Ich sage ja lass dich nicht stressen ... früher zu Schottes Zeiten hat auch niemand von einem Anfänger erwartet, das er spontan mit einer XL4 + zwei fetten Sideracks klar kam ... und so etwas steht ungefähr in Form einer SQ6 vor euch, plus mehrerer Ebenen, plus digitaler Kreuzschiene, + Mehrspur Liverecording ... und nur weil das so knuffelig aussieht, ist das alles nicht einfacher geworden ... ![]()
Beiträge von oton
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Wir nutzen aber schon noch ein Atmo Mikrofon.
Vielleicht müssten wir es noch bewusster einsetzen?
Wir sind aber doch auch Amateure und für die Tips dankbar.
Vor allem der Livestream wird von jungen Nachwuchs-Tontechnikern gemixt.
Ich sehe das aber schon auch als Chance an der Qualität des Gesangs zu arbeiten.
Die Stimme ist ja auch ein Instrument und bedarf Übung und Ausbildung.
Was ich euch empfehlen würde:
- Lasst die Atmo Mikros erst einmal komplett weg. Wenn ihr eine komplette Band mikrofoniert habt, und das sind alles keine Profis, dann habt ihr meistens mehr als genug "Atmo" über die Mikros.
- Mit der SQ6 gibt es einfache Möglichkeiten, eure Veranstaltungen Mehrspur mitzuschneiden und auch zurückzusplelen. Nutzt diese Möglichkeit zum Üben, gerade auch was das "Sendesignal" angeht.
- Wenn Ihr über einen Auxweg ausspielt, heisst das natürlich auch, das ihr bei der Signalbearbeitung wie EQ/Kompressor einen Kompromiss zwischen Live & Stream machen müsst. Wenn Ihr Kanäle frei habt, dann überlegt euch, welche Signale besonders problematische sind, und doppelt die, so daß ihr da je nach Anwendung unterschiedlich eingreifen könnt.
- Schaut euch noch einmal genau eure Bühne an, wer sit tendenziell zu laut uns leakt in andere Kanäle, wen kann man unter Umständen auch mit In-Ear versorgen, was kann man vielleicht mit DI statt mit Mikro abnehmen.
- last euch nicht stressen ... ihr seit keine Profis, die und die brauchen viele viele Jahre bis sie den Dreh einigermaßen raushaben, und lasst euch nicht den schwarzen Peter zuspielen, wenn es mal nicht klingt .... der Löwenanteil des "Sounds" entsteht immer noch vor dem Mikro, und zu lernen, wann Technik schlicht machtlos ist, ist am Ende des Tages oft wichtiger als sie perfekt zu beherrschen, weil man dann gar nicht erst anfängt an den falschen Stellschrauben zu drehen. Stresst eure Musiker
... und macht ihnen Mitschnitte zum Üben.... seit da wenn sie Proben und arbeitet mit Ihnen zusammen am Sound .... auch die müssen lernen, wie man etwas zum klingen bringt.- Holt euch Hilfe von einer Nachbargemeinde etc., die vielleicht schon weiter sind als ihr, die wissen oft auch viel besser mit welchem speziellen Problemen ihr konfrontiert seid als der 08/15 Tontechniker.
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Ich glaube, du hast die Entwicklung von "modernen" Gottesdiensten nicht mitbekommen ... ist dir noch nicht aufgefallen, wie viele Fragen es in diese Richtung hier im Forum gibt? Mehr als die Hälfte meiner Tonschulungen machen ich inzwischen in Gemeinden & Freikirchen.
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Hallo,
das sollte man schön lassen und die Möglichkeiten der natürlichen Abnahme zu nutzen wissen wie indirektere Abnahme auf Entfernung auch von mehreren Sängern gleichzeitig mit einem hochwertigen geeigneten Mikrofon. Dadurch klingt das auch lebendiger so als ob der Zuhörer mehr 'vor Ort' währe. Gehört halt zum elementaren 1x1 der gescheiten Mikro Abnahme ...

SchotteDas geht in dem Moment in die Hose, sobald da ein komplette Band spielt ... von da her ist die Herangehensweise prinzipiell schon ok, vor allem, da man hier von einer reinen Laienveranstaltung sowohl was Techniker wie auch Musiker ausgehen sollte, und da geht es kaum um hochwertige Mikros und perfekte Mikrofontechnik sondern zu 99% um Schadensbegrenzung ....
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Sogenannter "Gnadenhall" ...

Hall/Plate Effekt, 2-3 Sekunden lang ... über was für ein Pult mischt den der "Sendetechniker" den Ton?
Allerdings würde ich mir nicht zu viel erwarten, viel verdecken läßt sich da nicht ... es wäre schon ganz klar an den Sängern, gut zu intonieren, das ist ja auch nichts was man nicht üben/lernen kann, vor allem wenn das Monitoring ja über In-Ear läuft und so nicht das Problem darstellen sollte
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Im Studio brauche ich halt nicht immer ein neutrales Mikro ... und ich fand und finde z.B. die EB´s eine Super Alternative für Rap & Metal Vocals zumSM7, weil man da mit den ganzen schönen Höhen halt nichts anfangen kann, nervt nur beim Mischen

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Ich bin bei vielen Dingen bei euch, und ich finde es gut, das ihr versucht, auch aus "unteren" Kategorien das Beste herauszuholen !! Und bei Musicals bin ich auch ein ganz ganz ganz klarer Fall von E-Drums, wenn es keine vernünftige Trennung gibt, und natürlich auch sehr gerne mit Einzelausgängen.
Allerdings, und das nur als Anmerkung, und vielleicht auch als Beruhigung ... bei Musicals der Kategorie "volksnah & schmutzig" geht es absolut alleine darum, erst mal die Vocals verständlich und einigermaßen ertragbar rüberzubekommen ... und darauf lege ich dann erst mal auch zu 100% meinen Focus. Ob da im Hintergrund ein Thomann-Drum der U200 Euro Klasse vor sich hin möppert, ignoriere ich schlicht und mache es gerade so laut das es nicht nervt. Genauso der Rest der "Band". Wenn man im Laufe des Abends feststellt, das sich da doch noch überraschenderweise musikalische Schätze zu heben sind, kann man ja dann immer noch lauter machen ...
.. ist nicht schön, aber im Alter lernt man klare Prioritäten zu setzen ...@Matze, ich kann deine Liebe für die VI übrigens vollkommen verstehen, ich arbeite auch immer noch sehr gerne mit dem Pult, von der Bedienung/Haptik immer noch ein ziemlicher Meilenstein. Aus welchem Karlsruher Dunstkreis kommst du denn? Hau doch mal ein paar Infos ins dein Profil

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Mal noch etwas mehr Input zur zweiten Frage von mir bezüglich schlechten Lavaliers:
Das Hauptproblem was ich z.B. bei den t-bones hatte war, dass diese ganz extrem im 500er Bereich überdreht waren. Natürlich liegt ein großer Anteil der Sprachverständlichkeit ebenfalls im 500er Bereich. Im EQ jetzt die 500er Frequenzen rausdrehen hat eher dazu geführt, dass die Teile mehr blechern wie die Blechbläser geklungen haben
. Eine Idee war dann natürlich nicht an den Haaransatz sondern näher an die Geräuschquelle (also auf die Backe) um den Gain reduzieren zu können. Problem dabei: das sieht ja blöd aus (Kommentar von der Regie). Dann lieber blöd klingen aber man sieht die Mikroports nicht
. Da die Mikroports von einem Vereinsmitglied gestellt werden und daher nichts kosten, will der Verein da auch nicht in die teureren Mikros investieren. Mein nächster Versuch die PA umzustellen. Also weg von Main-PA mit LR zu mehreren d&b 10s-D oder 12s um die Rückwirkung der Main PA auf die Bühne zu minimieren und somit hoffentlich diesen t-bone Dingern Herr zu werden.Das musst du erklären. Es ist billiger, die halbe PA umzubauen, als ein paar DPA´s zu mieten ? Ergibt das irgendeinen Sinn? Ich weiß, Sinnhaftigkeit ist nicht immer das, was Vereine ihren Entscheidungen zugrundelegen, aber hast du mal die Rechnung wirklich aufgemacht?
Was für mich, auch wenn es natürlich nicht alles schön macht, gerade bei schlechten Headsets/Mikroports, wenigstens etwas hilft, ist einmal Dynamic EQ, hast du leider nur versteckt einbandig in deinem Pult (De-Esser), und "Gates" wie Waves PSE / Yamaha 5054 etc. , hast du leider auch nicht im Pult, hilft also nur extern über Wavesserver etc. einbinden. Da lässt dich leider die nicht mehr vorhandene Updatepflege deines Pultherstellers alt aussehen ...
Trotzdem merkt man halt gerade bei Mikroports erst bei solchen "Worst-Case" Szenarien wie Musicals, wie krass der Unterschied wirklich ist ... ich würde auf besser Mikro bestehen, egal was der Verein sagt ...
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von mir aus ... es gibt ja einige stark vorbelastete Menschen hier ...

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Ich fand Band ja immer Scheiße ...
.... und war heilfroh, als es endlich vorbei war. Meine Studenten waren auch immer sehr ernüchtert, wenn wir die Studer angeschmissen haben ... Für mich ist das, genau so wie Vinyl, zu 99% reiner Voodoo ... -
Sagen wir es mal so ... früher hatte ich im Studio Zeit, 3 Backingsängerinnen für drei Songs 2 Tage zu quälen, wenn es um Genauigkeit und Perfektion ging. Und das gab es auch schon damals, aber dann hat man halt 30 Takes aufgenommen, und sich zu Tode gepunched ...
Heutzutage macht man drei Takes, bearbeitet das und das Ergebnis ist unter Umständen sehr ähnlich ... von daher hat das nicht viel mit selber singen zu tun, sondern oft mehr mit Geschwindigkeit. Interessiert hinterher ja auch nicht wirklich, ob das Ergebnis jetzt "ehrlich" entstanden ist.
Hat aber auch mit "gutem Gesang" wenig zu tun. Der entsteht immer noch zu 100% aus einem guten Sänger ... mit dem Unterschied, das ich heute einen grandiosen Take, der in sich einfach stimmt, aber ein paar flatte Stellen hat, einfach und unkompliziert reparieren kann.
Und, das darf man nicht vergessen, als Tonstudiobetreiber der nicht in der 1% Obersuperduperliga spielt hat man einfach auch viel Kundschaft, die genau das erwartet, was der Chorleiter im anderen Thread auch erwartet ... das heutzutage mannigfaltige Imperfektionen locker digital ausgebügelt werden können ... und im Studio ist das ja oft auch schon kein großes Problem. Und ganz ehrlich, in 10 Jahren live wahrscheinlich auch nicht mehr, und wir werden es genauso selbstverständlich einsetzen.
Und trotzdem wird uns nur ein paarmal ein Künstler so richtig bei den Eiern packen ... und das wird wiederum überhaupt nichts mit Technik zu tun haben ...

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das wäre doch wirklich ein schöner Track für die Autotune-Thematik ... ;.))
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Um die Info noch etwas zu präzisieren; Die Geschichte hat natürlich wenig Budget und beim Cast ist es eine Mischung aus Laien und Semipros, ein, zwei Profis sind auch dabei.
Wieso auf einmal der Wunsch nach Autotune aufgekommen ist, weiss ich bisher noch nicht. Es wird vermutlich die Hoffnung dahinter stecken, dass das Ganze noch sauberer klingen soll.
Ein anderes Pult dazumieten fällt flach. Ich sehe da schon eher die Option, das mit Waves und einem Rechner zu lösen.
Aber unter dem Strich stellt sich mir schon die Frage, ob der Sache mit Autotune eher geholfen oder eher Steine in den Weg gelegt wird.
Ich habe bis jetzt zwei Mal Autotune eingesetzt live, jeweils mit 2-4 Protagonisten/Instanzen. Mit Waves System & Waves Tune. Ging leidlich gut, ein paar Glitches etc. hat man aber immer gehört, auch wenn das wahrscheinlich ausser mir kaum einer gehört hat. Das Ganze ist ja schon im Studio, wo es ja inzwischen leider fast Standard ist, live immer noch ganz schön schwierig umzusetzen, wg. Störgeräusche, schwankender Pegel etc.
Monitoring ZWINGEND ohne Autotune, schon wenn der Sänger sich zu laut über die PA hört gibt das Probleme. Also eigentlich In-Ear fast Pflicht, oder sehr leise PA auf der Bühne.
Davon mal abgesehen, klingt das Ganze dann zwar etwas gerader, aber meistens auch nicht wirklich besser, weil eine Laie damit auch nicht schöner singt ... es rollen sich einem die Fußnägel vielleicht nur einen statt zwei cm hoch.
Wenn ich das professionell für ein Musical o.Ä. umsetzen müsste, mit tatsächlch 14 Instanzen, dann würde ich mir ZWINGEND einen zweiten Techniker mit Erfahrung in dem Bereich holen, der sich NUR um die Bearbeitung der Kanäle kümmert, und sonst nichts anderes macht ... das auch nur einigermaßen sauber nebenher zu machen ist imho komplett aussichtslos.
Wenn ich jetzt auch noch Laien & kleines Budget höre, würde ich dir MASSIV abraten ... ich würde mal prophezeien, daß das Ganze in einem massiven Chaos endet ... ausser man geht es offensiv als "Jugend forscht" Projekt an, hat ganz viel Zeit und ist nicht enttäuscht wenn es dann doch in die Hose geht ...
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Der Herr Zanki hatte halt auch die passenden Musiker am Start
... aber ich gebe dir vollkommen recht, deswegen versuche ich ja auch immer bei Null zu starten ... wenn die Band gut ist braucht man ja auch oft sehr wenig Kompression. Allerdings haben sich tatsächlich die Hörgewohnheiten in den letzten 30 Jahren doch sehr geändert, was Dynamik angeht ... von daher versuche ich immer, einen gesunden Mittelweg zu finden, kommt natürlich auch immer auf Musik/Zielgruppe an.Was mich stört, und das ist dann leider auch oft die Realität, das Kollegen mit einem fertigen "Sound" aufschlagen, was heutzutage ja noch einfacher ist ... aber ist halt langweilig, wenn alle Bands am Abend gleich klingen und jede Snare wie ein totkomprimiertes 80er Jahre Sample ...

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du passt die effekte also auf jeden raum neu an. wie gehst du denn da vor, wenn ich fragen darf? wie gesagt, das finde ich wirklich interessant.
Moin,
wir haben ein wenig aneinander vorbeigeredet, EFFEKTE habe ich tatsächlich auch einige Standard Presets, die auch über längere Zeit entstanden sind, wahrscheinlich so ähnlich wie bei dir. Also hauptsächliche eine mittlere Plate für Vocals, eine kürzere für Bläser, eine langen Hall für Balladen etc. und eine Plate für Snare/Percussion/Toms, dazu noch eine extra "großen" Snare/Tom FX. Und zwei unterschiedliche Detuner/Breitzieher. Was ich vor Ort mache ist, das ich in jedem FX Return auch noch einen EQ und teilweise auch noch Kompression und Enhancer habe, um die FX dann noch kurz auf den Raum anzupassen zu können, dazu habe ich ein paar trockene Standardsamples Vox/FX/ACC/Sax etc.
Was ich meinte sind typische Gruppeninserts, hauptsächlich verschiedene Kompressoren und Drumbearbeitung, für BD/Snare/Toms/Drumcrush/Vocals/Bläser/Keys/E-Git/ACC usw. die habe ich in meinen Pult-Startfiles schon in den Gruppen, aber eigentlich immer alles mehr oder minder auf Null, und die fahre ich dann beim Soundcheck oder bei den ersten Songs langsam rein, genauso Master-Bearbeitung. Manchmal viel, manchmal fast nichts, wie es halt passt und sich anfühlt. Instrumenten/Vocal FX habe ich auch immer auf zwei DCA´s und fahre die erst langsam rein, wenn ich mich an den Raum etc. gewöhnt habe, ausser es gab SEHR viel Zeit beim Soundcheck. Aber selbst dann ziehe ich dir für den Start erst mal 10dB raus.
Ich bin im Augenblick eh fast jeden Tag online im Meisterkurs, ich mache mal zur Entspannung ein paar Beispiele, vielleicht können wir ja einen "Hallparameter/Plugin/Austauschthread starten" ..

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Fehlt dir beim Bedienen der Touchscreen? Oder brauchst du das durch gut vorbereitete Snapshots nicht so viel?
Nein, ich bediene meine Rechner seit gut 20 Jahren mit dem immer gleichen Logitech Trackball, mit dem sich auch wunderbar alle Plugins bedienen lassen, ich vermisse da überhaupt keinen Touch, das geht genauso flüssig.
Zu den Snapshots, ich habe zwar vorbereitete Routings und Insert-Ketten, aber eigentlich kaum wirklich schon "voreingestellte" Plugins, ausser vielleicht ein paar Reverb Programme zum Starten wenn es schnell gehen muss ... alles andere stelle ich dann doch lieber am lebenden Objekt ein, und das ist ja meistens jedesmal ein Anderes ...

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Gibt es bei der LV1 eigentlich mittlerweile eine Remote-Möglichkeit oder wie machst du das Wurst Werner ?
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Die Sabine hat gegen mich immer verloren!

Gegen mich auch immer ... oft lagen da Welten dazwischen ... inzwischen, wie wir ja alle festgestellt haben, sind viele Jahre vergangen, und Dinge ändern sich ... vor 10 Jahren hat auch noch kein Gitarrist ernsthaft ein Simulation nur ANGESEHEN, und man konnte sich auch nicht für 2000,- Euro ein ausgewachsenes Mischpult +40 Kanäle kaufen ... Ich ganz persönlich bin der Meinung, das vieles, was wir jetzt nch als Handwerk benutzen und wissen, in 10-20 Jahren oft obsolet sein wird .. schiere Rechenleistung ht schon mehr Berufsfelder gekillt als unseres ... aber wieder zurück zum LV1

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Drum Replacement jibbet bei Waves nicht, manche nutzen Slate Trigger oder AppTrigga mit LiveProfessor als LV1 insert. Kannste Dir nicht ausdenken:-) ...
Zu der Frage, warum ich mit dem LV1 bessere Mix als mit nem X32/Wing hinbekomme, gibt es zwei Antworten. Ich weiß nicht wat es is, aber die AudioEngine des LV1 klingt einfach klasse ....
Trotzdem mal ein Beispiel: Von Waves gibt es ja auch nen Feedback Destroyer Plugin (X-FDB) ...
Zweites Beispiel: Wer öffters mit Lavaliermikros zu tun hat: Waves NS-1 + PSE ist ne Wunderwaffe - unglaublich, wie man den Raumanteil zurücknehmen kann und wie deutlich die Sprache wird ...
Der Herr Boche sind einfach oft einer Meinung, stelle ich immer wieder fest

Drum Replacement hätte ich auch wirklich gerne, ich mache das immer wieder gerne, genau wie beschrieben mit Slate Trigger, und das ist einfach ein weiterer Schritt Richtung "Studiosound" ... und zwar ein recht Großer, der imho oft einiges ausmacht, jedenfalls in meinen Ohren ... ist aber so sehr fummelig, ich weiß das der Wusch sehr groß ist, und Waves so etwas normalerweise dann auch irgendwann umsetzt.
Was den "Klang" des LV1 angeht stimme ich ihm ebenso bei, und das wird ja von sehr vielen LV1 Usern auch immer wieder beschrieben ... es klingt einfach "gut". Ich nehmen stark an, das Waves hier schlicht keine technisch perfekte und lineare Aufsummierung macht, sondern genau wie in vielen irer Plugins mit Obertönen, simulierten Nichtlinearitäten und Verzerrungen arbeitet, sie sich für uns dann halt besser anhören ... sprecht ja auch nichts dagegen.
X-FDB verwende ich inzwischen sehr intensiv, ob Monitor oder Front, und kann auch da Christian nur zustimmen, Regler hoch, pfeifen lassen, kurz nachkorrigieren und gut. Bring so gut wie immer auf Anhieb gute Ergebnisse, ohne ewig "händisch" herumzufummeln ... fand ich auch am Anfang etwas scary, aber wenn etwas so gut funktioniert, und mir so viel Zeit spart, immer her damit.
Ebenso die erwähnten NS-1 und PSE, das nimmt selbst einer Sprachbeschallung in einer gruseligen Akustik den Schrecken ... ich hatte letztes Jahr einen Industriejob, in München, in einer alten umgebauten Kirche, mit Ansteckern, Headsets, Rednerpultmikro, das ich zum ersten Mal gemacht habe, aber für die gleiche Firma, die die Veranstaltung schon öfters gemacht hat, mit Kollegen die auch genau wissen was sie tun ... ich hatte aus einer sehr ähnlichen Veranstaltung schon ein fertiges Setup im Multirack, das ich nur noch kurz anpassen musste, Sprache voll auf der Nase, mit dem F6 dahintergeschaltet dann auch tonal sehr ausgewogen, und ich habe noch nie erlebt, wie viele der Zuhörer zum Pult kamen und sich explizit über die Sprachverständlichkeit bedankt haben ... scheint also auch der NichtPlugInVoodoo Zuhörer zu bemerken ...

Natürlich muss man die ganzen Plugins auch erst mal kennenlernen und bedienen können, und seine Erfahrungen sammeln, und da haben Studio/Live Zwitter-Techniker wie Herr Boche und ich vielleicht auch unsere Vorteile ... aber lernen kann man ja alles, wenn man will .. ;-))
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Mich hätten jetzt Details Deiner Langzeiterfahrung interessiert. Wie siehts mit Zuverlässigkeit der Komponenten aus, Aufwand für Softwarepflege, Kompatibilität mit dem MacOS, nutzt Du immer noch die MADI Interfaces Deines vor Jahren begonnenen setups, was würdest Du anders machen, wenn Du heute noch mal neu damit anfangen würdest? Was ist der Königsweg, die Plattform, um, wie Du es machst, das beste aus verschiedenen Welten ans Laufen zu bekommen?
Moin also gut

Ich benutze immer noch hauptsächlich die MADI Anbindung, oder halt direkt in eine Waves Karte wenn die vorhanden ist. Da ich inzwischen einige Leute kenne, die Madi/WAVES Karten für verschieden Pulte besitzen und verleihen, klappt das eigentlich immer, wenn früh genug angemeldet, ein Großteil der Pulte hat eines von Beidem ja eh schon serienmäßig oder verbaut. Eine Yamaha WAVES Karte habe ich selber, die gab es damals als Bundle quasi zu meinem Server dazu. Manchmal, wenn es eh hektisch ist, ich aber wenigstens ein wenig Masterbearbeitung machen will, mache ich das über das native Rack ohne Server, dazu benutze ich dann AES/EBU, deswegen auch der SPDIF/AES Umsetzer im Rack an der MOTU Soundkarte.
Ich habe auch mal ein paar Bilder von dem Rack angehängt, da geht es schon ganz schön eng zu, bis jetzt aber noch keine thermischen Probleme oder so, trotzdem werde ich irgendwann mal die zwei rausbaumelnden XLR Strippen durch ein ordentliches Panel ersetzen ... dann auch mit ein paar kleinen Lüftern. Und irgendwann zimmer ich auch noch ein Thunderbold Dock rein, das nur noch eine Leitung oben rauskommt, und nicht wie jetzt Netzwerk & Firewire ... wenn die neuen M1 Macbooks laufen und keine Kinderkrankheiten mehr haben, darf dann auch mein altes 2015er Macbook Pro in Rente ..

Alles in Allem läuft das System sehr sehr gut, ich hatte keinerlei wirklich Abstürze oder Ähnliches, auch bei hoher Last, auch wenn ich Live selten Massen von Plugins fahre ... ich habe ja auch nur nen alten Impact Server (umgebaut auf 19", siehe Bilder)
Bei WAVES muss man ein wenig aufpassen, das man brav die Updates macht, und auch brav immer mal wieder seinen Update Plan kostenpflichtig erneuert, das wird in meinen Augen aber mehr als ausgeglichen durch den wirklich hervorragenden und schnellen Service. Ansonsten rennt das bei mir bis jetzt ohne Stress, auch Liveprofessor und die UAD Geschichten.
Was wirklich wichtig ist bei so einem System, das man ein gutes Netzwerk hat, um abschätzen zu können, wann Updates des Betriebssystems sinnvoll und nötig sind, und einem nicht das halbe System lahmlegen. Wenn man sich aber drum kümmert, ist das eigentlich auch kein Hindernis, 99% der Probleme bei Mac OSX Updates sitzen imho 30cm vor dem Bildschirm ....
Was würde ich anders machen ... gleich das handliche Case kaufen, mit meinem alten grossen 4HE SKB war die interne Verkabelung zwar entspannter, aber beim Zugfahren war das kein Spaß, hat doch einige Schienbeine im Mittelgang gekostet ...

Einen Königsweg gibt es denke ich nicht, man sollte sich im Vorfeld halt genau und eine Weile Gedanken machen, WAS man genau braucht und WAS nicht ... spart Geld und Nerven. Und wirklich sich um die Softwareseite kümmern und Uodates auch erst mal in Ruhe zuhause checken... es langt wenn die Verleiher immer zu doof sind ihre Pulte upzudaten ...
.. wenn noch Fragen dann fragen
