Beiträge von ADMIN

    aber die mittleren jobs können dann aus finanziellen gründen möglicherweise gar nicht mehr stattfinden.

    Was verstehen wir hier unter einem "mittelen Job"? 1000 Pax Club-Konzert?


    Nehmen wir mal an, die "Hoch-Qualifizierten" (FOH-Betreuer, Monitor, Licht) steigen nach der Show in den PKW, mit dem drei "Abbauer" gekommen sind, um die Sache abzubauen und in zwei Sprinter zu verladen. Denen gönnen wir einen Stundenlohn von 20,- Euro, also inkl. Lohnnebenkosten 25,- für den Arbeitgeber, also 30,- für den Auftraggeber. Inkl. An- und Abfahrt lass die mal 4 Stunden brauchen, dazu Sprit PKW, dann sind das in Summe 400,- Euro für den Auftraggeber unter der Annahme, das die "Hoch-Qualifizierten" keinen Cent von ihrem Tagessatz runter gehen, Das wäre bei einem 1000 Pax Konzert 0,40 Euro pro Besucher.


    Das gibt der Veranstalter zwar meist nicht freiwillig aus, aber wenn wegen wirklicher Kontrollen der gesetzlichen Bestimmungen das Konzert sonst gar nicht mehr stattfinden könnte, dann wird das schnell überhaupt kein Problem mehr sein. Zumal andere Veranstalter dann auch müssten, das also nicht den Wettbewerb verzerren würde.


    (Und wenn in oben gemachter Kalkulation die Abbauer nur 15,- Euro die Stunde bekommen (auch das ist noch klar über Mindestlohn) und die "Hoch-Qualifizierten" für "nicht abbauen" 40,- Euro von ihrem Tagessatz runter gehen, dann liegen die Mehrkosten für den Dienstleister nur bei 160,- Euro inkl. 40,- Euro KFZ-Kosten. Das sollte eigentlich schon heute die Kalkulation des Dienstleisters hergeben - wenn nicht, macht er irgendwo kräftig etwas falsch.

    Angesichts dieses tragischen Unglücks sollten alle nochmal in sich gehen und sich ganz offen fragen: Halte ich mich immer an die Vorschriften? Arbeite ich immer im Hinblick auf das Schutzziel? Habe ich immer Sicherheitsschuhe an/einen Helm auf/Handschuhe an/Gehörschutz drin , habe ich Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen, Arbeitsanweisungen, alle Betriebsmittel ordentlich geprüft? Alle Qualifikationen vorhanden? Nur wer alle diese Fragen mit "Ja" beantworten kann, ist sicher...

    Pardon: nein.


    1.) Wir haben (sinnvollerweise) einen Paradigmenwechsel, der sich Deregulierung nennt. Also nicht mehr "ich halte alle Vorschriften ein", sondern "Ich mache eine Gefährdungsanalyse und leite daraus die erforderlichen Maßnahmen ab".


    Die Sicherheit kommt auch bestimmt nicht aus "alle Vorschriften eingehalten und alle Qualifikationen vorhanden", eben weil solche Vorschriften nicht alle Eventualitäten berücksichtigen können. Sicherheit kommt dadurch, dass alle relevanten Gefährungen erkannt wurden und entsprechende Maßnahmen ergriffen wurden.


    Und auch dann ist eine Sicherheit nur relativ, nicht absolut. Manche Gefährdungen kann man nicht komplett ausschließen (terroristische Anschläge, Windstärken, die auch eine abgeplante Bühne zerlegen, Blitzeinschlag, in anderen Regionen Hurrican/Tornado...)


    2.) Normalerweise dient persönliche Schutzausrüstung dem Selbstschutz - wer mit Sandalen auf der Baustelle ist, gefährdet sich, aber keine anderen. Eine PSA jedoch dient nicht nur dem Selbstschutz, sondern auch dem Schutz Dritter - und das ist auch kein Gedanke, der besonders neu ist (siehe z.B. ISBN 3910098339 Seite 62....)

    Das kann ich - zumindest in dieser Pauschalität - nicht unterschreiben. Ich erinnere mich z.B. an den Bundesparteitag in Offenbach, auf dem ich spontan einen Video-Signal-Splitter brauchte, und die Techniker vom HR haben mir den unkompliziert und kostenlos für die Dauer der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.


    Was Ton für "die Presse" im weitestens Sinne anbelangt, so hat man bei eintsprechenden Veranstaltungen ja einen Presse-Splitter rumstehen, wo sich Interessierte dann unkompliziert aufstecken können.

    Seit eben haben wir mit hell&dunkel und Djheini zwei neue Moderatoren.


    Wobei "neu" vielleicht nicht der Begriff der Wahl ist, machen sie das doch im Party-PA-Forum seit über zehn Jahren und haben dort die teilweise auch nicht ganz pflegeleichten Teilnehmer sehr souverän im Griff.


    (Am Rande: Es ist zwar noch nicht final entschieden, aber es schein gerade darauf hinauszulaufen, dass wir das Party-PA-Forum wieder "heim" holen - die neue Forensoftware erlaubt es jedem einzelnen Teilnehmer, komplette Bretter auszublenden - wen die Party-Themen nicht interessieren, der kann sie ganz schnell loswerden...)


    Ich wünsche unseren neuen Moderatoren allzeit ein glückliches Händchen bei ihrer neuen Aufgabe.

    Wenn man ein DANTE-Interface auf zumindest AES/EBU In/Out (gerne zusätzlich auch noch analog, noch lieber auch noch mehr als 2 Kanäle) haben möchte, brauchbare Qualität, gerne auch budgetfreundlich - was zieht man in die engere Wahl?

    Lieber Admin,

    wenn es um Lärm geht ist es eigentlich egal wer oder was im Club lauter war. Die P.A., die Bühne oder das Publikum.... Wenn es hart auf hart geht, darf keines der dreien (zu)laut sein.

    Der Clubbesitzer müsste mal über seine Veranstaltungen nachdenken.

    Jein.


    1.) Es ging mir bei meinem Post um die Feststellung, dass man sehr wohl gezielt die PA messen und die Bühne ignorieren kann. Wenn die Bühne jedoch lauter ist, müsste man bei einer normgerechten Messung den von der Bühne kommenden Pegel messen.


    2.) Was man stets ignorieren darf ist das Publikum - da hat ja der Veranstalter auch sehr wenig Handlungsmöglichkeiten. (Vorsicht: Im Arbeitsschutz ist das anders: Da heisst es ganz klar: Gefahren sind an der Quelle zu bekämpfen, persönliche Schutzausrüstung ist nachrangig. Wir man das z.B. bei einer Halle kreischender Teenies konkret umsetzt, bleibt der Phantasie des Einzelnen überlassen...)

    So, jetzt habe ich die Umfrage auch mal gemacht.


    Studium kann ich als berufliche Ausbildung auswählen, aber Dipl-Ing (ersatzweise Bachelor/Master) gibt es nicht als Berufsbezeichnung.


    Dass die Frage "In welcher Form leben Sie in Ihrem Haushalt?" meine etwas sehr spezielle familiäre Situation nicht abbildet - ok. Dass es aber kein "Sonstiges" gibt - verbesserungsfähig.

    Ansonsten ist mir nichts groß aufgefallen. Dass ich mit meiner etwas speziellen Situation da nicht so ganz reinpasse, ist erwartbar und kein Anlass zur Kritik.

    Ich kann mit nicht vorstellen das das Meßmikrofon unterscheiden kann, ob der Lärm von der P.A. oder der Bühne kommt. Ist wahrscheinlich auch egal wer den Lärm macht.

    Unterscheiden kann es das Mesmsikrofon natürlich nicht, zumal das alles Druckempfänger sind (also Richtcharakteristik Kugel), das braucht man noch nicht mal ausrichten.


    ABER: Bei der Messung nach DIN 15905-5 haben wir Korrekturwerte, und wenn ich das Messmikrofon nahe an die PA hänge, ziehen diese Korrekturwerte das gemessene Signal stark nach unten (soviel, wie nötig ist, um den Schallpegel für den maßgeblichen Immissionsort, also den lautesten Punkt um Publikumsbereich zu ermitteln), und um ebenso viele dB ziehen sie Bühne und Publikum nach unten. Und dann liegen diese Signale so weit unter dem Richtwert, dass man sie ignorieren kann.


    (Voraussetzung: Die Messanlage, insbesondere das Messmikrofon, muss entsprechend pegelfest sein. Wenn ich 135 dB L(C)peak nachweisen möchte und die Korrekturwerte das Signal um 10 dB nach unten ziehen, sollte die Messanlage 146 dB peak (das entspricht 143 dB Sinus) noch sauber messen können)

    Ich habe seit letztem Sommer einen UI12, mit dem ich bislang eine kleine Live-Veranstaltung (kleine Sprachbeschallung im politischen Bereich) gemeischt habe. Erfahrungswerte:

    • Macht, was er soll
    • Ich hätte vorher mehr "Trockenübungen" machen sollen, der Umstieg von Fader und Drehregler zu Tablet ist in hektischen Live-Situtionen nicht so ganz ohne
    • Open Air bei Sonnenlicht auf einem nicht entspiegelten Tablet ist ein echter "Schmerz im Gesäß".


    Ansonsten ist der Gerät eher Zuspieler für verschiedene Tests. Unter Labor-Bedingungen merkt man dann schon, dass das Gerät mehr rauscht, als heutzutage "state of the art" ist.


    Anmerkung am Rande: Ich halte so etwas auch für ein ideales Redundanz-System für den Fall, dass irgendwo das Pult aussteigt: Kostet quasi nix, braucht fast keinen Platz, und man bekommt damit schon irgendwie den Abend gerettet.

    Dass dort gemessen wird, sehe ich nicht als Teil des Problems, sondern als Teil der Lösung.


    Um die Sache mit der Messung richtig einordnen zu können, würde es weitere Infos brauchen. Von außen betrachtet sieht es nach einer Auflage von einer Behörde aus (die zivilrechtliche Verjährungsfrist korrelliert einfach nicht mit drei Monaten), und dann ist es meistens nicht Publikumsschutz, sondern Immissionsschutz, da wird üblicherweise unkorrigiert gemessen, dann fallen solche Ideen wie "wir messen nur die PA" schon mal raus.


    Auf der anderen Seite hat dann der Betreiber grundsätzlich ein Verständnis für die Problemlage (die machen ihm sonst den Laden dicht). Der kann die Bands frühzeitig darauf hinweisen (am besten gleich beim Booking), der kann das vertraglich regeln, und eine klare Ansage vom Betreiber hat ein anderes Gewicht als eine vom Tontechniker.


    Mit sachgerechter Aufstellung der Amps kann man da schon viel machen, die immer noch anzutreffende "Kniekehlenbeschallung" ist in kleinen Clubs eben nicht sachgerecht.


    Denkbar wäre auch eine Ansage vom Betreiber, dass der Bühnenpegel auf 6 dB unterhalb des zulässigen Saalpegels begrenzt wird (sonst Strom aus oder so), und wem das nicht reicht, der bringt halt InEar mit.

    Es gab Zeiten, da gab es Traversen, deren Statiken von ausländischen Statikern kamen, und die (die Statiken) einen *hust* eher weniger vertrauenserweckenden Eindruck machten. Oder es war gleich gar keine Statik gerechnet ("wir sehen das eher als Deko-Truss"... und geben trotzdem eine Belastungstabelle raus...). Oder die Belastungstabellen waren noch nicht mal in sich plausibel.


    Inzwischen hat sich da viel zum Besseren gewandt. Wenn da eine Statik von a) Expo Engeneering, b) Krasenbrink & Bastians oder c) vom Feld dabei ist, dann kann man davon ausgehen, dass seriös gerechnet wurde (was nicht ausschließt, dass es auch noch andere anständige Statiker gibt).


    Die erwähnte Statik von SweetTruss hat eine Statik von Expo Engeneering, da habe ich also keine Bedenken.

    Da auch ich vor längerer Zeit schon mal das Vergnügen hatte, einen Support Act (nun ja :rolleyes:) vor Status Quo mischen zu dürfen, und damit leicht o.t.: wenn das Management des Hauptacts entscheidet, wie weit die beiden Kanäle mit dem so unmusikalisch wie irgend möglich darin arbeitenden Begrenzer für den Support runter gedreht werden, damit letzterer auf jeden Fall mulmig und/ oder aggressiv klingt (oder überhaupt nicht zu hören ist) – dann isses piepegal, wie talentiert der Supportbandmischer ist. Ganz sicher!

    Kein Widerspruch, aber in diesem konkreten Beispiel nicht der Fall - gerade die erste Vorband war in Lmax und Lpeak noch ein paar dB lauter als der TopAct.

    hast du die anlage selbst aufgebaut und eingemessen? oder warst du "nur" als gast auf der veranstaltung?

    lautsprecher können nämlich nix dafür, wenn sie falsch eingestellt sind. selbst sehr gutes material kann schrecklich performen, wenn es richtig verkurbelt wurde. 8o

    Oder der Mann am Pult taugt nichts. Letzten Sommer auf dem Marktplatz einer beschaulichen österreichischen Gemeinde (Auftrag Schallpegelmessung...): 1. Vorgruppe: Sound mulmig und agressiv. 2. Vorgruppe: Sound mulmig und agressiv. Top Act (Status quo): Sound klar wie ein Alpenbächlein. Und nein, der Systemer hat zum Top Act kein anderes Setup geladen.

    Wie viel Headroom "gebraucht" wird hängt klar davon ab, welchen Crest-Faktor das Signal aufweist.


    Bei Musik liegt Lpeak so zwischen 20 dB und 35 dB über Leq.


    Wenn es eher 20 dB sind, dann habe ich vergleichsweise häufig Spitzen, die dann etwa gleich laut sind. Hier sollte das System Reserven haben, weil man das sonst hört.


    Wenn es eher 35 dB sind, dann ist das meist ein einzelner heftiger, möglicherweise auch ungewollter Peak. Wenn hier die Anlage mal kurz clippt (heutzutage eher: in den Limiter fährt), dann fällt das kaum bis gar nicht auf. Hier noch Reserven haben zu wollen ist übertrieben.