Beiträge von guma

    frage: was veranlasst dich dazu, für die lgitarrenamps spezielle stative anzuschaffen?

    kleine stative nehmen zusammengeklappt sicher nicht wesentlich mehr platz in anspruch, lassen sich aber deutlich flexibler nutzen...

    Bin ich der Beschaller und habe mehrere Bands zu betreuen, verwende ich auch weiter kleine Stative.

    Die Cab Grabber habe ich mir vor ~ 10 Jahren für zwei Anwendungen gekauft:

    1. Festivals, auf denen ich als Bandtechniker für eine Band mit eigener Mikrofonie anrücke. Dann geht es flotter, wenn die Amps mit Mikro und Kabel auf die und von der Bühne rollen. Da konnte ich schon manchen Kollegen verblüffen, wenn meine Band mit eigener Mikrofonie schneller von der Bühne war als die meisten anderen ohne ... :)


    2. Sehr kleine Bühnen, wie ich es gestern Abend hatte. Nicht, dass ich nicht irgendwie ein kleines Stativ davor kriegen würde aber ich habe zu oft erlebt, dass das Stativ bei der Enge dann doch versehentlich verschoben wird. Gestern war die Bude so voll, dass ich keine Lust gehabt hätte im Set zur Bühne zu drängeln, um so was zu beheben. Das kann mit den Grabberlösungen nicht passieren. Das am Kabel hängende 906/409/509/609 mag ich nicht vielleicht aus der möglicherweise irrationalen Vorstellung heraus, es dreht sich doch von alleine oder es kommt zu Körperschallphänomenen mit dem Frontgitter der Box :/.

    So, gestern erster Einsatz der Gravity MS CAB CL 01:


    Ich sag' mal Note zwo minus. Anwedung an zwei Marshall 4×12" oben abgeschrägt.


    Plus

    - Die Feder packt ordentlich zu

    - Das Einstellen mittels dem seitlichen Gelenk und der Schiene klappt ganz gut


    Minus

    - Bei der Marshallbox mit ihrem sehr dicken Randwulst geht der kleine verschiebbare Gummiblock nur mit ziemlichem Gewürge über den Rand um seine ihm zugedachte Haltefunktion an der Innenkante zu erfüllen. Ich bin nicht sicher, ob man das nicht sogar auf Dauer kaputt macht. Da dürfte der Verschiebemechanismus gerne noch ein paar Milimeter mehr Spiel haben b.z.w. da haben die Jungs einfach nicht richtig nachgemessen. Keinesfalls kann man das Ding in der Höhe montieren, in der seitlich der Marschallgriff ist, weil die drei Milimeter, die der Montageflansch des Griffs aufträgt, ein sicheres Montieren unmöglich machen.

    - Die Arretierschraube für das Gelenk der Mikroschiene hat zu wenig Friktion, d.h. selbst wenn man die Schraube ordentlich fest knallt, lässt sich das Gelenk für meinen Geschmack zu leicht bewegen. Da werde ich irgendwie noch nach arbeiten.


    Ich habe nach etwas Probieren das Teil oberhalb der Griffschale am schrägen Teil der Box montiert mit dem Mikrohalter nach unten, das funzte dann ganz gut, allerdings ist es schon so, dass man damit in der Position etwas eingeschränkt ist. Für einen 2×12er Combo ist das Teil sicher super, für die Marshallbox naja ...geht so.

    Eventuell baue ich an das Gewinde für die Mikroklammer doch wieder das AT 8459 Gelenk dran, damit kann man die endgültige Mikroposition doch geschmeidiger und präziser einstellen.

    Da es hier offensichtlich um ein Problem geht, für das das Mischpult am allerwenigsten kann, sondern eher um ein Problem 'Grundverständnis praktische Beschallungstechnik für Amateure', finde ich die Praxis im Hobbyteil als richtigen Bereich für diese Frage.

    Danke für das Foto!

    Heute Nacht kehrte tatsächlich meine Erinnerung zurück:

    Stadtfest ("Marktplatzfest") Pforzheim1994, Hauptbühne. Die beta Serie war noch relativ neu und eine gaaanz wichtige Metallband hatte ein endorsement für das Zeug. Da schraubte der BE doch tatsächlich die K&M Konterscheibe/Rändelscheibe meiner Stative für Kick/Snare/Toms ab, was ich ja total blöd fand. Dann war auch noch der Kick Sound mit den ebenfalls noch recht neuen B2en so bescheiden, dass mich das erst mal zwei Jahrzehnte nicht mehr interessiert hat.

    Heute habe ich so ein beta 52a Teil, weil das eben gewünscht wird, nicht besonders teuer ist und bei meiner "Zweiwegetechnik" ganz passabel für den Wums funktioniert. Das 56 habe ich für Drum-Vocals und selten auch für einen bestimmten Snare-Sound.

    Schön, dass der Hersteller inzwischen das Problem mit dem zu geringen Abstand zwischen XLR Anschluß und Stativanschluß gelöst und den Abstand vergrößert hat. Ich poste das mal bei Gelegenheit wie 'HenrySalayne' als Foto in der Draufsicht.

    So jetzt sollte das gehen (blöd bis vor kurzem ging das mit dem Eierfon problemlos, jetzt sagt das forentool beim Bild-hochlade-Versuch "unbekannter Fehler"???) Also über den PC und ein wenig komprimiert:


    Ich denke, das kann sein. Ich erinnere mich auch dunkel , dass das früher mit der Rändelschraube ein Problem gab. Das Gravity-Ding ist an der Hülse für den Schnappmechanismus nur unwesentlich dicker als die K&M Rändelschraube. Ich habe hier die aktuellen ‚a‘ Modelle der Shure-Mikros, damit geht es problemlos.

    Gravity MS QC 1B Quick Coupler

    Außerdem passen die meisten XLR Stecker nicht mehr beim B 52 und 56.

    Das muß ich mal noch nachtesten, da ich diese beiden Mikros nur sehr selten verwende.

    So „Word“ wie das neuprolldeutsch heißt:

    ... leider schaffe ich es aktuell nicht warum auch immer das schöne Foto hoch zu laden aber sowohl beim Beta 52a als auch beim Beta 56a sind sowohl beim switchcraft als auch beim Neutrik angenehme 4-5 mm Platz zwischen Stecker und der dicksten Stelle des Couplers. Du mußt irgend ein anderes Ding in der Hand gehabt haben.

    Also uneingeschränkte Empfehlung auch für diese beiden Mikros. :)

    OK, dann habe ich mich da unpräzise ausgedrückt: Es gibt zwei "Störsignale"

    - einmal das angehobene " geprofilte" Rauschen und Brummen. Das ist nicht so dramatisch, dass ich damit während der show nicht zurecht käme, ist aber wie gesagt ein guter Indikator schon vor dem soundcheck für "da stimmt was nicht mit den Verstärkungsverhältnissen".

    - das eigentliche Problem ist das Mißverhältnis zwischen Note und sustain b.z.w. der Hub der durch die falsch eingestellten Verstärkungs- b.z.w. Kompressionsverhältnisse beim Bass und einigen Sounds einer der beiden Gitarren entsteht, zusammen mit dem Umstand, dass sie das in der beschränkten Dynamik ihrer Mixe nicht hören, es aber damit mit dem möglichen Dynamikumfang einer PA ein Problem gibt.

    Hm, ich bin immer froh, wenn in der Sauna alle mal die Klappe halten und brauche dort weder die neusten Interna des örtlichen Altherrenfußballclubs noch Informationen über die letzte Brechdurchfallepidemie oder ausgedrückte Pickel ...:rolleyes:


    Willst Du so was aufnehmen?

    Noch mal Hihi das Impressum der "Boxenschmiede aus Toronto":


    Zitat

    Impressum

    Stage-Acoustics Germany

    Dr.-Rudolf-Eberle-Straße 25, 76534 Steinbach

    Telefon: +49-(0)7225-181912-0

    E-Mail: info@stage-acoustics.com

    USt-Ident-Nr.: DE 2003 4141 6

    Viel Spass ... für mich ist hier Schluß schlage aber vor, dass alle Interessierten mal gleichzeitig je 100 Stück Linearray Elemente bestellen und die dann auf einer großen Yacht aufbauen.

    @ all

    Klar, das gibt einen erheblichen Nachbesprechungs- und Nacharbeitungsbedarf. Da die Band auch komplett inear probt, lässt sich das bequem mit den beiden Betroffenen analysieren. Kompression meinerseits gibt es nur in der Keyboardsumme, was aber völlig unproblematisch ist, der Snare, ebenfalls unproblematisch und aus den ausführlich in diesem Thread besprochenen Gründen beim Gesang. Weiter gibt es ein sehr mildes ducking aller Melodieinstrumente durch den Gesang, um diesem zu helfen, jedoch keine weitere Summenkompression.


    PS:

    Hat schon mal jemand in inear-wege von Bands hinein gehört, die sich ihren Monitor selbst mischen? Das ist manchmal echt ... erstaunlich!!


    PPS: Wenn ich mal so in meinem Gedächtnis krame, fällt mir sofort der eine oder andere Oberliga-Gitarrero ein, dem ich im Laufe der Jahre ein Gate verpasst habe, jetzt macht mal nicht so als gäb's das nicht ...;)

    Doch ... , fehlerhafte Signalführung und/oder fehlende Abschirmung sind technische Fehler .

    Wenn das beim Modelling mit übernommen wird haben alle verloren .

    Siehe oben ,

    Ich spiele selbst Gitarre und Bass aber mit so einem Sound kann unmöglich jemand spielen .

    Wenn der Gitarrist aber richtig spielt bietet er auch ein vernüftiges Signal an .

    Naja sagen wir's mal so: Manche Gitarrensounds mit manchen Ampklassikern und manchen Gitarrenklassikern b.z.w. deren Pickups waren schon immer bauartbedingt geräuschbehaftet. Darüber zu diskutieren ist sinnlos und bleibt für mich Herstellern oder Umbaufreaks überlassen. Neu sind zusätzliche Verstärkungsstufen und Kompressoren, die es zulassen, diese alten Geräuschquellen unnötig laut zu machen. Ist ja super, das Dir als Gitarrist diese Fehler nicht passieren ...:)


    Das klingt jetzt für mich so als wenn auf Seiten der PA eine massive Kompression liegt , warum das ?

    Du hältst mich für komplett bescheuert, das ist nicht nett von Dir ...^^

    Ich verwende, wenn ich eigene Mikros nutze, auch eigene Stative auch bei BE-Jobs mit Fremdfirmen. Ausnahme: größere Festivals und ordentliche lokale Firmen aber da gibt es dann auch einen Rüstbereich, in dem man in Ruhe mikrophonieren und entmikrophonieren kann. Da man das ja vorher weiß, kann ich die mikroseitigen Konnektoren in diesem Sonderfall schon vorher entfernen.

    Klar ist das eine krasse Fehlbedienung ... auf der anderen Seite sind die alle nicht doof, ganz im Gegenteil und inzwischen doch sehr Kempererfahren.

    Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn hier ein weiterer sinnvoller Erfahrungsaustausch zustande käme.

    Meine Langzeitbeobachtung zu diesem Thema ist noch nicht zu Ende:


    Jeder von uns, der länger mit Gitarrenrockbands im weiteren Sinn zu tun hat, kennt folgende zwei Phänomene:

    1. Das Hintereinander von Röhrenverstärkungsstufen in einer die gewünschte Röhrenzerre erzeugenden Weise, die damit verbundene Kompression und der zusätzliche Einatz von Kompressoren können einen ganz erheblichen Anteil von Rauschen und Brummen erzeugen ohne dass dazu ein sonstiger technischer Fehler vorliegen muß Dieser Effekt wird billigend in Kauf genommen und dieser Geräuschteppich kann besonders im Leerlauf so erheblich sein, dass manche von uns dem mit Noise Gates begegnen.

    2. Die Verstärkungstechnik, die das von Gitarristen aber auch Bassisten so geliebte Sustain ihres Instruments unterstützt, besitzt ebenfalls die Eigenschaft, nicht nur erwünscht, sondern auch im Leerlauf unerwünscht Töne laut zu ziehen, die sagen wir mal, nicht darbietungsrelevant sind. Klassiker: der stehende Ton einer "leeren" Basseite, die sich ohne Dämpfung mir der Hand oder Abdrehen des Volumereglers am Instrument über längere Zeit bis zum Feedback aufschaukelt.

    Leider ist es nun überhaupt nicht so, dass diese Probleme mit der Kombi Kemper + Inear weniger werden sondern es kommt noch ein gravierendes neues Problem dazu:

    1. Der Kemper beseitigt prinzipbedingt diese Phänomene nicht, sondern verführt Musiker eher dazu, noch hemmungsloser Gebrauch davon zu machen und

    2. Das nicht mehr Vorhandensein der Situation: "Ich höre mein Sustain lauter als alle anderen aus der nahe bei mir stehenden Box" entfällt. Statt dessen bleiben sowohl 'Rauschen und Brummen' als auch 'Sustain' durch die neue Hörsituation "Ich höre einen ausgewogenen Bandmix" und die eingeschränkte Dynamik der inear-Systeme meistens unterschwellig und werden praktisch von dem Musikern nicht mehr wahr genommen.

    DAS IST EINE KATASTROPHE!

    Beispiele:

    - Ich lade ein altes file, öffne alle Kanäle, habe schon ohne Musiker einen Geräuschpegel, wie ich ihn noch aus der beschallerischen Steinzeit kenne und ahne böses.

    - Ich höre einen prinzipiell schönen Gitarrensound ( kein Solo!), der jedoch durch die besagten Verstärkungsverhältnisse kaum noch einen Unterschied zwischen der eigentlich gespielten Note und dem zwischen zwei Noten liegenden Dauersustain erkennen lässt. Das deckt logischerweise allen anderen Melodieinstrumente zu. Der Gitarrist hört jedoch diesen Anteil nicht, weil im inear unterschwellig, draussen auf der PA ist das jedoch nicht mehr mischbar, weil die Gitarre nur entweder wie beschrieben "Dauerlaut" oder unter der entsprechenden Schwelle einfach nicht mehr zu hören ist.

    - Der Bassist schafft es mittels seiner Kempereinstellung, zwischen zwei Titeln nach versehentlichem Berühren einer Leerseite ein Dauersustain zu erzeugen, dass jedoch durch Kompression bei einer Lautstärke X stehen bleibt und sich nicht zum Feedback aufschaukelt. Er untermalt damit ungewollt seine eigene Ansage zwischen den Stücken bis zur Sprachunverständlichkeit, hört jedoch davon ebenfalls nichts wegen der besagten Unterschwelligkeit, dem fehlenden tieffrequenten Anteil in mittelpreisigen inears und der hervorragenden Dämpfung gegenüber der PA.


    So und nun erklärt das mal den Musikern ... :/:)