Beiträge von Hanseat

    Hab mich eigentlich noch nie ausführlicher mit der Wing beschäftigt. Nachdem ich mir nun mal ein paar Details in Videos dazu angesehen habe, bin ich neugieriger geworden. Vieles sieht sehr gut gelöst aus und guma mag recht haben, dass Schüler mit ihrer unbedarften und Tablet-orientierten Herangehensweise auch ganz gut damit klar kommen könnten. Versierteren Anwendern bietet es darüber hinaus einiges, was am X32 nicht geht. Und schließlich ist es sogar noch günstiger als das Midas M32. :thumbup:

    CAT liegt schon seit etlichen Jahren bei uns im ganzen Haus - sogar im Veranstaltungsraum und im Tonstudio. Nur Rechner gab es lange nicht :P Unsere Rechner haben wir dann über Spenden bekommen, sonst hätten wir bis heute lange nicht genug. Jetzt steht zumindest in jedem Klassenraum einer.


    Von LWL hat hier noch nie jemand was gehört frech*

    Ehrlich gesagt hätte ich die Wing gern bei uns, weil sie einfach das bessere Pult ist - und die Entwicklung ist ja noch lange nicht abgeschlossen.


    Andererseits wäre es schon sinnvoll, im Tonstudio/Proberaum und am FOH das gleiche Werkzeug zu nutzen, denn dann können sich Schüler bei den Band-Proben am Pult einarbeiten und finden sich auch am FOH sofort zurecht. Und schließlich müsste auch ein DAU-User mit dem Ding irgendwie klarkommen. Dafür könnte man ja die paar Kanäle für Reden und Mucke einfach auf die Sektion ganz rechts legen und verbieten, die grau hinterlegten Teile auch nur anzufassen / oder eben eine Lösung über Tablet + Mixing-Station.


    Den Weg über analoge Vorbilder habe ich übrigens schon vor Jahren verlassen, das ist nur was für alte Knacker wie mich. :D Meist fange ich mit einer Multitrack-Aufnahme (mit "dreckigen" Signalen eines Konzerts bei uns) in Reaper an, da ist die Arbeitsweise näher an heutigen Pulten.


    Das Wing geht mir dennoch nicht aus dem Kopf - daher Dank für deine konstruktive Intervention! 8)

    Mir ging es ja um die Prüfung des Konzepts. Ich fasse mal den Stand der Dinge zusammen:

    • Das AES50-basierte System ist für die Anwendung an unserer Schule geeignet.
      Besondere "Stolperfallen" sind nicht zu erwarten.
    • 48 Kanäle laufen problemlos über eine AES50-Leitung. Daisy-Chaining von 3x DL16 wäre machbar, aber auch eine andere Kombination wäre möglich (z.B. DL32 + DL16)
    • Als Hardware zur Bedienung bieten sich X32 Compact, M32R bzw. die großen Brüder an.
      Das M32R lässt sich gegebenenfalls auch in einem Rack montieren.
    • Ein Tablet mit einem angepassten Setup von "Mixing Station" kann die Bedienung ergänzen.
    • Der Verkabelungsaufwand ist minimal (zwei CAT-Leitungen + entsprechende Dosen / Patchkabel)

    Zur bisherigen Anlage:

    • Die analogen Rückwege können von der bestehenden Anlage übernommen werden.
    • An Endstufen, Lautsprecher-Prozessor, PA und Monitoren muss nichts geändert werden.
    • Die sowieso defekten Lautsprecheranschlüsse werden von 4-pol-XLR auf Speakon umgerüstet.

    Mit dieser Idee werde ich dann mal in die Gespräche gehen.

    Es geht mir doch gar nicht darum, ob du das bedienen kannst oder nicht, aber im Vergleich dazu ist doch die analoge Installation auch keine Raketenwissenschaft.

    Die Ausgangslage ist doch die gleiche: Solange du mit deinen Schülern da bist und irgendwas an den analogen Anschlüssen ist, könnt ihr das ja einfach selbst reparieren. Wenn du weg bist gucken alle in die Röhre und irgendein Fachbetrieb muss es halt neu bauen. Das wäre aber bei den Stageboxen genau das gleiche...

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Im X32-Universum gibt es Strom und AES50, alles Analoge hängt dann an den Stageboxen. Die Einrichtung des Systems im X32-Routing (darf ich) ist hinsichtlich der Haftungsfrage eine ganz andere Nummer als Installationsarbeiten (darf ich nicht). Vom fertigen Patch gibt's ein Backup und zur Not haben wir sogar die Möglichkeit, ein Ersatzsystem zu verwenden, weil wir das schon im Studio haben (und ich hab privat auch noch ein X32R und ein DL32).

    Das würde ja wenigstens zu den 3 geplanten DL16 bzw. generell 3 Anschlusspunkten passen. Ich sträube mich nur irgendwie bei Festinstallationen mit irgendwelchen Daisy-Chains, die dann auch nur funktionieren mit festen Kanalzuweisungen an den Stageboxen selbst. Dann kann man im Prinzip auch gleich alles mit MADI bauen. Mir fehlt da irgendwie der Spielraum für die Zukunft.

    Sorry, aber ich glaube du denkst eindeutig zu groß bzw. zu professionell. Für eine Installation ist eine feste Verkabelung kein Problem und 3x DL16 = 48 Kanäle macht für AES50 doch keine Probleme. Spielraum für die Zukunft ist nicht - richtig. Außer wir machen dann doch mal den Schritt zur Wing. Glaube ich aber nicht, da mir Bedienbarkeit vor Leistungsfähigkeit geht und ich die Oberfläche des Wing für zu unintuitiv für Anfänger halte. Die Zuweisung der Kanäle kann ich auch mit dem X32-Routing ausreichend flexibel machen, da sehe ich wenig relevante Schwierigkeiten.

    Naja, am Rack selbst (ok, etwas umständlich) oder aber per MIDI, das X-Touch kann da auch helfen, auch ein X32-Edit in Verbindung mit einem MCU Controller, der auch bei MixingStation durchaus wertvolle Dienste leisten kann. Und da sagst "nichts zum Anfassen"?

    Für die Schule ist das zu sehr "Bastellösung". Im Alltag muss das ein (!) Gerät sein, das man anschaltet und los geht's - ohne dass da ein Kabel rausrutscht, ein PC gestartet werden muss oder was auch immer. Für mich habe ich eine sehr komfortable Lösung gebaut (LINK), aber die passt nicht in den Schulalltag.

    Wer übernimmt denn im Zweifel die Verantwortung für das AES50 Material? Die Einrichtung davon müsste ja dann im Prinzip auch ein Fachbetrieb übernehmen, der den ganzen Patch dann auch dokumentiert und im Zweifel dann auch betreuen kann.

    ??? Das ist zwar nicht völlig trivial, aber auch keine Geheimwissenschaft - weder für den Fachbetrieb (hoffe ich) noch für den versierten Anwender. Vor Ort mache ich schon seit Jahren den Support und brauchte auch nur ganz am Anfang meiner Arbeit im X32-Universum ein paar Hilfen.

    Ohne die Glanzleistung der Kollegen jetzt irgendwie zu rechtfertigen: Da du dich ja durchaus mit der Materie auskennst, ist es vielleicht auch sinnvoll, dass du mit in der Planung dabei bist und dann die Güteprüfung am Ende auch mit betreust. Dann hast du das ja im Prinzip schonmal ausgeschlossen. Erfahrene Systemintegratoren oder VT-Firmen gibt es ja in deiner Nähe genug.


    Was ich damit sagen möchte: Du kommst ja um den Fachbetrieb sowieso nicht drumherum. Wieso dann eine Lösung mit dem Ziel den Fachbetrieb möglichst wenig einzubeziehen?

    Wer sagt denn, dass ich keinen Fachbetrieb einbeziehen will? Aber da ich nicht professionell unterwegs bin, habe ich wenig Kontakt zu entsprechend geneigten VT-Fimen - also freue ich mich wirklich(!) über Empfehlungen geeigneter, zuverlässiger und kompetenter (!) Ansprechpartner, denen so ein Auftrag nicht zu eckig oder zu klein ist und sowas auch machen, ohne ihr Gewicht in Gold aufzuwiegen.


    Wie schon gesagt: Ich bin hier, um das Gedankenexperiment einer praxisnahen AES50-basierten Lösung von euch abklopfen zu lassen (weil wir das System kennen und damit zufrieden sind).

    Schon BEVOR ich an eine Firma herantrete möchte ich nämlich tatsächlich selbst schon eine weitgehende Vorstellung von der möglichen Lösung haben. Das hat sich in der Vergangenheit immer als der beste Weg herausgestellt - die erhaltene Beratung war dagegen oft eher von eigenen Interessen oder pauschalen Ideen geleitet ("haben wir grad da, verkaufe ich immer an Schulen..."). Einiges lässt sich dann aber definitiv nur vor Ort (er)klären.

    Um mal nochmal auf analoge Verkabelung zum Technikraum als Alternative zum Ring aus kleineren Stageboxen zurückzukommen: Da scheint mir ja die Befürchtung "Arbeitsaufwand als Kostentreiber" das Hauptproblem zu sein.

    In der Tat - das entspricht den Erfahrungen. Außerdem geht es dabei um das Kosten-Nutzen-Verhältnis, das sich zugunsten des Nutzwertes verschiebt, je geringer die Kosten für die Installation sind - dann darf die Hardware stattdessen auch etwas mehr kosten.

    Und: Ihr habt doch eine Veranstaltungstechnik-AG. Was spräche denn dagegen, einige der Konfektionierungs- und Verlegearbeiten in der AG durchzuführen? Da könnte der geneigte angehende Veranstaltungstechniker schon mal lernen, wie so ein geschirmtes 2x0,14 richtig an den XLR-Anschluss links und rechts des Multicores angelötet wird.

    Das Risiko, da groß was zu versauen, ist überschaubar - und im Falle des Falles ist das am Ende immer noch einfach reparierbar. Als Bonus gibt's eben den Lerneffekt.

    Das war lange Zeit auch mein grundsätzlicher Ansatzpunkt. Aber mir wurde leider klar gemacht, dass das aus rechtlichen Gründen nicht mehr erwünscht ist. Im Zweifelsfall sei sonst die Frage der Verantwortlichkeit unklar bzw. lande dort, wo sie nicht hingehört. Der Hausmeister war 30 Jahre lang beruflich im Elektrotechnik-Bereich unterwegs und könnte selbst auch einige der Arbeiten erledigen, hat aber von seinem Chef eine klare Ansage in gleicher Richtung bekommen: Finger weg, alles von einer Fachfirma machen lassen.

    Kann man nicht das X32 Rack mit einer x-Touch steuern? Oder geht das nur bei den x-Air Kistchen?

    Vielleicht, die Thomann.Seite lässt vermuten, dass das nur mit den X-Air-Teilen läuft. Allerdings finde ich die Oberfläche auch nicht gerade selbsterklärend (viele unnötige Buttons).

    Es wurde dir ja schon vorgeschlagen, eine bezahlte Beratung durchführen zu lassen.

    Das könnte ein möglicher Weg sein - insofern ich eine Firma an der Hand hätte, bei der ich das Vertrauen darauf setzen kann, dass sie nicht nach einer Goldgrube, sondern nach sinnvollen und konstruktiven Lösungen sucht. Wenn also jemand einen sicheren Tipp für eine Firma im Hamburger Raum hat, bei der ich das erwarten kann, dann her damit. Meine Erfahrungen waren leider nicht so ermutigend - nicht nur aufgrund dem Schürfen nach Gold, sondern teilw. auch aufgrund der fachlichen Ergebnisse.


    Nur als Beispiel: Eine renommierte Hamburger Firma hat unsere PA installiert und natürlich auch die Installation angemessen berechnet. Anforderung war auch, die Anlage einmal klanglich auf den Raum einzumessen. Ergebnis: Zwischen Subs und Tops gab's im Übergangsbereich ein fettes Loch, weil phasenverkehrt betrieben (wo die Phase gedreht wurde ist mir sch**ßegal, das muss man als Fachfirma aber bitte schon mal selbst prüfen).


    Anderer Fall: Vor langer Zeit wurde eine Anschlussdose auf der Bühne ersetzt. Beim Kontrollieren der Anschlüsse habe ich nun erstmals reingeschaut: Weil die Leitung zu kurz war, hat der "Fachmann" eine Lüsterklemme drangehängt und die letzten 10cm zur Anschlussbuchse mit einer dünnen Litze verdrahtet.

    Hmm, so ganz sehe ich noch nicht einen gravierenden Nachteil von "geschirmten Klingeldraht" bei der Festverkabelung. Das wird einmal verlegt und fertig. Die typischen Audiokabel, die wir so bei Veranstaltungen benutzen brauchen ja, da sie ständig neu verlegt werden eine deutlich höhere Flexibilität, aber bei Unterputz im weitesten Sinne?

    Wie auch immer, es bleibt ein System mit Klingeldraht, viel zu wenigen Mikrofonanschlüssen und nicht abgeschlossenenen parallelen Leitungen, bei dem wir ständig viel "drum herum" arbeiten und mit Kompromissen leben müssen, wenn wir den Aufwand vor allem bei kleineren Veranstaltungen mit mehr als nur Sprachübertragung möglichst gering halten wollen (was aus zeitlichen Gründen oft notwendig ist).


    Bei der AES50-basierten Lösung denke ich daher nicht nur an die Reparatur einiger Anschlussdosen und Beseitigung anderer vorhandener Mängel. Für mich klingt es nach einer guten Idee, das für die Reparatur notwendige Geld in eine Lösung zu investieren, bei der die Beschränkungen des bisherigen Systems aufgehoben und gleichzeitig die vorhandenen Mängel des Systems beseitigt werden.

    Dante halte ich als Basis für die Verkabelung eher nicht so zielführend da man damit wirklich nur die maximalen 32 Kanäle vom X32, die bei der Erweiterungskarte möglich sind, nutzen kann. Mit AES50 kann man ja bis zu 38 Kanäle bestücken, auch wenn die letzten 6 keine Dynamics aufweisen würden. Zudem ist das Thema Gain, das ja schon angesprochen wurde, bei Dante eher suboptimal gelöst, da es kein standardisiertes Protokoll dafür gibt, das alle Hersteller von Stageboxen benutzen müssen.

    Danke für den Hinweis auf die Kanalbegrenzung der Dante-Karte beim X32, die hatte ich tatsächlich vergessen. Dann macht das wirklich wenig Sinn, damit zu arbeiten. Aus dem AES50-Universum kann man sonst ja auch ohne Pult 48 Kanäle aufnehmen (Klark DN9630 AES50 auf USB).

    Ich würde mal überlegen ob es wirklich die Midas Stageboxen braucht oder ob man dort, wo jetzt die XLR-Anschluss Dosen verbaut sind, nicht die eine oder ander SD8 oder SD16 verbaut und die per Daisy Chain miteinander verbinden. Als Zentraler Anlaufpunkt könnte auf der Bühne, im Technikraum auch ein X32 Rack werkeln, das man dann per diversen Fernsteuermöglichkeiten auch für die kleineren Aufgaben Standalone nutzen kann, oder eben mit dem FOH Pult per AES verbindet. (...)

    Im worst case könnte das X32 Rack auch als Controller arbeiten, wobei auch da ein echter dynamischer EQ fehlt.

    Der Unterschied zwischen den Midas-Preamps und den Behringer-Stageboxen mag der ein oder andere nicht so auffällig finden. Bei der großen Anzahl von Inputs bei uns war das für mich aber definitiv sofort "ohrenfällig".


    Das mit dem X32 Rack hatte ich mir auch schon überlegt. Was mir dabei allerdings nicht gefällt: Es gäbe nichts mehr zum Anfassen. Die Tablet-Lösung ist ja schick, aber wenn das Ding dann mal nicht aufgeladen ist, gibt's auch keinen Sound. Die Zugangsdaten zum Pult möchte ich nämlich ungern frei weitergeben - sonst gibt's bald mehr als einen "Bundestrainer", der die Anlage kontrollieren kann.


    Als "Anfass-Lösung" kämen daher z.B. das X32 Compact oder das M32R infrage oder deren große Brüder. In beiden Fällen finde ich die Midas-Variante optisch deutlich übersichtlicher gestaltet (was ich für die Schule wichtig finde) - technisch gäbe es dagegen keinen relevanten Unterschied.


    In meinem privaten X32-Rack-basierten System (bei dem es sehr auf Kompaktheit ankommt) arbeitet das Gerät tatsächlich auch als Controller (über die Matrix-Ausgänge). Ein dezidierter Controller wäre mir im Havariefall bei der Schule aber lieber.

    Also wenn es kein dynamischer EQ sein soll, hätte ich hier noch nen lake lm44 rumliegen, den wir nicht mehr brauchen. Das aber nur mal am Rande…


    Zum Rest: ergibt sich. Vermutlich bleibt es wie es ist mangels Budget

    Der Lake LM44 ist recht teuer / nur noch gebraucht zu bekommen? Gebrauchtkauf ist wegen der drei notwendigen Angebote für die Anlage inklusive der notwendigen Garantie/Gewährleistungszeit nicht drin. Wenn es da keine andere Lösung gibt, bleibt es eben erstmal beim Behringer oder ich muss die Stelle eben statisch entschärfen statt mit einem dynamischen EQ.


    Der Rest ergibt sich sicher. Das ist ja zunächst ein Vorschlag, der an anderer Stelle entschieden wird. Dass es am Budget scheitern wird halte ich eher für unwahrscheinlich, aber man wird sehen. Hier ging es mir vor allem darum, das System von technischer Seite aus auf seine Realisierbarkeit und mögliche Haken zu prüfen. In dieser Hinsicht danke ich für's Mitdenken.

    Die Blechdingerchen werden verbogen, weil der ein oder andere Gegenstand vor der Bühne hin- und hergeschoben wird (die sind fast abgeschert). Das könnte man mit einer Holzleiste schützen (werde ich auch kurzfristig noch machen, sicher ist sicher). Bei den teilweise noch verbauten (S)Witchcraft-Buchsen bekommt man den Stecker nur raus, wenn man ihn leicht nach unten abwinkelt. Muss man auch erstmal wissen.

    mal kurz ne ganz andere Frage: was ist denn so schlimm an der bisherigen "Klingeldraht" Lösung? analoge NF-Audioleitungen brauchen idR keine großen Querschnitte, und wenn da pro Leitung sogar zwei "Klingeldrähte" zusammengeführt werden klingt das für mich jetzt garnicht mal soooo schlimm... Deine Leiche lebt doch schon lange und bisher warst Du doch auch immer soweit zufrieden, oder nicht?


    Ich würde mir da SEHR ernsthaft und selbstkritisch schon auch nochmal die Frage nach der Notwendigkeit der Maßnahme stellen. Klar, wir lieben alle Technik! Und neu, anders und moderner fühlt sich auf den ersten Blick oft sehr attraktiv und besser an. Wenn aber die vorhandene Installation im Großen und Ganzen tut was sie soll und eigentlich nur mal ein paar Buchsen ausgetauscht gehören, könnte man am ja Ende des Tages vielleicht schon auch zu dem Schluss kommen, dass die Steuergelder an anderer Stelle ggf. besser aufgehoben wären.

    Der Vorschlag, das nach 25 Jahren einmal "richtig" zu machen kam nicht von mir - ich bin aber sicher nicht abgeneigt. Bereits in der Vergangenheit hat so manche Firma, die den Kram vor Ort gesehen hat, nur widerwillig was daran gemacht - oder gar nicht (hab in den letzten Jahren schon Leute vor Ort gehabt, die jede Arbeit an der Anlage abgelehnt haben).


    Zufrieden... In der Vergangenheit habe ich oft "um das System herum" gearbeitet - d.h. vor allem nur die hochpegeligen Ausgangssignale (4x Monitore / 2x PA) über das System ausgespielt und alle Inputs lange Zeit über ein analoges Multicore zum FOH geführt. Fest eingebaut wurden ursprünglich übrigens ganze 5 Mikro-Anschlüsse, das echt schlecht klingende "Samson"-Mischpult hing in einem offenen Rahmen (die Verkabelung hinten frei zugänglich), ein 12"-Sub an einer Seitenwand in Kopfhöhe AUF der Bühne (wieso dröhnt das so im Mikrofon?), die günstigen Topteile waren völlig unterdimensioniert für den Raum (Kapazität 450 Sitzplätze) und ohne Hochtonschutz war der 0,75"-Treiber bei jeder kleinen Rückkopplung im Nirvana... alles echte Qualitätsarbeit der damaligen "Fachfirma". Glücklicherweise haben wir die PA auf meine Initiative dann ausgetauscht (kurz nachdem ich an die Schule gekommen war - das war nicht mal 5 Jahre nach dem Bau des Gebäudes).


    JEDER Ein- und Ausgang liegt übrigens (über eine Klemmleiste im Schaltschrank) in dreifacher Ausfertigung parallel auf drei Multipin-Anschlüssen (auf der Bühne, an der Vorderkante, beim FOH). Vom Mikrofon über den Schaltschrank bis zum Multipin am FOH sind das sicher mind. 50m Klingeldraht - plus weitere 2x 20-25m für die parallel aufliegenden offenen Leitungen zu den anderen Multipins.

    Ton Heini Eigentlich sollte es zunächst nur ein paar "kleine Reparaturen" geben und es gab ein "Abwehr-Angebot" (siehe HIER). Dabei ist die "Leiche aus dem Keller" wieder aufgetaucht (seltsame Verdrahtung etc.), so dass es wenig sinnvoll erscheint, diese noch länger am Leben zu erhalten. Stattdessen soll nun ein neuer Ansatz verfolgt werden (hat sich ja auch was geändert in den letzten 25 Jahren).


    Ich entwickele nun das Konzept für die Ausschreibung (weil ich den Bedarf vor Ort seit 20 Jahren kenne, die Veranstaltungen betreue und selbst schon vielfältige Erfahrungen im Tontechnik-Bereich gesammelt habe - bei Interesse mehr dazu in meinem Profil). Dann wird es vor-Ort-Termine zur Besichtigung geben, damit Angebote erstellt werden (bei Summen über 5.000€ sind drei Angebote Pflicht). Die entsprechenden Mittel werden dann beantragt und bei Zustimmung bereitgestellt (seitens "Schulbau Hamburg").


    floger: Das Konzept schließt kleine mobile Subsnakes ja nicht aus. Ich habe oft ein 8er-Subsnake auf der Bühne im Einsatz. Aber wenn hier niemand grundsätzliche Hindernisse oder Widersprüche in dem Konzept auftauchen, dann werde ich das weiterverfolgen.

    Wie auch immer. Meine Erfahrung mit den Kosten für eine speziell konfektionierte Lösung und die Installation sind nicht ermutigend gewesen. Die vorhandene DL32 würde ich - wenn es sich machen lässt - gern im Studio lassen, dann kann die Bühne auch parallel zum Studio genutzt werden.


    Nun suche ich noch nach einem geeigneten Lautsprecher-Prozessor bzw. einer Endstufe mit entsprechendem DSP. Gern würde ich die Audioqualität gegenüber dem DXC-2496 steigern, möchte aber ungern auf den dynamischen EQ verzichten. Bislang habe ich da noch nichts passendes gefunden. Vielleicht hat dazu noch jemand einen guten Tipp?


    Nebenbei: Kann jemand Firmen aus dem Hamburger Raum nennen/empfehlen, die ein solches System installieren würden?

    Rechne dein Beispiel mal für 48 Kanäle... und natürlich braucht es vernünftige Stageboxen und nicht einfach nur "Stecker". Das Ganze muss auch jemand konfektionieren und verlegen; reine Materialkosten sagen da wenig aus. Schließlich bleibt dann aber noch die Frage, wohin denn deine analogen Leitungen von der Bühne dann führen sollen... sie enden dann ja doch noch in einer digitalen Stagebox!


    In meinem Beispiel gibt es dagegen nur die Stageboxen + ein paar vernünftige CAT-Kabel.


    Wenn eure Bedenken sich vor allem auf die Begrenzung auf 48 Inputs beziehen (und die Abgeschlossenheit des Systems), dann kann ich damit leben - im Wissen, dass ich ausgangsseitig gegebenenfalls noch eine Dante-Karte ergänzen und damit das Tonstudio sinnvoll anbinden kann.

    Der Vorteil ist, dass du analog flexibler bist. Wenn du überall AES50 Stageboxen verteilst, dann kann das mit der Kanalverteilung etwas unübersichtlich werden. Zugegebenermaßen, ist das Problem mit den User-Patches etwas entschärft.

    Den echten Vorteil, den du mit DANTE hättest, dass du dir halt einfach überall kleine Stageboxen hinstellst, hier und da nur nen Stereo-Dongel einsteckst, und das ganze über einen zentralen Switch laufen lässt, der ergibt sich mit AES50 halt nicht. Da musst du immer alles hintereinander hängen und aufpassen, dass du damit nicht über die 48 Kanäle kommst. Und wehe du braucht irgenwo noch ein zwei Kanäle mehr, dann ziehst du eh wieder analoge Strippen über die Bühne.

    Für größere Veranstaltungen gibt es immer einen vorbereiteten Kanalplan. Da gibt's dann eben Stageboxen A, B und C - das finde ich gar nicht schlecht-


    Bei Dante sehe ich den Vorteil, den du beschreibst. Aber anscheinend ist das vor allem in deutlich komplexeren Setups von Vorteil. Und bei 48 Kanälen ist an einer Schule dann eben Schluss.


    Theoretisch reizt mich auch das Behringer Wing als FOH. Das wäre sicher die leistungsfähigere Lösung - und das Pult kann alle 48 Kanäle auch gleichzeitig verarbeiten. Aber das User-Interface der Konsole halte ich für nicht so intuitiv wie das Interface des (teureren) M32, welches noch etwas mehr einem "traditionellen" Layout ähnelt.

    Maschendrahtzaun: Analoge Kabel sind schon ein ganz schöner Kostenpunkt. Jede Leitung hätte rund 20m Länge (x32 = 640m). Dazu kommt der Aufwand für die Installation - und das ist finanziell auch nicht gerade ohne.


    Analoge Leitungen spielen eher schlecht mit Fremdequipment, wenn sie in einen Technik-Raum hinter der Bühne führen. Ein Fremdsystem bringt seine eigene Stageboxen mit, nur die PA und das Monitor-System könnten interessant sein. Eine CAT-Leitung (oder zwei) von der Bühne zum FOH wird liegen.


    Die drei DL-16 sollen mehrere Anwendungsfälle abdecken:

    • Bei "Sprechveranstaltungen" brauchen wir Anschlüsse an der Bühnenvorderkante. Für die Bigband brauchen wir rund 32 Kanäle auf der Bühne. Das geht mit 2x DL16 oder 1x DL32.
    • Zusätzlich zur Bigband sollen bei Konzerten für den Chor noch Handmikrofone für je 2-3 Sänger genutzt werden (nicht zusammen mit der Bigband). Mit drei Stageboxen kann ich die jeweils benötigten Kanäle nutzen, ohne physisch irgendwas umstecken zu müssen.