Beiträge von skyper

    Weil es gefragt wurde: gefühlt haben die Arri ST2 einen homogeneren Lichtkegel über den Zoombereich, also weniger "Ringbildung" als die 2kW Leonardos.


    Aus dem Bauch raus glaube ich nicht, dass Dir der Umstieg auf LED-Weisslicht unter den genannten Rahmenbedingungen einen echten Quantensprung bescheren wird.

    Aber lass doch die Vertriebe antanzen bzw. mal Demostücke für einen Shootout schicken, dann kannst Du 1:1 vergleichen.

    Ein sehr kontrovers zu diskutierendes Thema :-)


    a) wenn Ihr bisher recht billige Scheinwerfer nutzt, dann werdet Ihr mit hochwertigen neuen schon mal deutlich weniger Leistung brauchen. So ein antiker Ultralite/DTS/FAL wasweissich hat mit einem modernen Arri oder Robert Juliat oder DeSisti bei gleicher Leistungsaufnahme nur bedingt was gemeinsam. Testet das vorher unbedingt mal aus, evtl. kommst Du ja auch mit 1kW oder 1,2kW aus.

    (dann passen notfalls auch zwei Lampen auf einen Dimmerkanal)


    b) Stromkosten sind bei Euch ja nur ein Teil der Wahrheit - insbesondere unter dem Aspekt das der nicht direkt im Renovierungsbudget auftaucht :-)



    Denke rein vom finanziellen Nutzen ist das ein Rechenexempel über den Lampenpreis, Installations/Nachrüstkosten, Strompreis und das Verbrauchsmaterial wie Folien und Brenner, wobei letzere einen gewissen "X"-Faktor beinhalten. Billiger werden die Brenner sicher nicht über die nächsten Jahrzehnte. (Linestras beispielsweise haben in den letzten Jahren ihren Kaufpreis vervielfacht, )

    Allerdings kann ich mir vorstellen dass mal jemand einen potenten LED-Chip zum Nachrüsten in konventionelle Lampensockel anietet, damit wäre das Thema dann auch erschlagen. Bei den Haushaltsglühbirnen klappt das ja auch schon erstaunlich gut.



    Vorteile bei konventionell im Theater finde ich u.a.:

    - Glühlampentypisches Verhalten - anglimmen, nachglimmen, veränderung der Farbtemperatur beim runterfaden, das können nicht alle LED-Stufenlinsen.

    - sehr einfache Steuerung und Programmierung - ein Fader, eine Lampe

    - jede Lampe gleiche Farbtemperatur, unabhängig von Alter, Leistung und Hersteller.

    Nachteile Glühlicht:

    - kaltweiß geht nur so bedingt - da frisst die Folie viel Energie, bzw. hat das Leuchtmitel einfach nix im nötigen Bereich anzubieten

    - Folien verschleißen , frage wie relevant in der geforderten Anwendung. Gleiches bei den Brennern.

    Es muss eben jemand auf die Leiter, ein einziger Unfall kostet da mitunter mehr als die komplette Beleuchtungsanlage.


    Vorteile LED:

    - Farbwechsel möglich (bzw. Änderung der Farbtemperatur kalt/warm)

    - wenig Stromverbrauch

    - wenig Erhitzung


    Nachteile LED:

    - ggf. aufwändige Steuerung. Bei teils sechs und mehr Kanälen je Lampe (R/G/B/W/CW/Effect etc) ist das mit einem einfachen Faderbrett nicht so ohne weiteres "hausmeistertauglich" zu bekommen.

    - Nachschubproblematik - gibt es die verbaute Lampe in fünf Jahren noch wenn erweitert oder ein defektes Modell ersetzt werden soll? Oder hat der Hersteller bis dahin ganz andere Modelle/LED-Chips im Einsatz?


    Weniger pauschal zu betrachtende Faktoren wären noch:

    - Geräuschentwicklung - das ist sicher individuell zu btrachten.

    Da surren die 2kW-Brenner je nach Dimmer auf die eine Weise,
    LED-Vorschalten und Lüfter ggf. anders.

    - Kosten - natürlich praktisch wenn DImmer und Kabel schon da sind, und die Halogener in der Anschaffung deutlich günstiger sind.
    Bei den Mehrkosten der LEDs kommt neben dem Umklemmen der Netzleitung und der DMX-Verkabelung ggf. auch noch ein anderes Pult auf Euch zu - jede etwas professionellere LED-Lampe wird mehr als einen Kanal haben. Das ist mit einem herkömmlichen Tisch u.U. nur schwer zu verwalten.

    - denkt zusätzlich auch an eine Abschaltung der Dauerstromversorgung der LEDs, die laufen sonst nämlich 24/7 mit eingeschalteter Elektronik mit, auch in den Ferien. Das sind rund 8800 Stunden im Jahr, da kommen Kosten zusammen - wird oft vergessen...

    Jedes Watt an Standbyleistung sind grob 9 kWh, also je nach Tarif zwei bis drei Euro im Jahr.


    - Nachhaltigkeit - sehr streitbares Thema.

    Stromverbrauch auf der einen Seite, dafür sind die Dimmer und Infrastruktur schon da, und die Halogenlampen bestehen nur aus ein bissche Blech, einem Wolframdraht und Glaskolben in Keramiksockel plus Frontglas. Die LEDs sind am Ende ein Haufen hochkomplex herzustellender und zu entsorgender Sondermüll.

    Wie sauber der verbrauchte Strom nun wirklich erzeugt wird sei mal dahingestellt, unter welchen Bedingungen die LEDs und die zugehörige Elektronik hergestellt und am Ende entsorgt werden werden soll jeder selbst recherchieren.

    Wenn man den Energieaufwand für die Herstellung, den CO2 Fußabdruck der Handwerker bei der Neuinstallation der Anlage, das zusätzliche Material und die tatsächliche Nutzungszeit der Leuchten (und damit "echten" Stromverbrauch) in Relation stellt - dann gewinnen wohl die Halogener. Auch weil die Lebensdauer näherungsweise mit "unendlich" anzusehen ist, und der Service im Falle eines Defektes überschaubar.




    ABER:

    Ein echter Vorteil ist sicher der kreative Mehrnutzen der LEDs - zumindest falls Farbe ins Spiel kommen soll. Gerade im Theater ist mindestens kalt / warm ja grundsätzlich Thema, da muss man sonst teilweise Scheinwerfer doppelt vorhalten. Und jemand zum einfiltern auf die Leiter schicken, was ja vermieden werden sollte.



    Also - kein eindeutiges Ergebnis :-)




    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


    Lampen (konventionell):

    Arri ST1 und ST2 - definitiv top Scheinwerfer.

    DeSisti Leonardo - tut auch, finde ich den Lichtkegel nicht ganz so schön wie bei den Arris, ist aber subjektive Meinung


    Robert Juliat hat einiges an Theaterlicht, imho eine sehr ernstzunehmende Alternative.

    Lampen sind tendenziell kompakter, und es gibt mehr Auswahl bei den Optiken, teils auch wechselbar.



    Mit dem LED-Zeug hab ich nur bedingt Erfahrung, glaube aber dass man da nur das hochwertige Zeug ernsthaft in Betracht ziehen sollte.

    Haben vor zwei Jahren in eine (Neu-)Installation mal Arri L7C verkauft, da kam bisher nix negatives zurück. Die hatten damals vor allem des schwachen Hausanschlusses und der Kosten für Dimmer und Kabelverzug wegen auf LED gesetzt.

    Konventionell und LED hätte sich am Ende als Neuinstallation finanziell weitgehend die Waage gehalten..

    Vertriebe:

    Arri - trendco

    Robert juliat - lightpower

    DeSisti - Visionstage

    Manchmal fragt man sich echt was bei den Firmen los ist.


    Bestelliste mit 28 Positionen eingereicht, 27 davon falsch angeboten bekommen. Danke auch...


    Oder der verzweifelte Versuch bei einem neuen Lieferanten einen Schaltschrank mit Zubehör zu kaufen. Bestellung per Mail mit Verweis auf den Onlineshop abgelehnt. Registrierung im Onlineshop mit Verweis auf zu geringe Abnahmemengen abgelehnt mit Bitte um Bestellung per mail. Auf telefonische Nachfrage ob das ernst gemeint ist dann die Bitte um Bestellung per Fax. Bleibt spannend...

    Ich hab ja von Tontechnik echt nur rudimentär Ahnung, aber früher öfters mit den Deltamäxen zu tun gehabt.

    Die Dinger sind ein bisschen die Hilti in der Zahnarztpraxis. Loch bohren bekommst Du in jedem Fall hin, auch bis zum Knochen. Aber wirklich filigran kann der HT Treiber halt physikalisch nicht, da muss man ein wenig Nachsicht haben.


    Bei uns gibt es ein umsonst und draußen Festival in der Stadt, da wurde die letzten Male mit (liebevoll gepflegten) zwanzig Jahren alten Schnitten und teils noch analogen Tischen und Outboard die Hauptbühne beschallt. Zeitwert der Beschallungstechnik vermutlich unter dem Neupreis des teuersten FOH Tisches in den Ridern.

    Oh Wunder - alle Bands ausnahmslos vom Sound begeistert. Wäre mit aktuellen Produkten auch nicht besser geworden, und war es die Jahre vorher auch nicht.


    Solides Handwerk ist erstmal über weite Strecken nicht durch Technik zu ersetzen.

    Und vor allem Tracknamen in Klartext. Man konnte auch super Stücke kürzen oder mal einen Ausschnitt verdoppeln.



    Konnte man aber auch hervorragend missbrauchen. Ein Künstler hat unseren Tonmann mal von der Bühne aus saudoof angemacht. Zum Dank haben wir seine Playback MD dann in lauter kleine Abschnitte zerteilt, und in bunt geänderter Reihenfolge wieder zur ursprünglichen Anzahl an Tracks zusammengestellt. Wie man in den Wald hineinschallt so schallt es irgendwann aus dem MD Player wieder raus...

    Ich kenne es genau so - die geschilderte Lektion habe ich schmerzlich gelernt. 30mA RCD für hundert Meter Platz, incl zehn mal Essensstand diverser Kulturvereine und Bühne auf der anderen Seite. Da hätte es Kilometergeld statt Gage geben müssen... Da die VA wiederkehrend ist haben wir vom Veranstalter eine eigene abschließbare Dose ohne FI setzen lassen und seitdem ist alles gut.


    Seitdem wird bei allen Veranstaltungen grundsätzlich ein Abgriff vor dem ersten RCD gefordert, und erst nahe bei den Endverbrauchern dann einzelne RCDs gesetzt. Wird inzwischen auch grundsätzlich schriftlich auf die Notwendigkeit hingewiesen, und jegliche Verantwortung abgelehnt. Man kann bei sowas auch mal mit dem Duspol nachhelfen, in dem man beim Aufbau kurz den Fi "testet".

    Dann haben der Veranstalter und Elektriker noch ein bisschen Zeit, nachdem man zusammen nervös vor dem Kasten stand und nochmal Klartext gesprochen hat. Alles aus = kein Ausschank, kein Essen, kein Licht, keine Musik, kein Umsatz - das regt meist zum Nachdenken an :-)


    Bei uns ist ein FI - freier Stromanschluss definitiv wichtiges Thema beim Ortstermin, die Chance sich vor Ort umzusehen gibt es aber sicher bei vielen Jobs vor allem mit Livebands nicht.


    Ordentliche Verteiler/Verkabelungs-Strukturen bekommt man außerdem mit Material von der Stange nicht hin, und muss das für teures Geld bauen lassen oder mit entsprechender Fachkenntnis selbst fertigen. Da hängt es leider auch oft und die Firmen stellen sich selbst ein Bein.

    Mein Highlight war bisher ein 30mA RCD in einem vollgepackten 125er Abgang einer Powerlock VT, da gehen ganz schön viele Tageslichter plötzlich auf einmal aus...


    Da ist man als Fremdtechniker leider oft der Depp, weil gefühlt 95% der Firmen genau dieses Thema nicht verstanden haben. Neben ungeeignetem Material treten dann noch DAU und Elektroflachkraft bedauerlich oft in Personalunion auf, da ist man eher machtlos.

    Gibt noch das lichtler-forum.de von Michael Doepke als altehrwürdige mailingliste. Das ist ein erstaunlich "sauberes" Fachforum.


    Beim lampentreff wurde leider alles zugemacht. Es gab im Vorfeld zwar vielfach die Bitte die Inhalte zugänglich zu lassen, hat man aber scheinbar nicht für zielführend gehalten. Kannst ja mal bei Tobias alias Toto bei capital-lighting.de nachklopfen, der hat das Forum früher soweit mir bekannt betrieben bzw. federführend moderiert.

    rote Pille - blaue Pile.


    Entweder es ist alles wieder schön und gut, und Du vergisst die veranstaltungstechnik,

    oder Du folgst dem weißen Kaninchen in den Bau und dann bist Du in der Realität.


    Da kommt es extrem drauf an was Du aus Dir und der Situation machst.

    Ein Physikstudium dafür zu opfern ist aber rein statistisch betrachtet eher töricht.

    Ich denke es gibt deutlich mehr Bedarf an gut bezahlten Physikern als gut bezahlten Tontechnikern...


    Ich kenne außerdem ungefähr genausoviele Leute die eigentlich gerne aus der Branche rauswollen und nicht können, wie es Leute gibt die gerne reinwollen aber nicht da hinkommen wo sie wollen. Irgendwie paradox.


    Die Betriebshaftpflicht und der Werkzeugkoffer sind übrigens nur die kleinste sichtbare Spitze des Eisbergs.

    Dazu kommen dann Weggefährten wie der Steuerberater, die Berufsunfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung und die Schwergewichte wie Kranken- und Rentenversicherung.



    Insofern - such Dir Deine Lieblingsband aus, wenn die durch die Decke gehen bist Du dabei,

    ansonsten eben Studium durchziehen und schauen was passiert.

    So glamurös ist der Rock&Roll nicht mehr...

    Sie isses. Wobei nach Kollegenaussage der Verbinder selbst mitunter ein Problem darstellen kann, das ist ein eher lausiges Teil... Innen vier Zwillingslitzen die händisch verdrahtet werden. Nicht gerade Neutriks Sternstunde der Hardware Entwicklung.


    (so wie der NL 8 spookie, der auch nur mit 1,5 mm verdrahtet ist. Wenn dass die ganzen Kabelnazis wüssten... )


    Also evtl. einen cat6 doppelverbinder nehmen, und beim Ethercon die Tülle vorübergehend weglassen.

    Ist das Belden auch so aufgelegt, und spielt das bei 2x50m auch noch?


    Als letzten Ausweg mal mit einem massefrei Adapter (utp Patch + spookie) versucht?


    Ein Kollege hat mit seinem RAMCAT 5fach multi auch massive Probleme mit diversen namhaften Konsolen. Sind auch noch nicht dahinter gekommen woran das liegt. Am Preis und der mechanischen Beschaffenheit in jedem Fall nicht - das ist beides mit "amtlich" zu beziffern.

    Mal die Strippen durchgeklingelt, ob evtl. bei einer die Masse nur einseitig aufgelegt ist?


    Das kann je nach Hardware in der einen oder anderen Variante ggf. besser spielen, da scheiden sich die Geister (und Praxiserfahrungen)


    Ein Kollege im Haus hat mit seinen wirklich hochwertigen und hochpreisigen Leitungen immer wieder Probleme mit diversen Digitalkonsolen, während es mit "irgendwelchen" Leitungen auf Anhieb spielt.


    Denke in diesem Themenkomplex ist tatsächlich erheblich mehr HF-Technik im Spiel, als man auf den ersten Blick wahrhaben möchte.


    Das glaube ich eher mal nicht.

    Wieviele 6er BARs werden wohl noch in den Lägern liegen.?

    Nimmt trotzdem keiner mehr.

    Och, würde ich so nicht unterschreiben... Kenne ich eher anders herum. Wenn man welche braucht, dann gerne in Stückzahlen von 20-50, hat aber kaum einer in optisch erträglich und mechanisch gepflegt. Bekommt man dann von acht Zulieferern durcheinander, und jede Bar anders gebaut und verpackt.



    Bei 2/4/8 lites bin ich auch Analog Fan, allerdings sind die Dinger oft runtergeranzt und innen thermisch stark strapaziert. Ein Kollege hat auch lange geschwankt, aber am Ende einfach seinen Altbestand gegen fabrikneue "echte" blinder getauscht. Damit hat er die nächsten Jahre keinen Stress mit Reparaturen, und spart eine Menge Kohle. Dimmer und Kupfer ist eh vorhanden.


    Brenner sind natürlich Verschleißmaterial, aber im Vergleich zu Elektronikschrott eher umweltschonend zu erzeugen und entsorgen, außerdem seit Jahrzehnten mit gleichen optischen Eigenschaften. Die LED Kiste gibt es in fünf Jahren nichtmehr mit gleichen Features nachzukaufen falls eine krepiert oder geklaut wird, eine gestanzte Blech Kiste mit Kabel und ein paar Gabelschuhen vermutlich schon.

    Die neue L Serie von dynacord gibt es angeblich ab Ende der Woche beim thomann. Vielleicht mag ja einer das Ding auf Probe bestellen und testen. Der Preis ist gefühlt eher sensationell, dachte das wird zwei bis drei Drittel teurer.


    Achtung - Leistungsangabe beim T ist versehentlich doppelt so hoch wie bei dynacord angegeben...

    Dynacord hat ja mit der neuen L und C Serie technologisch ganz neue Modelle auch mit DSP am Start, da würde ich mal warten was noch nachkommt.

    ULPHTE von ultralite. Außer Lastmessung alles was gefordert ist. Preis leider keine Ahnung


    Für den Anwender der zumindest die pinbelegung der drehstromdose kemmt:

    Statt duspol würde ich ggf. den Beha Amprobe 2100 (früher Alphatest), je nach ausstattungswunsch alpha/beta/gamma bevorzugen. Find ich irgendwie sympathischer, warum auch immer. Der hat auch eine lastzuschaltung und messstellenbeleuchtung. Aber leider kein Schnäppchen.