Beiträge von Hanseat

    Die von dir genannten Topteile (QSC K12.2) liegen ja im gleichen Preisbereich, daher finde ich die HK L5 112FA preislich absolut im Rahmen. Ich denke auch, dass du den Löwenanteil deines Budgets vor allem in gute Topteile investieren solltest, da man die gute Qualität an dieser Stelle am deutlichsten wahrnimmt.


    Gebraucht habe ich die HK L5112FA als Paar auch schon für 1000€ gesehen und etwas darüber auch das 15er-Modell. Dazu muss man wissen, dass es im letzten Jahr eine deutliche Preiserhöhung gab. Vorher lagen die 12er bei knapp 800€ / Stück neu.


    Was für ein Mischpult brauchst du? Für welchen Zweck? Wie viele Mic-Inputs...? Darf's auch mit Tablet-Steuerung sein oder willst du was zum Anfassen?

    Meine Suche nach guten Topteilen endete nach diversen Hörvergleichen bei der HK Audio Linear 5 112FA. Ich kann dir nur empfehlen, dir diese selbst einmal anzuhören. Mit etwas Glück findest du die auch gebraucht (oder als Vorführmodelle - unsere haben wir auf diese Weise günstig bekommen).


    Die the box pro TP18-800 wird hier gern mal als günstiger 18"-Sub empfohlen. In der aktiven Variante kostet er rund 700€. Insgesamt solltest du damit deine 2.500€ Budget ziemlich gut ausreizen.


    Wenn es kleiner sein soll: Wir haben uns in Kombination mit den HK Audio für die kleinen the box pro Achat 115 Subs entschieden (allerdings ein Rudel mit 6 Stück, passiv an einer Dynacord SL-2400, da wir diese auch Open-Air im Einsatz haben). Die aktive Version kostet mit 590€ etwas weniger als der 18er und ist etwas kleiner und leichter. Bei der Frage, ob es lieber der 18er sein soll, oder ob auch der 15er für dich reicht, kann dir am besten ein eigener Test weiterhelfen.

    Nur schade, dass die Gültigkeit des Zertifikats in 2012 abgelaufen ist...

    In dieser Sache habe ich grade mal an den Musicstore eine Mail geschrieben. Vielleicht gibt es ein gültiges Zertifikat, das möglicherweise nur online nicht aktualisiert wurde, dem Produkt bei Auslieferung aber beiliegt? Mal sehen...


    Interessant ist jedenfalls, dass die Stative vom gleichen Hersteller kommen und vermutlich baugleich sind.

    Schönes Thema, mit dem ich mich auch grade beschäftige. Da gibt es z.b. das Windup 85 KG TÜV bei den üblichen Verdächtigen zu erwerben. Da ich neugierig bin, lud ich mir die TÜV-Bescheinigung runter und recherchierte die dort angegebenen zwei Normen nach. Davon war keine die DIN 56950... Eine beschäftigte sich mit Lacken und die andere Zahlenfolge war nicht recherchierbar. Der von mir angeschriebene, nicht kleine Verkäufer hat das in die Technikabteilung gegeben und bisher bekam ich keine Reaktion darauf...

    Da mir ein solches Windup mal bei einem der üblichen Verdächtigen (Musicstore als Hausmarke "LightmaXX") aufgefallen war, habe ich mir gerade die entsprechende TÜV-Bescheinigung runtergeladen. Darin wird auf die "DIN 15560 27:2006" verwiesen. Eine Suche findet folgende Info:


    Scheinwerfer für Film, Fernsehen, Bühne und Photographie - Teil 27: Handbetriebene Stative, sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfung

    Diese Norm bezieht sich auf hand- und kraftbetriebene Stative in Veranstaltungs-, Versammlungs- und Produktionsstätten wie zum Beispiel Theater, Mehrzweckhallen, Filmtheater, Schulen, Varietés, Kabaretts, Bars oder Diskotheken bei Film, Hörfunk und Fernsehen. Diese Norm enthält umfassende Hinweise zu sicherheitstechnischen Anforderungen, Anforderungen an die elektrische Ausrüstung, Prüfung und Benutzerinformationen.


    Das steht also zumindest mal im korrekten Zusammenhang zum Produkt.

    Ich suche gerade nach einer Mess-Software und habe vor allem SatLive und SysTune im Auge (sowie SMAART DI und daneben das noch in Entwicklung befindliche RiTA). Hinsichtlich der Features habe ich mir einen Überblick verschafft (s.u.), aber erst mit der Langzeit-Erfahrung häufiger Praxiseinsätze kann man sicher beurteilen, welche Software die praxistauglichere ist bzw. wo die individuellen Vor- und Nachteile jeder Lösung liegen.


    Da ich weiß, dass hier einige mit beiden Systemen gearbeitet haben und sicher schon viel Erfahrungen sammeln konnten, möchte ich euch auf diesem Wege um eure persönliche Einschätzung zu den verschiedenen Alternativen bitten. Ganz besonders interessiert bin ich an Erfahrungen von Usern, die Erfahrungen mit mehreren dieser Systeme sammeln konnten und daher gerade Unterschiede hinsichtlich nützlicher Features und Praxistauglichkeit gut beurteilen können.


    Die Software soll vor allem für die Phasenabstimmung zwischen Tops und Subs sowie zur Unterstützung der klanglichen Optimierung zum Eisnatz kommen. Für Letzteres wären mehrkanalige Messungen praktisch.

    Wavecapture und SMAART in der großen Version kommen aus Kostengründen übrigens nicht in Frage.



    Systune Standard:

    + Mehrkanal-Transfer-Funktion möglich

    + SSA-Filter sorgt für valide Ergebnisse auch bei Störgeräuschen

    + Messung mit Live-Sound-Signal möglich (können das die anderen auch?)

    + einfacher virtueller EQ

    (?) Echtzeit-Mittelung der mehrkanaligen FFTs möglich?

    - Wird schon seit langem nicht/kaum weiterentwickelt

    - Lizenzverwaltung über Server / Lizenzausfälle nach Windows-Updates


    SatLive:

    + Regelmäßige Weiterentwicklung

    + Entwickler direkt ansprechbar (Forum)

    + Lizenz auf Dongle

    + Zum Preis von Systune Standard gibt's das Paket inkl. "LevelCheck" (Systune enthält aber auch eine geeignete Funktion)

    ? Messung mit Live-Sound-Signal möglich ?

    - nur einkanalige Transfer-Funktion möglich


    SMAART DI:

    + sehr hohe Auflösung im tiefen Frequenzbereich (MTW-FFT)

    + nach Kohärenz gewichtete Mittelung möglich (können das die anderen auch?)

    - kein gutes Remote-Interface (nur mit zweiter Lizenz / kein Web-Interface)
    - nur einkanalige Transfer-Funktion möglich ("große" Version ist mir zu teuer)

    - teurer als die Konkurrenten


    Außer Konkurrenz (weil noch in Entwicklung):
    Educasound RiTa :

    + in der aktuellen Version kostenlos

    + 4 gleichzeitige Messungen möglich

    + Virtuelle Filter inkl. Allpass-Filter (testweise Optimierung auch ohne "Lärm" möglich)

    - derzeit noch keine Echtzeit-Transfer-Funktion (soll in V 3.0 folgen)

    - bislang nur spanische Anleitung (ändert sich mit V 3.0)

    ...steck' Dein Lappi notfalls in 'nen Karton :)

    Klar, das ist die Low-Budget-Variante :) - ich suche aber etwas "handlicheres". Bei einem 27"-Monitor sähe das dann auch optisch eher nach Umzugskarton als nach FOH-Platz aus.


    Die "IKEA"-Billigvariante, die an anderer Stelle vorgeschlagen wird, ist dagegen mit Vorsicht zu genießen, weil sie die Lüfteröffnungen eines typischen 15"-Notebooks veschließt.

    Danke für den Tipp. Das ist ja auch preislich ganz in Ordnung. Zur Qualität gibt es allerdings - wie immer - auch andere Wahrnehmungen: 27"-Modell des gleichen Herstellers (das stabilisierende Material im Innern soll nur Pappe sein ?)


    Von Eizo gibt's entsprechende und vermutlich hochwertigere Lösungen, die kosten mir mit rund 200€ für ein wenig Plastik aber schlicht zu viel.


    Für mein Notebook hatte ich kürzlich mal nach sowas geschaut und nun folgende Lösung bestellt: MacHood MB-17

    Gerne lasse ich am FOH parallel zum X32-Pult einen Monitor mit X32-Edit laufen, um die Insert-FX übersichtlich im Zugriff zu haben und bei Bedarf eine schnelle Komplettübersicht über die Inputs und deren Einstellungen zu bekommen.


    Vor allem bei Open-Air-Gigs gabe es durch die Helligkeit der Sonne trotz einem gewissen Sonnenschutz durch das FOH-Zelt oft Probleme mit meinem Notebook und dem angeschlossenen Touchscreen. Beide liegen bei der Helligkeit um 250-300cd/m² und das ist im Sommer offensichtlich zu wenig.


    Bei meinem Samsung-Tablet (Tab A 10.1" mit rund 520cd/m²) ist bei direkter Sonneneinstrahlung zwar auch irgendwann Ende, aber das Display funktioniert schon deutlich besser.


    Mich würde interessieren, wie ihr das für euch gelöst habt.

    Habt ihr besonders helle Monitore im Einsatz oder schattet ihr eure Notebooks/Monitore gezielt ab?

    Welche Lösung könnt ihr aus eurer Praxis empfehlen?

    Das könnte ein Nachteil sein. Oder auch nicht.


    Vermutlich fällt das Ding schon lange vorher um, bevor die Belastbarkeit der M20-Verbindung zum Problem wird.
    Anders sähe das sicher aus, wenn man die Grundplatte mit Ballast belegt.

    Der Witz ist, dass man bei Dreibeinstativen subjektiv immer erst einmal den Außen-Standkreis wahrnimmt, der ja deutlich größer ist als etwa beim Gravity "Teller" - und daraus auf die Standfestigkeit Rückschlüsse zieht. Als Praktiker hätte ich jedenfalls grundsätzlich mehr Vertrauen in ein solides Dreibein als einen "Teller".


    Der im worst case (direkt gegenüber eines Beins) relevante Innenkreis des Dreibeins ist jedoch nur halb so groß wie dessen Außenkreis. Zumindest für diesen ungünstigsten Fall gibt es auch zwischen dem K&M 213 und dem Gravity nur verschwindend geringe Unterschiede (von rechnerisch 0,005kN). Das Gravity hat mit der schweren Grundplatte (und knapp 18kg Gesamtgewicht) in dieser Hinsicht einen Vorteil gegenüber dem knapp halb so schweren K&M 213.


    Aus dieser Sicht (Standmoment) lässt sich kein relevanter Unterschied zwischen beiden Lösungen erkennen.


    Die Höhe der Last und ihr Gewicht spielen eine entscheidende Rolle, wenn Bewegung ins Spiel kommt, weil dann doch mal jemand an das Stativ gestoßen ist. Zumindest rechnerisch gibt es aber auch in dieser Hinsicht keinen großen Unterschied zwischen dem K&M213 und dem Gravity.


    Tja so ist das: Mein Bauchgefühl würde dem Dreibein mehr Vertrauen schenken - fragt sich nur, ob das berechtigt ist (und ob man subjektiv dem recht schweren "Teller" zu wenig zutraut, oder dem Dreibein doch eher zu viel).

    das Stichwort heißt hier Gefährdungsbeurteilung


    Im groben heißt das, das du dir bei jeder zu erfüllenden Aufgabenstellung im Vorfeld gedanken machst, welche Gefahren auftreten können, mit welcher Wahrscheinlichkeit sowie schwere der Folgen.


    Nun gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Verringerung der Wahrscheinlichkeit und der Folgen

    Begriff und Verfahren sowie verschiedene Möglichekiten zur Gefährdungsminderung (Ausschluss der Gefährdung durch Verzicht, technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen) sind mir bekannt.


    Mir ist auch durchaus klar, welche Bedeutung das hat. Was ich ausdrücken wollte: Mit meinem gesundem Menschenverstand habe ich schon immer entsprechende Gefahrenanalysen gemacht (und für Verringerung des Gefahrenpotentials gesorgt), auch bevor ich von diesem Wort jemals was gehört hatte.


    Die Beiträge von niggles und UweLam weisen ja gut darauf hin, dass man bei derartigen Lösungen immer auf die ein oder andere Weise dafür sorgen muss, dass es nicht zu "Kontakten" mit dem Stativ kommt.


    Gestolpert bin ich dann aberüber folgenden Beitrag:

    Für Gala wäre es schon schön, wenn das Stativ so dezent daher kommt. Aber wenn ich das so lese, dann werde ich vorerst noch beim 3-Bein bleiben. Die 2.4 Meter würden schon benötigt und das mit knapp 13kg.


    Mit dem 3-Bein komme ich auf 3m und dürfte 50kg beladen. Dort habe ich keine Bedenken mit den 13kg.

    Das hat mich zum Nachdenken gebracht:

    • Es hat zumindest bei mir die Vorstellung suggeriert, dass das 3-Bein deutlich standfester als das "Tellerstativ" sein solle.
    • Die Argumentation "dürfte 50kg beladen - daher keine Bedenken mit 13kg klingt so, als ob eine größere Tragfähigkeit einen besonderen Vorteil bringen würde.
    • Der Hinweis "die 2,4 Meter" werden schon benötigt (bezogen auf das "Tellerstativ" im Vergleich zum Millenium-Kurbelstativ klingen ebenfalls so, als wäre das Millenium eine deutlich bessere Lösung bei dieser Höhe.

    Dazu ist anzumerken:

    • Wie ich oben in meinem Beitrag gezeigt habe, unterscheidet sich das Standmoment zwischen der "Tellerlösung" und dem Dreibein nur um rund 10%. Ein relevanter Unterschied ist daher nicht zu erkennen.
    • Die Tragfähigkeit laut Hersteller hat nichts mit der Standfähigkeit des Stativs zu tun (solange die Last die Tragfähigkeit nicht schlicht überschreitet).
    • Das Standmoment ist nicht von der Höhe der Last abhängig. In dieser Hinsicht gibt es keinen Unterschied zwischen beiden Stativ-Varianten.

    Berücksichtigt man ein Anstoßmoment durch (gemäßigten) Publikumsverkehr, so ist - wie oben gezeigt - KEINE der Lösungen auch nur annähernd ausreichend. Bei einer wandnahen Aufstellung hat das Dreibein hinsichtlich der Kippsicherheit zwar Vorteile (mit zwei Beinen an der Wand aufgestellt), das herausstehende Bein ist dann allerdings als Stolperfalle eine weitere Gefahr. In beiden Fällen helfen dann eben nur "Pflanzendeko" oder andere Maßnahmen, die das Anstoßen verhindern. Und schon sind wir wieder beim gesunden Menschenverstand...


    Wie ich oben mit der Berechnung gezeigt habe, ist das Standmoment

    O.K. Das heißt also: Von der Berücksichtigung aller möglichen Gefahrenfaktoren darf abgewichen werden, wenn begründet anzunehmen ist, dass der Eintritt des jeweiligen Gefahrenrisikos als unwahrscheinlich zu betrachten ist.


    Oder anders ausgedrückt: Kenntnis der Gefahren gepaart mit gesundem Menschenverstand.

    Und was heißt das für die Praxis? Selbst mit einem 4-Bein Towerlift mit 2x2m Standfläche erreiche ich laut Berechnung ohne Ballastierung nicht das notwendige Standmoment, um das Kriterum Standmoment > Kippmoment (*1,3 Sicherheitsreserve) zu erfüllen, wenn ich dabei auch das Anstoßmoment für gemäßigten Publikumsverkehr berücksichtigen muss.


    Ohne dieses Anstoßmoment kann ich auch mit recht günstigen Lösungen erstaunlich hoch hinaus (auch unter Berücksichtigung einer Windlast und einer Exzentrität der Last). Sobald das Anstoßmoment berücksichtigt wird, lässt dieses jede der mir bekannten üblichen Stativ-Konstruktionen unbrauchbar aussehen. Auch bei den typischen Top-Sub-Kombinationen mit Distanzstange sieht das laut Berechnung nicht viel anders aus.


    Du verweist darauf, dass es nie die perfekte Lösung gibt und es die Aufgabe des "Inverkehrbringers einer Gefahrenstelle" sei, fundierte Annahmen/Berechnungen durchzuführen, um das benötigte Material für die angestrebte Aufgabe auszuwählen.


    Kann mir dann mal jemand von den Profis nachvollziehbar erklären, wie er unter diesen Gesichtspunkten die Nutzung von Dreibeinstativen auf Gala-Veranstaltungen, als Delay-Speaker oder klassisch als Front--Speaker begründet?


    Zwei Fotos zur Veranschaulichung für das, was ich meine:

    P.S.: In den beiden gezeigten Fällen könnte man sicher sagen, dass dort kein Publikumsverkehr zu erwarten ist. Aber reicht das dann schon als Begründung aus (wenn ein so hohes Stativ fällt, dann hat das ja auch eine enorme Wirkung und eine nicht zu vernachlässigende Reichweite)? Die Bereiche sind zumindest nicht völlig unzugänglich für Personenverkehr (auch Künstler, Aufbauhelfer...). Reicht dann eine entsprechende "Belehrung" der Personen, die Zugang zu diesem Bereich haben?


    Leider habe ich gerade auf die Schnelle keine anderen Bilder gefunden, aber vor allem bei dezentraler Beschallung gibt es ja häufig mehrere Stative mit Topteilen entlang der Gänge. Wie lässt sich das nachvollziehbar begründen (von den Stolperfallen bei Dreibeinen mal ganz abgesehen)?

    Für das Standmoment spielt die Höhe ja keine Rolle. Das berechnet sich nur aus Gesamtmasse x Seitenlänge Grundplatte/2


    In diesem Fall mit (0,20kN+0,178kN) x 0,58m/2 ergibt sich ein Standmoment von 0,11kN.

    Der Wert liegt aufgrund der höheren Gesamtmasse über den beiden Beispielrechnungen von oben.


    Vergleich: Belädt man das Millenium-Stativ mit 20kg, dann erhält man mit dem Standmoment von 0,126kN einen nur geringfügig höheren Wert. Auch der effektiv wirksame "Standkreis" unterscheidet sich bei beiden nicht so sehr wie es vielleicht zunächst aussieht (0,4m beim Millenium und 0,29m beim Gravity).


    Solange niemand an das Stativ stößt und kein Wind gegen die Last bläst, wird das Ding da oben stehen bleiben.

    Aber wehe, man berücksichtigt Windlasten oder ein Anstoßmoment aus ungünstiger Richtung - schon bei 0,3m² Windangriffsfläche kippt die Konstruktion und an einen Stoß an das Stativ will ich gar nicht denken. Die notwendige Anstoßkraft ist nicht sehr groß, um das Ding zum Umfallen zu bringen (da reicht schon 0,1kN aus).


    Berücksichtige ich beide Kräfte (Windlast und Anstoßmoment), dann müsste das Stativ laut meinem Rechner allerdings rund 190kg wiegen (bzw. mit entsprechendem Ballast versehen sein), um die Box in 2,4m Höhe sicher zu halten. Indoors gibt's zwar keinen Wind, dann müsste das Stativ aber immer noch ca. 155kg Gesamtgewicht (mit Ballast) auf die Waage bringen.


    Daher ja meine Fragen von oben:

    • Ist meine Berechnung korrekt oder gibt es einen (Denk-)Fehler?
      Das müsste man ja fast vermuten, da ich auf vielen Fotos auch hier im Forum immer wieder Topteile deutlich über Kopfhöhe auf Dreibein-Stativen aufgestellt sehe.
    • Wie kalkuliert ihr das Anstoßmoment für eure Konstruktionen?
      Oder - ketzerisch gefragt - will man lieber gar nicht erst drüber nachdenken, ist ja (bislang) nie was passiert?
    • Inwieweit berücksichtigen Herstellerangaben für die Belastbarkeit des Stativs ein Anstoßmoment?
      Oder geht's da einfach nur um die zentrische Maximalbelastung bevor das Material schlapp macht?

    Bei unserem kleinen Stadtteilfest sollte es Tanzbeiträge in den Umbaupausen geben. Der klare Hinweis war: Eine Woche vorher alle Files abgeben, damit ich sie gegebenenfalls überprüfen kann (bei einem Chor hatte ich auch schon mal midi-Files bekommen=O - zum Glück schon zwei Wochen vor dem Termin).


    Ergebnis: Keine einzige Gruppe hat sich daran gehalten. Alle kamen kurz vor ihrem Auftritt ans FOH und hielten mir ein Handy oder ein Notebook entgegen (auf dem sie dann auch erstmal suchen mussten, wo den gleich die Titel sind). Besonders nett war das Bild, als ich das Kabel mit der 3,5mm Klinke übergab, das moderne Handy aber leider keinen Kopfhöreranschluss hatte. Kommentar: "Ja da muss ich mal erst nach einem anderen Handy suchen gehen..."


    Noch was zum Thema mp3 vs wav-Format: Als ich zur Jahrhundertwende (lang lang ist's her) für Sonopress (Bertelsmann) gearbeitet habe (vor allem im Mastering), wurde ein neues Projekt angestoßen, dessen Name mir leider nicht mehr einfällt. Auf jeden Fall ging es darum, den kompletten Back-Katalog aller in Deutschland lieferbaren CDs in kurzen Ausschnitten hörbar zu machen. Es war zu klären, welche Datenrate dafür verwendet werden sollte. Aus kaufmännisch-technischer Sicht war man an einer möglichst niedrigen Datenrate interessiert. Andererseits sollte ich herausfinden, welche Lösung möglichst "verlustfrei" wäre. In einem kleinen Tonstudio (mit kleinen aber feinen B&W-Monitoren) habe ich das dann getestet. Bei der höchsten Datenrate von 320kB/s war der Unterschied so gering, dass nur noch geringste Unterschiede in Räumlichkeit oder Feindynamik hörbar waren, 256kB/s war ein guter Kompromiss (anfangs wurde aber meines Wissens aus wirtschaftlichen Gründen dennoch mit niedrigeren Datenraten gearbeitet). Die ersten 100 CDs habe ich übrigens noch völlig manuell bearbeitet, später gab es dann ein Team von 5 Mitarbeitern, die Ausschnitte wurden dann von den angelieferten CDs gegrabbt und die Cover eingescannt (CD für CD am Rechner).


    Für die genannten Anwendung halte ich mp3-Files (mit der heute üblichen Datenrate von 256kB/s) für absolut ausreichend.


    VIelen Dank auch für die hier im Thread genannten Player-Vorschläge - ist auch für mich interessant.

    Aus Interesse: Nach ausführlicher Diskussion zum Thema Standsicherheit von Lasten auf Stativen (Standmoment/Kippmoment) in einem anderen Thread habe ich mir auf Basis DIESER Erläuterung einen Excel-basierten Rechner dafür angelegt und einige Beispiele durchgerechnet. Dabei bin ich ins Grübeln gekommen.


    Beispielrechnung aus diesem Thread:

    • Gewicht der Last 13kg
    • Gewicht Stativ (angenommen K&M 213): 8,6kg
    • Äußerer Fußkreis des Stativs (angenommen): 1,6m
      (effektiv ist im Worst-Case nur der Innenkreis mit 0,8m)
    • Höhe der Last: 2,4m

    Wenn ich richtig rechne ergibt sich ein Standmoment von 0,086kN. (Gesamtgewicht * Innenkreis/2)


    EDIT (mit Millenium BLS-2700 - scheint das von zegi verwendete Stativ zu sein)

    • Gewicht der Last 13kg
    • Gewicht Stativ (angenommen K&M 213): 11,6kg
    • Äußerer Fußkreis des Stativs (angenommen): 1,6m
      (effektiv ist im Worst-Case nur der Innenkreis mit 0,8m)
    • Höhe der Last: 2,4m

    Wenn ich richtig rechne ergibt sich ein Standmoment von 0,098kN. (Gesamtgewicht * Innenkreis/2)



    Auch mit einer gewissen Exzentrität der Last (keine perfekt gerade Aufstellung oder Schwerpunkt der Box nicht ganz zentrisch) ist das kein Problem - das Stativ steht sicher.


    Anders sieht es aus, wenn man ein Anstoßmoment durch Publikum berücksichtigt: Egal welche derartige Konstellation (Box auf Dreibein-Lautsprecherstativ) ich da durchrechne - sobald das Anstoßmoment durch Publikum eine Rolle spielt, bleibt keine der Konstruktionen stehen (ausgehend von einem Anstoßmoment von 0,5kN in 1m Höhe - d.h. bei perfekt zentrischer Last => Anstoßmoment = Kippmoment)


    Interessant ist die entsprechende Formulierung zum Anstoßmoment im oben verlinkten Dokument: "Vorgeschriebene oder genormte Belastungsansätze gibt es hierzu nicht, wie empfehlen jedoch folgende Ansätze: 0kN ohne Publikumsverkehr, 0,5kN bei gemäßigtem Publikumsverkehr und 1,0kN bei dichtem Menschengedränge".


    Daher einige Fragen dazu:

    • Ist meine Berechnung korrekt oder gibt es einen (Denk-)Fehler?
    • Wie kalkuliert ihr das Anstoßmoment für eure Konstruktionen?
    • Inwieweit berücksichtigen Herstellerangaben für die Belastbarkeit des Stativs ein Anstoßmoment?


    P.S.: Bild zu Außenkreis und Innenkreis eines Dreibeins (von Wikipedia)

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