Allerdings kommt man da auch wieder ganz schnell in einen Bereich auf den man als Techniker wenig bis keinen Einfluss hat, da die Obertonstruktur die den Residualeffekt erst möglich macht von Instrument und Musiker erzeugt wird.
Das ist auch der Grund für die nach wie vor ungeschlagene Popularität von Fender Precision-, Jazzbässen wie auch MusicMan StingRay und Ampeg SVT als Verstärker. Deren Obertonstruktur im Mitteltonbereich macht den Sound "fett", ohne dass man allzu viel tieffrequente Energie aufbringen muss. Gleichzeitig deckt sich das so gut mit der Gitarre, dass man eine 2. Gitarre bei Nichtvorhandensein nicht unbedingt vermisst.
Wenn man hingegen mit ultracleanen 80er/90er-Jahre Hartholz-Edelbässen und Verstärkeranlagen herumhantiert oder schlappen Saiten bzw. Bassisten die nicht wissen wie eine Positionänderung der Anschlagfinder den Klang gestalten können, benötigt man schnell mal die 10fache Leistung um den Bass klanglich platzieren zu können. Ist aber wiederum auch eine Arrangementfrage womit sich der Kreis zum Anfangsthread schließt... :wink:
(P.S.: Als Bassist finde ich diese Edelbässe klanglich eigentlich total geil, aber wenn sich auf einer RocknRoll-Bühne nicht durchsetzen kann ohne dass alles abartig wummert ist das auch blöd...)
(P.P.S: 35Hz mit richtig Schub sind geil, aber bitte als Effekt und nicht als Dauergebrumme über 1 1/2 Stunden - dann braucht´s auch gar nicht soo viel als wenn der Magen eh schon weichgeklopft ist)