Beiträge von mfk0815

    Letztens sprang ich als Techniker bei einer Theaterproduktion auf Tournee ein. Der Produktionsleiter echauffierte sich, dass ich nicht mit Ableton Live Version 9 aufkreuzte. (Da ich in der Regel Livebands betreue brauch ich derartige Zuspielsoftware nicht.) ist das den wirklich Standard und sollte das, wenn schon dringend bei der Produktion benötigt, nich von der Produktion selbst mitgebracht werden? Wir haben zwar dann irgendwie ein Laptop auf dem das lief aufgetrieben und alles lief gut, aber wie behandelt ihr solche Anforderungen?

    ... und auch schon Heizlüfter.

    Solche Anforderungen hab ich schon öfter auf Einem Rider gelesen inkl. Variationen wie 1k Scheinwerfer, Haartrochner oder Bügeleisen. Das wurde ausnahmslos dazu gebraucht um Naturfelle von Percussioninstrumenten zur richtigen Spannung/Tuning zu verhelfen.

    Wozu etwas einbauen das 99% der potentiellen Nutzer gar nicht braucht? Ich hab inzwischen ein USB Slimdrive, neben einer USB Floppy. Die brauche ich aber max 3x im Jahr.

    Die ganzen Yamahas die ich kenne, merken sich ohne wenn und aber die exakt letzte Pulteinstellung. Soweit ich weiß ist die aktuelle Einstellung bei denen immer in einem nicht flüchtigen Speicher abgelegt. Daher lkann da auch nichts verloren gehen. Andere Pulte haben das nicht und daher brauchts eine Shutdown-Prozedur, damit garantiert ist, dass der aktuelle Zustand gespeichert ist.

    Was mir bei den ganzen Yamaha-Pulten auch gefällt sind die Relais an den Ausgängen, selbst beim relativ günstigen 01V96V2 gibst die. Da knackt nichts in den Boxen wenn das Pult den Strom verliert. Vorbildlich.

    Da fällt mir noch ein, dass ich einmal den Rider für ein Duo (Reeds und Akkordeon) bekommen habe. Am Tag der Veranstaltung stellte sich dann heraus, dass das Akkordeon verhindert war und als Ersatz eine 7-köpfige Jazzrock Band auftauchte. Zum Glück hatten wir bei der mehrtägigen Veranstaltung ohnehin genug Material mit. Also wars kein Problem. Am Ende wars gut denn die Band war suberb. Da nimmt man sollte Fährnisse dann doch leichter in Kauf.

    Obwohl sich Techniker schon auch gegenseitig das leben schwer machen ich hatte mal eine Band (Klezmer Punk) in deren Rider wurden je ein PCM91, TC M3000 und SPX2k gefordert. Dazu nat. Ein analoges Pult mit mind. 10 Auxwegen. Gebraucht hatte er fünf, 3 Monitorwege und je einen für den PCM und TC. Den SPX hat er gleich abgelehnt, kennt er nicht und mag er nicht. Während des Soundchecks musste ich ihm auf beiden Kisten einen passenden Hall basteln, da er keinen der beiden bedienen konnte („ich arbeite normalerweise mit einem MX200 und M300“ war seine Entschuldigung). Eigenartig nur dass er den Rider selber verfasst hat aber halt „amtliches Zeug“ reinschreiben wollte, klingt ja besser.


    Ach und ich komme gerade von einem Job (Theater), da wollten die zwei Monitore platziert haben. Keine Ahnung wofür, ich musste nichts drauf legen und daher ist keinem aufgefallen, dass die beiden Monitore immer aus waren. Vielleicht waren die ja Requisite. Nun ja.

    du redest nicht nur über den Fakt das die App (kein Editor) manche Dinge nicht kann,

    Nun es gibt eben nur die "App", die unter Android, IOS, Windows und MacOS läuft. Die wird als Offline-Editor angepriesen. Ob man das jetzt App, Applikation, Tool, Editor oder wie auch immer nennt, das ist einfach ein Stück Software die auf einem Computer ausführbar ist. Klar, es gibt andere Konzepte, in denen man die Mixing-App und einen Offline/Online-Editor unabhängig programmiert, sie dLive MixPad vs Director, aber A&H hat sich entschieden dass die die "App" aufbohren um damit auch Offline eine Show konfigurieren zu können. Es gibt auch Statements von A&H dass keine eigenständige Editor-Software entwickelt werden wird. Was ja auch ok ist, wenn die bestehende die selbe Konfigurationsmöglichkeiten wie das Pult zulässt.

    sondern ziehst immer wieder vollkommen unangebrachte Vergleiche mit der Softwareindustrie...


    Das Produkt des Herstellers ist ein Mischpult. Diese Funktion erfüllt das Gerät zu 100%.

    Hmm, Nimm doch mal dein (digitales) Mischpult und entferne die Software. Was übrigbleibt ist eine Ansammlung quasi funktionsloser Hardware. Firmware, d.h die FPGA-Anwendung und die interne Pultsteuerung sowie das zugrundelingende Betriebsystem, alle Remote Apps, das Zeug was auf den Expansion Cards und in den Stageboxen die Hardware zum Leben erweckt ist Software. Ich behaulte sogar mal frech, dass außer der bisschen analogen Technik (Preamps und was nach den DA-Wandlern passiert, alles wesentliche und A&H spezifische in der Software passiert. Das heißt, für mich zumidnest, dass wir keine Vergleiche zur Softwareindustrie ziehen müssen, denn A&H ist bereits mitten drin in der Erstellung von Software, sprich in der SW-Industrie.

    Und es mag ja an mir liegen, der tagtäglich immer wieder ganz genau auf die Arbeitsweise von Software sieht, dass ich da auf die gerade noch offenen Wunden etwas mehr Druck ausübe. Zumal ich ja nicht der einzige bin dem es auffällt wenn was fehlt. Du liest ja auch regelmäßig im A&H Forum mit, kennst also ganz genau die dortigen Kommentare. Ich finde dass ich im Gegensatz zu manchem andere, der dort postet, noch extrem sachlich und fair bleibe. Dass ich jetzt hier, speziell bei dir und Wora, quasi der Buhmann bin, soll so sein. Ändern wirds wohl nichts an der Sache. Ich mag die Pulte prinzipell und meine Kritik finde ich keineswegs als destruktiv.

    Was ich jedoch nicht mitmache, ist dass ich denen virtuell übers Kopferl streichle und silberne bzw goldene Mitarbeitsternderl vergebe wenn die mal was umsetzen, von dem man schon vor über zwei Jahren per Marktforschung ahnen hätte können dass es gebraucht wird. Oder gnadenvoll darüber hinwegsehe, dass die da oder dort schon konzeptionelle Böcke produzieren, z.B das USB Handling am SQ (die beiden Schnittstellen sind nicht gemeinsam verfügbar, als ob man sich das nicht hätte denken können) und dass die kein offen gestaltetes Protokoll etablieren können damit man zumindest mit der aktuellen App auf auf ältere Pulte zugreifen kann. Das sind Beispiele für die wirklichen Themen die mal gemacht werden sollten. Aber da sind wir dann wieder bei der Software-Thematik, die ja aber so überhaupt gar nichts mit einem modernen Mischpult zu tun hat.

    Echt jetzt? Das, was ich oben schrieb, bezeichnet ihr beiden als Herumgeheule und Stress machen? Dann solltet ihr mal in der Softwareindustrie arbeiten. Ich habe ohne dem Pult meine Show nicht vorbereiten können. Dass ist kein lamentieren sondern Fakt. Wenn man schon groß sagt "Es gibt jetzt OFfline Editing" dann erwarte ich mir von einer Firma, die in der Profiliga unterwegs sein will, auf Profi-Arbeit. Ich versteh nicht warum man die Jungs bei A&H mit Glace-Handschuhen angreifen soll. Die wollen unser Geld und noch dazu nicht gerade wenig. Dann sollen sie auch abliefern. Ich habs echt satt mich jedes mal rechtfertigen zu müssen wenn ich tacheles rede. Ich sehr sehr wohl die Vorzüge der Produkte. Deswegen alles erst mal kommentarlos akzeptieren was da nicht rund läuft? ohne mich.

    Prinzipiell geht es doch...

    Genau, "Printzipell" ist das Zauberwort. Ich habe letztens eine Show vorbereiten probiert und bin eben an einigenKleinigkeiten hängen geblieben. Kleinigkeiten, die allerdings verhinderten dass ich die Show fertig stellen konnte. Neben den Libs (DEEP Plugins, Presets, Effekte, In Routing z.B) sind da auch das bereits erwähnte Bus Pre/Post Setup (Ok da gibts wenigstens einen extrem mühseligen Workaround) auch das Fehlen der Konfig für Softrotaries oder dass Man die Kanal Inserts nicht konfigurieren kann (Waves Karte lässt grüßen). Alles in allem halt noch nicht wirklich fertig.

    so wie beim iLive

    Nun ja, die ist komplett an mir vorüber gegangen;-) Ich sagte ja "oder ich hab da was übersehen".

    dann kann man das aber nicht mehr mit dem Finger bedienen

    Verkleinere mal das Fenster unter Windows (full HD) aufs Minimum. Das scheint die Fadergröße zu sein, die A&H noch akzeptabel findet. Warum kann man das dann nicht auch bei FullScreen haben? Nur so als Idee;-)

    Mir ist klar dass manch einer Kritik immer als negativ empfindet. Ist es aber nicht. Ich bin der Meinung das gerade die kritische Betrachtung eines Produkts etwas zu dessen Verbesserung beitragen kann. Einfach alles so hinzunehmen wie es ist, wäre für mich der erste Schritt zur Nivellierung nach unten. Aber vielleicht steh ich mit dieser Meinung auch alleine da.

    Da fehlt es noch an einigen Stellen. Bis man wirklich von Offline Show erstellen reden kann dauert es wohl noch eine Weile. Gut finde ich aber einige Details in der Anwendung die das Leben ungemein erleichtern. z.B Das Editieren der Kanal Namen und Farben ist um Welten besser als vorher und auch deutlich besser als beim Director für die dLive. Da habe ich immer das Problem dass das Eingabefeld für den Kanalnamen den Tastaturfokus verliert wenn man per Maus einen anderen Kanal auswählt. Das Herumgeklicke ist echt mühsam (oder ich hab da etwas übersehen, und selbst wenn, sollte doch das offensichtliche funktionieren oder?).

    Nun gut, aber an sich ist die neue App fürs SQ ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung. Schön wärs noch wenn man am PC ob der größeren Bildschirmfläche noch etwas mehr unterbringen könnte als 16 Kanäle, aber das sind dann schon Kleinigkeiten. Da sollten sich die Entwickler aus dem Nachbarbüro, die für die dLive App zuständig sind, das auch mal ansehen.

    war nicht gerade leicht, wenn man gleichzeitig v.a. singen, spielen, sprechen, Lautstärke überwachen usw. musst.

    Gerade in soeiner Situation sehe ich es um so wichtiger das vorab gut zu proben. Denn meiner Erfahrung nach will singen mit Kompression gut geübt sein. Die gesamte Übertragungskette inkl. Kompressor ist zusammen mit der Stimme ein sehr sensibler Regelkreis. Wie man singt, Mikrofonabstand und das Eingreifen in die Dynamik durch den Kompressor muss man gewohnt sein.

    Zudem finde ich dass man sich gut überlegen muss was der Kompressor für eine Aufgabe hat. Das fängt für mich damit an in welchem Umfeld er eingesetzt werden soll. Es mach einen Unterschied ob man mit Liveinstrumenten, die ja auch eine höhere Dynamik besitzen arbeitet oder z.B einem vorproduziertem Playback das extrem auf Lautheit getrimmt ist. In ersterem Fall würde ich ganz wenig Kompression benutzen, max. ein paar (3-7) dB Reduktion und eher wenig Ratio. Bei dem Playback darfs dann ruhig mehr zur Sache gehen um Stimme und Playback homogener aufeinander abzustimmen. Dann gibts noch die Variante den Kompressor mehr oder weniger limitierend für die Stimme zu verwenden, hoher Threshold und Ratio (7:1 oder mehr) um Pegelspitzen abzufangen.

    Hmm, ich frage mich bei derartigen Meldungen ob das nicht mehr über die Qualifikation des Schreiberlings aussagt als über die Qualität des kritisierten Produkts.

    Mixingstation ist cool, gerade für die Behridas da deren Protokoll offen gelegt ist und eine vollständige Remotesteuerung zulässt. Da fehlt es bei anderen Pulten in den Grundlagen. Aber das kommt noch, so in 1-20 Jahren wenn die anderen es auch geschnallt haben dass das alles nivht nur ein Gimmick ist.

    Nun ja, Mitschnitte gehen auch schon vernünftig im Auslieferungszustand;-) dLive und x32 Rack mit Dante zu verbinden klappt aber schon mal ganz gut, das mach ich auch hin und wieder. Zur Not eben die Preamps per App kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren. Ist halt die Frage ob die Band ihr X32 umbauen will. Ich würde ein X32 für FOH nehmen. Ich rede mich aber leicht, da ich mit beiden Lösungen gut leben kann.

    wenn wir von der Behringer App für das iPad reden dann sind die Antworten zu 1) und 2) jeweils nein. Es gibt aber noch die App Mixingstation, die es dem Anwender erlaubt sich weitgehend die Bedienoberfläche individuell zu gestalten. Da ist die Antwort wiederum ja für beide Fragen. Sie wurde ursprünglich für Android entwickelt, inzwischen gibts auch eine Version für das iPad.

    Das X32 Rack lässt sich nicht mit einem anderen X32 fernsteuern. Man kann aber ein X32 als Stagebox, inklusive Remotesteuerung der Preamps, benutzen. Die Shows bzw Szenen sind ja ohnehin austauschbar. Alternativ gibts noch die Möglichkeit mit dem X-Touch, das Pult zu steuern oder mit X32 Edit und einem MCU Controller wenn man Fader haben will.

    ... und handelt sich zig zusätzliche Probleme ein. Es ist ja toll wenn man die Möglichkeit hat so etwas zu machen wenn z.B der Controller den Geist aufgibt oder ähnliches. Aber in ein geplant wiederkehrendes Setup würde ich dringend davon abraten.

    Noch dazu weil die verwendeten Boxen ohnehin über alles verfügen was für eine korrekte Frequenztrennung zwischen Subs und Tops benötigt wird, egal ob mit einem Stereo Signal oder mit Aux Fed Subs.

    Man kann es sich auch schwer machen....


    Es gibt ja bei der Softwareentwicklung das Anti Pattern "Re-inventing the squere wheel". Es schein so zu sein , dass es auch hier Anwendung findet.