Beiträge von ADMIN

    Ganz genau das ist ja mein Argument! Er weiss es nicht und hat keine Verantwortung.

    Hmm.... ich habe jetzt kein entsprechendes Urteil zur Hand, vermute jedoch, dass im Ernstfall die Juristen das anders sehen werden, und zwar "er weiß es nicht und muss es daher erfragen".


    Für "Sicherheits in der Veranstaltungstechnik" gibt es die Checkliste "Fremdpersonal", und da wird bezüglich der Arbeitszeiten erfasst:

    Zitat

    Mein Arbeitsbeginn heute war ________________________


    Die davor liegende Ruhezeit in Stunden ________________________


    Anzahl der Sonntage, die ich dieses Jahr bereits gearbeitet habe ________________________


    o Es liegt eine Bewilligung für längere Arbeitszeiten nach § 15 ArbZG vor


    Und das ist nicht nur die Verantwortung des Auftraggebers, sondern ggf. auch des baurechtlichen Betreibers, wenn wir uns im Anwendungsbereich der Versammlungsstättenverordnung befinden.



    Wie bekommt man den Betrieb derartiger Anlagen genehmigt? Das würde mich echt mal interessieren!

    Wenn das tatsächlich - wie Du vermutest - eine Fehlzündung war, dann wurde die ja nicht vorab genehmigt.


    Die neue Freizeitlärmrichtlinie lässt der Behörde recht hohe Entscheidungsfreiräume, da sind LAeqT=82.36 dB jetzt noch nicht "jenseits von gut und böse"

    Ich mach mal hier zu, weil der Vergleich dieser beiden Systeme alles andere als sinnvoll ist.


    Die liegen schon im Bereich der nominellen Belastbarkeit weit auseinander, noch viel mehr beim Schalldruck. Systeme zu vergleichen, die im maximalen Schallpegel 20 dB auseinander liegen, ist kein sinnvolles Thema für dieses Forum.

    aber die mittleren jobs können dann aus finanziellen gründen möglicherweise gar nicht mehr stattfinden.

    Was verstehen wir hier unter einem "mittelen Job"? 1000 Pax Club-Konzert?


    Nehmen wir mal an, die "Hoch-Qualifizierten" (FOH-Betreuer, Monitor, Licht) steigen nach der Show in den PKW, mit dem drei "Abbauer" gekommen sind, um die Sache abzubauen und in zwei Sprinter zu verladen. Denen gönnen wir einen Stundenlohn von 20,- Euro, also inkl. Lohnnebenkosten 25,- für den Arbeitgeber, also 30,- für den Auftraggeber. Inkl. An- und Abfahrt lass die mal 4 Stunden brauchen, dazu Sprit PKW, dann sind das in Summe 400,- Euro für den Auftraggeber unter der Annahme, das die "Hoch-Qualifizierten" keinen Cent von ihrem Tagessatz runter gehen, Das wäre bei einem 1000 Pax Konzert 0,40 Euro pro Besucher.


    Das gibt der Veranstalter zwar meist nicht freiwillig aus, aber wenn wegen wirklicher Kontrollen der gesetzlichen Bestimmungen das Konzert sonst gar nicht mehr stattfinden könnte, dann wird das schnell überhaupt kein Problem mehr sein. Zumal andere Veranstalter dann auch müssten, das also nicht den Wettbewerb verzerren würde.


    (Und wenn in oben gemachter Kalkulation die Abbauer nur 15,- Euro die Stunde bekommen (auch das ist noch klar über Mindestlohn) und die "Hoch-Qualifizierten" für "nicht abbauen" 40,- Euro von ihrem Tagessatz runter gehen, dann liegen die Mehrkosten für den Dienstleister nur bei 160,- Euro inkl. 40,- Euro KFZ-Kosten. Das sollte eigentlich schon heute die Kalkulation des Dienstleisters hergeben - wenn nicht, macht er irgendwo kräftig etwas falsch.

    Angesichts dieses tragischen Unglücks sollten alle nochmal in sich gehen und sich ganz offen fragen: Halte ich mich immer an die Vorschriften? Arbeite ich immer im Hinblick auf das Schutzziel? Habe ich immer Sicherheitsschuhe an/einen Helm auf/Handschuhe an/Gehörschutz drin , habe ich Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen, Arbeitsanweisungen, alle Betriebsmittel ordentlich geprüft? Alle Qualifikationen vorhanden? Nur wer alle diese Fragen mit "Ja" beantworten kann, ist sicher...

    Pardon: nein.


    1.) Wir haben (sinnvollerweise) einen Paradigmenwechsel, der sich Deregulierung nennt. Also nicht mehr "ich halte alle Vorschriften ein", sondern "Ich mache eine Gefährdungsanalyse und leite daraus die erforderlichen Maßnahmen ab".


    Die Sicherheit kommt auch bestimmt nicht aus "alle Vorschriften eingehalten und alle Qualifikationen vorhanden", eben weil solche Vorschriften nicht alle Eventualitäten berücksichtigen können. Sicherheit kommt dadurch, dass alle relevanten Gefährungen erkannt wurden und entsprechende Maßnahmen ergriffen wurden.


    Und auch dann ist eine Sicherheit nur relativ, nicht absolut. Manche Gefährdungen kann man nicht komplett ausschließen (terroristische Anschläge, Windstärken, die auch eine abgeplante Bühne zerlegen, Blitzeinschlag, in anderen Regionen Hurrican/Tornado...)


    2.) Normalerweise dient persönliche Schutzausrüstung dem Selbstschutz - wer mit Sandalen auf der Baustelle ist, gefährdet sich, aber keine anderen. Eine PSA jedoch dient nicht nur dem Selbstschutz, sondern auch dem Schutz Dritter - und das ist auch kein Gedanke, der besonders neu ist (siehe z.B. ISBN 3910098339 Seite 62....)

    Das kann ich - zumindest in dieser Pauschalität - nicht unterschreiben. Ich erinnere mich z.B. an den Bundesparteitag in Offenbach, auf dem ich spontan einen Video-Signal-Splitter brauchte, und die Techniker vom HR haben mir den unkompliziert und kostenlos für die Dauer der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.


    Was Ton für "die Presse" im weitestens Sinne anbelangt, so hat man bei eintsprechenden Veranstaltungen ja einen Presse-Splitter rumstehen, wo sich Interessierte dann unkompliziert aufstecken können.

    Seit eben haben wir mit hell&dunkel und Djheini zwei neue Moderatoren.


    Wobei "neu" vielleicht nicht der Begriff der Wahl ist, machen sie das doch im Party-PA-Forum seit über zehn Jahren und haben dort die teilweise auch nicht ganz pflegeleichten Teilnehmer sehr souverän im Griff.


    (Am Rande: Es ist zwar noch nicht final entschieden, aber es schein gerade darauf hinauszulaufen, dass wir das Party-PA-Forum wieder "heim" holen - die neue Forensoftware erlaubt es jedem einzelnen Teilnehmer, komplette Bretter auszublenden - wen die Party-Themen nicht interessieren, der kann sie ganz schnell loswerden...)


    Ich wünsche unseren neuen Moderatoren allzeit ein glückliches Händchen bei ihrer neuen Aufgabe.

    Wenn man ein DANTE-Interface auf zumindest AES/EBU In/Out (gerne zusätzlich auch noch analog, noch lieber auch noch mehr als 2 Kanäle) haben möchte, brauchbare Qualität, gerne auch budgetfreundlich - was zieht man in die engere Wahl?

    Lieber Admin,

    wenn es um Lärm geht ist es eigentlich egal wer oder was im Club lauter war. Die P.A., die Bühne oder das Publikum.... Wenn es hart auf hart geht, darf keines der dreien (zu)laut sein.

    Der Clubbesitzer müsste mal über seine Veranstaltungen nachdenken.

    Jein.


    1.) Es ging mir bei meinem Post um die Feststellung, dass man sehr wohl gezielt die PA messen und die Bühne ignorieren kann. Wenn die Bühne jedoch lauter ist, müsste man bei einer normgerechten Messung den von der Bühne kommenden Pegel messen.


    2.) Was man stets ignorieren darf ist das Publikum - da hat ja der Veranstalter auch sehr wenig Handlungsmöglichkeiten. (Vorsicht: Im Arbeitsschutz ist das anders: Da heisst es ganz klar: Gefahren sind an der Quelle zu bekämpfen, persönliche Schutzausrüstung ist nachrangig. Wir man das z.B. bei einer Halle kreischender Teenies konkret umsetzt, bleibt der Phantasie des Einzelnen überlassen...)

    So, jetzt habe ich die Umfrage auch mal gemacht.


    Studium kann ich als berufliche Ausbildung auswählen, aber Dipl-Ing (ersatzweise Bachelor/Master) gibt es nicht als Berufsbezeichnung.


    Dass die Frage "In welcher Form leben Sie in Ihrem Haushalt?" meine etwas sehr spezielle familiäre Situation nicht abbildet - ok. Dass es aber kein "Sonstiges" gibt - verbesserungsfähig.

    Ansonsten ist mir nichts groß aufgefallen. Dass ich mit meiner etwas speziellen Situation da nicht so ganz reinpasse, ist erwartbar und kein Anlass zur Kritik.

    Ich kann mit nicht vorstellen das das Meßmikrofon unterscheiden kann, ob der Lärm von der P.A. oder der Bühne kommt. Ist wahrscheinlich auch egal wer den Lärm macht.

    Unterscheiden kann es das Mesmsikrofon natürlich nicht, zumal das alles Druckempfänger sind (also Richtcharakteristik Kugel), das braucht man noch nicht mal ausrichten.


    ABER: Bei der Messung nach DIN 15905-5 haben wir Korrekturwerte, und wenn ich das Messmikrofon nahe an die PA hänge, ziehen diese Korrekturwerte das gemessene Signal stark nach unten (soviel, wie nötig ist, um den Schallpegel für den maßgeblichen Immissionsort, also den lautesten Punkt um Publikumsbereich zu ermitteln), und um ebenso viele dB ziehen sie Bühne und Publikum nach unten. Und dann liegen diese Signale so weit unter dem Richtwert, dass man sie ignorieren kann.


    (Voraussetzung: Die Messanlage, insbesondere das Messmikrofon, muss entsprechend pegelfest sein. Wenn ich 135 dB L(C)peak nachweisen möchte und die Korrekturwerte das Signal um 10 dB nach unten ziehen, sollte die Messanlage 146 dB peak (das entspricht 143 dB Sinus) noch sauber messen können)