Ich habe die Tage in einem Interview gelesen, dass bei Fussballspielen wohl alle beteiligten Behörden (also auch Polizei und Feuerwehr) ihren Stempel unter das vorliegende Sicherheitskonzept setzen müssen, ansonsten darf das jeweilige Spiel nicht stattfinden.
Im Falle der Loveparade war es ja wohl eher so, dass diese Kräfte lediglich von der Stadt für die Veranstaltungszeit angefordert, auch vorher in die Gespräche eingeweiht wurden aber ohne Entscheidungsbefugnis über das Konzept.
Es sollte auf jeden Fall m.M.n. für Veranstalter Pflicht sein, gerade bei solch grossen Veranstaltungen, der breiten Öffentlichkeit frühzeitig und gut sichtbar/findbar (z.B. auf der entsprechenden Internetseite sowie an Infotafeln nahe irgendwelcher Fressbuden) Übersichtspläne mit Zugängen, Notausgängen etc., sowie evtl. erwarteten Zuschauerzahlen/Kapazitäten (auch für Zugangswege, x Personen/Stunde, durchschnittlicher/errechneter notwendiger Zeitraum, um aufs Gelände zu kommen) usw. zur Verfügung zu stellen. Einerseits gibt es halt Leute die sowas allgemein einfach für interessant halten, andererseits wissen Leute, die tatsächlich Ahnung von der Materie haben, im Zweifelsfall an wen sie sich wenden müssen wenn ihnen da was komisch vorkommt.
Ordentliche Dokumentation erleichtert Fehlersuche und Kommunikation fördert Fehlervermeidung. Leider habe ich immer öfter das Gefühl, dass die Kommunikation gerade nicht funktioniert, unabhängig vom technischen Medium. Schon das persönliche Gespräch findet viel zu oft nur zwischen Tür und Angel statt, ohne Chance sich etwas richtig zu notieren, weil irgendwie jeder gerade "auf dem Sprung" ist und noch was total wichtiges erledigen muss.
Ach ja: eine Entscheidung auf nicht-kommunaler Ebene wäre auch meinerseits zu begrüssen, sobald die Kommune einen wirtschaftlichen oder sonstigen Anteil (z.B. Prestige) an der Veranstaltung hat.