Beiträge von Tobias Zw.

    zegi : Eine „Bewilligung“ kennt das Waffenrecht in dieser Hinsicht nicht – und welche Behörde sollte die auf welcher Grundlage ausstellen? Entscheidend ist die Einzelfallentscheidung des Richters, wenn man erwischt wurde... und dazu folgende weiterführende Lektüre: Einhandmesser bei RA Dr. Schmitz.


    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    – wegen unsinnigem deutschen Waffenrecht manchmal ganz schön gereizt –

    Danke der Nachfragen...


    theHELL : Entscheidend ist hier der Faktor der einhändigen Bedienbarkeit, d. h. zum Beispiel mit Daumenloch, Flipper oder „Knopf“ als Öffnungshilfe an der Klinge. Ob die Klinge (< 12 cm) im ausgeklappten Zustand dann arretiert, ist unerheblich. Tools mit innen liegender Klinge fallen m. E. also nicht unter das Führverbot nach 42a.


    guma : Das kam mit der letzten oder vorletzten unsinnigen Novellierung des WaffG, wie immer als spontane Reaktion auf die jeweils letzten missbräuchlichen Waffenbenutzungen anlässlich eines Amoklaufes... grrr... X/


    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    – führt aus o. a. Gründen ein *feststehendes* Arbeitsmesser mit 10cm länger Klinge –

    Aaah, mein Thema... :evil:


    Also: Mit einer Hand zu öffnende Messer fallen unter das FÜHRverbot nach §42a (1) Satz 3 WaffG, was bedeutet, dass der Besitz selbstverständlich weiter erlaubt ist, sie aber nicht in der Öffentlichkeit und bei Veranstaltungen geführt werden dürfen.


    Führen bedeutet in Waffenrechtsprech: Die tatsächliche Gewalt darüber außerhalb der eigenen Wohnung oder Geschäftsräume ausüben oder mit wenigen Handgriffen (Daumenwert: < 3 Handgriffe) einsatzbereit machen können.


    Vom Führverbot der Einhandmesser ausgenommen ist man laut Absatz (2) dieses Paragraphen, wenn ein "berechtigtes Interesse" vorliegt. Das berechtigte Interesse liegt vor, wenn "das Führen der Gegenstände im Zusammenhang mit der Berufsausübung erfolgt, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck dient."


    Daraus folgert: Techniker trägt Multitool bei Aufbau, Konzert und Abbau einer Veranstaltung: Ist absolut legal, berechtigtes Interesse. Sanitäter führt Leatherman Rescue Tool bei Sanitätsdienst: Berechtigtes Interesse, legal.


    Techniker oder Sanitäter hatten Feierabend, fahren mit Leatherman am Gürtel oder sogar nur im Handschuhfach nach Hause und kommen in eine allgemeine Verkehrskontrolle: Verstoß gegen das Führverbot §42a, es wird ein Ordnungswidrigkeitsverfahren (Bußgeld) eingeleitet, und Techniker oder Sanitäter verliert die sprengstoffrechtliche oder waffenrechtliche Zuverlässigkeit. Das bedeutet: Nie wieder Pyro kaufen müssen (und dürfen), und auch das Kleinkalibergewehr für's sportliche Schießen wird geschreddert...


    Zur großen Frage, wie man es denn richtig macht: So lange ein Einhandmesser oder auch ein feststehendes Messer mit einer Klinge länger 12cm nicht unmittelbar für ein "berechtigtes Interesse" gebraucht wird, gehört es nicht unmittelbar zugriffsbereit in ein GEschlossenes (nicht zwingend ABgeschlossenes!) Behältnis.


    Techniker hat also seinen Leatherman mit Holster im Toolcase, mach als erstes in der Halle das Toolcase auf, das Multitool an den Gürtel und hat es da, bis die Trucktüren nachts (fast) zu sind. Als letztes macht er das Tool vom Gürtel und legt es in sein Toolcase...


    Zu Hause und in der Firma ist das übrigens total wumpe, da darf man führen, was man legal besitzt (auch wenn mein Geschäftsführer bis heute nicht versteht, warum ich meine 9mm im Büro am Gürtel brauche :D:D:D).


    Bei Fragen: Gerne nachfragen, ich befasse mich häufiger mit diesen Themen ;)


    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    - von Hughes & Kettner zu Heckler & Koch! -

    Ich lach' mich tot, das wäre mein* Geschäftsführer... dann frage ich ihn das nächste Mal, wenn ich Sitzung mit ihm habe, nach seinem geheimen Leben als Hobbybeschaller...


    8o8o8o


    Mit freundliche Grüßen

    Tobias Zw.


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    das aktuellste Bild aus der letzten Pressemitteilung: ganz links Tobias Zw., 2. v. r. GF Andreas Bilo


    * und unseres Neu-Foris Fietecs

    ...

    und noch eine Schlußbemerkung, wenn du Azubi im dritten Lehrjahr bist, dann würde ich mal meinem Lehrbetrieb und meinem Ausbildungsbetrieb ganz ordentlich in den Allerwertesten treten, solche Dinge wie den grundsätzlichen Aufbau eines Mischpultes sollte man da normalerweise schon beherrschen. ...

    Mensch Marcus... :D:D:D ...Fietecs Meister ist ein Großer seines Fachs und PA-Forum-Schreiber seit 2004, der bei Verständnisfragen den Azubis tatsächlich auch etwas erklären kann... wenn man ihn fragt. Und er gerade Zeit hat und nicht 8 Paletten Klopapier bestellen muss. :P


    Manchmal müssen Azubis auch im dritten Lehrjahr noch Fragen stellen dürfen.


    Willkommen im Forum, Alt-Azubant!


    MfG Tobias Zw.

    Ich möchte eine ganz entscheidende Frage in den Raum werfen:


    Wessen Aufgabe ist es, ein Sicherheitskonzept zu entwickeln (bzw. entwickeln zu lassen), mit den Behörden abzustimmen und umzusetzen?


    Bah, das war böse rhetorisch - genau, das ist nicht Baustelle des Veranstaltungstechnikdienstleisters, sondern des Veranstalters oder Betreibers.


    Ich arbeite derzeit recht intensiv in dieser unappetitlichen Grauzone zwischen Behördern, Veranstaltern, Hilfsorganisationen und Technikern und muss konstatieren, dass hier aus Mücken (Terrorgefahr) Elefanten gemacht werden, während statistisch signifikant häufigere Ereignisse (Unwetter, Überfüllung) immer noch geflissentlich wegignoriert werden.


    Mein zwei Tipps wären:


    1.) Als Techniker sollte man offen und konstruktiv mit Veranstalter und Behörden zusammenarbeiten, speziell beim Thema "Kommunikation mit Zuschauern" und "Unterstützung bei Räumung / Evakuierung" *muss* die VA-Technik im Boot sein. Das ist aber unabhängig davon, ob wegen Terrordrohung / -anschlag oder nur einer Gewitterfront geräumt werden muss. Auf gar keinen Fall sollte man aber als reiner Dienstleister versuchen, das Heft in die Hand zu nehmen, das ist a) nicht der Auftrag und erschwert b) den BOS die Arbeit.


    2.) Auf *persönlicher* Ebene finde ich persönlich die erhöhte Aufmerksamkeit und das Vorbereitet-Sein, z. B. in Form eines frischen Ersthelferkurses oder durch einfaches Kennen der Fluchtwegpläne und ggfs. Gefahrenabwehrpläne der Location sehr sinnvoll. Und das nicht wegen dem bösen Terroristen... die Aufmerksamkeit hilft auch bei Taschendieben oder KO-Tropfen-Verteilern, und auch der EH-Kurs ist gegebenenfalls mal unterhalb der Katastrophenschwelle nützlich... ;)


    Beste Grüße vom Gefahren abwehrenden


    Tobias Zw.

    Da will ich mich mal als Warmduscher outen... ;)


    Nach ca. 15 Jahren als freier und dann angestellter Allround-Bastelwastel auf den Bühnen der Republik habe ich ja auch nach meinem dreißigsten Geburtstag* offensiv auf die Verwendung in einem festen Haus hingearbeitet. Weniger, weil mir die Arbeit als Handlungsreisender in Sachen Populärmusik nicht mehr gefallen hätte, sondern weil ich drei Sachen klar anerkennen musste:


    1.) Wenn man selber Boxen buckeln muss, erreicht man in dem Job die Verrentung nicht im Vollbesitz seiner Bandscheiben.


    2.) Wenn man eine Familie haben und vor allem *behalten* will (also ganz spießig, so mit Frau und Kindern, Lohnsteuerklassen III und V, Haus mit Garten und jährlichem Schrieb von der Rentenkasse, bei dem einem nicht der kalte Angstschweiß ausbricht), verdient man als gemeiner Boxenschlepper - selbst wenn man so wie ich mehrfachunbegabt ist - nicht genug. Das reicht für's überleben, aber nicht für ein geplantes Leben bis in's Alter**.


    3.) Irgendwann muss man so erwachsen sein und eine Grenzwertbetrachtung machen: Wie viel Spaß für wenig Geld versus wie viel ungeliebte Fronarbeit für "normales" Geld kann ich mir leisten, um glücklich zu sein und gleichzeitig beruhigt in die Zukunft meiner ganzen Familie zu sehen? So als pater familias spürt man da schon einen gewissen Verantwortungsdruck.


    Der langen Rede Ergebnis in diesem speziellen Fall: Ja, ich habe aktiv auf einen "Bürojob" hingearbeitet. Ja, ich bin jetzt der, der Leute in Schichtdienste einteilt (bzw. einteilen lässt), und ich weiß aus Ansicht beider Welten: Weder im Nightliner noch im Drei-Schicht-Betrieb einer Mehrzweckhalle ist dieser Job ein Zuckerschlecken, und reich wird da keine der beiden Fraktionen. Wem es nur um die Kohle geht, muss halt in einen der unehrlichen Berufe*** gehen, und dafür sein Seelenheil drangeben.


    Aber: Es ist für ein "normales" Leben schon hilfreich, wenn man seinen Jahresurlaub tatsächlich schon am Jahresanfang planen kann und die Mitbewohner des Haushaltes mit zwei bis vier Wochen Vorlauf wissen, wenn man auf Schicht ist und wann sie leise auftreten müssen, weil der olle Griesgram zu Hause ist. Und auch bei Verhandlungen zum Ratenkauf eines japanischen Kleinwagens hilft der monatliche Lohnzettel, jetzt mal egal, was unten rechts**** steht.


    Es ist eine Güterabwägung: Lebe ich nur für mich, oder auch für andere. Falls zweiteres, ist der Weg in eine "geregeltere" Arbeitsbeziehung nix ehrenrühriges, auch wenn man dafür einiges an Spaß aufgibt. Das gleicht aber hoffentlich das erfülltere Privatleben dann wieder aus... ;)


    Upps. Das war off-topic. Um was zum Thema beizutragen: Als Abteilungsleiter bekommt man in diesem Job so viel wie ein Oberstleutnant bei der Bundeswehr - mit dem Unterschied, dass der Befehle gibt, die auch ausgeführt werden...


    :evil::evil::evil:


    Beste Grüße vom fest angestellten und gleichzeitig als Freiem arbeitenden


    Tobias Zw.




    * offensichtlich schon ein paar Tage her

    ** sowas hat übrigens auch Auswirkungen auf die Partner, die sich freiwillig mit einem abgeben.

    *** Vermögensberater, Unternehmensberater, Pharmareferent, It-Girl im Reality-TV, Lobbyist...

    **** Nein, ich meine nicht "(c) Lexware 2017"!

    @ ThoSchu: Ja, FRÜHER (c), als alles noch besser war, waren Meister standardmäßig in EG8. Inzwischen werden etliche Meisterstellen in EG7 und Fachkräfte in EG5 ausgeschrieben.


    Meiner persönlichen Meinung nach: Schweinisch. Dafür muss man den Schein nicht machen und dann auch noch den Kopf für hinhalten...


    MfG TZw

    Bullensch*****e.


    Mädchen können genau so gut wie Jungs. Habe schon auf etliche Baustellen mit richtig guten Frauen arbeiten dürfen. Da ist die Quote an Verpissern und Schwätzern *exakt* genau so hoch wie bei den Kerlen. Und: Ja, die Damen können durchaus auch mal was Schwereres heben, ohne dass Anbauteile abbrechen.


    Hingehen, Augen & Ohren aufsperren, mit anfassen, Klappe halten und weiter mit anfassen. Von anderen lernen und machen, machen, machen...


    Klar soweit...? ;)


    Beste Grüße Tobias Zw.

    Ich hab seit 2 Jahren 10 St. von denen hier Baofeng UV-5R Plus. Laufen noch immer ohne Probleme, haben eine sehr gute Ausstattung, Software und Ladestation ist mit dabei und es hat noch keiner darüber gemekkert. Ganz im Gegenteil, alle sind überrascht wenn sie den Preis hören.

    Die sind nur dummerweise sowohl für den Gebrauch als Betriebsfunkgeräte wie auch für PMR nicht zugelassen, und wenn Dir die BNetzA da drauf kommt - mit viel Pech wenn Du andere, berechtigte Nutzer gestört hast unter Zuhilfenahme des Peilwagens - wird's teuer. Um's klar zu sagen: Ohne Zulassung zum Amateurfunkdienst ist das Einkaufen --> Anschalten --> Senden --> Ordnungswidrigkeit...


    Es gibt m. E. nur wenige benutzbare Betriebsfunkgeräte: Motorola motoTRBO, GP-Serie und wenn's billig sein soll CP040. Kenwood kenne ich nur die Amateurfunkschiene, da aber technisch sehr hochwertig und vertretbar robust.


    Mit freundlichen Grüße Tobias Zw.

    --> IuK-Knecht und BOS-Funk-verwöhnt ;)

    Gedankenexperiment: Wenn die Spitze oben ist, gehen zwei Rohre auf Zug und ein Rohr auf Druck. Wenn die Spitze unten ist, gehen zwei Rohre auf Druck und ein Rohr auf Zug.

    Rohr auf Druck ist unschöner als auf Zug, da es unter Druck ausknicken kann, wahrscheinlich sogar eher ausknickt als unter Zug fließt bzw. reisst. Gefühlt würde ich also immer, wenn's praktikabel ist (!) Spitze unten hängen.

    Da wir die Trussen aber hoffentlich nicht in dieser grenzwertigen Belastung betreiben 8) und sie auch nicht so grenzwertig gerechnet sind, sollte es wumpe sein... (Disclaimer: Anderslautende Betriebsanleitungen sind beachtlich!)

    Das Einzige, was nicht geht, ist Spitze zur Seite - das habe ich ein paar mal gesehen, und die jungen Menschen verstehen tatsächlich nicht, was man meint, wenn man sagt sie hätten 40% des schweren Alus auch zu Hause lassen können... ;(;(;(


    Beste Grüße Tobias Zw.