier die Bilder für die vertikale Coverage)
(im Vergleich ein typischer kleiner Pointsource-LS: CA106
Die Unterschiede, gerade auch in der horizontalen Ebene, sind doch erheblich und stützen auch meine bisherigen Erfahrungen mit einigen dieser Lautsprechern, besonders wenn es um Sprachbeschallungen mit Kugelheadsets bei kurzer Distanz geht.
Die Maui z.B. funktioniert in dem Fall wirklich gar nicht, das gibt eine einzige Feedbackorgie im Mittenbereich.
K&F PIA hingegen hat es innerhalb einer VA auf die Liste meiner Lieblingslautsprecher geschafft. Leider kaum verbreitet in meinem Umfeld.
Auch die d&B24C finde ich in der freien Aufstellung nicht gut, klingt eher nasal und wenn man die horizontalen Winkel abläuft hört man wie sich seitlich die Auslöschungsfrequenzen verschieben (im Diagramm nicht so offensichtlich erkennbar vllt. aufgrund der Glättung). Es könnte z.B. sein, dass das Modell für die Montage vor einer Wand optimiert wurde.
Und ja, wenn die höheren Frequenzen in der vertikalen von vielen Chassis produziert werden, sollten die optimalerweise alle über Kopfhöhe.
Nahfeld ist natürlich auch schwierig, da es bei einem Array vor einem einzelnen Lautsprecher nie so klingt wie auf Entfernung, wo sich die Schallenergie der einzelnen Treiber optimal "mischt".
Der Verteil liegt hier darin, dass man mit mehr Länge das Nahfeld weiter in den Raum bekommt, z.B. wenn Sprachverständlichkeit in halligen Umgebungen das primäre Ziel ist. Leider korreliert diese nicht immer mit der "bestklingensten Wiedergabe".
Insofern ist die Wahl des Lautsprechers wieder einmal stark von der zu erledigenden Aufgabe abhängig.