von zu schwachen Anlagen hab ich nix geschrieben, das war Johnny...
Beiträge von audiobo
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Zitat von "wora"
mit einer änderung der pegel einzelner bänder ändert sich auch gundsätzlich die akustische grenzfrequenz und natürlich die phasenlage zwischen den bändern. das darf man dabei nicht vergessen. sollte man also ein korrekt in der phase eingemessenes system vorfinden, müsste man diese nach der änderung wieder neu einmessen.
In den meisten Fällen war nach meiner bisherigen Erfahrung (allerdings betrifft dies auch eher den Bereich "hinstellen -> spielt", als große Systeme die noch aufwändig eingemessen werden) ein überhöhter Bassbereich darauf zurückzuführen, dass die Bässe einfach zu laut waren, d.h. Trennfrequenz war eh schon verschoben. Für viele klingt es dann mit CD-Mucke einfach etwas fetter. Die Probleme die dann bei Live-Signalen auftreten, sind einigen gar nicht bewußt. -
Zitat von "Wurst Werner"
Machmal muss man einfach den Controller und dort zumindest die Bandgains anpassen. Oder fahrt ihr alle stumpf stets das gleiche das Herstellerpreset, egal, ob die PA im Zelt, Open Air, im Club oder in einer Halle steht???
Natürlich nicht, aber ob es so gut ist, jemanden den man nicht kennt kurz vor der Show an Limitern und Trennfrequenzen herumspielen zu lassen, wage ich mal zu bezweifeln. Dafür haben einfach zu viele eine "nach mir die Sintflut - Hauptsache laut"-Mentalität drauf.
Allerdings weiß ich auch leider, wo bei einigen dieser Kontrollzwang her kommt - manche Verleiher stellen halt nur "professionelle" Grütze hin.
Und natürlich gibt es auch die Beispiele, bei denen das Werkpreset schon nicht so richtig klingt (siehe Waveline mit dem "Autsch"-Faktor bei Live-Signalen
)
Und als Betreuer bin ich ja auch gerne bereit, auf Wünsche des Gastes einzugehen, soweit es im Rahmen der Anlage (und meines Wissens um diese) liegt.Klaus: das ist mir bewusst, aber es gibt auch Leute, wenn ich diesen einen Vollzugriff erlauben würde, wäre die Anlage hinterher trotz ausreichender Dimensionierung einfach Schrott - die Deppen gibt es halt auf beiden Seiten.
Anders gesagt: Man sollte es eher so ausdrücken, dass AUF JEDEN FALL eine dem Job entsprechend konfigurierte Anlage vorzufinden ist, andernfalls ist der Zugang zu dieser über den Veranstalter zu klären. Immerhin geht es auch im Zweifelsfall um Haftungsfragen. -
Zitat von "wora"
an frequenzweichen fummle ich generell nicht gerne herum.
der hersteller investiert in der regel sehr viel zeit in controller-setups, das kann ich "auf die schnelle" niemals besser machen, vor allem nicht ohne komplettes messystem.
Das ist auch ein Punkt, wo ich mir beim Lesen von manchen Bühnenanweisungen nur noch an den Kopf greifen kann: "Der Zugang unseres FoH-Technikers zu sämtlichen Systemparametern muss gewährleistet werden."
Ja ne, is klar... Er ist neben seinem Dorfkapellen-FoH-Job auch noch der System-Ober-Guru, welcher jeden Lautsprecher der Welt kennt und ganz genau weiß, wie viel Energie welchem Treiber zugeführt werden darf.
Am Ende schlagen die Bass-Pappen an und die Hochtöner kreischen um ihr Leben, weil er der Meinung ist, per Absenkung der Trennfrequenz eine bessere Abstrahlung zu erzielen.Was aber tatsächlich oft besser ist als jeder große EQ-Einsatz: Bei "gut gemeinten" Anlagen einfach mal die Bässe ein paar dB runterdrehen.
Und schon hat man den Mulm im Übernahmebereich besser im Griff als wenn man da 10dB relativ breitbandig herausziehen muss. Bei Anlagen die sonst auch im kleineren Club-Discobetrieb genutzt werden passt das zumindest schon mal ganz gut. -
Zitat von "treibsand"
Was ich mich generell bei GEQs frage: Warum trauen sich so wenige Kollegen, auch mal ein oder zwei frequenzen zu "schieben" und ziehen nur überall rum? Deutlich über 90% der mir begegnenden Einstellungen weisen höchstens einen Fader (vorzugsweise im Bassbereich...) oberhalb der 0dB auf.
Wenn ich im System etwas anhebe, passiert dies in der Regel breitbandig, das mache ich lieber mit einem parametrischen EQ. Schmalbandige Anhebungen sind eher instrumentenspezifisch und daher im Kanalzug anzuwenden.
So aus meinem praktischen Alltag heraus - da ist es allerdings auch selten dass ich über 2 Oktaven oder so irgendwo stark herunterziehen muss, dann gehe ich lieber noch mal kurz an die Amps/Controller. -
Noch ein kurzer Einwand (wieder mal) zum Thema SAE:
- Ja, es ist eine private Schule, für die man selbst die Kosten tragen muss
- Ja, der Inhalt ist sehr theoretisch
- außerdem zeigt eigentlich die komplette Ausrichtung in den Bereich Recording/Broadcast, vielleicht mittlerweile auch mehr Mediengestaltung usw. (mein Wissenstand bzgl. des Lehrplans ist halt schon 9 Jahre alt), Livetontechnik wurde gerade mal 2 Wochen lang besprochen, praktische Übungen gab es dazu keine, außer die "Gehörtrainingsstation" (CD-Player mit GoldenEar-CD)
- NEIN, man bekommt kein "Diplom", nur weil man das Geld dafür auf den Tisch legt
- genauso wenig muss jeder die Prüfung 2mal machen, nur damit man die Gebühren doppelt bezahlt (auch schon gehört)
- Wenn ein SAE-Abgänger auf der Baustelle Mist baut, liegt dies einzig und allein an ihm selber - Ich habe nie erlebt, dass ein Dozent gesagt hat "Wenn du hier raus kommst, kannst du alles...". Viel eher: "Geht raus, sucht euch ne Praktikumsstelle oder passenden Nebenjob und sammelt Erfahrungen und noch mehr Erfahrungen."Kurzum: Das dort gelernte möchte ich nicht missen, auch wenn ich vieles davon schon wieder vergessen habe oder teilweise veraltet ist (vor allem der ganze IT-/Digital-Kram) - dafür hatte ich die Möglichkeit an Geräten zu schrauben, an die ich vielleicht nie wieder rankomme, wenn mir einer ne 24-Spur-2" Bandmaschine vor die Nase stellt, weiß ich wie die zu benutzen ist, wie ich die Pegel aussteuern muss usw. Alleine die Tatsache, dass wir noch gelernt haben, mit einer Rasierklinge Analogbänder zu schneiden hat mir persönlich verdammt viel gegeben.
Genauso könnte man auch sagen, dass die Fachkraft für Veranstaltungstechnik tontechnisch nix kann.
Ich konnte letztens einen Blick in einen korrigierten Test zum Thema Audio werfen, da haben sich mir die Nackenhaare aufgestellt. Kurzer Auszug:Frage: "Was bewirkt ein Exciter im Signalweg?" - Antwort (des eigentlich eher tonaffinen Kollegen, der gerade die Ausbildung macht): "Er verbessert das Hochtonsignal"
Zack, mit voller Punktzahl bewertet.
Und es gab noch mehr solcher Brecher. -
Zitat von "treibsand"
Noch lange nicht! Letztens kam eine Band 2min vor dem Auftritt mit einem USB-Stick...
Wohlgemerkt: untere Jugendzentrumsliga. Somit auch nur ein MixWizzard am Start.So unterschiedlich kann das also sein - bei mir schaut es genau umgekehrt aus. Der Laptop ist immer da und immer mit dran um in den Pausen Musik abzuspielen. Da er allerdings (wg Tablet) kein Laufwerk hat, könnte ich mit einer CD einfach mal nichts anfangen, genauso wie bei vielen anderen, die mit Netbooks unterwegs sind. Übrigens noch ein Grund der bei sowas für mich gegen das iPad spricht, die fehlende USB-Schnittstelle.
Auch sehe ich ehrlich gesagt gerade in den Jugendzentren vermehrt irgendwelche Rechner für Musik stehen, mit CDs kommt da schon lange kein Teenie mehr an. Eher mit dem Wunsch irgendwie die Mucke von ihrem Telefon da rüber zu bekommen...
Was einfach generell nicht geht, ist 2min vorher ankommen und irgendetwas zu erwarten wenn vorher nichts abgesprochen war!!!
(In einer anderen Liga ist SELBSTREDEND ein CD-Player mit am Start, gerne auch direkt ein (CD- oder USB-) Recorder falsch jemand einen Mitschnitt wünscht - aber im No Budget-Bereich wird dieser gerne einfach mal im Lager vergessen oder ist schon (wenn fest verbaut) seit 3 Jahren in einem vor sich dahin sterbenden Zustand.
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Zitat von "klauston"
Also im konkreten würde die Ausrede nicht durchgehen
Diesen konkreten Fall kann man aber nur anhand eines Foto gar nicht bewerten, weshalb ich den Sinn hinter diesen Darstellungen nicht ganz nachvollziehen kann. Gut, wenn man Bilder vom Dorffest sieht, wo am DBX GEQ welcher mit "FOH" beschriftet ist, alle Fader auf -12 bis -15dB rumschwirren, deutet das schon auf ein eindeutiges "Fail" hin. Gerade am GEQ kann man sich alles sehr schnell einfach mal totziehen. Ist aber alles nichts neues.
Ansonsten habe ich aber auch aus verschiedenen Gründen sehr kuriose Einstellungen hinter mir.
Schön zum vergleichen ist immer, wenn man (wie z.B. bei vielen VST-PlugIns) bei dem verwendeten EQ noch einen Trim-Regler hat, mit dem man das bearbeitete Signal an die Ursprungslautstärke angleichen kann - da merkt man mal, wie viel es tatsächlich bringt, was man da macht.P.S.: Der obere EQ von Terrines Bild weißt darauf hin, dass da wohl ganz üble Resonanzen seitens der Lautsprecher / Umgebung vorhanden waren - man beachte, dass da immer die Oktaven gezogen wurden. Der untere könnte als Compressor-Sidechain fungieren um eine Pseudo-Deesser zu bekommen.
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Zitat von "Wurst Werner"
Ich kann mal fragen (wegen Recall Safe), aber ich glaube nicht, dass das geht.
Hmm, theoretisch braucht man doch nur in der Recall-Situation den Transfer der gespeicherten Steuerdaten an den jeweiligen Parameter zu blockieren. Ich habe keine Ahnung vom Programmieren von PlugIns, aber ich stell mir das so vor, dass da die gleichen Daten auf Midi-ähnlicher Basis gespeichert werden, welche auch zur Automation in Sequenzern verwendet werden. Diese sind auch filterbar. -
Zitat von "Wurst Werner"
Das heißt für das klassische Stadtfest legt man seinen Mixszenen für die Bands an und spart Moderationsmike und Zuspieler darin aus.
Da trifft das ja aber genauso zu. Den Preamp-Gain für Mod und Zuspieler sollte man nicht anrühren, wenn man evtl. noch mal speichern muss.
Das wäre vielleicht eine Verbesserungsoption für das PlugIn, zumal es sich ja eh noch in der Betaphase befindet - wenn für jeden Gainregler ein "Recall Safe"-Button integriert wird.Ein Link-Button wäre vllt. auch nicht schlecht für Stereo-Signale.
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Anscheinend mussten alle Kommentatoren aufs Telefon ausweichen, also war es wohl vor dem Übergabepunkt. Wo genau, ist eher müssig zu spekulieren - mal schauen ob die Kollegen vor Ort etwas wissen, aber die muss man ja jetzt nicht unnötig nerven.
Auf jeden Fall hätte ich, wenn ich da zugange wäre, eher schlechte Laune so einen Riesen-Aufriss abzuziehen für solch eine "Künstlerperformance". Große LED-Leinwände machen definitiv keine besseren Sänger.

(Ein paar sind ganz ok, aber das was ich beim zappen in den Werbepausen gesehen habe...) -
Ha. Jetzt ist mir als altem Hobby-Zyniker beim editieren im Pulteditor direkt mal wieder ein Nachteil von der PlugIn-Steuerung aufgefallen, den ich euch jetzt aber auch nicht vorenthalten möchte:

Und zwar betrifft das das Speichern von Snapshots - während bei üblichen Digipulten der Gain im Kanalzug mitgespeichert wird und somit im RecallSafe-Modus bzw. beim Entfernen aus der Scope-Liste nicht abgerufen wird, ist hier nur ein Abrufen (bzw. Nicht-Abrufen) aller Gains möglich, da alles in einem PlugIn gespeichert wird.
Im Prinzip nichts, womit man nicht leben könnte, allerdings sollte man dieses beim Speichern immer im Blick haben und im Zweifelsfall lieber den Trim benutzen.
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Sehr schön, dass das Ganze auch stufenlos und knackfrei funktioniert - eindeutig noch ein Pluspunkt gegenüber LS9 und Verwandten. Wie schaut das mit dem Pad aus? Ist der optional, funktioniert der mit anderen Preamps zusammen oder gar an der ADA-Mod?
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Zitat von "klauston"
think what you have is loud enough, double it
Also, bei 8 115HiQ pro Musiker würde ich langsam ins Zweifeln geraten...
Naja, die werden wohl ihre Erfahrungen gemacht haben. -
so nebenbei: 10Gbit/s entspricht dem Datendurchsatz von 80 Madi-Strecken (= 5120 Kanäle @48kHz/24Bit)
- wobei man natürlich wieder etwas runterrechnen muss, da diese 10Gb/s wohl nicht Echtzeitfähig sein dürften. -
Isch habb ett...

Man nehme:
6x Schaltermic SM58S
6x passive DI-Box (getestet mit Stage Line DIB100)
6x XLR M-M Genderchanger
6x Adapter Klinke-XLR M
5x Adapter Klinke-XLR F
passende XLR-StreckenVerkabelung: Mic -> Genderchanger -> DI-Box XLR Out (male) (witzigerweise bei der DIB100 schon als Balanced In/Out bezeichnet
) -> DI-Box Input/Link (Klinke) -> Adapter Klinke-XLR M -> Mischpult Eingang
Pad/Attenuator sollte natürlich ausbleiben.Die restlichen Adapter dazu nutzen, weitere DI-Boxen durchzuschleifen.
Nachteil: Das Signal ist unsymetrisch, daher Störanfälliger (ist eine Intercom-Leitung aber auch), geringer Pegel aufgrund der Impedanzen - allerdings kann der hinter der letzten DI durch eine Aktiv-DI wieder aufgeholt werden, damit ist der letzte Abschnitt auch wieder symmetrisch und die DIs sind vor unerwünschter Phantomspeisung geschützt. Klingt allerdings seeeeehr dünn...
Hatte gerade zum testen zwar nur 3 Mics/DIs und lediglich kurze Kabel, aber vom Eindruck her sollte man da problemlos aufstocken können.
Oder aber die erste Variante mit den Y, plus vorgesteckte 20dB PAD-Adapter - etwas gegenseitige Beeinflussung ist dann zwar noch gegeben, aber auf ein erträgliches Maß heruntergeschraubt.
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Das ist klar. Aber ich weiß mittlerweile recht gut was ich auch nach einiger Einarbeitungszeit nicht mag, die genannten Punkte (abgesehen von den nicht gefundenen Dingen, wie das Ganging) gehören definitiv dazu. Es gibt auch umgekehrt genug Dinge die ich bei Digico trotz genügend Einarbeitungszeit nicht mag. Ebenso Yammi und Soundcraft.
Im übrigens sehe ich sogar bei iLive einen großen Vorteil, wenn man den Editor parallel nutzt kann man zusätzliche Midicontroller nutzen, zumindest hatte das ein Kollege mit seinem Tourpult letztens so im Einsatz. Eine Option, die mir bisher bei praktisch allen Digipulten fehlte. Leider scheint man aber auch hier noch nicht die Effekte regeln zu können, schade. Trotzdem, gute Sache.
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An DI Boxen habe ich gar nicht gedacht, nur an kleine Micpres, die in der Anzahl aber auch nicht überall rumschwirren. Den Y (genauer: 2xF -> 1xM) braucht man aber trotzdem noch, wenn´s kombiniert werden soll. Evtl. braucht man bei den geringen Ausgangsimpedanzen der Aktivschaltungen jeweils noch ein paar Serienwiderstände, damit die Ausgänge sich nicht gegenseitig das Signal "klauen". Ausprobieren.
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Stumpf ist Trumpf:
1x XLR Strippe rundlaufend mit Schaltermikros über Ys zusammengefasst auf Aktivbox
1x XLR-Return rundlaufend für InEarsVielleicht reicht sogar eine Leitung an der Mikros und InEars/Aktivbox hängen, allerdings musst du dann beim Brüllwürfel aufpassen, da kein n-1, und die Gefahr von Brummschleifen steigt.
Wobei, wenn ich so drüber nachdenke, ein Schaltermic produziert einen Kurzschluss... hmm...
Einen (Fuss-)Schalter mit XLR ausgestattet könnte man noch dazwischen hängen...
Oder die Mikros bleiben immer an (wenn jemand reden will, muss er halt richtig reinsprechen).