Beiträge von Flugwuppich

    Direkter Vergleich ist durch Nichts zu ersetzen! Lass dir Deine Favorisierten Boxen neben einander aufbauen und spiele Titel ein, die Du kennst, bei denen Du weißt, was wichtig ist und bilde Dir erst dann Dein Urteil! Ohne ABC-Vergleich kannst Du eh nichts Verlässliches sagen. Und der Vergleich muss direkt umschaltbar stattfinden. Das Argument: Die PA hat Dir doch letzte Woche so gut gefallen ist schlicht unseriös! Alle in frage kommenden Boxen innerhalb weniger Sekunden einzeln abhören! Dann weißt Du auch, was Du bekommst. Und bei dieser Vorgehensweise ist egal, welche Systeme welcher noch so berühmten Hersteller Dir gerade angepriesen werden. Nur Dein Eindruck zählt!

    Bei Lautsprecherherstellern scheinen sich mir zwei "Schienen" zu etablieren: physikalisch sehr aufwändig und weitgehend kompromisslos gebaute Boxen mit sehr teuren Treibern, die trotz vergleichsweise geringer elektrischer Power einen teilweise unglaublich hohen akustischen Output bringen (d&B, KV2, auch KS (bauen ihre eigenen Amps übrigens durchgehend selber)) und eben Hersteller, die die "Kompromisse in Material und Mechanik" über entsprechende "Entzerrungen" bei inzwischen preiswert hoher Ampleistung auszugleichen suchen. Ich hoffe, für die erstgenannten bleibt die "Nische" groß genug, zu überleben. Gerade d&B ist nun als Teil einer Investmentgruppe (Heuschrecke?) hierfür nicht exemplarisch - immerhin scheinen sie aber wirtschaftlich so erfolgreich zu sein, noch nicht in das Imperium Behringer aufgesogen worden zu sein. Bei der Markengläubigkeit gerade deutscher Techniker sehe ich für kleine, innovative Firmen für Deutschland allerdings relativ schwarz. Gerade die gezielt produzierten, weil leicht auszubeutenden Onehitwonder kommen regelmässig mit "Technikern", die dumpf und stumpf nur Das akzeptieren, was sie in den Ridern bekannter Bands einmal zu entdecken glaubten - regelmässig aber dann einfach nur brutal laut aber nicht schön mischen. All den großen Worten gerade in diesem Forum zum Trotze ist der oftmals zu erlebende Livesound der sich als "Soundelite Deutschlands" Wähnenden realiter dann doch bestenfalls mittelmässig bis enttäuschend. Hier streitet man sich über Klangunterschiede diverser digitalen Werkzeuge, als ob das Werkzeug nicht doch eigentlich Mittel zum Zweck sein sollte , als es benutzt werden müsste, selber einen guten Sound hin zu bringen. Wenn das Werkzeug selber den guten Sound macht, braucht es weder Tonleute noch deren Foren. Vielleicht sollten die musikgeneigten "Soundnobelbepreisten Eggschperde" Deutschlands einfach mal wieder ein Konzert als Gast besuchen. Am besten eines, welches von Clair Global betreut wird. Das ist dann groß genug (man selber macht ja eigentlich auch nur Jobs in Stadien!!!) Es ist edel genug bestückt, sowohl PA als auch Pulte werden von den deutschen Soundeggschperdde als "machbar", großzügig und gönnend "hingenommen" werden. Und Morgen geht es dann wieder in einen kleinen Club der deutschen Pampa, bei dessen Bestückung mit nur einem Soundcraft VI, oder nur einem Yammi M7 oder gar nur in der Liga eines A&H GLD die Achtzehn zahlenden Gäste des eigenen Projektes natürlich soundmässig nicht und niemals je zu überzeugen sein werden. Aber das liegt dann natürlich am Pult. Oder an der Farbe des Kabels.

    Wenn der Hersteller solche Flugpunkte installiert, musst Du Dich auch darauf verlassen können. Es wird sicherlich gleich Harte Kritik an meiner Aussage geben aber letztlich bist du kein Statiker, der eben diese Statik der vom Hersteller angebotenen Punkte überprüfen und nachberechnen muss. Es sei denn, Du bekommst Deine monatlich etwa Sechstausend Euro netto vom Hersteller dafür überwiesen, dessen Statik an Serienprodukten zu überprüfen. Selber Flugpunkte an den Boxen anzubringen steigert die Haftungsgefahr im Falle des Falles - als Dienstleister bist Du als finanziell schwächstes Glied in der Auftragskette für einen Anwalt eines vermeintlich Geschädigten aber sowieso als erster dran. Jeder, der seit mindestens zehn Jahren in diesem "Geschäft" ist, dürfte seine Boxen schon halblegal so gehängt haben, daß die Wünsche seines Kunden eben erfüllt werden konnten. Wenn bei der von Dir beschriebenen Orgie an Safeties die Safeties nicht ob des Gesamtgewichts eben nur der Safeties noch einmal mit Safeties gesichert worden ist...hast du schon deswegen ein rechtliches Problem. Als ich mich zuletzt noch für deutsche Vorschriften zu interessieren hatte, galt das Fünfzigfache des zu sichernden Gewichtes als Maßgabe für Sicherungsseile. Das entspricht bei leistungsstarken Topteilen aber dann eben auch Sicherungen im Ankerkettenformat eines großen Kreuzfahrtschiffes, diese dann notwendigen Sicherungsketten dürften Ihrerseits wieder sicherungspflichtig sein, und hier kommt das Perpetuum Mobile der Sicherungen in Gang. Ich habe das jetzt hier leicht übertrieben aber darauf läuft es in der deutschen VA-Branche hinaus. Wenn was Schief geht bist Du als letztes ausführendes Glied eh am Arsch ("Der Auftragnehmer beachtet alle gesetzlichen und zum Zeitpunkt der Veranstaltung rechtlich normierten Vorschriften"....ha, gerade gefällte Urteile zu diesem Thema auch! Hast Du Jura studiert? Ja? Alles gut, aber warum schleppst Du dann Boxen?) ) Wenn die Boxen einmal vorschriftsmässig gesichert sind, kannst du sie Anschrägen wie auch immer. Sollte ein Sicherheitsbeauftragter anwesend sein, sollte er keine Vorschrift kennen, die das verbietet.

    KS ist wirklich gut! Oder wirklich die Boxen von KV2 anhören - Vorsicht, erstens sind die eine echte Waffe und zweitens machen die süchtig! Seeburg TSM 12 dp klingen auch gut und machen einen wirklich unglaublichen Druck auch im Bass - selbst auf Hochständern. Alles vorher anhören! Besonders auch die von Dir in Erwägung gezogenen JBL! Die sind sehr stark aber die Amis haben eine eigene Auffassung von gutem Sound. Letztlich musst Du entscheiden und die Investition soll ja einige Jahre Bestand haben. Lege zur Not lieber noch mal was drauf und arbeite die nächsten zehn Jahre dann aber kompromisslos gut!

    Dafür haben die exotischen Orte (gerade kleine Inseln in der Karibik) ein steil-stark-schnelles Internet, von dem wir in deutschen Provinzen oft nur träumen können. Und im Ernst: Wieviele Veranstaltungen (gerade auch Konzerte) fänden denn in Deutschland wirklich noch statt, wenn bei auch harten Verstößen gegen einschlagende Gesetze diese abgesagt worden würden? Das sind regelmässig nicht so spektakuläre Verstöße aber doch welche, die einen Veranstaltungstechniker (dessen Ausbildung nach jedenfalls) dazu veranlassen sollten, die "Veranstaltung sofort ab zu brechen". Daß ein praktisch leider immer noch sehr unerfahrener Absolvent dieses Ausbildungsganges vor Ort nicht die Kompetenz haben dürfte, ein Solches zu verlangen scheint den Lehrplanenden genauso neu zu sein, wie die Tatsache, daß er , so er das versuchen würde, wohl niemals wieder irgendwo einen Job bekäme.

    ja, ich meine zwei surfaces an einem mixrack. meines wissens nach war das auch mit der iLive möglich, Markus Sinsel hat mir das sogar mal vorgeführt. ich habe es selbst aber nie gemacht.

    das prozessing läuft übrigens immer im mixrack, somit muss an der surface natürlich lediglich die bedienung gespiegelt werden. in diesem Falle laufen also zwei surfaces synchron...

    Also kann ein zweites "Processing"-Rack nicht parallel laufen und "spiegeln" aber im Falle eines Ausfalls kann ein Ersatzrack über die "spiegelnde" Surface sofort wieder bespielt (geladen) werden? PS. Hier können "Zitate" beim Zitieren offenbar verändert werden. Ist mir gerade aufgefallen, als ich mit verrutschtem Cursor mit starrem Blick auf die Tastatur weiter schrieb. Wenn also nach des Zitates letzten Wortes (synchron) mehr als ein Punkt erscheint ...

    Naja, es wird nicht schaden, höher zu samplen - Krampera von KV2 sampled seine grösseren Systeme ja mit sagenhaften 25 MHz. Dar hat das wohl am Anblasgeräusch einer Querflöte als für gerade noch akzeptabel befunden. Da ich fast nur noch Wort bei meinen VA habe, ist mir vielleicht ungerechtfertigt als nicht so wichtig erschienen.

    Ich hatte das in einem Parallel laufenden Thread schon gefragt: Sind Probleme bei digitalen Midaspulten nun wirklich häufiger zu beobachten, als bei Produkten anderer Hersteller? Oder verführt der "Glance&Glory-Fakcor" dieser (ehemaligen?) Marke mehr Techniker zu Statements, zu zeigen, daß auch sie einmal an diesen Pulten vorbei gehen durften? Ich selbst betrachte nun Mischpulte als Werkzeug, mir angetragene Jobs zur Zufriedenheit des Kunden zu erledigen. Und diesen ignoranten Geldsäcken (vulgo Kunden) ist es in ihrer "Kulturlosigkeit" offenbar völlig egal, was für ein Logo da auf dem möglichst platzsparenden Pulte steht. Und die am besten bezahlten Aufträge sind immer noch die, bei denen das klassische Hintergrundquartett nicht einmal vom Klappern des Bestecks, sondern von den konkreten Essgeräuschen des ach so noblen Publikums derart übertönt wird, daß sich hier nicht die Frage nach den klanglichen Vorteilen einer Samplerate von 96KHz stellt (Für alle Graswachsenhörenden: Diese Frage ist in einer Studie der Uni Detmold schon lange beantwortet worden. Würdet Ihr sie kennen, würdet Ihr es auch nicht hören.)

    Soll in dieser Halle nur Hintergrundmusik und eventuelle Durchsagen eingespielt werden? Hängen die Lautsprecher von der Decke und strahlen senkrecht nach unten auf des zu beschallende Publikum? Dann kannst Du das mit einer handelsüblichen, professionellen(!) , 2-Ohm tauglichen Stereoendstufe bewerkstelligen (je vier Boxen parallel auf einem Endstufenkanal). Sofern die von Dir kalkulierten 2.400 Watt wirklich geliefert werden "sollen", achte hier auf die Daten des Endstufenherstellers, was dessen Endstufen an zwei Ohm zu geben in der Lage sind (wenn die Endstufe mehr Leistung bringt, schadet das nicht, bis zur doppelten Endstufenleistung ist bei sauberen (unverzerrten) Signalen für die Boxen unproblematisch). Sinn wird das in einer Halle, in der schon acht Boxen installiert worden sind, nicht machen, aber das wirst Du dann schon selber hören, wenn Du es ausprobierst. Und letztlich klingt das eher nach einer relativ tumben Aufgabe eines diesbezüglich tumben Aufgabenstellers. Sollten in dieser Halle auch noch eine Bühne oder ein Podest für zum Beispiel Reden haltende Kleinstadtbürgermeister geplant sein, wird das nicht mehr funktionieren, dann kommst Du um die weiter oben schon beschriebenen Delays nicht herum.

    Über Sinn und Unsinn von zwei Mischrechnern an einem Wandlerrack kann man bei einem herkömmlichen System ja streiten (obwohl man es eigentlich auch dort nicht sollte – ein Tabu ist ein Tabu). Aber was bitte sollte der Sinn von zwei Kabelfernbedienungen an einem Mischrechner sein?

    Remote- Fingerhakeln vielleicht? :/


    Ich dachte, gerechnet wird beim D-Live im (Stage-) Rack? Dann kann es Sinn machen, wenn die In's gesplittet werden und die Ausgänge partiell vom FOH und eben MON beschickt werden. Gerade in Zeiten immer knapper werdenden Budgets und demzufolge auch immer spärlicheren Truckspaces. ? Edit: Habe gerade noch einmal nachgesehen: Das "Gehirn" von D-Live-Systemen liegt wohl auf der Bühne (kann ja manchen Kapellen nicht abträglich sein ;-) ) Also in diesem Falle wären es wirklich nur mehrere Remotes für einen Rechner.

    So amüsant der Thread für kulleräugige Feld-Wald-und Wies'n-Mischer vom Dorfe wie mich auch ist: Ist Midas im Vergleich zu anderen Pulten denn nun vergleichbar zuverlässig oder für Ungeübte (sozusagen vom Schicksal vor das Pult gesch(m)issene) Tonleute nur vielleicht weniger intuitiv sicher zu bedienen? Vielleicht haben die Admins oder Profiforisten hier einen groben Überblick über ernst zu nehmende Meckerthreads bezüglich der Produkte anderer Hersteller? Wie sähe das dann im Vergleich aus? Das auch natürlich im Verhältnis zur Verbreitung der verschiedenen Marken hier! Ich selbst nutze seit der neuen Zeitrechnung dünnerer Multicore eigentlich nur A&H und Yamaha und hatte ausser einigen temporären Freezes (beim Ersten in den ersten Softwareversionen) und Fader/Grafikproblemen (beim Zweiten was kurz darauf verabschiedet wurde) keine größeren Probleme. Abgesehen von verschiedenen Philosophien bezüglich der Speicherroutinen sollte doch eine Fehlbedienung jedenfalls nicht zu diskussionswürdigen Freezes, Abstürzen oder Reboots führen können. Meine erste (und bislang einzige) Bekanntschaft mit einem digitalen Midas (Pro 6) verlief unspektakulär. Konzert in St. Petersburg mit einer "Eisenschwein-Bigband" (klingen von sich aus schon geil, kann man nüscht falsch machen), Ankunft nach russischen (offenbar direkt von der Relativitätstheorie inspirierten) Fahrplänen und insofern Zeitplanungen - also knapp zwei Stunden vor Konzertbeginn. Mikrofone standen schon komplett und liefen auf einen Studer-Trafosplitt (ohne Groundlift ...) des angeschlossenen lokalen Radiosenders, der das Ding live übertragen wollte. Das erwähnte Pro 6 schien früher geliefert worden zu sein - jedenfalls soweit früher, daß es schon aus seiner noch vor dem FOH liegenden Originalverpackung (ohne Kugelecken) herausgehoben worden war und die absolut liebenswürdigen Techniker des örtlichen Dienstleisters gerade euphorisch diverse (erstaunlich viele) wohl zugehörige 19"-Zubehörteile weiteren Pappkartons entrissen. Nun ist eine Pro 6 jedenfalls für jemanden, der noch nie Midas Digital vor sich hatte... durchaus ...respekteinflössend. Immerhin hatten wir ja noch Eineinhalb Stunden bis zum Beginn des wohl live im örtlichen Rundfunk zu übertragenden Konzertes. Leider entsprachen die Englischkenntisse meiner russischen Kollegen in etwa meinen rudimentären Russischkenntnissen. Nachdem sie dann offensichtlich rätselnd mit diversen Sub-D-Steckerbehafteten Kabeln (ich hoffe, so etwas gehört nicht notwendigerweise zum Lieferumfang eines höherpreisigen Live-Mischpultes!) hantierten und wir eigentlich den Soundcheck für das in nunmehr etwa Neunzig Minuten beginnen sollende Konzert schon hinter uns gebracht haben sollten, hatte man wohl ein Einsehen und schob eine wohl am Vortag schon benutzte alte Soundcraft 8000 vor. Aaaach.... Insofern lief und war dann alles gut. Und: ich kann gegen Midas Digital wirklich nichts Schlechtes sagen. ;)

    Wenn man jetzt noch zwei surfaces an einem mixrack betreiben kann, also ein S und ein C dann haben sie fast den heiligen Mischpult Gral gebaut 😎

    Hm....auf deren Seite stehet geschrieben: dLive C Class and dLive S Class surfaces and MixRacks are fully compatible and can be mixed and matched according to the demands of the venue or performance. :)