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Beiträge von audiobo

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 26. Juni 2024 um 14:08

    Bzgl. Gründe für Outboard-Equipment:

    Ich habe z.B. einige Zeit lang einen TC Finalizer mit mir herumgetragen, den ich anstelle des internen MBC in meiner Hauptgruppe (z.B. Floor) eingebunden hatte.

    Einfach aus dem Grund, weil ich so jederzeit sehr eindrücklich sehen konnte wo ich vom Pegel her stehe und wie stark ich in die Kompression fahre.

    Hintergrund dafür wiederum waren diverse Jobs mit chaotischen Einrichtungs-/Probenabläufen, viel lauter/leiser auf Zuruf und den bescheuertsten Abhörsituationen, die man sich vorstellen kann (in einem Fall wurde gar während der Proben in der zum Zuschauer-/Bühnenbereich abgeschotteten Regie hinter mir gerade mit maximalem Maschineneinsatz ein WC zusammengezimmert).

    Gründe warum ich das heute nicht mehr mache:

    • Wechsel von PKW auf ÖV - aktuell reise ich für ca.90-95% meiner Jobs mit Bus & Bahn an - damit sind für mich auch solche Dinge wie das Pelicase als Reisestandard weggefallen, eine Extratasche zum Rucksack dazu gibt es nur für Übernachtungen
    • Ausspielwege - gerade in der Coronazeit und danach gab es dann viele Jobs mit mehrsprachigen Streams - die Stereoanzeige eines einzelnen Finalizer hilft nicht unbedingt dabei mehrere Ausspielwege gleichzeitig im Blick zu behalten (für wenn der Dolmetscher z.B. das Mikro weggedreht hat oder auf den falschen Kanal quasselt)
    • Besser angepasste und standardisiertere Pultsettings (man lernt ja immer dazu)
    • Abstand halten zu gewissen Auftraggebern

    Allerdings: wäre ich nach wie vor mit dem PKW unterwegs, hätte das 2HE-Rack mit dem Teil immer seinen Platz im Auto. Genauso wie das Pelicase.

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 26. Juni 2024 um 14:06
    Zitat von robert müller

    Wie mach ich das eigentlich, wenn der Kram per AES/ADAT/MADI/DANTE/WSG/whatever digital eingebunden ist?

    Außer manuell den Insert im Pult zu deaktivieren, fällt mir da jetzt nix ein. Oder gibt's Plattformen, die das beherrschen?

    Du könntest einen 2. Rückweg mit internem Routing bauen mit Duckerfunktion. Funktioniert aber nur gegen Ausfall, nicht gegen Störungen. Man muss auch beachten, dass viele Pulte ihre Key-Signale schon irgendwo am Anfang des Channelstrips zur Verfügung stellen, nicht erst hinter Insert/EQ/Dyn/Mute usw.

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 26. Juni 2024 um 13:29
    Zitat von WolfgangE

    Maximal umständlich und unübersichtlich. Das haben andere Firmen wesentlich eleganter geschafft.

    Das interessiert mich jetzt. Ehrlich! Gerne in einem eigenen Faden oder vllt. mag guma oder ein anderer das auch abtrennen: "Einbindung des Dante-Netzwerkes auf verschiedenen Pultplattformen - Eindrücke aus dem Praxisalltag" oder so...

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 26. Juni 2024 um 10:27
    Zitat von WolfgangE

    Da hat, wie früher bei Videosystemen wie VHS, mit Yamaha das schlechtere System "gewonnen".

    Kannst du mal bitte mit diesem dummen Bashing aufhören? Ich bin auch kein Yamaha-„Fan“, muss einfach sehr oft damit arbeiten. Aber zu behaupten es wäre ein schlechtes oder auch nur „schlechteres“ System ist an den Haaren herbeigezogen. Dafür haben sie zu viele - gerade für den Corporatebereich relevante - gute Entscheidungen (u.a. Dante als Systemplattform zu nutzen) getroffen.

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 26. Juni 2024 um 08:55
    Zitat von Lampenschubser

    So ist ein SQ5 für einen Industriejob vlt. schon amtlich, aber für ein Fastival mit vielen Kanälen und vlt. mehreren Technikern schon nicht mehr sinnvoll. Alleine schon wegen der nicht vorhandenen Redundanz.

    Das halte ich für eine sehr seltsame Aussage: Warum sollte Redundanz für ein Festival wichtiger sein als für einen Industriejob? In beiden Bereichen gibt es Jobs bei denen es von der Grössenordnung passt und solche bei denen es nicht passt.

  • I want more of...

    • audiobo
    • 26. Juni 2024 um 07:51

    Ich wäre eher für ein Streamdeck+ 😁

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 25. Juni 2024 um 17:38
    Zitat von Seven

    "Mixbus-Shaping und Feelgood-Knöppe" trifft den Nagel für mich so ziemlich auf den Kopf.

    In dem Fall wäre vllt. auch ein Drawmer 1978 mit seinen Sidechainfiltern was passendes für dich. Einen einfachen SSL-Klon fände ich z.B. an der Stelle etwas langweilig ;)

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 25. Juni 2024 um 00:09
    Zitat von robert müller

    Wenn dabei die Latenz ein Problem wäre, würde es die ganzen Waves-Erweiterungen nicht geben.

    moderner Klassiker: "Ich mach da mal n C6 drauf" Zack +1.3ms

    "Brickwall-Limiter L2 o.ä. wäre noch gut" Zack, noch mal 1.3ms

    "Ich will Vocals wie bei Chris Lord-Alge auf'm InEar... wie hiess das PlugIn noch? CLA Vocals..." ... "Watt'n jetz kaputt?" (+4ms) :D

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 25. Juni 2024 um 00:00
    Zitat von Seven

    Ich hätte vor meinem inneren Auge einen Rahmen mit:

    - EQ (zB SSL UltraViolet)

    - Compressor (zB SSL Bus Compressor)

    - und zwei Neve 542

    und würde diese Kette in den Master Insert hängen. Da wären mir die paar ms Latenz egal. Aber der Preis von gut 3.500 Euro hat in Anbetracht des Nutzens eben doch eine gewisse abschreckende Wirkung.

    Grüße

    7

    Alles anzeigen

    Wenn du in die Richtung (sanftes Mixbus-Shaping mit Feelgood-Knöppen) gehen möchtest könntest du auch einfach mal so was wie den SSL Fusion ausprobieren - nur beim Kompressor müsstest du Abstriche machen, aber ich bin mir ziemlich sicher dein Pult kann das gut genug ;)

  • I don't need that, 2.0

    • audiobo
    • 24. Juni 2024 um 13:09
    Zitat von Lampenschubser

    Aber für public viewing…

    Gemäss dem Fall, ich würde das überhaupt über mich ergehen lassen wollen (unwahrscheinlich), würde ich folgende Lösung begrüssen:

    Zitat von wora

    da ich bei werbung stets mute oder komplett umschalte…

  • I don't need that, 2.0

    • audiobo
    • 24. Juni 2024 um 11:23
    Zitat von Lampenschubser

    Och, das Problem lässt sich gut in den Griff bekommen.

    Einfach einen Harten Limiter kurz über den Peaks (gut, da ist eh wenig Dynamik) des Normalen Programms einstellen.

    Gut, die Werbung wird dann ein Brei, aber dafür nervt der Lärm nicht mehr.

    TC Finalizer - da kann man auch n Actionfilm mit halbwegs normalen Dialogpegel schauen, während nebenan die Kinder schlafen - ohne dass es direkt völlig kastriert klingt.

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 23. Juni 2024 um 21:54
    Zitat von Marcel

    Aber jede Wandlung erzeugt doch weitere Latenz in der Gesamtkette? Wenn wir nun ein Digitalpult haben und wollen da analoges Outboard einbinden oder noch schlimmer digitales Outboard auf analogem Wege (z.b. wenn das Pult mal wieder nicht genug AES Ein- und Ausgänge hat). Dann erzeugt doch jede Wandlung von Digital auf Analog und wieder zurück auch eine Latenz. Ganz abgesehen von der Latenz die das Outboard noch selbst erzeugt. Da kommen dann gerne mal einige MS zusammen. Und wenn man nun vorher noch weiteres analoges Zeug im Insert hat, wird das nicht unterm Strich dann zu viel? Das meinte ich, falls ich mich unverständlich ausgedrückt haben sollte.

    Und ich meinte das da:

    Eine QL1 erhöht bei aktiviertem Insert die Latenz um min. 10 Samples (= 0.21ms)* wenn es durchs interne Rack geschleust wird, der 2. Insert erhöht dann noch mal um 4 Samples.

    Bedeutet: 6 Samples für den Weg CH-DSP > RoutingDSP hin und zurück, 4 Samples für den Weg Routing DSP > FX DSP hin und zurück. Ohne eine einzige Wandlung o.ä. dazwischen.

    [*der Erinnerung nach, leider finde ich die Doku zu meinen Messungen damals nicht mehr]

    Anderes Beispiel:

    Das einschleifen des internen GEQ in den Main verursacht fast so viel zusätzliche Latenz wie der ganze Weg S32-AD-Wandler->AES50->RoutingChip vom X32->AES50->S32-DA-Wandler

    Was die Wandlerlatenzen angeht: Bei einer d&b D6/D12/D20/D80/D...-Endstufe z.B. kommt das Signal schon nach 0.3ms wieder aus dem DSP raus. AD > DSP > DA

    P.S.: Habe gerade mal nachgeschaut: Die Wandler des Triple-C machten jeweils 0.7ms, die "LookAhead"-Funktion 3ms, also in Summe 4.4. Das ist schon in etwa so viel wie ein aktuelles Pult mit einer digitalen Funkstrecke davor.

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 23. Juni 2024 um 16:31
    Zitat von Marcel

    Die Latenzen AD/DA sind ja mittlerweile recht gering,

    Latenz ist keine Frage der ADDAs, sondern der DSP-Struktur. Also eine nur sehr individuell zu beantwortende Frage.

    Nutze mal die Suchfunktion, die geht mittlerweile richtig gut.

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 23. Juni 2024 um 10:02
    Zitat von guma

    Gut, finde ich, dass Yamaha im DM7 das Anbinden von VST plugins sehr erleichtert hat.

    Persönlich bin ich auch der Meinung, dass auch im gehobenen Preissegment eine einigermassen performante USB-Schnittstelle Pflicht sein sollte.

    Das ganze Gehampel mit irgendwelchen (teils auch noch teuren) Konverterböxli/Interfaces u.U. plus passender Pulterweiterungskarte, nur damit das Signal in der Realität am Ende oft doch nur über einen kleinen USB/Thunderbolt-Stecker am Laptop geschoben wird, ist doch nicht mehr zeitgemäss.

    Da sehe ich tatsächlich, gerade bei ständig wechselnden Pulten, mehr verlorenes Potential bzw. mehr Fehlerquellen als darin, den Überblick über den Softwarestand und die nötigen Updates zu behalten.

  • Neue Topteile - Kling & Freitag oder D&B

    • audiobo
    • 22. Juni 2024 um 16:13
    Zitat von Dick Dixie

    Alles andere ist nur Geldmache zu Lasten des Kunden / Anwenders.

    Nein, es bedeutet Betriebssicherheit und Kompatibilität im DryHire

  • Neue kleine Digitalpulte für tontechnisch ambitionierte Musiker, Musiklehrer und Vereinstonkutscher

    • audiobo
    • 22. Juni 2024 um 06:58
    Zitat von simonstpauli

    Oder einen Dynamic EQ. Geht ja auch bei der QL. Mit so einem (als Hardware-Version) hab ich mal im Studio eine E-Geige zurechtgebogen, was ich bei der Aufnahme nie für möglich gehalten hatte.

    Na ja. Auch damit fand ich das Ergebnis nie so, dass ich mir dachte: „Jetzt klingt das Instrument richtig gut.“ Ich glaube die Piezos machen einfach so richtig fiese schmalbandige Peaks, vllt. noch mit einer gehörigen Portion Klirr dabei.

    Bei Piezo-Hochtönern kann man das ja auch messen, an der Gitarre ist das leider etwas schwieriger…

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 21. Juni 2024 um 16:11
    Zitat von Seven

    Eben weil der Studiomensch eher das letzte Prozent (aufwändig) sucht

    Das halte ich für eine Romantisierung. Egal wie viel Zeit man hat, man findet immer etwas, dass einem noch nicht gefällt. Sonst bräuchte man keine Plugins wie Trackspacer sondern würde sich das klassisch automatisieren.

    Auch lässt sich mittlerweile kaum mehr eine qualitative Grenze zwischen analog oder digital ziehen, dafür gibt es zu viele richtig gute ITB-Mixe.

    Es ist einfach eine Frage des Workflows: Der eine hat noch seine Analogkonsole mit den angesammelten Schätzchen da stehen und mischt seine Einzelsignale in seine vorbereiteten Subgruppen mit jeweiligem (lang erarbeiteten) Lieblingsprocessing (Bluey für die Vocals, Blacky für Drums oder so) und dreht hier und da ein wenig zur Feinanpassung, der andere mischt im Zug im Laptop über KH schon mal vor und mietet sich am Ende in seinem Lieblingsabhörraum für ein paar Stunden ein.

    Das sagt aber in beiden Fällen nichts über die Qualität des Ergebnisses aus.

    Beide werden gebucht, weil sie im vorgegebenen Zeitrahmen ein zufrieden stellendes Ergebnis aufweisen können.

  • Keep it simple!

    • audiobo
    • 21. Juni 2024 um 13:27

    „Never had a bad band…“ „work with the best drum techs…“ „rehearsals…“ … 😁

  • Neue kleine Digitalpulte für tontechnisch ambitionierte Musiker, Musiklehrer und Vereinstonkutscher

    • audiobo
    • 21. Juni 2024 um 13:24
    Zitat von secluded

    ...einen je Insert, also gleich 2 zusätzliche zu dem Channel-EQ

    Das macht nen gruseligen Piezo auch nicht besser - höchstens weniger Aua

  • System 500 Komponenten oder analoges Outboard Equipment im digitalen Zeitalter

    • audiobo
    • 21. Juni 2024 um 13:13
    Zitat von niggles

    So sieht (sah...) das in der Realität aus wenn nicht dicke Hose durch Endorsement angesagt ist:

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    Endlich mal einer der ganz klare Worte parat hat warum er was benutzt… und 2 Yamaha-Maschinen für dichteren Hall parallel nutzen kommt mir irgendwie bekannt vor 🤣

    Aber auch eine klare Ansage: „I‘m a big believer in turning knobd until it sounds better“

    Bei ihm sind die entsprechenden Knöppe dann auch tatsächlich auf Arbeitshöhe!!!

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