Beiträge von zegi

    Moin


    Man ist wohl alt, wenn der Sohn sein erstes Car-Hifi-Projekt am Start hat. ^^



    Jedenfalls will mein Sohn sein Fahrzeug audiomässig etwas auffrischen. Es soll ein Subwoofer rein und auch die Mittel/Hochtoneinheiten sollen durch bessere Treiber ersetzt werden.


    Der Anspruch ist nicht High-End, aber es soll am Ende trotzdem schön klingen.


    Es handelt sich um einen Kleinwagen. Der Platz für den Subwoofer ist begrenzt. Mein Sohn hat (afaik) mindestens 6 Ampkanäle und ein Auto-DSP steht ebenfalls noch auf der Einkaufsliste.


    Für den Subwoofer konnte ich einen alten 15" Treiber entbehren, der ursprünglich aus einem RCF 15"/2" Fullrange-Top stammt. Leider kennen wir den genauen Typen nicht.


    Kennt sich jemand mit Car-Hifi aus und könnte mir/uns ein paar Anfänger-Tipps geben?



    Vielen Dank!

    Im Zirkuszelt im Sommer hier in Wien gabs vor jeder Vorstellung, also zumeist zweimal täglich, eine feuerpolizeliche Abnahme der Spielstätte. Jeder Feuerlöscher, Fluchtweg usw. wurde da jedes mal kontrolliert und abgenommen.

    Wenn man das hochskaliert auf jede Veranstaltungsstätte, wäre das kaum praktikabel. Die Kantone hier waren offensichtlich sogar damit überfordert, 2-Jahreszyklen einzuhalten.

    Ich muss jedes Jahr schmunzeln, wenn bei den ersten drei Schneeflocken jeder seinen kleinen Schneepflug oder seine kleine Scheefräse aus der Garage holt und damit stundenlang etwas vom Schnee befreit wird (, was man pragmatisch betrachtet gleich schnell mit einer Schaufel hätte tun können).


    Aber ich gönne es ihnen. Sie haben offensichtlich so einen "Kindheitstraum-Moment".

    Die 40 (bisherigen) Todesopfer wurden identifiziert. Wenn man die Opfer nach dem Alter aufschlüsselt sieht das so aus:


    - 14 Jahre - 2

    - 15 Jahre - 6

    - 16 Jahre - 9

    - 17 Jahre - 3

    - 18 Jahre - 6

    über 18 Jahre: 14



    Es waren also viele Kinder unter den Opfern. Wie die Zahlen bei den Verletzten aussehen, weiss man vermutlich noch nicht.

    Das Video hat auch bei ca. 15 Sekunden einen Schnitt. Ist der zweite Teil des Videos evtl. chronologisch gesehen eigentlich der erste Teil?


    Es ist verstörend die Leute so zu sehen mit dem Wissen, was nachher passieren wird.


    Trotzdem ist es am Ende nicht die Schuld der Gäste. Es ist in unserer Kultur nicht verboten, sich bewusstlos zu betrinken. In einer Bar muss das also möglich sein, ohne dass man deswegen stirbt. Entsprechend ist der Veranstalter/Betreiber der Location in der Pflicht, den Ort zu sichern. Es ist ausserdem u.U. auch nötig, Gästen einen weiteren Ausschank zu verwehren oder sie nach Hause zu schicken, wenn sie eine Gefahr für sich und andere werden. Dafür gibt es in der Regel die Security in solchen Lokalen.


    Wenn man wegen solcher Szenen die Schuld den Gästen gibt ist es dasselbe, wie wenn man einer Frau wegen ihrer Kleidung die Schuld für eine Vergewaltigung gibt.

    Auch hier bitte Vorsicht: die Schweiz hat eine andere Auffassung gegenüber Deutschland, was ein Unternehmer ist und was nicht

    Das musste ich neulich schmerzlich erfahren. In der Schweiz gelte ich als Einzelunternehmer für die Steuern als Privatperson, am Zoll als Firma.

    Es ist ja umgekehrt in etwas das Gleiche. Ich hatte mal in einem relativ kurzen Abstand 2 Gigs in Deutschland. Beim ersten Gig habe ich das Ganze mit dem Behördenwahnsinn gemacht (Beim angemeldeten Carnet darf man nichts mehr weglassen oder hinzufügen). Das hatte mich ziemlich gestresst. Auch nach dem Gig so um 3.00 Uhr am Zoll das Formular abstempeln lassen mit der Möglichkeit, dass du danach einmal alles zu 100% ausladen und kontrollieren lassen musst, ist sehr ungeil.


    Jedenfalls hatte ich beim zweiten Gig entschieden, das vollständige Equipment von einem lokalen Anbieter stellen zu lassen. Ich hatte diese Entscheidung nicht bereut.


    Die Sache mit dem Zoll und dem Carnet und dem ganzen Rundherum mag Sinn ergeben, wenn man eine Tour macht und länger im Ausland spielt, oder eben für grosse Produktionen, wo sich Profis um die Behördensachen kümmern.

    Der "Blick" ist zwar eine Boulevardzeitung, aber hier wurde der Ablauf ziemlich gut nachvollziehbar abgebildet: LINK


    Demnach brach das Feuer um 01.26 Uhr aus. Zwischen 01.30 und 01.32 Uhr ist der Keller im Vollbrand.


    So wie es sich liest, wurde der Brand erst nach ca. 2 Minuten als bedrohlich wahrgenommen.


    Die Parallele zum Brand im Station Club sehe ich auch (wurde immer mal wieder als Vergleich genommen). Auch dort breitete sich das Feuer in einer Geschwindgkeit aus, die man als Laie nicht für möglich gehalten hätte.

    Vermutlich brauchen die Leute in so einer Situation einfach eine ganz klare Ansage: "Verlassen Sie den Raum sofort. Gehen Sie zügig zum nächsten Notausgang."


    Und diese Ansage muss man wohl mindestens in der Landessprache und auf Englisch machen. In Crans Montana wäre wohl nebst Französisch auch Italienisch und Deutsch noch nötig gewesen.


    Musik aus und Putzlicht an würde auch extrem helfen, dass das schneller geht.

    Das ist krass und macht sprachlos. Ist es demnach gar nicht möglich, solche Akustikelemente "sicher" zu verbauen?


    Wie müsste man das sonst lösen? Müsste man Steinwolle für die akustische Optimierung benutzen?

    Gemäss vielen Berichten waren in der Bar viele Leute zwischen 16 und 18, bzw. auch sonst ein sehr junges Publikum. Einige waren vielleicht zum ersten mal im Ausgang.


    Diese Menschen haben wenig Lebenserfahrung. Die haben kaum eine Ausbildung zur Brandbekämpfung oder erster Hilfe gemacht. Da schätzt man Dinge auch einfach falsch ein. Dann war es vermutlich laut (Musik und gejole), vielleicht hat der eine oder andere auch etwas intus. Es ist auch davon auszugehen, dass es Gäste mit unterschiedlicher Muttersprache in der Bar hatte. Diese Faktoren können dazu beitragen, dass wichtige Sekunden verstreichen, in denen die Leute die Gefahr verkannt haben.


    Als Gast sollte man sich darauf verlassen können, dass alles schon passt, dass man sicher ist, dass Vorschriften eingehalten werden.


    Ich habe auch ein Video gesehen, wo ein junger Mann versucht, die Flammen mit einem Pullover (oder so) zu ersticken. Die Initiative finde ich im Grunde sehr gut. Hätte das geklappt, hätte er die Katastrophe verhindert. Ich weiss nicht, ob ich in der Situation hätte beurteilen können, dass das völlig sinnlos ist.



    Die Experten, die von SRF zitiert werden, sagen sinngemäss, dass vieles falsch gemacht und missachtet worden sein muss, damit es derartig hohe Opferzahlen gibt.


    Es wird jetzt untersucht, was hier noch alles zum Drama beigetragen hatte; Materialien der Decke, Anzahl und Dimensionierung der Fluchtwege, Brandschutzmassnahmen, ...

    Bei der Pressekonferenz (15.30 Uhr heute) heisst es sinngemäss von der leitenden Staatsanwältin:


    Eine sehr wahrscheinliche Theorie zur Katastrophe ist es, dass "Feuerwerk" auf Champagnerflaschen die Decke in Brand steckte. Es gab eine schnelle Ausbreitung und dann ein Vollbrand.


    Es wird geprüft, ob wegen fahrlässiger Tötung ermittelt werden soll.


    Aktuell wird mit Hochdruck an der Identifikation der Opfer gearbeitet.

    uchrisu : ich würde das nicht auseinandernehmen. Es soll hier ja explizit DIESE Diskussion geführt werden; Was kann man tun? Wo können wir Einfluss nehmen? Welche Risiken werden oft falsch eingeschätzt. Was werden wir künftig vielleicht neu beurteilen und damit potentiell einen Beitrag für mehr Sicherheit leisten?

    Bis es offizielle, und für die juristische Aufarbeitung belastbare Informationen zum Hergang der Katastrophe gibt, wird es noch eine Weile dauern.


    Zeugen sagen bisher widerspruchsfrei aus, dass das Feuer durch Wunderkerzen, die an Flaschen befestigt waren, an der Decke entfacht wurde. Dazu gibt es auch ein Bild, das in diversen Medien gezeigt wird. 856556035-crans-montana-vs-neue-bilder-zeigen-wie-decke-feuer-faengt


    Es scheint mir schon alleine aufgrund des Bildes relativ klar zu sein, wie die Katastrophe ihren Lauf nahm.


    Die Fragen zu allfälligen Verfehlungen kann man imho Stand heute noch nicht beantworten und ich finde es auch gefährlich, allfällige Schuldzuweisungen zu machen, ohne alle Fakten zu kennen.

    Das Proel Mixerchen ist cool. Beim USB C Anschluss hätte ich mir auch eine bessere Lösung gewünscht. Aber der Mixer könnte eine gute Lösung sein, wenn es nur ein Paar Funken braucht, aber dafür vielleicht eine Delaylinie.


    Die Nummer mit Akustikgitarre und Gesang müsste damit auch machbar sein. So eine Art 'Hochzeitspult', wo beim Apéro über Bluetooth etwas läuft.

    Im SRF (relativ seriöse Berichterstattung) heisst es, dass die Decke gebrannt hat, und sich das Feuer dann in einem Flashover ausgebreitet hat (https://de.wikipedia.org/wiki/Flashover).


    Im Video aus dem Beitrag von Gitarrenfanatiker sieht man das tropfende Deckenmaterial und auch im Ansatz, die explosionsartige Ausbreitung des Feuers.


    Auf diversen Bildern im Netz sind die Akustikelemente an der Decke zu sehen. Allerdings vermute ich, dass selbst "schwer entflammbare" Materialien ab einem gewissen Punkt schmelzen oder brennen.

    Ob der Schluss - es seine billige Akustikelmente gewesen - deshalb zulässig ist? Ich finde, es ist noch zu früh für so eine Theorie.


    Weiss hier jemand, was mit einem "guten" Akustikelement passiert, wenn es extremer Hitze und Feuer ausgesetzt wird?