Beiträge von verstärkerberserker

    Du wirst solche Situationen nie komplett verhindern können. Auch dass Du das nicht mit bekommst und der Redner wirklich ins Publikum läuft, lässt sich nicht ausschließen.


    Meist liegt das daran, dass fachliche Argumente ignoriert werden oder hinter anderen Interessen anstehen müssen.

    Oft liegt es aber auch an den Kommunikationswegen, dass man nicht die richtigen Personen für technische Absprachen erreicht.


    Das betrifft nicht nur die oben erwähnte Kundschaft. Ich hatte das gerade letzte Woche erst für eine Tour:

    Wenn es der Veranstalter (Kunde) nicht schafft eine direkte Komunikation an der Agentur vorbei zu den eingentlichen Ansprechpartnern (Techniker) herzustellen oder diese bewusst verhindert wird, dann kommt es am Ende zu einer "Konfliktmasse". Wir haben zum Teil Material geschickt, dass nicht benötigt wird und es haben kleinigkeiten gefehlt, von denen wir nichts wussten.


    Ausschließen lässt sich das nie komplett.

    ähem... wieso soll ich denn einen limiter setzen, wenn ich meinen ausgang zur erzeugung von genügend inputpegel im musiker-InEar ohnehin schon komplett ausfahren muss?

    Das sehe ich auch so. Wenn ich sicher stellen kann, dass ich mit ordentlich Pegel in die Sender gehe, minimiere ich gleichzeitig die Gefahr, dass unerwünschte Ereignisse mit wesentlich höherem Pegel am Ohr ankommen.

    Gefählich wird es erst, wenn die Empfänger auf Anschlag aufgedreht werden müssen und die Sender nur auf "50%" gefüttert werden.


    Grundsätzlich liegt das Problem bei kurzfristig mitgebrachten Systemen darin, dass es für den Techniker eine Vielzal von Unbekannten (Hardware und Einstellmöglichkeiten) gibt, die einem vorhersehbaren Ergebnis im Wege stehen.

    Nicht umsonst ist die Einrichtung größerer In Ear Setups auch ohne Frequenzmanagement doch zeitintensiv.


    Ich persönlich bin mir der Vorgehensweise die Sender optimal auszusteuern bisher am besten gefahren.

    So lassen sich alle Wünsche bzgl. der Gesammtlautstärke auf den Empfänger abwälzen.

    Aus der Diskussion, wie am besten zu messen ist, halte ich mich raus. Das hatten wir schon oft genug. Das steht in der Norm oder einfacher/billiger im Kommentar.


    Zur eigentlichen Frage in der Überschrift kann ich zwei Beispiele nennen:


    in der Mercedes Benz Arena in Berlin (so heißt die aktuell und in der O2 World (so hieß die in Berlin früher) Hamburg passiert das so:

    Der Hallenbetreiber beauftragt ein Ingingeurbüro das mit b&k Material misst. Dazu sind Mikros im Dach, die je nach Situation an möglichst geeigneter Stelle abgelassen werden (keine Messung am FOH). Vor dem Einlass wird kurz mit PinkN. der lauteste Punkt ermittelt und der Korrekturwert genommen. Die Werte werden während der Show auf einem Laptop am FOH angezeigt. Die Anzeige ist allerdings nicht so komfortabel und normgerecht wie z.B. auf meinem dBmess. Es stand auch noch nie einer da, der im Fall der Fälle sofort hätte einschreiten können. Die Messwerte wichen bisher max +/- 0,5dB von mein ab.


    Sonst wüsste ich keine große deutsche Arena, in der gemessen wird.

    wie erwähnt ist das zeitlich so gut wie immer sehr knapp, aber dann müssen sie eben warten bis man so weit ist - bzw. selbst aktiv werden, damit die anpassung dann auch stimmt.

    Wenn man seine Arbeitsweise etwas anpasst, dauert das nicht länger

    1. Musiker kommt mit IEM

    2. Ausspielweg am Pult anlegen + Testsignal einschalten

    3. Sender anschließen + Funktionskontrolle + Eingangspegel anpassen


    Durch die dadurch entfallenden Fehlermöglichkeiten (zu wenig Pegel oder Eingang überfahren) spart man am Ende Zeit. Wenn es zu leise oder zu laut ist, dann ist nur noch am Empfänger zu regeln.

    QLab kostet erst Geld, wenn man mehr Spuren als Stereo braucht.

    Die Art der Dateiverwaltung finde ich auch einen der Hauptvorteile, da eingentlich nur verlinkt wird.

    Auch die Freeware Version lässt sich übrigens per MIDI remoten. Also Songstart per Snapshot aus dem Pult ist kein Problem.

    Ein wirklich tolles Tool, das mein Kollege Jürgen zuletzt ausgegraben hat und das sich in ersten Test hervorragend geschlagen hat ist das:


    https://www.elgato.com/de/gaming/stream-deck


    Eignet sich hervorragend um die wichtigsten Befehle oder Abkürzungen zum Fahren einer Show parat zu haben. Durch das "Grafiktool" kann man das sehr übersichtlich machen.

    Ich hatte mich früher schon mal mit frei belegbaren USB Tasten bschäftigt (auch Großhandtaster (Notaus Pilz)).

    Die spielen trotz geringerem Funktionsumfang in einer anderen Preisliga. Für ca. 120€ finde ich das wirklich PreisWERT.

    Hast Du vielleicht den Power Knopf lange gedrückt? Ich glaube die Fehlermeldung hatte ich auch mal von einem Kollegen am Telefon. Wenn man den Power Button lange drückt, kommt man glaube ich in einen anderen Modus, der glaube ich für Updates o.ä. ist. Dort ist keine Show und man kann auch keine laden.

    Ich kenne jetzt kein Gerät, dass das all in one kann.

    Ich habe aber mal eine Installation mit einer ähnlichen Anforderung gemacht, bei der der Einsatz eines Rechners ausgeschlossen war.

    Damals habe ich ein Daslight Gerät mit Standalone und ein Maintronic Eventplayer 100 gekoppelt.

    Start erfolgt per Taster. Ich weiß nur nicht mehr, ob der Eventplayer das Daslight triggert oder umgekehrt.

    Spielt seit Jahren.

    Ich will nicht weiter drauf rumhacken.....

    Na dann ist doch super.

    Es steht doch jedem anders oder höher qualifizierten frei, sich trotzdem zu bewerben oder erkundigen. In Zeiten von Fachkräftemangel ist das doch eine Super Sache, wenn solche Jobs auch hier ausgeschrieben werden. Wenn Du jemanden hast, der was sucht, kann das ja schon ein Möglichkeit sein.

    Ich bin mir sicher -qualifikation hin oder her- dass ein Deckel, der auf den Topf passt immer eine Chance bekommt.

    in München...

    Vielleicht mal die Ausschreibung lesen - da müsste Dein Kollege wohl umziehen.

    Wegen dem Pegelverlust würde ich mir auch keine Gedanken machen. Die effektiven Kabellängen sind da auf so manchem Festival einiges Größer (z.B. 150m FOH-Bühne + 80m Cross Stage + 100m nach .....).

    Wenn es einen Pegelunterschied geben sollte, dann fällt der um ein vielfaches weniger ins Gewicht, als z.B. die Anpassungen, die aufgrund der Positionierung der Speaker oder der zu beschallenden Fläche zu machen sind.


    Wenn man ordentlich Pegel auf die Leitung bekommt, dann sollten auch mehrere km kein Problem sein (man sollte schon wissen, was man schickt bzw. braucht)

    Vor vielen Jahren haben wir mal eine Audioübertragung in einer europäischen Grosstadt über Standleitung (Musiktaxi) eingerichtet. Diese lief dann mehrere Jahre ohne Musiktaxi direkt durch die (geschätzten 10km) Telefonkabel zum Radiosender. Übertrager auf beiden Seiten und viel Pegel!

    Habe ich erst realisiert, als wir alles wieder ausgebaut haben.

    Einmal im Jahr werden sie umgedreht, damit die Pappen sich nicht all zu einseitig aus der Nulllage entfernen...

    :thumbup:Da kommen viele nicht drauf.

    Im ursprünglichen System mussten die Teile bis 160Hz ran, das klang nicht wirklich schön. Aber wenn man sie gemütlich bei 80Hz auslaufen lassen kann...

    Das Beispiel gilt für einige alte Systeme, die früher teilweise unbeliebt oder schweer in den Griff zu bekommen waren, weil sie höher spielen mussten. (z.B. Limmer 215)

    Will er selber bauen um Geld zu sparen? Oder hat er nur Lust zum basteln?

    Genau das frage ich mich auch. Wer glaubt, dass selber bauen billig wird, der irrt. Bei großen Hörnern kommt da schnell einiges an Zuschnitt und Verschnitt zusammen. Wenn ich oben "Baumarktzuschnitt" lese, gehe ich davon aus, dass zu viel Geld da ist. Folglich kann es nur um die Lust am basteln gehen.

    Ganze Stacks R-Serie zum Beispiel, alte EV's, KME, EAW KF, Turbosound TSE..

    Commi R880-, Meyer MSL3 Tops. Oder eben die Vitavox Hörner.

    Und man kann die Sachen in der Regel testen.

    Der letzte Satzt ist die Kernaussage.

    Wenn ich mir vorstelle, es baut jemand ein richtiges Horn (wirklich sehr viel Arbeit), um das dann im Rudel auszuprobieren auch gleich noch ein paar mehr, um dann festzustellen, dass es nicht das ist, was er sich vorgestellt hat!

    Wenn man da an gebrauchtes Material ran geht, kann man mindestens den ersten Test glng gleich beim Verkäufer machen. Sollte sich nach einem Kauf nach einigen Einsätzen doch keine Befriedigung einstellen, lassen sich die Kisten auch wesentlich leichter wieder verkaufen als ein paar selbstgebaute Hasenställe.

    Wenn es um die Lust am Basteln geht: Da gibt es genug Potential bei der Erstellung von Controllerstups, die es für richtig alte Kisten in der Regel nicht gibt.

    W-Bin und ähnliche mehrfach gefaltete Hörner sind unheimlich kompliziert zu bauen und setzen fundierte Tischler-Kenntnisse samt Werkzeug voraus.

    :thumbup:

    Absolut nicht zu unterschätzen. Die Leute, die ich kenne, die das früher gemacht haben, hatten alle eine Tischlerausbildung.

    Die Shearer sind wirklich groß, schweer und unhandlich. Das Handling war wirklich kein Spaß, das brauch ich nicht mehr.


    Die Thunderbolt (Vitavox) Hörner kann ich Dir aber wirklich empfehlen. Ich kann Dir sogar noch ein paar Hintergrundinfos dazu geben, weil ich die damals in die Disco in Magdeburg installiert habe.

    Die Gehäuse sind von der Basis noch originale aus der Zeit in der die verkauft wurden. Original sitzt da noch eine Art Keil vor dem Speaker, der mWn für die damals hohen Trennfrequenzen gut war (es war nicht unüblich die bis 400Hz laufen zu lassen). Dieser wurde entfernt. Außerdem müsste ein Distanzring vor den Speaker sitzen, der den -im Vergleich zur damaligen Bestückung- modernen Speaker am Anschlagen hindert.

    Die Kisten haben nachträglich eingebaute Revisionsöffnungen zum Speakerwechsel.

    Der TBX 100 hat sehr gut darin funktioniert. Für meinen Geschmack haben die Tunderbolts in dieser Bestückung einen einzigartigen Bass erzeugt, den ich mir manchmal heute wünschen würde. Leider sind die Kisten für das was ich mache nicht mehr zeitgemäß. Die Boxen liefen vorher einige Jahre in größerer Stückzahl (in Magdeburt waren glaube ich 12 St. verbaut) in einer für ihren Sound international bekannten wiener Großraumdisco. Der Kunde in Magdeburg wollte damals explizit diese Kisten, weil er die aus Wien kannte. Vor dem Einbau in Magdeburg kamen natürlich neue Speaker rein. Von der Leistung der bei der Installation verbauten Endstufen wurden die auf jeden Fall nicht gequält.

    Kleiner Tip: nicht mit jeder aktuell modernen Endstufe kann man das Soundpotential dieser Kisten ausspielen.

    Wenn man die original Transportrollen und Griffe wieder montiert, lassen die sich auch alleine sehr leicht handlen und sogar in die zweite Lage stacken.