Beiträge von djobi

    letztes Jahr:

    Hamburger Band kommt mit eigenem Mischer in den Club.

    Vorab aufwändigen Rider bekommen.

    Der Mischer macht sofort tierisch Stress, nervt rum, weil der Pultplatz mal *überhaupt nicht* geht, will (als erster!) Gitter am FOH, ist den ganzen Tag angepisst und hat ständig was zu meckern, vernünftige Zusammenarbeit unmöglich.

    Band liefert ne geile Party, kommt aber total assig rüber.


    dieses Jahr:

    gleiche Band angekündigt (Oh Gott, muss das sein, nicht schon wieder .. ).

    Vorab anderer Rider (oh, die haben ja runtergeschraubt?)
    Veranstalter macht schonmal vorab klare Ansagen (kein anderer Pultplatz, keine Gitter, alles wie immer)

    Diesmal: anderer Mischer. (ach?)

    Gleicher Pultplatz: "alles klar, kein Problem!" (hat der das gerade echt gesagt?)

    Enstspannter Kollege, hat alles dabei, ein bischen aufwändig, aber sehr solides Arbeiten

    Ein wenig fachsimpeln über Pulte und Mikros. Alles Easy.
    Cooles Konzert, geile Party.

    Entspannte Band verabschiedet sich nachher noch per Handschlag


    Geht doch! :-)

    interessant .. ich frage nach Erfahrungswerten und direkt kommen Sachen wie "Prinzessinnenspulen", Klageweg und Gericht ... *kopfschüttel*


    Ihr seid also alle als Bandtechniker unterwegs und bei euren Konzerten ist noch nie etwas kaputt gegangen?


    @Karel: meine beiden Beispiele (s.o.) sind unabhängig voneinander eingetreten. Und den in solchen Fällen äußerst unkooperativen Veranstalter kennst du. Sowas möchte ich einfach für die Zukunft vermeiden.


    Achja, bei den Monitoren handelt es sich um PS15 MK2 mit den originalen Systemcontrollern, bei den Tops TW Audio T24 mit Powersoft K3 und orginalen Herstellerpresets. Würde ich für einen kleinen 300er Club weder als zu klein dimensioniert, noch als falsch eingestellt o. ä. bezeichnen.

    jo, hab auch schon 2 komplette Outdoor-LED-Fluter von meiner Hofbeleuchtung entsorgt. Nach 3 Jahren.

    Früher hat man dann den 2€ R7-Brenner getauscht, heute schmeisst man den kompletten Scheinwerfer weg.

    Da kann ich auch kein Umweltschutz erkennen ....

    bleiben wir doch bei obigen Beispiel:

    1) Bandtechniker produziert auf der Bühne ein ordentliches Feedback und zerschiesst einen oder mehre Monitorhochtöner.

    Oder

    2) fährt die Anlage das gesamte Konzert über ins Limit (was der der Anlage und bei dem Ort auch eindeutig über allen Grenzwerte der TA liegt) und zerschiesst damit mehrere Pappen.

    naja, was heisst hier Nachweis, der Bandtechniker hatte zuletzt und als einziger die Finger am System.

    Zählt der rote Bereich am VU schon als Vorsatz?
    Oder wenn er ein Feedback verursacht, daß den Monitorhochtöner zerschiesst? (trotz Controller)
    Oder ein Verstoß gg. die TA Lärm?
    Wenn mich das Material nicht kümmert, krieg ich wohl fast jedes System kaputt ...


    mir gehts gerade mal um Erfahrungswerte bei Schadensfällen.

    Situation: Veranstalter (relativ guter Kunde) beauftragt Technik und Personal für eine Veranstaltung.

    Auf der Veranstaltung bringt der vom Veranstalter beauftragten Künstler einen eigenen Techniker mit.

    Nach Veranstaltungsende sind z.B. Monitore oder Frontlautsprecher defekt.

    Schaden fällt erst bei Überprüfung im Lager auf.

    Veranstalter weigert sich zu zahlen, da der Defekt nicht am Veranstaltungstag gemeldet bzw. geklärt worden wäre.


    Denke, sowas ist nicht ungewöhnlich.

    Wer hatte schonmal so eine Situation bzw. wie habt ihr sowas gelöst? bzw. verhindert?

    Mein Vertragsverhältnis besteht ja eigentlich nur mit dem Veranstalter, nicht mit der Band.
    In sofern sehe ich hier auch den Veranstalter in der Pflicht.

    Vielleicht stehe ich gerade etwas auf dem Schlauch, aber wie route ich denn beim GLD 80 1-2 Atmo-Mics auf die Aufnahme-Spur?

    Eigentlich wird ja die Summe aufgezeichnet, da will ich die Mikros natürlich nicht drauf haben.

    Kann ich das über irgendeine Gruppe oder Matrix steuern?

    Einstellung weil die Leitung irgendwie städtische Förder-Gelder abgegriffen hat - jetzt hängt da was in LED ;-)
    ordentlicher befestigt und verkabelt, versteht sich.


    Die Jugendlichen hatten damit nichts zu tun, das war ein ehemaliger Mitarbeiter.

    Der Schrank steht immerhin mittig *auf* der Bühne und ist nicht die Bühne ;-)


    Kein einziges Gerät in dem Laden nach V3 geprüft, will die Leitung auch nichts von wissen.

    Natürlich ist es nicht verboten, alle technischen Möglichkeiten auszunutzen. Es war mehr die Kombination, Insbesondere mit einigen grundlegenden Vorgehensweisen und Basic-Problemen. Das mit der professionellen Praxis trifft es sehr gut. Und der professionellen Rücksicht, z.B. auf die Bedürfnisse der Vorband (die quasi von der Band mitgebracht wurde und die ich dann mixen durfte. Und wenn mir die Band nach über 90 min Soundcheck noch knappe 30 Min bis Doors für die Vorband zum checken läßt, hatte ich die Wahl mit einem (fast leeren) Standard-Preset anzufangen und dafür die Ausgänge umzupatchen oder mit den total überladenen Einstellungen der Hauptband zu arbeiten.


    Und klar, man kann mir vorab Pultfiles schicken, kein Problem. Aber wenn ich die mail erst nen Tag vorher bekomme, kann man nicht erwarten, daß das File auch geladen ist, wenn man in den Club kommt ..


    PMZWO: *der* war gut! Nennen wir es Raum-Zeit-Kontinuum? :D Vielleicht war es ja gar nicht vergangenen Freitag, sondern Donnerstag. Und vielleicht war es ja gar nicht Chemnitz, sondern Düsseldorf. Und vielleicht war es gar nicht Manuel Neuer, sondern deine Freundin? :P8)

    Ich dachte nach so 150 Club-Konzerten und Sängern (!) die in Stöckelschuhen aus dem Tourbus steigen, könnte mich nicht mehr groß was schocken.


    Tour-Techniker mit blau lackierten Fingernägeln und güldenen Ohrringen größer wie Omas Gardinenringe fand ich dann trotzdem etwas suspekt.


    (btw: wann wurden weiße Tennissocken über Jogginghosen Mode?)


    Aber gut. IDN:


    junge aufstrebende Nachwuchsbands, die sich schon 3 Nummern größer sehen, wie die -zugegeben ausverkaufte- 300er Location hergibt.


    - ausufernde Diskussionen vorab mit Veranstalter, Mangement und Tourleiter über 2 (!) Riser auf einer 4x3m Bühne bei 2.10m Deckenhöhe (ohne Riser). Um dann vor Ort mit extra angekarrten Risern festzustellen, daß das überhaupt nicht paßt (Ach, echt ..?)

    - Unmut und Diskussion über die Aufstellung auf der kleinen Bühne

    - 3 Seiten Lichtplan für 12 vorhandene Par-Kannen

    - Unmut, weil man nicht das D6 vom Rider vorfindet, sondern nur die üblichen Sennheiser-Mikros, die der Veranstalter auch klar als Club-Specs kommuniziert hat.

    - Techniker die zum ersten Mal so 2 Std. nach Eintreffen überhaupt mal die PA antesten.

    - Pultfiles doch schon am Vortag zu bekommen, mit der Ansage, daß das komplett verdrehte Routing bleibt. (überhaupt war es das erste Pultfile, daß ich vorab für ein GLD bekommen habe)

    - sämtliche Pult-Möglichkeiten verbraten, die es gibt, inkl. DynEQ, MultibandEQ, parallele Drum-Kompressionsgruppen, 10 von 12 Ausspielwegen, 23 von 24 Inputs, Ganging, komplett eigenen Layern, allen DCAs und Stereogruppen - aber beim Soundcheck und auch beim Konzert selbst ewig mit Feedbacks kämpfen.

    - Apropos Soundcheck: Soundchecks > 90 Min. Inkl. kaltem Essen. Gut, für die Band, nicht für mich.

    - man bei solchen Auftritten dann auch noch zum ersten mal ein In-Ear für den Sänger ausprobiert

    - Absturz des Macs mitten im Konzert, weil der Sänger auf ein Kabel tritt

    - nach dem Auftritt irgendwann irgendwas an Backline anfangen abzubauen, aber dann alles kreuz und quer auf der Bühne rumliegen lassen, so daß ein Abbau der Kabel, Stativ etc fast nicht möglich ist.


    Wie heiss das? Jugend forscht?


    Am Vortag spielte übrigens ne Band mit 2 Mio. verkaufen Platten. Ohne Probleme. Ohne Diskussionen. Super freundlicher Umgang. Klare, verständliche Ansagen. Inkl. mehrfachen Lob für den Sound ("Best on Europe Tour"). Inkl. neuem T-Shirt was auf einmal auf dem Pult lag. Angenehmste Produktion ever. Iwm!

    Nun, da gibt es viele Sachen; ich habe (m)eine Diplomarbeit über die technischen Umzugsplanung einer Großbehörde geschrieben.

    im Vorfeld planen: von Fußbodenbeschichtung, über Steckdosen, Netzwerktechnik, Alarmanlagen, Beleuchtung, Beheizung. Wenn die Halle erst mal belegt ist, wird die Nachrüstung um so schwieriger.

    Gute Beschriftung und Pläne, Einweisung der Mitarbeiter. Beschilderung der neuen Örtlichkeiten.


    Telefonleitung / Internetanschlüsse rechtzeitig beantragen bzw. Verlegung zum Umzugstermin beantragen - vorher Verfügbarkeit am neuen Standort prüfen!


    Auch diverse BG-Anforderungen beachten, von Feuerlöscher über Notbeleuchtung und Fluchtwege, Verbandskasten, kippsichere Regale, Beleuchtungsstärke ...

    Man-Power und Transportmöglichkeiten für den Umzugstag. Für den Umzugstag auch genug Verbrauchsmaterial einplanen: Klebebänder, Kabelbinder, Zurrgurte, Kartons und Verpackungsmaterial, Paletten, Werkzeug, Handschuhe, ...


    Im Vorfeld neue, einheitliche Regale aufzubauen ist vll teuer, aber auch am einfachsten.
    Wie oben schon einer schrieb dauern Schraubregale am längsten.


    Reserven planen, Material was unterwegs ist berücksichtigen.

    Zitat

    Probier mal statt dem 480er (der ist irgendwie merkwürdig)


    Zitat

    die 480er gefallen mir hier auch nicht so richtig


    Schön zu hören, daß ich da nicht alleine mit der Meinung bin.
    Wobei ich den 482er besser finde wie den 480er.


    Zurück zum Thema:
    ich hatte dieses Jahr ein paar Kollegen, die ein paar Oldschool Effekte (Space Echo) etc. dabei hatten. Wobei das mein A&H GLD grundsätzlich auch kann.
    Oder halt ein M2000 mit auf Tour hatten.
    Macht halt Sinn auf Tour immer den gleichen vertrauten (!) Effekt am Start zu haben.

    Geht mehr um de Kombination. Ein täglich wechselnder Schnaps ist ja noch ganz lustig, aber Wenn ich einen Rider bekomme, der aus einer Seite Technik und 5 Seiten ausgefallensten Verpflegungswünschen besteht,finde ich das immer etwas befremdlich.

    Stimmt, hab ich auch gelesen - aber ums Catering kümmer ich mich nicht 8) 
    Und da bin ich auch froh drum, wenn ich da manchmal Ansprüche sehe, von veganem, laktosefreiem Essen, am Besten 3 Gänge, alles BIO, aber ja kein Fisch, und erst recht kein Fast-Food, dazu Chips XY, ein bisschen frische Ingwer, Zigaretten TR, Ersatz-Batterien, 5 Paar grüne Socken (hint, hint, ..) Spezial-Cola CD, Cidre KM, ... hat mal wer versucht Dr. Pepper oder amerikanischen Frischkäse in Deutschland zu kaufen? :roll: