Beiträge von zegi

    ich denke nach wie vor, dass die beste lösung gegen zu laute DJs ein kräftiges monitoring ist. wie sagte Gert so schön?: der DJ muss angst bekommen, wenn er zu weit aufdreht ;-)

    Das hilft auf jeden Fall. Und wenn der DJ dann noch die Subs gut fühlen kann, ist das doch die halbe Miete.

    Gerne Wora. Ich habe soeben die Messreihen hier entdeckt, und da ich sowieso am Abend in der Werkstatt arbeite, habe ich das direkt kurz aufgebaut und gemessen.


    Ja, dass wirklich sinnvollste ist die Pegeldämpfung der XLR Ausgänge von einem Mixer. Es ist eigentlich egal ob man dazu passive Widerstandsdämpfer hernimmt, oder halt eine Trafobox. Aktive DI ohne Pad haben oft nur 6dB Dämpfung, und fangen schnell an zu clippen. Eine AR133 beispielsweise ist am Keyboard schon bei 9dBu zu, dass kann ohne -20dB Pad ganz fies zerren.

    Die von Dir erwähnte passive Monacor DIB-100 ist eine Topsache. Die macht immer 20dB Dämpfung, klingt gut, und ist sogar recht hochohmig im Eingang.

    Vielen Dank, rockline!


    Im Prinzip müsste man die Pulte im Verleih "modden", sprich die Widerstände direkt ins Pult bauen, dass man den gewünschten Maximaloutput hat. Es darf aber meiner Meinung nach nicht sein, dass nachher das Pult überfahren werden muss, damit noch die 0dB erreicht werden können. Sonst lehrt man den DJ ja das Gegenteil von dem, was man möchte.


    Eigentlich wäre eine Liste hilfreich, aus der man zu den verbreitetsten FOH und DJ Pulten die Werte ablesen kann, wie hoch die am Ausgang spielen können und welche Input-Werte die noch verarbeiten können. Damit könnte man sich auf die Schnelle die wichtigsten Anpassungen vorbereiten.


    Wäre nicht die einfachste Weise, einen Vorverstärker zu wählen, der extrem hohe Pegel verträgt und damit den Level auf ein Mass runter zu regeln, dass für die nachfolgenden Geräte passt? Am besten mit einer grossen, aussagekräftigen LED-Kette.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass mit der Idiotenbremse auch nicht wenige Bands im Zaum gehalten werden.


    "Idioten" sind die Beschallungsteilnehmer, die technische und gesundheitsrelevante Tatsachen ignorieren, um ihr Ego zu zelebrieren. Die Anzahl Fader am Mischpult sind nicht das entscheidende Kriterium.

    Hallo zusammen


    Ich bin gerade dabei ein Controllersetup für eine EAW KF600i (3 Wege aktiv) zu programmieren. Nebst den Filtern steht dort auch ein Gain-Wert. Jetzt bin ich nicht ganz sicher, auf welche Voraussetzung dieser Gain-Wert sich bezieht. Ist das auf ein EAW-Standard-Amprack ausgelegt und damit werden die Endstufenkanäle auf die Treiber angepasst, oder sind das "kosmetische" Eingriffe, um die Treiber aufeinander abzustimmen?


    Für mein Amprack mit drei Yamaha P7000s und habe aufgrund der Leistungsdaten bereits Gain-Werte berechnet, wie die einzelnen Treiber die richtige Leistung abbekommen.


    Besten Dank für eure Einschätzung.

    Nachtrag: wenn der DJ seinen eigenen Krempel mitbringt, muss man sich eben die 15 Minuten zusätzlich einplanen, damit eben der Techniker mit dem DJ zusammen die Anlage kurz checken kann und ggf. Anpassungen vornimmt, damit der Ausgangspegel des DJ-Mixers passt.


    Diese ganzen Horrorszenarien mit DJs kenne ich nur von absoluten Einzelfällen. In der Regel kann man das in einer Ruhigen Minute vor dem Event klären. Das schnallen bei mir sogar die Teenies an den Kinderdiscos.

    0dB was?

    0dBFS? 0dBu? Nominalpegel = +4dBu? Oder doch -10dBV? Oder gar +6dBu?

    Die legalen Grenzwete sind A-Gewertet, also Frequenzabhängig. Das passt dann schon gar nicht mehr zu irgendwelchen flackernden Lämpchen am Pult. Ganz abgesehen von den zeitlichen Konstanten die mit einbezogen werden müssen.

    Das kann mir doch als DJ in diesem Moment völlig egal sein. Das Pult steht dort, der Techniker hat das eingerichtet.

    Ich spiele Musik und fahre maximal 0dB am DJ-Mixer, der Rest ist Sache des Technikers. Ausser natürlich, er erklärt mir vorher, wie er das gerne haben möchte - dann mache ich das auch so.


    Als DJ habe ich auch nix mit der dB-Messung zu tun (ganz egal, wie komplex das sein mag). Auch das ist Sache des Technikers vor Ort.



    Anders herum, wie man sich das als DJ vorstellt, wie es optimal wäre:


    - Es steht das dort, was abgemacht wurde

    - Das Zeug ist auf einer guten Höhe positioniert und steht sicher

    - PA und Monitor sind sinnvoll gestellt

    - Es funktioniert alles

    - Es gibt ein "Spare" Gerät, falls mal ein Player aufgibt

    - Man trifft sich eine Stunde, bevor es los geht, richtet sich gemütlich ein, trinkt mit dem Techniker einen Kaffee und bespricht allfällige Spezialitäten des Ladens und eben auch, wie das mit der Lautstärke geregelt wird ("schau mal, hier haben wir das Disyplay. Du darfst da maximal bis XY dB fahren, sonst regelt das System auf XZ dB runter." Manchmal gibt es Einschränkungen ab einer gewissen Zeit. Auch, wie man am Ende aufhört, wird idealerweise kurz abgesprochen ("Ich spiele um XY:XX den letzen Song, danach bitte die FL-Beleuchtung anwerfen"):


    So Zeug halt.


    Innerhalb von "meinem" Spielraum will ich dann die Lautstärke selber reglen und mag es gar nicht, wenn mir dann der Techniker vor Ort reinpfuscht. Ich halte mich konsequent an das Limit und fahre nur bis 0dB. Deshalb gibt es dann auch keinen Grund, mir ins Geschehen einzugreifen.

    @ Tobias: In der Schweiz ist es ja so, dass der maximale Schalldruck per Verordnung definiert ist. Das ist zwischen 93 bis 100dB, je nach Bewilligung und Auflagen, die damit verknüpft sind.


    Da finde ich es logisch, wenn der Tontechniker dafür sorgt, dass ich mit 0dB am DJ-Mixer den Grenzwert erreiche. Wenn ich dann bei 0dB 130dB erreiche, hat jemand seinen Job nicht verstanden.


    Ein DJ ist nicht mit dem Tontechniker zu vergleichen, sondern mit einem Musiker. Der Musiker ist am Ende auch nicht für den Schalldruck det PA verantwortlich.


    Ich bin mit allen Konsequenzen für den DJ einverstanden, wenn er das Pult überfährt. Aber bei 0dB am DJ-Mixer sollte der erlaubte Maximalpegel erreicht sein. Alles andere ist vergleichbar mit dem Gitarristen, der immer wieder den Amp lauter macht.

    Ok. Meine Erfahrungen gehen zum grössten Teil auf die prä-Digitalpult-ära zurück. Also nix digitale Stagebox.


    Wir sprechen demfall nicht von der gleichen Ausgangslage. Mir ging es bei meinem Post um Setups, die vom DJ verlangen (!) dass er den Mixer maximal ausfährt, da sonst der geforderte Pegel nicht erreicht wird (der ist in der Schweiz ja schon lange genau definiert).

    Ich hab' ja auch lange aufgelegt in der Liga 400 - 3000 Nasen und dort ist mir auch im umgekehrten Sinne so einiges untergekommen. Der Klassiker waren ungenügendes Monitoring (entweder kein Monitor, suboptimal positioniert oder nicht regelbar). Gefolgt von Logikfehlern im Aufbau (DJ an sehr unpassenden Orten), sowie blödsinnige Setups. Zu letzteren gehört auch das hier genannte Dämpfungsglied nach dem Mixer. Ich pflegte stehts den Mixer zum Höhepunkt des Abends gegen 0dB auszusteuern. Davor startete ich leiser, um auch mit der Lautstärke die Dramaturgie zu steuern. Wenn dann aber mit 0dB kaum was aus der PA kommt, was dann? Es kamen dann auch schon Techniker zu mir, um den Master so hoch raufzuschieben, bis die Kette komplett im Roten stand.

    Da soll noch einer vom DJ verlangen, dass er das verstehen soll. Und gerade das habe ich oft erlebt, dass ich Seitens der Technik quasi gezwungen wurde, deutlich über 0dB zu gehen. Andere Techs hatten den DJ Mixer über ein FOH Pult geroutet und machten aus demselben Grund lauter, was schliesslich mein Konzept ruinierte.


    Und alles immer nur, weil man stumpf davon ausging, dass ich dem Mixer bis zum Anschlag aufdrehen würde. Und bei all den Gigs (es waren doch einige!) kam es nur ein, zwei mal vor, dass ein Techniker mit mir vorher über die Lautstärke gesprochen hätte.


    Am besten gelöst fand ich es immer, wenn die hauseigene dB Messanlage den Durchschnitt berechnete und bei Überschreitung langfristig den Pegel massiv senkte. Mit dem Display war immer klar, was noch geht und was nicht. Ich weiss grad nicht, wie das System heisst, es war aber in die Richtung wie die Idiotenbremse.


    Für mich als vernünftiger DJ war es damit möglich, von Anfang an meinen Pegel einzuteilen. Selbstredend war die PA entsprechend so dimensioniert, dass sie bei Erreichen des Grenzwertes auf der Skala noch sauber und entspannt klang. Das kommt dem Publikum, dem Techniker und dem Material zu Gute.

    Das Ein/Ausschalten ist vermutlich schädlicher für das LM als ein, zwei Stunden zu brennen. Ich schalte die Lampen jeweils ab, lasse 15min die Lüfter laufen und bewege die Heads erst dann. So hoffe ich, dass die LM geschont werden.


    Die TAS müssten baugleich mit den ProSpots von Coemar sein, die Anleitung und DMX Belegung habe ich hier gefunden:


    http://www.coemar.com/products/prospot-250-lx/


    Pan und Tilt funktioniert einwandfrei, sowie das rotieren der Gobos (CH 11) welches ich hören konnte. Mein Versuch bestand nun darin CH 6, 7 und 16 auf den Wert 255 zu setzen, jedoch kam dadurch kein Licht durch die Linse.

    Ich hatte auch schon "baugleiche" Lampen hier, die zwar von der Optik und von den Funktionen her identisch waren, sich aber amhand von kleinen Details unterschieden haben. Da war z.B. die eine oder andere Farbe auf dem Farbrad anders oder die kamen in einer anderen Reihenfolge und die DMX-Kanäle waren nicht alle 1:1 gleich.


    Wenn man davon ausgeht, dass die DMX-Belegung so ist wie beim Coemar, dann müsste der Head mit 6, 7 und 16 funktionieren.


    Es steht dort noch etwas davon, dass man am Panel des Heads die "lamp off" Funktion deaktivieren kann. Das würde ich tun, um einen Fehler auszuschliessen. Dann kannst du den Kanal 16 mal vergessen. Danach würde ich versuchen herauszufinden, ob die anderen Kanäle der DMX-Belegung entsprechen. Bei Pan/Tilt ist das ja einfach, bei den anderen z.T. leider unmöglich.


    Und dann halt auf gut Glück mal alle Kanäle, bei denen nix im Head passiert (Gobo, Farbradgeräusche) auf 255 setzen und mal schauen, was passiert.


    Dann ggf. einzelne Kanäle langsam von 255 wieder auf 0 fahren und beobachten. Es ist dann halt wirklich etwas fummelig. Aber wenn die Lampe brennt und sich der Shutter öffnet im Demo-Modus, dann muss es ja mit der DMX-Steuerung ein Problem geben.


    Bist du übrigens sicher, dass das DMX-Pult sauber arbeitet? Und das DMX-Kabel auch keinen Defekt aufweist?

    Wenn das Signal einmal verzerrt ist, bleibt es verzerrt, unabhängig von der Grösse der Anlage, die nachher dran hängt.


    EIn System wie die Idiotenbremse ist sicher eines der zuverlässigsten Patente, die Anlage vor mutwilliger Zerstörung zu schützen. Alternativ kann auch das Verursacherprinzip helfen - wers kaputt macht bezahlt dafür. Aber auf Einsicht würde ich nicht bauen.