Wenn ich einige Antworten so lese, kommt mir das Grausen!
Bitte: wenn Ihr keine Ahnung habt, dann müßt Ihr das nicht hier kundtun.
Sorry, aber das mußte sein, jetzt wird es fachlich:
Erster Kirchhoffscher Satz: die Summe der Ströme im Knotenpunkt ist Null. Konkret: Die Ströme, die durch die beiden Verbraucher in den Knoten L2 hineinfließen, müssen durch die Sicherung F2 wieder hinausfließen (sonst platzt der Knoten irgendwann :-)).
Ohne Rechner läßt sich das ganze lösen, und zwar grafisch.
Jeder Strom wird gezeichnet als ein Pfeil, die Länge entspricht der Stromstärke, der Winkel ist der Phasenwinkel.
Strom 1: 10A (z.B. 10cm), Winkel Null Grad.
Strom 2: 10A, Winkel -120 Grad.
Die Spitzen der Pfeile zeigen vom Nullpunkt weg nach außen.
Jetzt den Strom 2 so verschieben, daß der Fußpunkt von Strom 2 an der Spitze von Strom 1 liegt.
Der gesuchte Strom durch F2 ist der Pfeil von der Spitze vom verschobenen Strom 2 bis zum Nullpunkt.
Man sieht: die 3 Ströme bilden ein gleichseitiges Dreieck. Die 3 Seiten eines gleichseitigen Dreiecks sind gleichlang, also ist der Strom durch F2 10A, die Phasenverschiebung zu den anderen Strömen ist 120 bzw -120 Grad.
Rechnerisch läßt sich das ganze auch lösen, am besten durch komplexe Rechnung. Wenn Interesse besteht, kann ich auch gerne die rechnerische Lösung dieser Aufgabe vorrechnen...
Gruß
Elektrikus