Beiträge von yamaha4711

    Musiker konzentriert euch auf das musizieren, daß Studio kümmert sich um den guten Sound und hält euch den Rücken von Technikproblemen frei.

    Der letzte Teil dieses Statements würde ich gerne erweitern:

    ...der Dienstleister (Beschallungsfirma, Tontechniker, Studio) kümmert sich um...


    Ist es denn nicht so, dass auch wir (Dienstleister im Beschallungsgewerke, um dies evtl. nicht ganz OT zum Forum an sich stehen zu lassen) grundsätzlich in einem Strudel von do-it-yourself Mentalität sind und dies auch deutlich spüren.


    Sicher, eine BigBand wird wohl oder übel ein Studio buchen müssen, wenn das vernüftig ablaufen soll, ein Orchester wird wohl auch gerne gleich einen Konzertsaal anmieten, genauso wie ein Großevents wie Rock am Ring, Rock im Park oder Bands wie Bon Jovi, AC/DC, Eagles, u.a. lieber Profis haben und dazu einen professionellen Dienstleister wählen. Man wird da wohl niemals Feld-Wald-Wiesen Beschaller mit einer Garage voll Budgetmaterial finden, jedoch findet man diese Kategorie vermehrt auf kleinen Bühnen und Stadtfesten, selbst auf Events mit bis zu 1500 PAX, wenn eben nicht die Band selbst alles macht. Das ist leider so, denn der Preis entscheidet letztendlich; Qualität ist oftmals sekundär.


    Das Equipemnt, was vor 10-15 Jahren noch richtig Geld kostete, bekommt man heute für'n Appel und Ei (oftmals steht gar Apple drauf). So ein Homestudio gibt es heute in einem kleinen All-in-One Kistchen, das weniger als 1000€ kostet. Wenn der Newcomerband da nicht der Finger juckt, wann dann? Produzieren und sofort Youtuben, egal ob der Ansprüche und Qualität. Hauptsache mal rausgehaun.Ich seh und höre diesen "gestigen Dünnsch..." auch immer wieder zuhause, wenn unser Töchterchen sich mal wieder irgendeinen Mist ansieht und anhört. Da ziehen sich bei mir alle Fußnägel hoch.


    Wieviele der Musiker und Bands sind mittlerweile ohne Tonman unterwegs, weil sie sich von der Bühne selbst per Tablet mischen? Welcher Festzeltwirt sieht es nicht gerne, wenn er 4 Bierzeltgarnituren mehr stellen kann, da der Platz für das vermaledeite FoH endlich durch die siagenhaft Tolle Band eingespart wurde.


    Ich finde die Diskussion über so etwas irgendwie sinnfrei, genauso sinnfrei wie eine Diskussion darübe ob wir in der Branche durch andere übervorteilt werden und deswegen ein Preisverfall in dieser Hinsicht sich etablierte.


    Noch was zur Kreativität...

    War es nicht ABBA, welche damals schon sehr inovativ waren? Aufnahmendopplung mit leicht versetzter Abspielgeschwindigkeit, Aufnahmen im Badezimmer wegen der vorherrschenden Akustik und noch ganz andere schräge Dinge. Dies prägte deren Sound und das wurde niemals nicht (Badezimmer) in einem extra designten und sterilen Tonstudio in einer Akustikkabine produziert.

    Auch ist es doch so, dass viele Produktionen des Mainstreams heutzutage per MIDI und Streams an unterschiedlichen Orten auf der Welt produziert werden und erst ganz am Ende daraus etwas ganzes wird.


    So gesehen braucht man keine Tonstudios mehr. Nur noch kleine Kellerräume oder Besenkammern mit einem Compzter drin.

    (Achtung, dies ist nicht ganz ernst zu nehmen)

    Allerdings gilt dies meiner Meinung nach für die ganzen Retortenmusik und Fließbandproduktionen.


    Hmm... wo und wie produzierte Snap damals? Stichwort Projektstudios.

    Gut, damals kostete eine 02R mehrere Tausender und das konnte sich letztendlich auch wieder nur ein gewerbliches und gewinnorientiertes Unternehmen sich leisten, von der Recordinghardware (Alesis, Tascam) mal abgesehen. Heute gibt es dieselbe Menge und mehr an Schnick-Schnack in einer X18 Air Kiste vom Ohringer (inkl. Recording), welche man vom Sofa per Wischbrett bedienen kann. Die Ehefrau trällert dazu in ein t.bone Großmembraner, Autotune zieht das gerade. Bisschen Rhythmus dazu und fertig ist das Helene Fischer Double.

    Ja und ja.

    Letzteres heißt eben, dass die Tops das gesamte Frequenzspektrum wiedergeben und sich darauf gewisse Nachteile ergeben. Allerdings könnte man damit den Sub über einen AUX Weg oder sonst wie abgetrennten Ausspielweg separat und damit unabhängig von den Tops ansteuern. Kann manchmal von Vorteil sein.

    Alle anderen Systeme arbeiteten doch eher mit 90 oder 60 Grad Hörner, die einem die Arbeit doch sehr erschwert haben.

    Nö, denn d&b C4 macht 35x35°


    Konsequent bei allen ist mir aufgefallen das im Low Mid Bereich viel zu wenig war. Im Tiefbass fand ich es oft zu übertrieben... Ein Controller sollte doch eigentlich für ausgewogen Frequenzgang sorgen...

    Der Controller ist nur das Werkzeug, welches durch die bedienende Person eingestellt und (de)justiert wird, so dass es nach Gusto klingen mag. So gesehen kann der Controller am wenigsten dafür. Würde die bedienende Person einen guten Job machen, dann würde es auch stimmig klingen, sofern die Grundlagen (am System) vorhanden sind. In der heutigen Zeit ist es eben Mode eher auf Badewanne zu mischen als ausgewogen.

    Sind immerhin 317,5 kg, also gefühlt ne Tonne. Wuchte das mal auf Höhe.


    Dennoch stimme ich dem ganzen zu. Hornsysteme ala C4 hatten und haben immer noch ihre Berechtigung. So mancher Mittelständler (und kleinere) würde sicher eine bessere Performance liefern, wenn man nicht gleich immer und überall und da meine ich speziell die Stadtfeste und Zeltevents, ein LA hinstellt, das

    a) nicht auf Höhe kommt

    und b) einfach immer wieder zu kurz ist, weil man es nicht auf Höhe bekommt.

    c) der Betreiber meist auch noch keine Ahnung von der Materie hat.


    So ein Horntop ist deutlich fehlertoleranter als ein LA, bei meist besserer Performance in dieser Größenordnung. Allerdings sind 5000 PAX auf einem entsprechenden Areal, vor allem OpenAir, schon eine Ansage und so etwas würde ich aufgrund der einfacheren Handhabung (je 2 entsprechend lange Bananen) auch lieber mit einem LA machen wollen. Aber eben nur wegen des Handlings. Wenn allerdings das Rigging ein Problem ist, dann doch lieber Hornsystem, denn das funzt auch im Groundstackbetrieb.

    Es treffen hier zwei Welten aufeinander: die Welt des Musikers/Künstler und die des Technikers. Beide Welten sind nicht wirklich kongruent.


    Wenn da eine Gitarre mehr, ein Keyboard mehr oder ein Gastmusiker mehr am Start ist, dann ist das nie wirklich ein Problem. DIe Kiste mit den DIs wird selten leer sein und auch die Mikrokiste (irgendwo ist noch ein SM58/57) ebenfalls nicht. Auch Leitungen sind genügend da.


    Wenn allerdings aufgrund der Vorabplanung ein entsprechend kleines Pult gebucht ist und auch gewünscht ist (wenig Platz am FoH), dann ist eben bei Vollbelegung irgendwie Schlu0, denn hin- und herstöpseln ist definitiv ein no go, weil zu fehleranfällig.


    Ich würde dies zum einen davon abhängig machen,

    1. Wie ist die gesamte Stimmung. Wenn da ne Ätzband auf der Bühne steht, dann habe ich eben kein Spare dabei, ebenso wenn die Bezahlung so was von auf Kante genäht ist, dass man einfach auch keinen Handlungsspielraum mehr hat.

    2. Wenn bei der Nummer wirklich alles anders ist und über den Haufen geworfen wird, z.B. statt 2 Keyboards auf einmal 3 Racks mit je 3 Keybaords da stehen, Sonderwünsche beim Monitoring (ich will das aber in Stereo), die 4 Mädels mich nett fragen wo denn die Mikros für die Backingvocals stehen oder der Saxofonist noch 3 Kumpels mit Trompete und Posaune spontan mitgebracht hat und ja, die brauchen auch noch Monitor und die Mikros als Funke, ebenso das Monitoring als InEar. Alles schon erlebt.

    3. Das gebuchte Pult einfach nicht die noch zusätzlich notwendigen Kanäle hergibt.


    Wenn allerdings die eigene Truppe, deren Techniker man ist und auch den Rider konzipiert hat, sich nicht daran hält, dann würde ich denen auf die Finger klopfen.


    Auch finde ich diesen Ansatz außerordentlich wichtig:

    Und der oft zufindende Satz: "....diese Bühnenanweisung ist Bestandteil des Vertrags.....bei nicht Einhaltung..."

    geht ja auch in beide Richtungen, wenn alles geforderte gestellt wird und die Band sich nicht an die "schriftliche Absprache in Form der Bühnenanweisung" hält, dann kann der Veranstalter auch von der Band "Schadensersatz" fordern.

    Letztendlich bleibt es ja am Dienstleister hängen, denn der muss dafür srogen (oder auch nicht), dass die Show korrekt und vertragsgerecht über die Bühne geht.


    Wenn ich mich bei meiner Bank nicht an die vereinbarte Ratenzahlung halte, dann ist der dem Ratenvertrag zugrundeliegende Kaufgegenstand sehr schnell im Besitz der Bank. Da kann ich eben auch nicht mal einfach so die Rate kürzen oder später anweisen, so wie es mir beliebt.

    Eine Strippe, sprich Audioleitung, denn die sicherste Verbindung zwischen zwei Geräten ist und bleibt eine Leitung.


    Ganz nebenbei:

    Blauzahn ist ausdrücklich eine Kurzstreckenfunkverbindung. Jetzt darf man sich streiten, ob 10m noch Kurzstrecke sind.

    Blauzahn Audio ist nicht wirklich prikelnd. Tut fürs Handyheadset, im Auto und wegen mir für Hobbyanwendungen, um irgendwelche Audiospielzeuge untereinander zu verbdinden und um MP3 Material aus fraglichen Quellen abzuspielen. Da fällt das nicht auf. Bei CD allerdings schon und das auch ziemlich deutlich.

    Wirtschaftlich wird dies auch nicht sein, denn ordentliches Blauzahnequipment kostet auch ein paar Taler und ne Strippe ist deutlich günstiger.


    Weswegen soll das denn per Blauzahn geschen und ist dies unabdingbar und wenn ja warum?


    Anbei das was Tante Google wusste und damit man einen Einblick in die aufzuwendenden moitären Mittel bekommt:

    https://www.amazon.de/HomeSpot…autsprecher/dp/B07BMQR4YV

    https://www.technikempfehlung.…en-bluetooth-audio-sender

    https://www.thomann.de/de/klar…3-ig_yEAQYAyABEgIMtPD_BwE

    https://www.google.de/search?s…0j33i22i29i30.6ukZpbmNl7Y

    Und das dann mit dem Erdungsanschluss des Stromverteilers verbinden, richtig?

    An einem vernüftigen Aggi ist auch ein entsprechend gekennzeichneter Erdungspunkt. Da muss die 16mm² grün-gelb dran. Im Zeifelsfall beim Vermieter nachhaken.


    im Labor mit Spektrometer und Leistungsmesskopf vermessen und nichts besorgniserregendes festgestellt.

    Dann ist ja gut.



    Scanbereich ca. 2-2,5 m über Augenhöhe ist und am Ende des Geländes an einer blickdichten Holzwand endet. In den Himmel wird auch nicht geschossen,

    Auch dies klingt vernüftig.


    Ich habe bei Laser halt immer DAUs, Laien und Vollpfosten vor Augen, die nicht wissen was sie tun oder auf Krawall aus sind.



    Dann werd ich wohl noch ein paar Heizlüfter brauchen

    3-4 1kW PAR64 würden auch reichen. :)



    hab ich kurz überlegt, mit einem Adapterkabel von Schukostecker auf CEE-Kupplung (dort dann nur L1 und N belegt) in den Verteiler zu gehen

    Das würde ich lassen. Bitte den Verteiler so nutzen wie er auch erdacht wurde, also an einer voll und richtig belegten CEKON

    Also so ein Erdspieß tut nicht weh und ist auch schnell installiert. Also machen. Erde drum rum ein wenig anfeuchten.


    Bei 400 mW optischer Ausgangsleistung reicht das Dicke um am Auge Schaden anzurichten. Es muss ja auch nicht sein. Es reicht ja schon, wenn ein Gast behauptet. Dann bist du als Betreiber in der Beweispflicht, dass das Safe war.

    Im übrigen riecht das auch nach Chinakracher. Die DPSS da drin geben oftmals eine sehr hohe Leistung im IR Bereich ab, da ja IR Diodengepumpt und das wird nicht immer konsequenz weggefiltert und steht vor allem nicht auf dem Datenblatt. Man muss also davon ausgehen, dass die nicht sichtbare Laserstrahlung mitunter höher sein kann, als die angegebene sichtbare.


    Wenn du LSB bist, dann weißt du was du tust. Nochmal ein Punkt, weswegen man darüber dringend nachdenken sollte und deswegen dieses Gerät nicht einsetzen sollte.


    Zum Aggi zurück

    5% der Maximallast des Aggis.


    Und auch immer schön nach dem Tankinhalt sehen. Wenn das Aggi abstirbt, stirbt oftmals auch die daran angeschlossene Elektronik. Daher immer rechtzeitig nachschütten. Dies gilt vor allem für die Benzinerfraktion aus dem Baumarkt.

    Bevor ich mir Gedanken mache welches Aggi ich denn brauche, sollten vor allem Dinge über den Aufbau, Erdung und Verteilung der Last auf das Aggi klar sein.


    Vor allem habe ich persönlich Bauchweh bei Laser mit 50W Consumption am Eingang. Bist du LSB? Wer nimmt das Ding ab? Muss das denn sein?

    Lass lieber bunt mit LED blinken. Das sieht auch hübsch aus und du läufst nicht Gefahr anderen oder dir die Augen wegzubrennen.


    Ansonsten ein Industrie Diesel Aggi mit 20 kVA+, ohmsche Grundlast mit 5% und gut ist.


    Achso, je nach Aufstellort sollte man auch mal bei der Behörde von wegen Wasser- und Landschaftsschutz nachfragen. Es kann sein, dass du aufgrund dessen an der Örtlichkeit gar keinen Stromerzeuger betreiben darfst.

    Nun, das hier genannte ist nun in der Tat nicht sonderlich extrem.


    So ein Event ist nun mal ein Ort der Zusammenkunft von vieln tausend Personen und niemand weiß welche Intention jeder einzelne hat. Die meisten werden wohl wegen des eigentlichen Events vor Ort sein, doch ist so ein Massenevent eben auch Ziel für subordinäre Gruppierungen.


    Es liegt einfach in der Sache, dass immer eine Majorität zu leiden hat, wenn eine Minorität Unfag macht und man sich daher mehr oder minder sinnvolle Sicherhietsmaßnahmen ausdenken und etablieren muss. So gesehen kommt dies aber wiederum der Majorität zu gute.


    Ob dahingehend einzelne Maßnahmen verhältnismässig sind, sei mal dahin gestellt, denn unter dem Deckmantel der Sicherheit werden - wie schon angemerkt - oftmals auch bestimmte Vorteile für den Vorschreibenden generiert, so z.B. Gastro. Sicher kann eine Flasche als Waffe eingesetzt werden, doch es hat eben den netten Nebeneffekt durch das Verbot entsprechend Umsatz zu generieren. Zudem werden ja hin und wieder dann an den Verkaufsständen Flaschen oder Dosen ausgegeben. Naja...

    Auch die Garderobe ist so und so zu sehen.


    Was ich allerdings nicht vertsehe ist dann die Tatsache, dass immer wieder bei bestimmten Events Pyro mitgeführt wird und diese an den Sicherheitsschranken durchgeht Hier sollte unbedingt nachgefasst werden.


    Ich bin auch dafür, dass man solche Großevents einfach auch downsized. Ich persönlich fühle mich auf soclehn Riesenevents nicht wohl, auch aus dem Grund, dass ich den Künstler meist doch nur als Briefmarke sehe. Dann nehm ich lieber zu Hause auf dem Sofa Platz und schau mir das ganze auf dem SmartTV mit 7.1 an.

    Ein nettes Kuschelkonzert mit sagen wir mal max. 300 PAX hat für mich deutlich mehr Charme. Ob dies allerdings krawallsuchende Subjekte abhält ist natürlich fraglich, so dass man auch hier unebdingt auf so manchen Sicherheitsaspekte in Bezug auf mitgebrachte Gegenstände und Personen ein Augenmerk zu legen hat. Allerdings sollte dies aufgrund der kleineren Besucherzahl deutlich entspannter und besser funktionieren, was letztendlich auch ein Sicherheitsaspekt darstellt. Darüber sollte so mancher Eventanbieter und Veranstalter auch mal nachdenken. Lieber kleiner und mehr als weniger und riesengroß.


    Noch was zum Thema Powerbank.

    So eine Powerbank kann nicht nur als Wurf- und Schlagwaffe eingestzt werden, sondern könnte auch in ihrer ureigenen Bestimmung teilweise als Sprengwaffe dienen. Wenn man sich mal vor Augen führt wieviel Energie in diesen Kästchen gespeichert wird, da wird mir himmelangst. Es ist zwar nicht an der Tagesorbung, dass Handyakkus (welche deutlich kleiner sind) anfangen zu brennen oder gar zu explodieren, doch man könnte mit geeigneter Manipulation so etwas durchaus gezielt provozieren,. Von daher halte ich es für durchaus richtig vor allem solche Energiespeicher zu verbieten.

    Wie schon so oft stellt sich nicht die Frage ob es so sein wird, sondern wann es so sein wird.


    Die KI ist heute schon, im Vergleich zu vor 20 Jahren, sehr weit und wenn man dem mooreschen Gesetz auch hier traut, dann sollte diese Entwicklung exponentiell vorangehen, so dass wir immer schneller die Grenzen dahingehend erweitern und sich manche Dinge dann letztendlich wegrationalisieren oder im positiven Sinne wir mehr Zeit für gänzlich andere Aspekte haben, welche bisher total vernachlässigten wurden.


    Ich persönlich finde eine solche Entwicklung gar nicht so schlecht, denn wie schon geschrieben, uns werden lästige Dinge abgenommen und wir können uns dann mehr oder minder auf "Assistenzsystreme" zurück greifen, welche dann immer besser und feiner funktionieren werden. Wenn man sich die Automatikmischer aus den 90ern gegen die heutige Generation ansieht/anhört, dann funktionieren diese Systeme mittlerweile recht gut, so dass so manche Konferenz allein mit einem solchen Tool managerbar ist, ohne dass es irgendwie piept.


    Schielen wir mal auf die KI beim Schach. Primär ein Spiel, welches der reinen Logik folgen sollte und daher strikt berechenbar ist. Dennoch siegte der Mensch oftmals über die Maschine, da der Mensch unberechenbar ist und auch emotional reagiert. Das kann eine Maschine nicht und dennoch besiegen heute KI Systeme Großmeister und auch Weltmeister, da sie mittlerweile sich solche emotionalen Züge merken und ebenfalls darauf reagieren. Es ist wie es ist: Ein Lerneprozess und dieser Prozess braucht Zeit. So ein KI System kann mit der Zeit sicher auch Erfahrung aufbauen und diese Erfahrung gewinnbringend einsetzen. Dies kann gar in einer spontanen, kreativen und unberechenbaren Reaktion enden.


    Lass wir uns überraschen.


    Ich finde es jedenfalls sehr sehr spannend.

    Beschreib doch mal bitte wie und mit welcher Hard- und Software du das genau realisierst. Meiner Erfahrung nach geht das selbst mit SIM nicht so einfach.

    Volle Zustimmung. Das ganze kann im Idealfall nur eine Hilfestellung bieten, aber nicht mehr. Sicher "hören" solche Meßsysteme Gruppenlaufzeiten genauer, Phasenverschiebung besser und zeigen auch Unstimmigkeiten im Frequenzgang auf, doch letztendlich muss man das alles immer noch selbst entscheiden.


    Als "Meßsystem" hatte ich mich mal zu Anfangszeiten auf ein ADF4000 von Sabine verlassen, welches mir den Frequenzgang linearisieren sollte und eben für das Timealignment sorgen sollte. Ich fand dann schnell heraus, dass das mehr oder minder für die Tonne ist und man sich in letzter Instanz immer auf seine zwei Ohren verlassen muss und auch wenn möglich eine zweite qualifizierte Meinung einholen sollte.


    Ich kenne kein Meßsystem, welches automatisch alles richtig macht. Ich dachte mal hier fragen, ob jemand anderes mehr weiß.


    Erstaunlich finde ich jedoch, dass im Mastering/Studiobereich es schon Software gibt, welche eben einen "Einheitsbrei" erstellen kann. Ich bin auch erstaunt gewesen, als ich mal wieder an DJ Software rumgfespielt hatte und mir mal eine kostenfreie DJ Sofftware geladen hatte. Das Ding passte Loops und andere Effekte beatgenau und gar fast musikalisch an. Allerdings ist das nicht mir einer live Tonmischung zu vergleichen.


    Und ja, die Diskussion dort ist mittlerweile für die Tonne.

    Das mit der doppelten Verneinung fiel mir auch auf. Da war dann der erste Entwurf passender. Will sagen, dass eben aus der oben beschriebenen Situation dies eben nicht durch eine KI leistbar ist (im Moment) und dass eben deswegen der Mensch am Pult dafür gerade zu stehen hat. Dies kann oftmals gut gehen u nd sich toll anhören, manchmal (auch schon selbst erlebt) kommt dabei aber eben doch mal ein suboptimales Ergebnis dabei raus.

    Vielleicht liegt der schlechte Sound über den du jammerst

    Ähm, sorry aber ich jammer nicht, gar nie nicht. Ich hatte dieses Thema lediglich aus dem anderen Forum aufgegriffen und bin eben auf die Möglichkeit von KI Mischsystemen zur evtl. Abhilfe gekommen. Nicht mehr, nicht weniger.

    Wann war ich das letzte mal auf einem Konzert, das ich nicht selbst betreut hatte? Ohje..... Lang wars her. Ich meine das letzte war Jan Delay and Friends mit einem Klassikorchester dabei. Das war tontechnisch erste Sahne, egal wo man sich hinstellte. Indoor.


    die Problematik bei Großkonzerten eigentlich fast immer die mehr als ungünstige Akustik

    Für Indoor mag das zutreffend sein, auch für das eine oder ander (Fußball)Stadion, aber für reine OpenAir VAs auf freiem Platz? Sagen wir mal Canstädtere Vasen oder Nürburgring oder Wacken, etc.

    Die Gefahr bei solchen Lösungen ist ein klanglicher Einheitsbrei

    Dessen bin ich mir sehr wohl bewusst, doch ist es nicht im Mainstream schon lange so, dass - vor allem die Retortenbands - allsamt irgendwie zu Einheitsbrei geworden sind?


    Es soll ja auch erst mal nur eine Grundlage darstellen, dessen man seine persönliche Note aufprägen kann. Beim Systemtuning funktioniert das ja auch mittlerweile mehr oder minder gut. Meßmikros positionieren und dann den Automatikknopf drücken. Irgendwas kommt dabei schon rum und davon ausgehend passt man individuell an.


    Allerdings bezweifle auch ich, dass sich unsere Arbeit bzw. unser Arbeitsplatz dadurch nicht wegrationalisieren lässt und man immer zwei Ohren mitsamt dazwischensitzender biologischer Signalverarbveitung benötigt.


    Dennoch, um auf den Titel zurück zu kommen, könnte ein solches System letztendlich, sofern es funktionieren würde, eine VA diesbezüglich retten, wenn eben zu wenig Erfahrung mit am Start ist oder man einfach mal einen schlechten Tag erwischt hat. Sozusagen als Peilhilfe.

    Kuckst du Link im 1. Post


    Daraus folgte meine Überlegung zum autonomen KI Mischgerät und daraus folgend ob dies evtl. eine Option wäre, um eben keinen suboptimalen Sound bei VAs zu haben, sondern einen definierten Standardsound zu generieren, welchen man mit definierten pers. Geschmacksanteilen noch würzen kann.


    Ansonsten kann ein MOD das auch gerne umbenamens oder abtrennen. Kein Ding.


    Zum Thema KI Mischgerät.

    Sicher ist Musik ein hochkomplexes Arrangement, vor allem auch wegen der emotionen, welche eine KI einfach nicht leisten kann. Jedoch könnte so eine KI evtl. einen Grundsound in Summe definieren/erstellen, welcher immer gleich klingt, egal wo. Ähnlich wie in der Systemgastro, wo ja jeder Burger egal an welchem Ort immer gleich schmecken soll.

    Ich verlinke das hier mal und stelle es auch hier zur Diskussion.

    https://www.musiker-board.de/t…ssveranstaltungen.693617/


    Letztendlich würde mich folgendes interessieren, kann dann gerne im Thema geändert oder auch abgetrennt werden:

    Zitat

    Dahingehend wäre es mal interessant ein voll autonomes Mischsystem zu konstruieren, welches aufgrund von rein messtechnisch zu erfassenden Parameter das System tuned, einstellt und letztendlich auch abmischt. Cancel ich gerade meinen Arbeitsplatz?!

    Gibt es denn so etwas irgendwie? Ich meine damit keine Automatikmischer im herkömlichen Sinne, wie dass bei einer Konferenz einfach die vorhandenen Mikros hoch- und runtergepegelt werden, sobald da ein Signal anliegt. Ich denke da eher an eine adaptive Pegelung nebst EQing, FX mal außen vor und dem Pegeln der Gruppen bzw. Solis vollautomatisch, sofern man dem System noch ein paar Grundparameter mit auf den Weg gibt, sozusagen als fixe Presets (Jazz, Klassik, Rock, Schlager, etc.)


    Sozusagen ein Mischgerät mit KI.

    Wir haben auch schon Leute direkt vom Platz gestellt, das wirkt sich durchaus positiv auf die Motivation der verbleibenden Crew aus...

    Ein nicht wirklich zu unterschätzender Ansatz.


    Allerdings übersieht man auch immer wieder gerne die Grundregel allen Miteinanders: Den Umgangston, sowie auch die ehrliche Selbsteinschätzung und Qualifikationseinschätzung einer anderen Person.


    So ein Gig funktioniert eben nur dann gut und rund, wenn das Miteinander klappt.

    Wenn ich also schlecht gelaunt bin, dann überträgt sich das.

    Wenn ich eine Person falsch einschätze, dann über- oder unterfordere und damit wird diese Person ineffizient arbeiten.

    usw. Alles reine sehr psychologisch.


    So ein Gig funktioniert auch um so besser, wenn die Crew schon länger zusammen arbeitet und genau weiß was wann wie wo zu tun ist. Fremdpersonal bringt das ganze oftmals durcheinander und damit klappen die Arbeitsabläufe nicht mehr. Dies erzeugt auch wieder Frust.


    Ich würde nie Fremdpersonal an potentiell relevante Positionen setzen oder diese Schlüsselfunktionen zuteilen, geschweige denn Arbeiten ausführen lassen, welche nachweißlich überlebenswichtig sind. Dein Grundirrtum besteht darin, dass du davon ausgehst, dass "qualifiziertes Fachpersonal" von einer "qualifizierten Fachfirma" angemietet "qualifiziert" funktioniert. Nein, das tut so nicht.


    Auch sollte man sich tunlichst im Vorfeld darüber informieren wie und wo das Personal von der vermittelnden Fachfirma rekrutiert wird und wie das Arbeitsklima dort ist. Ich sage nur Zeitarbeit.


    Daher immer im Vorfeld sich die Zeit nehmen die Person zu prüfen und sei es im Lager bei einem Testaufbau, um auch zu sehen wie die Person mit dem schon etablierten Team zusammenarbeitet und sich dort einfügt.


    Der Kostenfaktor für dies und auch der Kostenfaktor der dann gefundenen Person muss dann nur noch im Verhältnis zum Auftrag stehen.

    Ich bin ja auch so ein Altjünger und brauchte meine Zeit zur digitalen Umstellung. Ich finde die Diskussion, vor allem heute, ein wenig müsig, da es meist nicht (mehr) an den Pulten liegt, sondern eher an den Schallwandlern und vor allem auch oftmals an den Kisten dazwischen, sprich den Endstufen. Die billigen Ampmodule mit ihren unausgegorenen Schaltungen, egal ob schlecht designtes SNT oder miese Filter nach dem PWM Teil, machen meist einen harten und metallischen Klang aus. Das liegt also meiner Meinung nach nicht am Digitalpult, sondern eher an den verwendeten Endstufen im unteren und mittleren Preissegment. So ein A&H Qu oder Sq spielt und das sehr ordentlich. Gar Kisten wie eine Beridas M32/X32 klingt ordentlich. Also die Pultfrage kann ich so nicht unterschreiben.


    Ich persönlich höre keinen signifikanten Unterschied zwischen einer Powermate oder K3 und einem ollen Tascam DM24 oder einer Sq, wohl aber zwischen einer Powersoft und einer Dynacord L Serie (die Analoge). Hier zu sagen signifikant wäre gelogen, jedoch ist ein unterschied durchaus hörbar, welcher sehr deutlich wird, wenn man dann LAB Clone oder andere Chinakracher aus dem Regal zieht.

    Allerdings wird dies wiederum nebensächlich, wenn die schwarzen Kisten mit den Pappen drin einfach - sagen wir mal - bescheiden sind. Dann fällt das alles sowieso nicht mehr ins Gewicht.