Beiträge von Jeremy

    Wenn du im Produktiv-EInsatz zwar (W)LAN, aber kein Internet brauchst, dann setz doch einfach einen kleinen Switch/Router ein, der zwar die Verbindung zu Pult(en), PC(s) und Tablet(s) hält, gerne auch per WLAN der ansonsten aber keine Verbindung ins Internet aufbaut. Sowas gibt's für sehr niedrige dreistellige Beträge. Der generische Name für sowas wäre "die Fritzbox", aber es gibt natürlich auch andere Geräte, die nicht wirklich sehr viel teurer und auch in 19" erhältlich sind.


    Die Option, ein fälliges Update unter kontrollierten Bedingungen auf den Rechner zu ziehen (d.h. in RUhe zuhause im "Labor" und nicht am FOH-Platz) hast Du ja dann immer noch, aber du kannst wenigstens sicher sein, dass das, was alle Geräte für das Internet halten, im Switch endet.


    Voraussetzung dafür ist natürlich, dass keines der Geräte eine aktive Internetverbindung braucht, um irgendwelche Lizenzen oder so abzuchecken.


    WIndows 10 etwas widerspenstig, wenn es darum geht, einen rein lokalen User anzulegen, es bevorzugt da immer die Verknüpfung mit einem Windows-Account, wodurch wieder die Internetverbindung ins Spiel kommt.

    Jeder Brillenträger kennt das: Geht man mit der kalten Brille in den warmen Raum, beschlägt die Brille. Es liegt einfach daran, dass warme Luft im vergleich zu kalter Luft ein vielfaches an Feuchtigkeit speichern kann, grob gerechnet bei 10°C das doppelte von 0°, bei 20° das dreifache, bei 30° das vierfache.

    Wenn ich jetzt relativ gesättigte warme Luft habe (wie z.B. den vor Stimmung dampfenden Club) und da plötzlich einen kalten Gegenstand reinbringe, dann kühlt die Luft an diesem Gegenstand ab und macht vor Schreck unter sich, weil sie das viele Wasser nicht mehr an sich halten kann. Was am Cocktailglas ein durchaus willkommenes Indiz für ein kühles Getränk darstellt - das Auge trinkt ja schließlich mit - kann bei empfindlicher Elektrik zu Problemen führen. Sobald sich die Technik akklimatisiert hat und das Kondenswasser verschwunden ist (Verdunstung oder feinmotorisches Feudeln), gibt es eigentlich kein großes Problem mehr, da bleibt die Luft wieder "dicht".

    Ich sehe kein grundsätzliches Problem darin, halbwegs robuste elektrische Geräte auch in klirrender Kälte zu betreiben - zumindest kein Problem mit Kondenswasser, denn wo soll bei klirrender Kälte die übersättigte feuchtwarme Luft herkommen? Inwieweit es beweglichen Teilen wie Lautsprechermembranen schadet, wenn sie steifgefroren sind und dann schlagartig in den Lastbetrieb gehen, würde mich aber auch interessieren.

    Sich einzig und allein auf *EIN* Gerät im WLAN zu verlassen, um eine VA im Zaum zu halten, die man gerade so mit quietschenden Reifen durch die Kurve bekommt, ist ein ähnlicher Kunstfehler, wie wenn man versucht, ein Auto im dichten Verkehr bei schlechter Sicht und glatten Straßen per Bluetooth-Fernsteuerung zu bewegen, statt selber am Lenkrad zu sitzen. Was im Probenraum (oder auch noch bei Aufbau/Einrichtung/Soundcheck) problemlos klappt, nämlich die WLAN-Verbindung vom Mobilgerät zum eingebauten Antennenstummelchen des Mix-Bricks, ist spätestens dann ein Drahtseilakt, wenn sich der Saal mit einigen elektrolytlösungangereicherten Biomasse-HF-Absorbern samt aktiven Störsendern (aka Publikum mit Smartphones) füllt.


    Gegen das Publikum ist man machtlos, und Appelle, doch bitte nicht zu vergessen, nach der VA das Mobilgerät wieder einzuschalten, kann man sich regelmäßig sparen. Also muss man dafür sorgen, dass die WLAN-Verbindung möglichst robust läuft, sprich, da gehören anständige Antennen an anständigen APs her. Schon allein die gute alte Fritzbox kann da für erhebliche Verbesserung sorgen. Die lässt sich z.B. im Rednerpult meistens problemlos unterbringen, ist aber auch klein genug, um sie irgendwie auf Höhe zu bringen, so dass man über die Köpfe der Leute kommt.


    Sobald man aber vorhat, da nicht nur das eine Mobilgerät per WLAN, sondern eine ganze Mischung an Geräten sowohl mit als auch ohne Kabel zu betreiben, würde ich die Beschaffung eines kleinen PoE-Switches sowie eines oder mehrerer dazu passender APs empfehlen. Für weniger als 500EUR bekommt man so eine ganze Menge an WLAN-Hardware, die (im Gegensatz zur Fritzbox) mit Telefonie, VoIP, Internet-Zugangsdaten rein überhaupt nichts am Hut hat, sondern schlicht und einfach nur Datenpakete übermittelt, das aber mit Nachdruck.


    Mit der entsprechenden Konfiguration findet der Mix-Brick immer am selben Anschluss unter derselben IP-Adresse denselben Switch und freut sich, dass er sich nicht auch noch um das ganze Kanalgehopse und den ständigen An- und Abmeldewahnsinn mit Unmengen wildfremder Personen kümmern muss. Sind die APs meshfähig, dann kann man z.B. einen AP am Bühnenrand und einen weiteren am Frontplatz aufbauen. Natürlich erfordert das ein wenig WLAN-Management und -Konfiguration im Vorfeld. Danach aber wird man mit außerordentlich stabilen Verbindungen belohnt. (nicht so stabil wie 100m Kabel, das liegt in der Natur der Sache, aber erheblich stabiler als über die Minimal-WLAN-Einheit im Mix-Brick)

    Die Veranstaltung lief ca. 4 Stunden problemlos, bis auf einmal die Ui das ipad aus dem Wlan geworfen hatte. Es hat immer nach dem Passwort gefragt und trotz mehrfacher korrekter Eingabe immer den Zugang abgelehnt.

    Ich würde dem eingebauten WLAN dieser Kistchen, so praktisch das auf den ersten Blick auch sein mag, nicht über den Weg trauen. Ob die jetzt UI oder XR oder wie auch immer heißen, ganz egal. Schon die von mir vorher so geschmähte Fritzbox bringt da eine erhebliche Verbesserung.


    Wobei, wenn man vorhat, die WLAN-Remote öfters zu nutzen, würde ich ernsthaft dazu raten, sich einen kleinen PoE-Switch und einen oder zwei abgesetzte WLAN-APs dazu anzuschaffen. Das ist dann gleich eine ganz andere Liga der Verbindungssicherheit. Das gibt's im Paket für relativ wenig Geld, und es beruhigt ganz ungemein.

    Der Aufwand, den man betreiben muss, um eine WLAN-Verbindung entsprechend zu "härten", ist durchaus mit dem Verlegen einer Kabelverbindung vergleichbar. Aber ich gehe mal davon aus, dass da nicht nur die handelsübliche Fritzbox, sondern ernsthafte WLAN-Hardware am Start war. Dann würde es mir allerdings Sorgen machen, wenn die Verbindung nicht mal 10m übersteht.


    Macht das eingesetzte Tablet im Zivilberuf noch irgendwas anderes außer Pult-Remote? Ich hatte nämlich schon mal den Verdacht, dass, wenn das ach so smarte Gerät plötzlich merkt, dass aus dem WLAN nur Pultinformationen, aber kein richtiges Internet rauskommt, es sich selbstständig auf die Suche nach anderen Netzen macht ... und wenn es schon jemals mit einem der allgegenwärtigen Telekom- oder Vodafone-Hotspots verbunden war, dann will es auf einmal heim zur Mama ...


    Nächste, sich daran anschließende Frage: Das eingesetzte WLAN mach auch nichts anderes als nur Pult-Remote, per VLAN abgeschottet vom Rest der Welt? Die dafür genutzten IP-Adressen sind fest vergeben?

    Wie zuverlässig ist den das W Lan und wie weit ist den die Reichweite ?

    Das eingebaute WLAN würde ich allenfalls im Probenraum verwenden, wo es auch keine Katastrophe ist, wenn es mal kurz aussetzt. Du kannst das XR (in meinem Fall 18) in drei verschiedene (W)LAN-Zustände versetzen:

    1. Es ist WLAN Client, verbindet sich also mit einem schon vorhandenen WLAN. Dazu musst du im XR die Zugangsdaten des vorhandenen WLANs hinterlegen, geht sowohl über Laptop wie auch über die App am Ipad.
    2. Es ist WLAN-Host, dh. andere Geräte verbinden sich direkt mit dem XR, welches über sein Stummelchen versucht, einen WLAN-Hotspot aufzubauen. Dazu hinterlegst Du im XR die von Dir vergebenen Zugangsdaten, die dann natürlich den anderen Geräten (Tablet, PC, Laptop, Smartphone, ...) bekanntgemacht werden müssen.
    3. Es ist ein LAN-Client, d.h. über ein Netzwerkkabel mit einem Router verbunden, der den restlichen Netzwerkverkehr, gleich ob über Kabel oder WLAN, abwickelt. In diesem Fall sind die Zugangsmodalitäten zum Netz im Router (z.B. einer übrigen FritzBox, es geht aber auch erheblich hochwertiger, nur passt das vom Preisgefüge her nicht mehr zu XR12-18) hinterlegt. Vorteil dieser Lösung ist, dass Du mehr Kontrolle über das Netzwerk hast. Du kannst, sofern dein Router das hergibt, sowohl im 2,4GHz- als auch im 5GHz-Band arbeiten, du kannst weitere Geräte über Kabel anschließen, ...


    Ich rate dringend zu 3. ... und wenn es bloß die abgelegte FritzBox ist.

    Sieht interessant und vor allem nach Absicht aus. Was man aber wohl (neben irgendeiner Art von Befestigung am Case) noch nachrüsten müsste, wäre irgendeine Lösung dafür, dass die beiden Untergestellspitzen vorne unten (also die, über/um die sich alles dreht) beim hochtilten nicht wegrutschen. Gerade auf glatten Böden wie Stein oder Parkett sehe ich da durchaus ein gewisses Risiko. Schon eine sehr tief angesetzte Querstrebe, die man mit dem Fuß sichern kann, würde da helfen. Und gegen Beschädigungen des wertvollen Bodens (und die damit verbundenen hausmeisterlichen Blutstürze) hilft im Zweifelsfall der gute alte Schlagzeugteppich.

    Ich fühle mich ein wenig an die Diskussion vor ein paar Tagen mit dem Treppensteiger erinnert. Die kam zwar letztlich zu einer durchaus sinnvollen, wenn auch teuren Lösung, wies aber auf ein Bekanntes Problem der Branche hin: Viel zu viele Baustellen müssen, dem Preisdruck geschuldet, mit zu wenig Personal kalkuliert werden - oder anders rum gesagt: Viel zu viele Einzelkämpfer können/wollen nicht auf eine Ausstattung verzichten, für deren Logistik man eigentlich nicht allein sein sollte.


    Ich empfehle aber als Anregung für den Metallbauer/-bastler/-tüftler einen kurzen Besuch in der nächstgelegenen Rettungswache, Dort gibt es Fahrtragen (einer der Markennamen, den ich aus meiner Rettungsdienst-Zeit noch kenne, lautet "Ferno-Trage"), die man mit einem kurzen Handgriff von ganz tief nach ganz hoch verstellen kann, und zwar am Kopf- und Fußende getrennt voneinander. Das ganze funktioniert insbesondere auch mit 150kg festgeschnalltem Mensch auf der Trage, sollte also vom Gewicht her auch für ein gecasetes Pult tauglich sein.


    Das folgende Bespiel zeigt zwar ein Produkt, das erst, ähem, nach der Arbeit des Rettungsdienstes zum Einsatz kommt, aber das Prinzip sollte klar werden.


    Und dann nehmen wir zwei Mann mit, die das ganze Zeugs aufbauen, das wir anschließend brauchen, um das ganze andere Zeugs ohne die zwei Mann hochzaubern zu können? ;-)


    Denkt an die vereinfachte Ladungssicherung beim Transport per Hand ("Wehe, du lässt es fallen!"), im Vergleich zum Beladen und verzurren auf einem Transportgerät.

    Auch das stelle ich mir jetzt mal bildlich vor (immer noch mit den rd. 500 kg Material, schwerstes Gebinde 2 x 50kg für die Bässe, alles andere problemlos alleine tragbar).


    Das ganze mit zwei Mann abzuwickeln würde bedeuten, dass entweder oben nur einer ist, der die Last durchs Fenster von der Gabel ziehen muss, oder dass in der Zeit, während beide oben sind, der Lift unten unbeaufsichtigt rumsteht. Beides gefällt mir nicht wirklich. Und so einen Lift an die Fassade zu stellen, so dass der oben genau ins richtige Fenster trifft, ist auch nicht ganz trivial, erfordert vor allem etwas Zeit.


    Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass in der Rüstzeit, die irgendeine Art von Lift, Treppenraupe, Klettermaxe oder sonstiges benötigt, mit zwei Mann die Hälfte des Equipments schon oben ist. Danach könnte der eine schon auspacken und Aufbauen, während der andere noch schleppt.


    Der Gabellift soll ja dann vermutlich während der Veranstaltung auch wieder vom Fenster weg, so dass die Auf- und Abrüstorgie zweimal stattfindet. Alles nicht so ganz schlüssig. Da wird nach einer technischen Einpersonenlösung für etwas gesucht, was man genauso gut, wahrscheinlich sogar viel komfortabler, mit zwei Personen lösen kann.

    Ich stelle mir das gerade bildlich vor, wie ein einzelner Mensch den Treppensteiger aus dem Transporter holt, diesen nach einem ausgetüftelten System belädt und ladungssichernd verzurrt, danach in dem treppensteiger-üblichen Kriechtempo neben seiner Raupe hergehend 20m Strecke und 60 Stufen überwindet ... und das ganze fünf mal rauf und fünf mal wieder runter ... und beim Abbau das gleiche nochmal. Es sei denn, du denkst an etwas wie (nur als Beispiel, weil ich's über Google am schnellsten gefunden habe) wie das "Liftkar HD", also die elektrifizierte Sackkarre auf Steroiden, das könnte u.U. sinnvoller sein, weil damit die ebenen Strecken schneller erledigt sind als mit der Raupe, und auf der Treppe ist das Teil mindestens genau so flott unterwegs.


    Nachtrag:

    Vergleiche

    (Liftkar) und
    (Pianoplan), jeweils nur als Beispiel ohne irgendwelche eigenen Interessen.

    Frag mal was der Fotograf kostet und welchen Mehrwert er zur Hochzeitsveranstaltung/Feier beiträgt. Die meisten überlegen es sich dann nochmal. Leider werden oft die Prioritäten für die Feierlichkeiten falsch verstanden und vergeben.

    OK. Ich frage hiermit mal: Wenn seit der Hochzeitsfeier ein paar Jahre vergangen sind, wer trägt dann zur Erinnerung an den Tag mehr Mehrwert bei? Der Fotograf, der schöne Bilder geschossen hat oder die kulinarischen, musikalischen und technischen Dienstleister des Entertainment-Paketes? Ich habe, ehrlich gesagt, noch nie gehört, dass jemand gesagt hätte "Die Hochzeitsbilder sind zwar Scheiße geworden, aber die Musik war geil."

    Ich werfe mal meine privaten Ausgaben in den Raum, die für die Einrichtung meines persönlichen Heimkinos im Keller angefallen sind. Man muss vorausschicken, dass wir dort einen passenden (verdunkelbaren) Raum gleich von Anfang an mit einer passenden weißen Wand vorgesehen und über Jahre für Dias verwendet hatten, bevor die bessere Hälfte endlich weichargumentiert war.


    Das ganze Paket ist eher Budget- als HighEnd-orientiert:


    Beamer: BenQ TH 681, 3000 ANSI-Lumen, ca. 750 EUR

    Receiver: Yamaha RXV irgendwas, das Nachfolgemodell heißt inzwischen RX-V683, ca. 650 EUR

    Speaker: Irgendwas von Teufel in 5+1, noch zu DM-Zeiten gekauft, vergleichbare Ausstattung jetzt ca. 650 EUR, da der Subwoofer inzwischen den Geist aufgegeben hat wurde er durch einen von Klipsch ersetzt, als Aktionsware damals ca. 250 EUR. Stromversorgung des Beamers über einen auf Dauerstrom umgeklemmten Lichtauslass an der Decke, Signalversorgung über rd. 10m hochwertige HDMI-Nabelschnur vom Receiver.


    Zuspieler waren alle schon vorhanden, zudem kostet ein HD-Sat-Reveiver je eh nur unwesentlich mehr als nichts. Dass gut und gerne noch ein paar Euros für Montage- und Verkabelungsmaterial anfallen, brauche ich hier ja nicht zu erklären, eine Leinwand ist bei mir auch weggefallen. Also gehe ich für eine budgetorientierte, aber durchaus brauchbare Ausstattung mal von ungefähr 2.500 Euros aus. Dafür gibt es anschließend eine Fernbedienung für den Beamer, eine für den AV-Receiver, eine für den TV-Receiver, eine fürs BlueRay, eine für den Amazon Firestick (oder ein vergleichbares Ding, falls die Eltern auf sowas stehen) und ein Telefon mit Deiner Nummer auf der Kurzwahltaste 1.

    Hallo lieber Schwarm,


    meine Eltern ziehen in eine neue Wohnung und wollen eigentlich einen riesigen Fernseher kaufen...

    Definiere "Riesig" und addiere mal zusammen, was der ganze Gerätepark (Beamer, AV-Receiver, motorisierte Leinwand, Verkabelung, Heimkino-Beschallung, Beistelltisch für die ganzen Fernbedienungen) kostet, multipliziere das ganze mit Deiner Zeit, die Du wirst aufwenden müssen, um den zweifellos erforderlichen End User Support zu leisten, und entscheide dann, ob die Idee mit einem Riesen-TV nicht vielleicht doch besser ist. Gut, ich kenne Deine Eltern nicht, aber dafür meine um so besser.

    Ich bin ein erklärter Feind davon, Beamer und Leinwand ins Wohnzimmer zu hängen, da fehlt es noch an der problemlosen Usability für die Quality Couch Time.

    Entspannte Changeover-Zeiten.

    "Es gibt hier genug Bühnen mit Programm auf dem Fest. Daher machen wir immer 2 Stunden Changeover. Und ein wenig Ruhe schadet keinem."

    ... und der Veranstalter merkt auch ziemlich schnell, dass die Leute mit den Pausen mehr konsumieren als bei 12 Stunden Dauerprogramm.

    Mein lieber mfk0815 , für SemiJobs, wo es nicht drauf ankommt ob nun Regress gefordert wird oder nicht, wo es nicht darauf ankommt seinen Namen und Image zu zerstören, da mag das alles gut sein. In der wirklichen, realen Welt sieht das jedoch anders aus.

    Ich bin ein wenig hin- und hergerissen, was ich mit dieser Ansage mit der "wirklichen, realen Welt" anfangen soll. In der Welt, die ich kenne, kommen nämlich genau diese "Semijobs" in beachtlicher Häufigkeit vor. Ob wir da jetzt von der Session in der Musikkneipe, dem Kleinstkunstfestival eines Kulturvereins oder einfach der selbermischenden Combo auf der Geburtstagsfeier reden, ist eigentlich egal.


    Ich gebe Dir völlig recht, dass ab einer gewissen Grenze die Berechtigung solcher WLAN-Büchsen stark nachlässt, aber unterhalb dieser Grenze hat man ein durchaus leistungsfähiges Werkzeug zur Verfügung, mit dem sich eine ganze Menge anfangen lässt. Mag sein, dass man sich damit zwar an der Grenze zum Party-Forum bewegt, aber andererseits bietet ein Stageboxmischer wie der XR18 demjenigen, der einigermaßen weiß was er tut und wo er hinfasst, einen preislich fast unschlagbaren Leistungsumfang. In Sachen Bedienung kompromissbehaftet, aber in der wirklichen, realen Welt durchaus zu gebrauchen, und sooo schlecht sind die Dinger vom B. inzwischen ja auch nicht mehr.

    Der XR18 kann entweder Ethernet kabelgebunden *ODER* WLAN-Client eines schon vorhandenen Netzes *ODER* Access-Point für ein eigenes Netz. Die beiden letzten drahtlosen Optionen handeln darüberhinaus nur im 2,4GHZ-Band, nicht in 5,0GHz.


    Ich habe meinem XR18 deshalb eine überzählige FritzBox spendiert, die sich nur um den ganzen WLAN-Verkehr kümmert. Da tue ich mich auch mit der Konfiguration leichter, weil das einfach vertrauter ist. Der XR18 hängt im Ethernet-Mode an einem der Ports der FritzBox, die sich wiederum um die WLAN -Verbindung zu Laptop, Tablet, Smartphone, was auch immer kümmert. Sollte sich irgendwo eine Kabelverbindung aufdrängen, läuft die natürlich auch über die FritzBox.


    Vorteil der Geschichte ist insbesondere, dass die große weite Datenwelt für den XR18 immer an der gleichen Stelle, nämlich am Port 1 immer der selben Fritzbox mit immer derselben IP-Adresse beginnt. Ob die Infos der Steuergeräte dorthin per Kabel, WLAN 2,4 oder WLAN 5,0 auflaufen, ist Jacke wie Hose. Und du kannst davon ausgehen, dass selbst so ein Consumergerät wie eine FritzBox einen deutlich stabileren WLAN-Verkehr ermöglicht als das im XR eingebaute Stummelteilchen. Mit ein paar Metern Cat-Kabel bekommt man die Box auch mal auf Höhe, falls Bedarf.

    Natürlich kann man die Fritzen auch durch "richtige" WLAN-Hardware ersetzen, aber da ist man schnell in einer Preisregion, die zum XR18 so gar nicht mehr passt.

    Ich beschäftige mich in einem meiner Paralleluniversen mit Breitbandausbau und öffentlichen WLANs. (Nein, weder beim großen T noch beim großen V, ich bin da unabhängig). Nach den Erfahrungen, die wir gemacht haben, bis in einem großen Gastronomiebetrieb am touristisch genutzten Flussufer sowohl der private WLAN-Bereich für die WLAN-Terminals (technisch betrachtet sind das schnöde Android-Smartphones mit spezieller Software) als auch das öffentliche WLAN stabil und performant gelaufen sind, und zwar auch wenn gleichzeitig ein paar hundert Smartphones auf zwei Beinen versucht haben, die Vorbeifahrt des festlich beleuchteten Schiffes (welches mit seinem Radar gem. ETSI EN 301 893 zunächst mal alle Nutzer aus dem Band scheuchen kann, bis ein neuer Kanal gefunden wird) zu filmen und zu posten, würde ich einem WLAN nichts mehr anvertrauen, das unterhalb einer Sekunde zeitkritisch ist.