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  2. simonstpauli

Beiträge von simonstpauli

  • Redundanz in der Praxis

    • simonstpauli
    • 15. Juli 2014 um 20:29

    Jetzt gewinnt die Diskussion an Breite.

    Ich denke, für viele hier ist es Praxis, mindestens ein paar Amp-Kanäle frei oder nur halb belegt zu haben, um einen Amp-Ausfall auf die eine oder andere Art verkraften zu können (bei nicht ganz kleinen Systemen evtl. auch durch weglassen von weniger kritischen Anlagenteilen, z.B. auf Cardioid verzichten, 8 statt 12 Subs fahren und dafür wieder alle Tops im Hang am Start haben.

    Bei Pulten gibt es auch bisweilen eine nette Redundanz, mit einem Monitorpult kann man durchaus einen Notfall-FOH-Mix machen, vielleicht ja sogar remotable. Oder mit einem FOH-Pult ein paar Notfall-Monitormixe. Beide Fälle hatte ich schon... Vorausgesetzt natürlich, daß man nicht nur eine Stagebox mit Wandlern hat und gerade diese ausgefallen ist.
    Es tut auch nicht weh, ein Cat5-"Core" zwei Mal zu legen.

    Bei Drahtlosmikrofonen war es lange Zeit Usus, für _jede_ Strecke ein verkabeltes Ersatz-Mikrofon betriebsbereit zu halten. Das ist über die Jahre ein wenig aus der Mode gekommen, nichtsdestotrotz sind wir uns auch hier wohl einig, daß irgendeine Art Spare vorhanden sein sollte. Bei In-Ears analog Notfallwedges oder -sidefills.

    Unter dem Strich ist volle Redundanz (alle Systeme doppelt, auch Personal) eher bei Jobs zu finden, wo diese auch gewünscht und bezahlt wird. Auch das hatte ich schon. Und ja, natürlich sind dann auch die Videoprojektoren redundant als Tandemprojektion ausgeführt. Das Einzige, was da nicht redundant war, waren die Hängepunkte für die Projektoren, die Redner und das Publikum.

  • Matrix in kleinen Pulten nötig ?

    • simonstpauli
    • 15. Juli 2014 um 13:29
    Zitat von "billbo"

    ...
    (Dass Yammi das direkte Routing Input > Matrix vornehmlich im Hinblick auf die Anwendung 56/24 Monitorpult möglich gemacht hat sehe ich auch so. So weit ich mich erinnere ging das bei Markteinführung auch noch gar nicht, sondern wurde auf Anregung der Monitoranwender nachträglich implementiert.)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Das ist genau so richtig, in den frühen Firmwares war das nicht möglich. Anwender wünschten sich gerade in Hinblick auf immer größer werdende In-Ear-Setups eine Erweiterung der Busse in dieser Richtung, genau genommen mehr Auxe, was ja mit der Input-Routing-Möglichkeit dann auch so nutzbar ist. Mit einer Matrix im eigentlichen Sinn hat das nur noch wenig zu tun.

  • Matrix in kleinen Pulten nötig ?

    • simonstpauli
    • 15. Juli 2014 um 12:40
    Zitat von "klauston"

    Das sehe ich nicht so.

    ich sehe sehr wohl einen Unterschied zwischen den verschiedenen Bussen.
    Gruppe, Pro/Post AUx, Matrix usw....

    Das ist nicht das Selbe.


    Das sehe ich ähnlich.

    Z.B. möchte ich bei einem Post-Fader-Aux-Weg, der In-Ears antreibt auf gar keinen Fall eine Latenzkompensation haben, die mir die Grundlatenz unnötig erhöht, sobald ich Effekt-Returns dazumische.

    Prinzipiell aber wachsen die Busse mehr zusammen, weil digital mehr geht. Man konnte ja schon analog eine Gruppe als Post-Fader-Aux ohne Pegelregelung sehen (wie auch bei einigen Yamaha-Analogpulten so praktiziert). Und man konnte auch analog schon Aux-Sends auf den Master routen (wie z.B. beim SC Series 5). Extrem ist aber in der Tat die Möglichkeit, Inputs auf Matrizen zu mischen, das entspricht so gar nicht der reinen Lehre (entspang aber wohl auch dem Wunsch, mehr Aux-Wege zur Verfügung zu haben, jedenfalls ist das auf der M7CL die Hauptanwendung). Und auch die Möglichkeit, Gruppen-Sends in Auxe zu mischen (z.B. iLive), lässt das Routing-Hirn glühen.

    Trotz alledem sehe ich gerade Matrizen als eine besondere Art Bus. Grundsätzlich sitzt die Matrix vom Signalfluß nämlich _hinter_ dem eigentlichen Mischpult (und wurde und wird teilweise wirklich als seperate Einheit ausgeführt, wie z.B. mit einem XL88 oder einem Lake/Galileo etc)

  • Matrix in kleinen Pulten nötig ?

    • simonstpauli
    • 15. Juli 2014 um 12:26
    Zitat von "guma"


    Jep, das funktionierte. Ob das allerdings bei den neuen ( CL ) noch genau so funktioniert, wenn in einem Gruppeninsert was aus dem Premiumrack hängt ... ??


    Wahrscheinlich nicht, aber das Problem hat man dann auch schon vor der Matrix im Master. Bzw. ist man sich hoffentlich der Latenzunterschiede bewusst und arbeitet so sauber, daß sie sich nicht negativ auswirken (z.B. bei Doppelrouting des Schlagzeugs den anderen Weg mit der selben Latenz versehen). Am Ende kann man aber auch auf eine Matrix nur Quellen aus der gleichen Latenz-Zone mischen und ist fein raus. Man ist ja nicht gezwungen, Inputs mit reinzumischen, nur weil es per Firmware möglich gemacht wurde.

    Zu den Matritzen allgemein: Ich würde heutzutage auch bei kleinen Pulten, die nicht ausschließlich in Juzen oder Probenräumen eingesetzt werden, eine mindesten 3x4 (L,R,Mono -> 2x Mono + 1x Stereo Matrix), besser 11x8 (L,R,Mono,8x Group -> 4x Mono + 2x Stereo) Matrix begrüßen, um einige oben genannte Szenarien bedienen zu können.

    - Master mit Geschmacks-EQ auf PA-Wege verteilen (dann in den Matrix-Outs per PEQ und Delay, vielleicht noch ein Compressor/Limiter als Sahnehäubchen, ein einfaches System-Setup erstellen)
    - einfache Recording-Ausgänge erstellen (quick & dirty die Schlagzeug-Gruppe etwas lauter als den Rest, evtl. Atmo gleich dazu, wenn keine 4-Kanal-Aufnahme möglich ist)

    In der Tat arbeite ich wie wora grundsätzlich mit Matrix-Outs für die PA, selbst wenn es nur ein L/R-Feed ist. Alleine die Möglichkeit, an der Matrix den Pegel an die entsprechende PA anzupassen und nicht den Master-EQ verbiegen zu müssen ist es wert. Und natürlich die Konsistenz im Arbeiten.

  • Redundanz in der Praxis

    • simonstpauli
    • 15. Juli 2014 um 11:56

    Schwieriges Thema, vor Allem, wenn relativ wenige Amp-Kanäle am Start sind, diese aber in 4-Kanal-Einheiten. Ich plane Gigs gerne so, daß ich durch schnelles Umverkabeln einige Kanäle frei bekomme. Also z.B. Frontfills auf 2 Ampwegen, können im Notfall auf einen. Oder Subs im 4-Ohm-Betrieb, die Amps können aber im Notfall auch 2-Ohm, wieder diverse Kanäle frei. Die Thematik wird durch verschiedene Controller-Plattformen nicht einfacher, ist aber oft irgendwie lösbar.

    Mein direkt folgender Gedanke: Was machen wir bei self-powered-Systemen? Ampmodule in Spare? Tauscht man die auch in der Luft noch? Ich wäre da auf dem Punkt: notfalls das obere Modul im Array räubern und damit ein defektes ersetzen, wenn man kein Spare dabei hat.

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 9. Juli 2014 um 19:39
    Zitat von "hias.h"

    Ein Gegentor im Halbfinale


    (sry, musste sein)


    Oh ja, Neuer war aber mal richtig angefressen, sein Tag war gelaufen...
    Das kann es ja nicht sein, am Ende noch so ein Ding zuzulassen.

  • Udo Lindenberg - Esprit Arena Düsseldorf

    • simonstpauli
    • 7. Juli 2014 um 23:12
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Das ist ein Mythos, den man immer wieder hört - tatsächlich ist das aber völliger Quatsch. Kein Architekt einer der neueren deutschen Arenen hat sich auch nur im Entferntesten Gedanken dazu gemacht, wie die Akustik in seinem Werk sein wird. Die Akustik in Arenen ist purer Zufall. Es sei denn es wurden Fachplaner hinzugezogen. In diesen Fällen ist aber stets zu beobachten, dass Wert auf eine Reduzierung der Nachhallzeiten gelegt wurde. Ein Fall in denen gezielt lange Nachhallzeiten geplant wurden, ist mir nicht bekannt.


    Ich denke nicht, daß es ein Mythos ist, jedes mir bekannte Stadion neuerer Bauart (ohne Tartanbahn) weist diese Charakteristik auf. Es geht dabei nicht um Nachhallzeiten und die Schallquelle steht auf den billigen Plätzen, die Empfänger auf dem Platz und idealerweise auch auf den Logen. Sinnvoll, wenn man wissenschaftliche Untersuchungen über den Heimvorteil und die Vermarktung liest.

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 5. Juli 2014 um 14:30
    Zitat von "billbo"

    So lange der Hersteller die Sache als 'sein' Problem ansieht ist im Prinzip ja alles in Ordnung.
    Für so’n paar kleine Krauter wie uns beinhaltet ein solcher Deal u. a. nun mal auch, hier und da den Praxis- Betatester zu spielen. Ein paar Stunden schrauben müssen da gegebenenfalls drin sitzen; so lange es dabei bleibt ist alles gut. Und der Rest läuft ja ausgesprochen zuverlässig.
    Irgendwo im Land wo die Zitronen blühen hat eine Softwareabteilung allerdings jetzt vielleicht gerade ein bisschen Urlaubssperre. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Limiter falsch berechnet und Spulen abgebrannt?

    Man bekommt sowas ja in der Tat meistens erst mit, wenn die Security Bescheid sagt oder wenn es zu spät ist.

  • Hat jemand eine Idee für eine Alternative zum 01v96i ?

    • simonstpauli
    • 5. Juli 2014 um 14:28

    An das DM 1000 habe ich auch spontan gedacht.

    Die 96k diskutiere ich hier wie gewünscht nicht, ich finde auch, das sollten wir in einem anderen Thread tun.

  • Angepasste In-Ear-Hörer

    • simonstpauli
    • 1. Juli 2014 um 16:37
    Zitat von "BastiVL"

    Hat jemand einen Tipp für InEars mit Elacin Aufnahme? Ich habe angepasste Ohrstecker mit wechselbaren Elacin Filter, diese würde ich gerne zu In Ears umfunktionieren.


    Da fallen mir zunächst mal die HS15 von Hearsafe und die Soundclip-Serie von Inear.de ein. Die stehen dann halt etwas raus und können von der Schallführung nicht mit angepassten Systemen mithalten, aber um eine vorhandene Elacin-Otoplastik zu nutzen, taugen sie.

  • Was erwarte ich von einer professionellen PA-Company

    • simonstpauli
    • 1. Juli 2014 um 16:23
    Zitat von "guma"

    Das ist zwar leider Realität ... ich finds, obwohl ich das seit Jahren kenne, trotzdem sch....

    Das führt nämlich leider dazu, dass Ausschreibungen zu Farce werden, weil alle Beteiligten Anbieter beliebig nach unten bieten und alle auf die Nachberechnungen spekulieren also: Maximale Preisunsicherheit für alle Beteiligten aber nicht durch die Unwägbarkeiten des Lebens sondern hausgemacht :cry: :roll: :cry: :? :?

    Das ist bescheuert !!!


    Sicherlich ist das bescheuert. Das hat aber auch damit zu tun, daß bei den meisten Ausschreibungen nach niedrigstem Angebotspreis vergeben wird (bzw. werden muß). Damit wird natürlich die Suche nach Ausschreibungsfehlern und "Löchern" unterstützt. So lange sich das in Deutschland nicht ändert, wird sich auch die Praxis nicht ändern.

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 30. Juni 2014 um 14:53
    Zitat von "skyper"

    hier steht noch was zum Gewicht - bis zu 30% Ersparnis wirft der Hersteller ins Rennen
    Wie man sich allerdings mit einem Produkt, welches schon seit vielen Jahren aktiv genutzt wird
    und ursprünglich von einer ganz anderen Firma produziert wurde
    für einen Innovationspreis qualifizieren kann erschließt sich mir nicht ganz...

    http://www.packagingaward.de/2013-details+M5e34062f2a1.html?&tx_ttnews[backPid]=2610&tx_ttnews[tt_news]=1104


    Na ja, produziert wurde es damals von Alphapack in Zusammenarbeit mit Köver. Köver hat den Rotationsguß gemacht, Alphapack den Rest. Man stellt sich als Casebauer nicht mal eben eine Rotationsgußmaschine nebst fähigem Bedienpersonal in die Halle, das sprengt wahrscheinlich alle Budgets.
    Steht ja auch in der Bewerbung, Designer/Developer: Hucker/Ibendorf (= ehemals Alphapack). Jetzt machen sie es wohl komplett in-House, mit André Hucker zusammen.

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 30. Juni 2014 um 13:10
    Zitat von "guma"

    Ich war gerade mal auf dieser Seite. Leider schweigt sich der Hersteller über den ( wenn vorhanden ! ) wichtigsten Wettbewerbsvorteil, nämlich die zu erwartende Gewichtsersparnis gegenüber Multiplex merkwürdigerweise aus ???


    Guter Punkt, das Gewicht könnte man als Hersteller schon angeben, jedenfalls bei Standard-Kisten. Bei allen anderen Bauweisen ist es ja abhängig vom Innenleben. Aus der Erfahrung gibt es einen Gewichtsvorteil, auf dem einem oder anderem Lieferschein sollte der auch vermerkt sein. Wir sind nur nicht die Haupt-Zielgruppe, die Tendenz in der Branche ist ja eher eine Kostenersparnis. Ich vermute mal, da werden deutlich mehr Einheiten in die Medizintechnik-Branche verkauft als in die Veranstaltungstechnik-Branche. Lebensmittelechtheit brauchen wir ja nicht so dringend...

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 29. Juni 2014 um 16:32
    Zitat von "marce"


    Gabs doch von AlphaPack bzw. AmpTown (iPac-Serie) - würde aber AFAIK kurz nach der Übernahme eingestellt.

    Waren gar nicht schlecht - durchaus ein paar Kilo leichter als die normalen TransFlex.


    Gibt es in der Tat wieder. Köver hat die Serie wieder aufgenommen. Amptown hatte damit in der Tat nix am Hut, die haben damals nur einen Konkurrenten vom Markt gekauft.

  • Pioneer CDJ 800 Aussetzer

    • simonstpauli
    • 27. Juni 2014 um 02:17
    Zitat von "rockline"

    ........und der Promi-DJ braucht das alles wozu?


    Es ist quasi der Eventide der DJs. Man kann anhand der Produktlinie, die man erfolgreich im Rider fordert, den eigenen Marktwert herausfinden. ;)

  • Mini-PA, klein aber fein. Teil II :)

    • simonstpauli
    • 24. Juni 2014 um 21:57

    Ich sehe es ähnlich wie guma, es gibt den einen oder anderen Ausreißer (am Kudo wird ja wohl noch gefeilt, war anfangs klanglich so gar nicht auf der Linie der anderen braunen Boxen), ansonsten weiß man, was man für das Geld bekommt, und muß nicht diskutieren, weder mit Künstlern, noch beim Dry-Hire...

    Ich kenne nur die 12XT, die sind wie erwartet gut, auch als Wedge. Beim Subwoofer ähnlich, der SB15m macht was er soll. LA-4X-Amp dran und gut. (Auch wenn das am Anfang etwas weh tut, für die Perspektive würde ich bei den Franzosen keine Self-Powered-Systeme kaufen, dazu ist das System der Amps nebst Network Manager viel zu gut). Andererseits, wenn Du denkst, es wird nichts Größeres dazukommen, spricht bei solch einem System wenig gegen self-powered.

  • Pioneer CDJ 800 Aussetzer

    • simonstpauli
    • 17. Juni 2014 um 11:24

    Was ich allerdings mal hatte, waren CDJs, die nach Verbindung mit einem PC über USB nicht streßfrei CDs spielen wollten. Nach Neustart (vorsichtshalber 10s gewartet) wollten sie wieder. Ich meine, da hängt dann ein Treiber quer...

  • Pioneer CDJ 800 Aussetzer

    • simonstpauli
    • 16. Juni 2014 um 23:49
    Zitat von "e-on"

    CD Player, gibts so'n Scheiß noch ? Kostet ein Haufen Geld macht nur Stress und funktioniert nur im Lager oder zu Hause. Ich dachte im Moment sind wir bei USB Sticks oder Festplatten.
    Sorry das ich dir nicht weiterhelfen kann außer Laufwerk wechseln, aber das musste raus.


    Na ja, die sogenannten CD-Player werden oft als Controller genutzt, die CD-Funktion ist ein nettes Extra... ;)

    Sorry für OT, ich hatte das Phänomen noch nicht. Nur 900er NX, die sich tapfer einer Kopplung mit VDJ widersetzt haben. 2000er NX taten dann, was sie sollten.

  • Populäre Audio-Mythen - heute: Der Haas-Effekt und Delayline

    • simonstpauli
    • 16. Juni 2014 um 14:06
    Zitat von "presonus"

    Am Wochenende mal Zeit gehabt und ein wenig rumgespielt.
    Delay nach Gehör mit 10ms Haas beaufschlagt und wow.
    Die Ortung ging tatsächlich aufs Hauptsystem. Ich hatte trotzdem im gewünschten Sprachbereich die erwünschte Anhebung.
    Auch konnte ich die verhaaste Delayline deutlich lauter machen, ohne dass sie ortbar wurde.
    Ab jetzt nur noch mit Haas.


    Hast Du die gewünschte Anhebung verifiziert? Die lauter gemachte Delayline auch mal ausgeschaltet und A/B-Vergleiche an verschiedenen Punkten gemacht? Oder noch besser: Blind-A/B?
    An den Stellen, wo der Pegel der Delay-Line deutlich höher ist, als der Pegel des Hauptssystems - Alles super, Ortung vorne, kaum Interferenzen.
    Aber was passiert an Stellen mit gleichem Pegel (die ja durch die Anhebung des Delayline-Pegels nun an anderen Stellen liegen)?

    Meine letzte Anpassung waren Nearfills auf Hauptsystem, nach der Haas-Logik hätte hier die PA verhaast werden müssen, damit die Ortung auf die Bühne geht. Eingestellt wurde tatsächlich per Gehör, verifiziert per Messung und die beiden Systeme waren am Punkt gleichen Pegels _genau_ in Phase.

    Der arme Haas kann ja gar nichts dafür, daß seine Erkenntnisse auf andere Bereiche übertragen werden, er selbst hat nur von Ortung geschieben. Und es ist gut, diesen Effekt zu kennen und einzusetzen, wo man es für richtig hält, unter Berücksichtigung der Nebeneffekte (vor Allem an Stellen gleichen Pegels).

    Unter dem Strich finde ich die Aussage "Nur noch mit Haas" nicht zielführend, weil es eben auf die Anwendung ankommt.

  • Udo Lindenberg - Esprit Arena Düsseldorf

    • simonstpauli
    • 14. Juni 2014 um 16:11
    Zitat von "Andy F."

    ...
    Aber vom FOH Techniker kann man meiner Meinung nach nicht mehr verlangen, als dass er da, wo er hört, was er macht, einen möglichst guten Sound macht. Im Stadion kann er ja schlecht mal eine Runde machen, um zu checken, wie es an anderen Plätzen klingt ;)
    ...


    Nee, ist auch gar nicht sein Job. Dafür gibt es ja den Systemer.

    EDIT+

    Der hat dafür zu sorgen, daß es möglichst überall gleich klingt und auch die Pegelunterschiede nicht zu drastisch sind. Allerdings gibt es durchaus mal "billige" Plätze, was den Sound betrifft. Was das dann für einen Eintrittspreis bedeutet liegt kaum in der Hand des Systemers.

    Wenn es allerdings überall gleich mies klingt, hat der Systemer wieder einen guten Job gemacht. Dann gehört das vielleicht auch künstlerisch so.

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