Ich glaube der Thread-Starter meint ein Endfire-Array, bei dem die Bässe hintereinander gestellt und entsprechend verzögert werden, so dass sich die Bassenergie nach vorne addiert.
In dem anderen Beitrag ging es um Zahnlückenarrays, also Aufbauten, die Auslöschungen aufgrund zu hoher Abstände der Bässe vermeiden sollen. Das geht aber prinzipiell eher in Richtung Zylinderwelle als Keulencharakteristik.
Zitat von "Ton_Opa"In der Theorie gehen wir bei den Bässen von Kugelstrahlern aus. Das heißt, ein gerades Array feuert nach hinten genauso wie nach vorn.
Zitat von "Kai Reiss"Zu 1.):
Die Krümmung der Linie und somit die Charakteristik der Schallausbreitung lässt sich natürlich auch hervorragend Elektronisch erzeugen und steuern.
Darauf bezogen sich wohl auch die Kommentare mit den Delays.
Zurück zum Endfire (rein theoretisch angedacht, alles ganz grob):
Stell eine Reihe von Bässen hintereinander, so dass die Gesamtlänge in einem guten Verhältniss zur Wellenlänge der tiefsten, zu richtenden Frequenz steht (würde mal tippen mind. 1/2 Lambda). Der Abstand der Einzelbässe zueinander sollte so eng sein, dass sie das obere Ende des Übertragungsbereiches interferenzfrei (also max. 1/2 Lambda) darstellen könnten (Ich weiss klingt gerade etwas komisch).
Jetzt wird jeder Bass passend verzögert, der erste mit 0ms, die folgenden jeweils mit einem ihrer Entfernung zum ersten Bass angepassten Delay.
Bsp.: 4 Bässe, Einzelabstand 1m (Front->Front)
1. Bass: 0ms, 2.Bass: (ca.)3ms, 3.Bass: (ca.)6ms, 4.Bass: (ca.)9ms
Dies führt dazu, das sich vom 1.Bass bis zum 4.Bass der Pegel jedesmal erhöht, da durch die angepasste Verzögerung der immer nächstfolgende Bass im richtigen Moment den Druck erhöht.
Vergleichbar mit einer Schaukel, bei der man genau zum richtigen Zeitpunkt mit den Beinen Schwung holen muss.
Betrachtet man jedoch die Abstrahlung nach hinten, überlagern sich div. Wellenberge und -täler derart, dass die akustische Summe dort nicht viel höher ist als ein einzelner Lautsprecher.
(also jede Menge Leute auf der Schaukel, die alle zu unterschiedlichen Zeiten mit den Beinen schwingen
)
Insgesamt führt das halt zu viel Pegel nach vorne und wenig nach hinten/zur Seite.
Bei Mikrofonen (Richtrohr) nutzt man einfach ein Interferenzrohr mit seitlichen Schalleinlässen, durch die der Schall dringt und sich je nach Winkel und Frequenz positiv oder negativ addiert.
So ich hoffe geholfen zu haben, offen gesagt, hab ich mir jetzt alles kurzerhand ohne Quellen aus den Fingern gesaugt, denke aber mal das Prinzip stimmt, ist schliesslich auch nur Physik.
Für Verbesserungsvorschläge bin ich immer offen.
So long