Jetzt gewinnt die Diskussion an Breite.
Ich denke, für viele hier ist es Praxis, mindestens ein paar Amp-Kanäle frei oder nur halb belegt zu haben, um einen Amp-Ausfall auf die eine oder andere Art verkraften zu können (bei nicht ganz kleinen Systemen evtl. auch durch weglassen von weniger kritischen Anlagenteilen, z.B. auf Cardioid verzichten, 8 statt 12 Subs fahren und dafür wieder alle Tops im Hang am Start haben.
Bei Pulten gibt es auch bisweilen eine nette Redundanz, mit einem Monitorpult kann man durchaus einen Notfall-FOH-Mix machen, vielleicht ja sogar remotable. Oder mit einem FOH-Pult ein paar Notfall-Monitormixe. Beide Fälle hatte ich schon... Vorausgesetzt natürlich, daß man nicht nur eine Stagebox mit Wandlern hat und gerade diese ausgefallen ist.
Es tut auch nicht weh, ein Cat5-"Core" zwei Mal zu legen.
Bei Drahtlosmikrofonen war es lange Zeit Usus, für _jede_ Strecke ein verkabeltes Ersatz-Mikrofon betriebsbereit zu halten. Das ist über die Jahre ein wenig aus der Mode gekommen, nichtsdestotrotz sind wir uns auch hier wohl einig, daß irgendeine Art Spare vorhanden sein sollte. Bei In-Ears analog Notfallwedges oder -sidefills.
Unter dem Strich ist volle Redundanz (alle Systeme doppelt, auch Personal) eher bei Jobs zu finden, wo diese auch gewünscht und bezahlt wird. Auch das hatte ich schon. Und ja, natürlich sind dann auch die Videoprojektoren redundant als Tandemprojektion ausgeführt. Das Einzige, was da nicht redundant war, waren die Hängepunkte für die Projektoren, die Redner und das Publikum.