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Beiträge von audiobo

  • Subs "delayen" um eine Keule zu erhalten

    • audiobo
    • 12. Juli 2006 um 19:40

    Ich glaube der Thread-Starter meint ein Endfire-Array, bei dem die Bässe hintereinander gestellt und entsprechend verzögert werden, so dass sich die Bassenergie nach vorne addiert.
    In dem anderen Beitrag ging es um Zahnlückenarrays, also Aufbauten, die Auslöschungen aufgrund zu hoher Abstände der Bässe vermeiden sollen. Das geht aber prinzipiell eher in Richtung Zylinderwelle als Keulencharakteristik.

    Zitat von "Ton_Opa"

    In der Theorie gehen wir bei den Bässen von Kugelstrahlern aus. Das heißt, ein gerades Array feuert nach hinten genauso wie nach vorn.

    Zitat von "Kai Reiss"

    Zu 1.):
    Die Krümmung der Linie und somit die Charakteristik der Schallausbreitung lässt sich natürlich auch hervorragend Elektronisch erzeugen und steuern.

    Darauf bezogen sich wohl auch die Kommentare mit den Delays.


    Zurück zum Endfire (rein theoretisch angedacht, alles ganz grob):

    Stell eine Reihe von Bässen hintereinander, so dass die Gesamtlänge in einem guten Verhältniss zur Wellenlänge der tiefsten, zu richtenden Frequenz steht (würde mal tippen mind. 1/2 Lambda). Der Abstand der Einzelbässe zueinander sollte so eng sein, dass sie das obere Ende des Übertragungsbereiches interferenzfrei (also max. 1/2 Lambda) darstellen könnten (Ich weiss klingt gerade etwas komisch).

    Jetzt wird jeder Bass passend verzögert, der erste mit 0ms, die folgenden jeweils mit einem ihrer Entfernung zum ersten Bass angepassten Delay.

    Bsp.: 4 Bässe, Einzelabstand 1m (Front->Front)

    1. Bass: 0ms, 2.Bass: (ca.)3ms, 3.Bass: (ca.)6ms, 4.Bass: (ca.)9ms

    Dies führt dazu, das sich vom 1.Bass bis zum 4.Bass der Pegel jedesmal erhöht, da durch die angepasste Verzögerung der immer nächstfolgende Bass im richtigen Moment den Druck erhöht.
    Vergleichbar mit einer Schaukel, bei der man genau zum richtigen Zeitpunkt mit den Beinen Schwung holen muss.

    Betrachtet man jedoch die Abstrahlung nach hinten, überlagern sich div. Wellenberge und -täler derart, dass die akustische Summe dort nicht viel höher ist als ein einzelner Lautsprecher.
    (also jede Menge Leute auf der Schaukel, die alle zu unterschiedlichen Zeiten mit den Beinen schwingen :D )

    Insgesamt führt das halt zu viel Pegel nach vorne und wenig nach hinten/zur Seite.

    Bei Mikrofonen (Richtrohr) nutzt man einfach ein Interferenzrohr mit seitlichen Schalleinlässen, durch die der Schall dringt und sich je nach Winkel und Frequenz positiv oder negativ addiert.

    So ich hoffe geholfen zu haben, offen gesagt, hab ich mir jetzt alles kurzerhand ohne Quellen aus den Fingern gesaugt, denke aber mal das Prinzip stimmt, ist schliesslich auch nur Physik.
    Für Verbesserungsvorschläge bin ich immer offen.

    So long

  • Erfahrungsbericht Allen Heath GL2400

    • audiobo
    • 12. Juli 2006 um 17:04

    Wäre aber bei dem Preis auch zuviel verlangt. Das Ding hat schon verdammt viele Features on Board, vergleich das mal mit nem GB4.

  • Kleinmembrankondensatorempfehlung

    • audiobo
    • 24. Juni 2006 um 18:35

    BD und Kugel: sehr geil (auch dynamische Kugeln, sehr cooler Attack)

    Die nicht enfernungsabhängige Basswiedergabe hat übrigens den Nachteil, dass du schneller eine Bassrückkopplung bekommst, da ja auch die meisten PA-Aufbauten ohne gerichtete Basslautsprecher auskommen.

  • Suche Rider für Klassik-Konzert

    • audiobo
    • 23. Juni 2006 um 20:07

    Lesen. z.B. Production Partner, da gibt häufiger Infos über entsprechend grosse Produktionen, inkl. Auflistung der technischen Gerätschaften, Bühnenaufbau, Beschallungskonzept, Interview mit dem ausführenden Techniker usw.

    (Carmina Burana war dort auch mal vertreten, weiss aber nicht mehr in welcher Ausgabe)

    EDIT: Hab gerade gemerkt, dass ich einen Eintrag übersehen habe, sorry.

  • Kleinmembrankondensatorempfehlung

    • audiobo
    • 23. Juni 2006 um 19:52

    Das mit der abfallenden Kapsel verstehe ich auch nicht ganz, kann mir nur vorstellen, dass diese nicht richtig festgeschraubt war. Bei uns ist während des Abbaus mal eins von den Mics 3-4m über die Bühne geflogen, Ergebnis war lediglich ein klitzekleiner Kratzer an der Oberfläche.
    (Trotzdem kommt mir der Typ nicht mehr als Helfer auf die Bühne).

    EDIT: Wer meint er könne Kleinmembranen (egal welcher Hersteller) wie ein SM58 behandeln, ist selber schuld (soll keine Unterstellung sein, jedoch schon öfter erlebt)

  • Komisches Ampproblem

    • audiobo
    • 20. Juni 2006 um 17:40

    Habt ihr mit den gleichen Lsp´s/Kabel wie auf der Bühne getestet?

    Ich hatte sowas mal mit `ner Camco (CH1: 1+/1-, CH2: 2+/2- an NL4) an einer etwas seltsamen Box (1+/1- = 2+/2-). Dies führte mit einem 4pol. Kabel dazu, dass die beiden Ausgänge der Endstufe zusammengeführt wurden. Der kleinste Unterschied im Stereobild reichte dann aus, um die Protect-Schaltung zu aktivieren.

    Lösung: 2pol-Kabel verwenden oder entsprechenden Adapter dazwischen setzen.

  • Controllersettings

    • audiobo
    • 9. Juni 2006 um 12:34

    Morgen,

    was mir zu dem Thema einfällt: hat mal jemand ´nen PS15-Controller durchgemessen, was der so macht (Passiv-Variante). Ich bin´s langsam ein wenig leid, bei manchen Anwendungen, in denen zu wenig Original-Controller vorhanden sind (z.B. Delay-Lines, jeder Lsp `ne andere Delay-Zeit), immer erst mal wie blöd am EQ rum schrauben zu müssen.

    Da ich (wie einige andere bestimmt auch) für die Delays eh immer einen Controller verwende, könnte man das einmal als Preset speichern und gut ist.
    (Dann passt das vielleicht auch mal phasenmässig mit den Originalen besser zusammen)

    Ansonsten stimme ich sowohl der Sound-Klinik wie Manuela vollkommen zu. An den lautsprecherspezifischen Einstellungen einer grösseren Anlage rumzufummeln, kann schnell den Weg ins akustische Nirvana bedeuten.

    Interessant wird es hingegen beim Einsatz von Arrays, die evtl. mit einem extra Controller oder in den Inputs eingestellt werden. Vielleicht gibt es hier ja mal ein wenig Input, z.B. was Bassankopplung, Infras, Delays, etc. angeht. Oder jemand hat die optimale Einstellung für eine Bassniere bestehend aus 5 Director-Bässen gefunden o.ä.
    (Allerdings kann ich auch nachvollziehen, wenn das jemand als "Firmengeheimnis" hütet :wink: )

    Da in meinem Umkreis leider meistens die "Ankommen, 2Stacks Hinstellen, Spielt"-Philosophie angesagt ist, kann ich hier bedauerlicherweise (noch) nichts zu beitragen :cry:


    Ich habe eigentlich immer einen Controller für die kleineren Clubs mit eigener Anlage dabei.
    z.B. um bei der Kombination 2x15"-Top + Basshorn die Trennfrequenz nach unten zu ziehen, damit das Horn nicht noch bei 150Hz vor sich hinplärrt (Standart-Weiche) und um 1-2 Resonanzen vorab raus zu ziehen.

    Oder bei einer völlig unterdimensionierten Anlage einfach als Stereo-Prozessor mit EQ, Bass-Comp und Limiter um die Anlage nicht zu himmeln.

    Allerdings lohnt sich das erst, wenn man die Location/Anlage kennt und öfter dort ist.

    Ausserdem benutze ich sowas ganz gerne bei Feten mit Dj´s ohne jedes Feingefühl (wie wir alle wissen, sind das verdammt viele): Lo-Cut ein wenig nach oben schieben (50-55Hz, je nach (Selbstbau-Müll-)Anlage sogar bis 70), darüber etwas Anhebung (@ 70-80Hz) für die Kickbässe, Mitten leicht raus (je nach Anlage natürlich), danach Bass-Comp (LoShelf-Bereich des DJ-Pultes, ca. 100Hz) und Limiter. Funktioniert super mit etwas herumspielerei, selbst wenn der DJ auf einmal 20dB-30dB nach oben zieht. Da der Bass-Comp schon vor dem Limiter die Bässe weggezogen hat, kann sich dieser besser auf Mitten und Höhen "konzentrieren". Wenn der DJ jedoch leiser dreht, erhält man eine Art "Loudness"-Effekt.
    Präziser Klang ist natürlich was anderes, aber es macht konstant Bumm und Zisch, die verschiedenen Songs klingen fast wie aus einem Guss und die Anlage (sowie das Gehör des Publikums) hält problemlos den Abend durch.

    (Den hochgezogenen Lo-Cut benutze ich übrigens bei Konserve deswegen, weil der Grossteil der heutigen (Pop-)Musik sowieso für (Tief-)Bass-schwache Wiedergabegeräte wie Ghettoblaster, MP3-Player und Handys optimiert werden. Viele Signale, die unter 60-70Hz anfallen, sind leider subharmonischer Müll, die eher stören als etwas produktiv beizutragen (Ausnahme: Madonna´s "Frozen", da lohnen sich auch noch 40Hz), vor allem bei halligen Umgebungen.)

    Ich hoffe, das war jetzt nicht (zu sehr) OT im Sinne des Threadstarters, da ich keine spezielle Anlage/Controller/Raum, dementsprechend natürlich keine genauen Angaben zu den Settings genannt habe. Denoch halte ich es für wichtig die Möglichkeiten eines Controllers abseits des reinen Speakermanagements mit groben Richtwerten darzustellen.

  • Neumann Solution-D Digitalmic

    • audiobo
    • 3. Juni 2006 um 15:27

    Übrigens sorry, habe gerade erst gesehen, dass es auch neue Speisemodule, auch mit S/P-DIF geben soll, ich hatte eine etwas ältere Info.

  • Für 12er Top´s EIN ZOLL Hochton-Horn oder ZWEI Zoll?

    • audiobo
    • 3. Juni 2006 um 15:22

    War auch nicht bös´gemeint, und prinzipiell hast du ja Recht mit dem Diskussionsforum, manchmal wird das hier aber echt anstrengend mit dem Lesen, wie vermutlich für einige Leute an dieser Stelle auch wieder.

    Von daher, schönen Tag noch, ich bin erst mal raus...

  • Für 12er Top´s EIN ZOLL Hochton-Horn oder ZWEI Zoll?

    • audiobo
    • 3. Juni 2006 um 10:03

    TobiV: Diskussionen schon, aber nichts was jemand, der sich erstmals mit dem Thema beschäftigt, auf Anhieb findet und dann einigermassen verstehen kann, da sich diese Threads immer durch "zitierte Zitate" und Nebendiskussionen, die mit den Basics nichts zu tun haben (mal ganz abgesehen von den üblichen Behauptungen, jemand könne nicht lesen, wisse nicht was er tut, entsprechenden Antworten usw.) in die Länge ziehen.
    Ausserdem weiss ein "Newcomer" doch erstmal gar nicht, was er für Suchbegriffe eingeben muss.

    Mein Vorschlag an die Moderatoren/Admin: Vielleicht einfach mal ganz oben einen Eintrag einstellen namens "Basics", mit entsprechendem Inhalt.

    Ach ja: Wieso zum Teufel musstest du für deinen einzigen Satz meinen kompletten Eintrag, der direkt darüber steht, mit einsetzen?!

  • Neumann Solution-D Digitalmic

    • audiobo
    • 3. Juni 2006 um 09:27

    Also, soooooo teuer ist die 180er Reihe von Neumann nun auch wieder nicht, man darf ein Neumann ja auch nicht in einen Topf mit StudioProjects, Fame, wasweissich oder auch den von mir mittlerweile sehr geschätzten Rode Mics werfen.
    Ein Neumann ist nun mal ein Neumann, Made in Germany hat eben seinen Preis und da sind ca. 600,- (obwohl das KM184 auch schon mal beim T...... für 400,- gesehen wurde) nicht zuviel.

    Desweiteren wage ich zu bezweifeln, dass das Mikro durch die zusätzlich notwendige Elektronik günstiger wird. Auch handelt es sich bei dem Ausgangssignal nicht um S/P-DIF, sondern um ein spezielles Format (hab leider die Bezeichnung vergessen), dass von einer zusätzlichen Box in AES/EBU umgewandelt wird, welche das Mikrofon auch mit einer entsprechenden Speisespannung versorgt (was über S/P-DIF nicht möglich ist). Desweiteren stellt diese Box ein Kommunikationsinterface zum Rechner dar, was ein ferngesteuertes Einpegeln ermöglicht.

    Das einzige, was man bei dieser Konstellation spart, ist der sonst notwendige High-End-Mic-Preamp (z.B. Focusrite) und einen A/D-Wandler der Oberklasse (z.B.Apogee). Dann rechnen sich auch die Kosten wieder.


    Ach ja: sind die Dinger überhaupt schon irgendwo im Einsatz? Gesehen hab ich sie, aber auf der Neumann-Seite sind sie nur unter den News, nicht aber unter den Produkten zu finden (im Gegensatz zum ebenfalls neuen TLM49)

  • Für 12er Top´s EIN ZOLL Hochton-Horn oder ZWEI Zoll?

    • audiobo
    • 1. Juni 2006 um 14:45

    Komisch das dazu noch keiner was dazu geschrieben hat, also mach ich das jetzt mal:

    Die Reichweite (Pegel X in Entfernung Y) wird durch max. Treiberpegel und der Richtwirkung des Horns, bzw. Kopplung mehrerer Einzeltreiber untereinander definiert.

    D.h. z.b., wenn Treiber A (sagen wir mal der 2-Zöller) lauter spielt als Treiber B (1-Zöller), reicht A natürlich weiter, ist allerdings auch im vorderen Bereich der Lsp.-Box lauter. Dies macht sich vorne meist durch einen aufdringlichen, harschen Klang bemerkbar (wie du schon so schön festgestellt hast).

    Auch findest du vor allem im Bereich der grösseren Treiber eher Hornaufsätze mit einer engen Richtwirkung. Dadurch wird der Pegel in Hauptabstrahlrichtung stark erhöht. Wenn der Lsp. sich nun über Kopfhöhe befindet (aber nur dann), bekommen die Personen direkt davor lediglich den schwächeren Randbereich mit (die Winkelangabe eines Horn bezeichnet den Winkel, in dem man -6dB vergl. zur 0-Achse hat, das ist ein eigentlich recht kontinuierlicher Verlauf), das Publikum weiter hinten steht jedoch voll in dieser 0-Achse, bekommt dadurch trotz höherer Entfernung noch relativ viel Pegel.

    (Beispiel für ein HT-Horn: http://www.bcspeakers.com/index.php?sez=1&categoria=5&id_descrizione=47&prodotto=91&id_descrizione_prod=44 )


    Diese Richtwirkung ist allerdings nicht durch die Treibergrösse definiert, sondern wirklich nur durch das Horn.

    Vielleicht hilft dir noch die Info, dass du auf jeden Fall, unabhängig vom Horn und vom Treiber, auf der Hauptabstrahlachse einen Verlust von 6dB pro Entfernungsverdopplung hast.

    Leider scheint dieses Thema hier im Forum bei dem ganzen Gerede um div. Hersteller und Linearrays ein wenig unterzugehen, dass man schon gut suchen muss, um entsprechende Infos (welche hier durchaus existieren) zu finden.


    Ich hoffe, dir bei den Basics und vielleicht auch deiner Kaufentscheidung ein wenig weitergeholfen zu haben, gerade auch was das Thema "hinten laut, vorne nicht zu sehr" angeht.

    P.S.: Ich find 1"-Treiber angenehmer (gute 1"er können in der Grössenordnung 12/HT auch beim Pegel mithalten), auch find ich´s unnütz, wenn der HT noch in 30m zu hören ist aber keine Lowmids vorhanden sind.

  • Kennt jemand den Ram LMS-266?

    • audiobo
    • 1. Juni 2006 um 13:40

    Wieso zum Teufel hat das Ding 96kHz A/D, aber nur 48kHz D/A. Die Pegelanzeigen sehen auch ein wenig dürftig aus und das max. Delay... Ich finds schon etwas komisch das gerade ein Behringer Billig-Teil den anderen zeigen muss, wie so eine Kiste auszusehen hat (Ich spreche eher von der Bedienung und den Möglichkeiten, nicht der Filter- oder Limiterqualität)

  • FOH Zelte

    • audiobo
    • 22. Mai 2006 um 14:49

    Hab mir eben mal bei Obi diese Billig-Pavillions (die gleichen wie bei LIDL, aber für 50,-) angeschaut. Alu-Gestänge, welches gerade mal ein Drittel eines Ezup´s wiegt - dat is´ mir doch selbst ohne Regen (die Plane ist natürlich nicht wasserfest) zu kriminell.

  • Aux Pre oder Post EQ/Insert

    • audiobo
    • 22. Mai 2006 um 14:26

    Falls sich das Pult im Verleih befindet, würde ich die Auxe auf jeden Fall Post-EQ fahren, da dies eigentlich bei fast allen Pulten üblich ist. Sonst gibt das nur Diskussionen mit Bandmischern, warum die Bassdrum auf dem Monitor so beschissen klingt.

    Klar ist da der Vorteil, dass man bei der Pre-Aux-Variante bedenkenlos Kompressoren, Effekte, etc. einschleifen kann, aber dafür hängt man die Effekte entweder in die Subgruppe oder man splittet sich den Kanal mit einem Y-Kabel. In der Regel geht es dabei sowieso meistens "nur" um die Vocalkanäle.

    Ich dachte eigentlich auch, das die Auxe beim GL2400 ab Werk Post-EQ sind, komisch.

  • Mischpult für grosse Rockband Kaufberatung

    • audiobo
    • 21. Mai 2006 um 20:55

    Also ich glaub, wenn ich den ganzen Karnevalskapellen u.ä. in der Umgebung sagen würde, das sich ein eigenes Pult nicht lohnt, würden die mich bloss schief ansehen. Gerade bei Sachen wie InEar, man kommt an, hat das wichtigste vorverkabelt/eingestellt, stöpselt den Rest ein und dann kennt man vor allem die Gainstruktur und die Pegelverhältnisse.

    Richtig "nett" sind hingegen so Sachen (gerade bei zeitkritischen Veranstaltungen) wenn man ein geliehenes Pult da stehen hat, welches man noch nie gesehen hat, welches u.U. irgendwelche gemeinen Schalter aufweist, die die Ausgänge vertauschen (z.B. Monitormodus A&H GL2200), statt der Mix-Summe den Tape-Ret. auf L-R legen (kenn ich von einem Soundtracs Pult) o.ä., evtl. hat der letzte Benutzer auch alle Regler da gelassen, wo sie zuletzt standen und man darf erstmal jede Menge Knöpfchen drehen. Und dabei sind womöglich fehlende Adapterkabel (Band weiss nicht welches Pult, Verleiher weiss nicht welche Peripherie) noch aussen vor.

    Die Argumente zum Thema "falls sich die Band mal trennt" finde ich in diesem Fall auch nicht nachvollziehbar, da eh bereits Material (Anlage, FX, InEar, altes Pult) vorhanden ist. Daher sollte eine entsprechende Einigung (hoffentlich) bereits existieren (hier mangelt es leider manchmal an Durchblick und Voraussicht).

    Das soll keine Pauschalempfehlung für alle Bands sein, sich ein Pult zu kaufen, aber ganz ehrlich, in diesem Fall würde ich dafür stimmen, da einscheinend auch jemand da ist, der sich dahinter setzt. Solange sowieso kein kompletter FoH, Lautsprecher, evtl. Manpower etc. vorhanden ist, sehe ich da auch nicht den grossen Reibach für den Verleiher. Dann lieber mit kompletten Sets arbeiten.

    Zum Thema Wirtschaftlichkeit: Wenn das Musizieren ein Hobby ist, sollte dieses nicht zwanghaft den Bereich Technik (inkl. Investition) ausschliessen. Viele gute Leute haben so angefangen.
    Andere Leute geben sehr viel Geld für ein Stück Kunststoff aus, welches dem alten Golf II oder Corsa`ne neue Nase verpasst, ohne jeglichen praktischen Nutzen (na ja, es soll noch entsprechende Mädels geben... :wink: ).

    Genug zum OT-Teil, zur Frage:

    A&H kann ich bis jetzt absolut empfehlen, alles was darunter liegt, lässt dann schon mal die ein oder andere Kleinigkeit (oder Qualität) vermissen.

    Sei es der 3-Band-EQ, der nur beschränkten Einfluss auf den Klang hat, keine einzelnen Pegelanzeigen in den Kanälen (und das ist verdammt viel wert, gerade bei vielen Kanälen), fehlende XLR-Ausgänge oder die allseits beliebten 60mm-Fader (ein Gruss an die Venice-Fraktion :D ).
    Falls diese Punkte keine entscheidende Rolle spielen (gute Mics (-> wenig kurbeln), genug Zeit zum einpegeln, etc.), kommt man auf einer kleinen Anlage wie der erwähnten Mackie-Kombination auch mit einem Yamaha MG24 zu einem guten/akzeptablem Ergebnis. Hier würde ich eher eine Klangeinschränkung durch die Anlage sehen. Bei grösseren Anlagen sollte man allerdings auch schon wieder zu einem besseren Pult greifen.

  • FOH Zelte

    • audiobo
    • 21. Mai 2006 um 19:32

    Das Dach vom Ezup hat bei uns gestern den Geist aufgegeben (Stoff an der Spitze gerissen) und ganz wasserdicht ist es auch nicht. Allerdings mussten wir das Ding auf schon mit drei Leuten festhalten :? Gut dass ich nicht mit der Dachplane auf dem Rig saß :D

  • Röhrenamps brummen

    • audiobo
    • 15. Mai 2006 um 13:48

    Ich habe mal was von "Kupferlack" o.ä. gehört, welcher aufgrund entsprechenden Kupferanteils abschirmende Eigenschaften hat. Leider kenn ich aber jetzt keine Bezugsquellen, vielleicht mal `ne Runde googlen.

  • Soundcheck Reihenfolge

    • audiobo
    • 5. Mai 2006 um 14:55

    Gitarrist einer Punkrockband, 1 Meter vom Schlagzeug entfernt, 150-200Pax-Saal, harte Wände/Decke/Boden, auf meine Frage was er denn von vorneherein gerne auf dem Monitor hätte: "Alles, vor allem Schlagzeug" :shock: .

    Antwort: "Wenn´s soweit ist, bist du zu laut."

    2. Band: Gitarre eh schon zu laut, Gitarrist (gleichzeitig Sänger) schmerzfrei; Einzelsoundcheck, Gitarrist: "tu mal Gitarre"; ganze Band spielt: "OK, hast recht...:oops:... "

    Ich hatte aber die Tage ein Band mit folgender Ausstattung:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=50445

    Es war echt angenehm: gleiche Lautstärke wie sonst (so dass es ohne Ohrstöpsel nicht weh tut oder es anschliessend im Ohr rauscht, Saalbeschreibung s.o.) aber mit passender (und nicht viel zu hoher) Beckenlautstärke. Und ja, die Becken klangen gut.

    Aber zurück zum Thema:

    Die Reihenfolge/Vorgehensweise kann u.U. auch von der Location abhängig sein.
    Beispielsweise bei o.g. Saal, habe ich zwar, wenn ich die Anlage bei lehrem Raum auf Stimme optimire, einen 1A Soundcheck-Sound, bei den ersten Liedern bin ich dann allerdings mächtig am kurbeln, da kurz gesagt, die ganze EQ-Einstellung für den A.... ist. Höre ich mir hingegen ein paar CD´s durch, die ich gut kenne, decke ich ein ganz anderes (breiteres) Frequenzspektrum ab, sowohl percussiv wie tonal, ausserdem ändert sich die Art des Übersprechens von Anlage auf Mikrofon mit der Besucherzahl, und damit auch der Klang des Mikrofons. Natürlich überprüfe ich trotzdem noch mit dem Mikrofon, ob ich irgendwo eine böse Frequenz, z.B. durch unkonstante Abstrahlung des Topteils habe, die ich dann rausziehe.

    Wenn die Anlage läuft und die Instrumente/Mikros stehen, fange ich am liebsten mit dem Schlagzeug an, aus öfter genannten Gründen (meiste Kurbelei an den EQ´s/Comps/Gates, oder sogar den Drums selber). Das ganze allerdings bei schon geöffnetem Gesangsmikro mit einer gewissen Grundeinstellung (wenn man Pult, Mikro und Anlage, sprich die Pegelverhältnisse kennt). Meistens kommen die restlichen Musiker dann wie sie gerade Zeit haben, am liebsten sind mir Keyboarder und andere Musiker mit DI-Instrumenten, weil da oft noch irgendein Brumm oder Kracher drinsteckt (oder der Vol. am völlig zugebauten Sampler runtergedreht ist).


    Am liebsten ist mir allerdings, zumindest bei fremden Bands, deren Songs ich sowie nicht kenne (in Bezug auf Effekte, u.ä.), ein professionelles Festivalverhalten - Band schickt einen Rider voraus, man baut Mikros auf und testet sie kurz auf Funktion, Band kommt mit Top-Equipment, das nicht muckt und 1A klingt, teilt dem Monitormann entsprechende ihre Wünsche mit, stellt sich hin und spielt (natürlich mit kurzem Linecheck), fertig.

    Das resultiert daraus, dass ich schon bei vielen Bands (von Amateur bis Profi) beobachtet habe, dass allein durch eine anderes Momentanfeeling sich die Spielweise und das Hörverhalten der Musiker verändern. Z.B. muss ich als Monitortech bei vielen Schlagzeugern über die Zeit des Auftritts hinweg die BD auf seinem Moni immer höher ziehen, da er sie mit jedem Song schlechter hört.

    Da sind so Sachen wie 3-facher Schlagzeug-, Gitarren-,Keyboard- etc.-umbau, sowie Änderungen der Akustik noch gar nicht inbegriffen.

  • Voicemaster , Green Series, EnVoice oder sonst noch ??

    • audiobo
    • 2. Mai 2006 um 21:13
    Zitat von "gezz-abba"

    Was hat das Teil für ein Schaltungsprinzip im Preamp?

    Schätze mal, Class A, ist einerseits typisch für focusrite und passt zu den technischen Daten
    (siehe hier: http://www1.keyboards.de/magazine/m0397/green.htm )

    Zitat von "gezz-abba"

    Presonus , Alto und CO. möchte ich nicht haben. Es sollte schon vernünftig verarbeitet sein und auch optisch eine gewisse Massivität ausdrücken ( Auge hört mit ;) )

    Sag das mal `nem ADL600 - Besitzer :wink: . Aber im Ernst, Presonus ist schon seit etlichen Jahren am Markt und ist bisher eigentlich nicht unbedingt durch Dumping aufgefallen. Ich finde da auch 600,- für einen flexiblen nicht-Röhren-Channelstrip preiswert, aber nicht billig (das Alto-Teil kostet glaube ich 200,-). Das es jetzt einige Produkte "Made in China" (Tubepre u.ä.) gibt, sehe ich eher als Überlebensstrategie der Firma. Es könnte sogar sein, dass der Presonus-Sound genau in die von dir angestrebte Klangecke passt, bedingt durch ClassA-Schaltungen und dem damit verbundenen transparenten Klang. Vielleicht schaust du auch mal nach einem gebrauchten VXP, der dürfte für dich vertrauenserweckender ausschauen.

    Von den dbx´en kenne ich nur das Billigteil, fand ich nicht besonders dolle, eher dumpf. (aber der 786 soll ja der absolute Knaller sein - man bräuchte nur Geld :? )

pro-silentium.de

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