Beiträge von mawo

    Wenn Du Dich von dem Mixer nun absolut nicht trennen kannst/willst (also diesem Modell), dann würde ich auch mal gebraucht schauen, die sieht man häufiger mal bei Ebay oder auch eBay Kleinanzeigen für sehr schmales Geld. Eine Reparatur wird da wohl teurer...

    Sowas habe ich mir auch mal gebaut, schick schick! Als ich meins fertig hatte und die Position vom Tablet so ausgerichtet hatte das es für mich stimmte, hatte ich ich oft OpenAir oder neulich auch mal in einem Club mit einer beleuchteten Glasfläche hinter mir das Problem, dass das Tablet nervig gespiegelt hat und ich immer am hin und her drehen war. iPads Neigen ja auch gerne mal dazu. Kann jemand eine gute Folie empfehlen, die etwas entspiegelt? Oder habt ihr das Problem nicht?

    Vielen Dank für die Blumen :-) Mit dem GLD80 hast Du ja auch nichts falsch gemacht. :-) Zum Beispiel finde ich noch erwähnenswert das der Support von Roland wirklich sehr gut, freundlich und kompetent ist. Ich hatte 2-3 Fragen zu dem Pult und nach einem Kontakt direkt bei Roland hatte ich ein paar Stunden später Rückantwort mit hilfreichen Infos, Links und für Bedarf direkter Telefondurchwahl. Da können sich andere auch mal eine Scheibe von abschneiden. (Auch wenn 200m Laufen und beim Fragen stellen Kaffee trinken auch nett klingt!)

    Aber es freut mich zu sehen, dass es immernoch Menschen gibt, die Alternativen austesten ...

    Für mich ist es halt immer wichtig, das ein Werkzeug funktioniert und mir das gibt was ich ich grade suche, erst einmal zweitrangig was da für ein Name drauf steht. Man neigt ja oft dazu von einem Pult (oder was auch immer) abstand zu nehmen, weil es vielleicht 1-2 Dinge gibt, die man so nicht gewohnt ist oder die einem vermeintlich fehlen. Dass es aber an anderer Stelle vieles richtig macht und das ein oder andere nützliche Feature mitbringt, sieht man dann garnicht mehr. Ich bin noch in einem Alter, wo man sich noch an Neues gewöhnen kann, aber es gibt ja auch Menschen, die haben keine Lust sich an Neues oder anderes zu gewöhnen, sei es auch eine Arbeitsweise. :-) Natürlich ist es immer am Besten bei zum Beispiel einem Pultkuf Pulte intensiv miteinander zu vergleiche, die in einer persönlichen, engeren Auswahl stehen. Viele haben vielleicht aber auch nicht so die Möglichkeit dazu, oder die Lust, oder die Zeit, oder, oder, oder... (man sollte sie ja auch in der Hand haben und nicht nur durch Bilder und Datenblätter vergleichen) und dann neigt man halt auch oft dazu der Masse hinterherzulaufen und etwas zu kaufen, was andere auch haben oder die vorherrschende Meinung zu übernehmen. Und so dreht man sich in dem Strudel halt immer gerne mit in eine bestimmte Richtung. Vielleicht ja auch einen Grund, warum Roland nicht so Fuß gefasst hat und viele andere auch.


    Dein Zitat von Walter Fisch wäre übrigens ganz passend für Deine Signatur ;-)


    Gruß Markus

    Was ich übrigens vergessen habe und was für viele vielleicht wichtig ist: Im Gegensatz zur Meinung dass es nicht 19 Zoll fähig ist (was ich schon mehrfach gelesen habe) ist es das. Es kann (sogar beim großen T) ein entsprechendes Kit erworben werden.

    Roland arbeitet mit dem eigenen Netzwerk „REAC“. Hier gibt es diverses Zubehör von verschieden großen Stageboxen, Recordern, Personal Monitoring, etc. Auch hier soll alles super klingen, problemlos laufen und für alle was dabei sein. Ich sage bewusst „soll“ weil ich selber keine der Komponenten besitze. Ich überlege aber noch eine S1608 Stagebox (läuft übrigens alles über CAT5e) anzuschaffen, auch wenn ich sie eigentlich garnicht brauche, da (und das ist ein weiterer Nachteil) die Stageboxen bei den üblichen DryHire-Firmen wenig zu finden sind, weil halt hier nicht so weit verbreitet. Als Tipp: Mal bei Medienfirmen Nachfragen, da Roland ja viel im professionellen Videobereich macht und das da weiter verbreitet ist als dieses Pult unter den deutschen Tonis. Hier und da haben sie (wegen der VMixer Anbindung an die Videopulte auch mal passende Stageboxen oder auch Pulte dieser Reihe). Das muss man vor einem Kauf aber wissen, bzw. sich klar sein. Leider sind die Roland-Komponenten auch nicht ganz billig. (Wer trotzdem in SH/HH so etwas hat, darf sich gerne bei mir melden :) ) Erweiterbar durch Karten ist das Pult nicht, Dante kann aber über einen (Roland)Konverter erfolgen.


    Sicherlich habe ich noch viel vergessen, aber das werde ich so Stück für Stück nachreichen und hoffe, ich konnte Interessierten einen kleinen, oberflächlichen Eindruck vermitteln. Bereuen tue ich den Kauf aber keinesfalls und denke, dass es für viele auf jeden Fall einen eindeutigen Blick wert ist, denn meiner Meinung stimmt hier absolut das Verhältnis von Qualität, Sound, Umfang und Bedienbarkeit zum Preis. Und man hat halt mal was anderes. :S


    Liebe Grüße

    Markus

    Ich möchte an dieser Stelle mal ein kleines (objektives) Review vom Roland M200i Pult erstellen. Der Grund ist einfach, dass

    es zu dem Pult leider sehr wenig Testberichte und/oder Erfahrungsberichte gibt, was wohl daran liegt, dass es in

    Deutschland ein kleiner Exot ist, wie wohl auch die meisten anderen Roland Pulte bis hin zum M5000, obwohl das

    alles wirklich sehr professionelle und brauchbare Tische sind. Auch schreibe ich es, da ja immer wieder viel

    günstige Digitalpulte gesucht werden und es vielleicht für den ein oder anderen eine Alternative darstellen könnte,

    zumal es hier und da schon echt günstig zu haben ist, letzten Jahr fiel der Preis einmal ordentlich. Derzeit liegt

    der Verkaufspreis bei brutto ca. 1700/1800 EUR. Ich habe auch schon Angebote von weit über 2k gesehen, aber das sind sicher noch Leichen von vor dem Preissturz. Ich habe deutlich weniger bezahlt (neu im EK) und das war auch

    einer der Gründe des Kaufes. Ich werde hier auch nur kurz eine Übersicht und ein paar Infos geben und das nicht mit

    anderen Pulten selber Liga vergleichen, dass kann ja jeder für sich selbst tun. Konkurrenten wären hier halt Pulte

    wie die QU`s, Soundcrafts, TF1, etc.


    Ich suchte ein weiteres (Digital)Pult für bestimmte Anwendungszwecke. Hierzu gehört viel Sprachbeschallung von

    Konferenzen, Tagungen (mit einigen Funkstrecken), etc, aber auch als „festes“ Pult für eine kleine Kapelle, mit der ich öfter unterwegs sein werde. Locationbedingt wird/kann das Pult auch öfter mal an der Bühnenseite stehen und darum war es mir wichtig, auch direkte Inputs am Surface zu haben. Alle weiteren, üblichen Standardfeatures sollte es natürlich auch mitbringen.

    Ich hätte natürlich für den Preis auch ein QU16, X32 Compact, etc. nehmen können, aber bin auch jemand der gerne mal was neues, exotisches ausprobieren will, zumal ich in meinem Fall auch weniger bezahlte als für besagte Konkurrenten und das Pult keine Rider erfüllen muss. Auch Fremdtechniker kommen damit super klar, nach kurzer Einweisung.

    Für meine Anwendung reichen auch dicke 16-24 Kanäle aus.


    So, kommen wir auch erstmal zu den Eingängen: Es sind nämlich 24 in Summe. 16x XLR onboard, plus weitere sym. Klinkeneingänge und wir kommen auf 24 direkte Inputs. Eigentlich sogar 26, denn das angeschlossene iPad (zudem später mehr), kann adhoc mit dem Pult verbunden werden und es lässt sich direkt die komplette ITunes - Bibliothek auf das Pult „streamen“,

    ohne dazu ein physikalischen Stereo-Input zu belegen. Nettes Feature, wie ich finde. An frei belegbaren Outputs finden sich 12 Stück vor, incl. Main-Out und 4 davon in sym. Klinke. Alle sind frei belegbar, natürlich auch die Summe. Des weiteren haben

    wir eine Ausspielmöglichkeit über AES/EBU. Pro Kanal gibts natürlich die üblichen Dinge wie PEQ, Comp/Gate/Limiter/Expander mit Key-In - Möglichkeit, insertbare Effekte, 31Band GEQ, etc pp. Wir haben 4 Mutegruppen und 8 DCA Gruppen zur Verfügung und eine 4-Kanal Matrix. 8 Aux-Wege, 2x Userlayer, USB-Aufnahme (2Kanal) oder Multitrack-Recording (allerdings nur über einen über die REAC Netzwerkbuchse angeschlossenen (Windows!)-PC/Laptop, vorzugsweise mit Sonar als DAW. Wobei es auch mit anderen gehen soll, habe ich bisher nie gebraucht oder genutzt. USB-Recording schon, funktioniert einwandfrei. Hier allerdings darauf achten, dass der Stick übers Pult formatiert wurde und beim Booten bereits steckt. Danach können Sticks auch im Betrieb getauscht werden. Auch gibt es keine Begrenzung für Stick-Größen. Zumindest laufen bei mir auch 32 und 64GB. Für MT-Recording und Virtual Soundchecks bietet Roland auch einen Multitracker als Hardwarezubehör. 17 hochwertige Motorfader sind willig durch die Gegend geschoben zu werden und haben dafür 100mm Platz. Und das fühlt sich auch gut an. Ein Oszillator befindet sich auch an Board, wie auch 4 FX Engines, wobei leider nur ein Stereo Hall gleichzeitig genutzt werden dann. Komme ich aber mit klar.

    Zum Abhören über Kopfhörer stehen zwei Klinkenausgänge an der Vorderseite zur Verfügung. Groß und klein. Ein frei zuweisbarer Talkback Kanal kann direkt durch drücken oder gedrückt halten von der Oberfläche aus bedient werden. Des weiteren lassen sich 8 frei belegbare User-Buttons den persönlichen Bedürfnissen anpassen, wie in meinem Fall zum Beispiel mit der Tap-Funktion vom Delay, Mutegroup - Direktzugriff, etc. Leider gibt es keinen Anschluss für eine Pultleuchte, aber die habe ich mir mit einer Schwanenhals-USB-Lampe selbst gebaut. Passt. Was ich etwas vermisse sind zwei Dinge: Einmal die Scribble Displays, dass hat das Pult (aber auch andere in der Preisklasse) leider nicht. Aber natürlich können sämtliche Kanäle und Inputs im Ipad Display farblich und durch Text benannt werden. Und da ich den Großteil meiner Zeit hinter Pulten eh mit Neontape am beschriften war, habe ich mich da schnell dran gewöhnt. Nicht so schlimm. Auch fehlt mir leider ein RTA hinter der EQ Darstellung, aber auch das passt für mich, ich mische ja mit den Ohren. Aber schön finde ich das schon immer.


    Auch wenn angegeben wird, das Pult auch ohne iPad nutzen zu können, bliebe dafür nur ein imho zu kleines, schlecht aufgelöstes s/w Display zur Verfügung. Spaß ist anders. Aber selbst Roland betitelt das Display eher als Service-Display, falls das iPad mal abraucht. Machbar ist es, aber wie gesagt… Das ist bei mir aber bisher noch nie passiert. Daher ist es „inoffiziell“ wirklich darauf ausgelegt, mit dem silbernen Wischbrett verbunden zu werden. Dann allerdings, macht das Arbeiten wirklich viel Spaß. Die App läuft mega stabil und ist super einfach und übersichtlich zu bedienen, anders als so mach andere App auf meinem Tablet. Eine der Besten, die ich bisher hatte, zumal durch das tabletlastige Konzept so gut wie ALLES auch über das iPad gemacht werden kann, incl. Systemzeugs, Patching und Co. Also einigen wir uns darauf, dass das iPad quasi eigentlich nur als externer Monitor dient. Beim Kauf liegt (zumindest war es bei mir so) nur ein Dock Kabel der alten Generation bei, also der große Flache, mir ist grade der Name entfallen. Ich habe mir dazu einfach für 50 EUR ein gebrauchtes iPad der 2ten(!) Generation gekauft und über Kabel mit der Konsole verbunden. Läuft einwandfrei. Es gibt auch ein Anschlusskabel mit Lightning Anschluss zu erwerben, kostet aber mehr als in meinem Falle das zweite iPad, also erschien mir das als die bessere Lösung. ZUSÄTZLICH lässt sich aber ein zweites iPad über einen Router oder Access Point parallel zu dem also schon verwendeten iPad verbinden und man kann also mühelos durch die Halle schlendern und hat auch da kompletten Zugriff auf alles. Auch ganz nett, wenn man mit zwei Techs arbeitet, beispielsweise einer am FOH und der andere kurbelt parallel den Monitorsound, oder korrigiert laufender weise etwas. Ein eigenes WLan kann auch über einen WLanStick direkt mit dem Pult aufgebaut werden, habe ich aber nie benutzt. Mag sein dass das auch nur mit dem originalen ROLAND-Stick geht. Auch kann zusätzlich noch über USB ein Laptop (Win oder Mac) direkt mit dem Pult verbunden werden und auch da gibt es den vollen Zugriff, allerdings nicht mit der App-Oberfläche, sondern quasi dem Displaylayout des M400 etc. Auch das ist getestet und funktioniert, auch wenn ich es nicht wirklich brauche. Das iPad kann entweder einfach auf die dafür vorgesehene Fläche aufs Pult gelegt werden, oder aber man nutzt den beigelegten Bügel um das Pad in zwei Höhen anwinkeln zu können. Das Pult arbeitet aber sehr viel mit dem „Touch und Turn“ Prinzip eines einzigen Encoders. Ich weiß dass es viele gibt, die viele Köpfchen zum drehen brauchen um glücklich zu werden. Das mag ich im Prinzip auch lieber, aber habe mich tatsächlich sehr schnell dran gewöhnt, selbst beim EQing. Wenn man den Encoder zwischen den Griffeln hat, kann man mühelos mit anderem Finger bspw. vom Q über Main zu Freq navigieren, ohne den Encoder loszulassen. Wenn man den darüber liegenden „Function“ Button berührt, stellt sich ein feineres Raster ein, zum genaueren Arbeiten. Ich zumindest habe mich schnell dran gewöhnt und kann nicht sagen, dass ich mit dem Konzept langsamer bin als bei anderen Pulten. Die Boot-Zeit des Pultes liegt übrigens bei knapp 3 Sekunden. Schöne Sache. Auch sämtliche Buttons arbeiten völlig geräuschlos bei ihrer Benutzung.


    Über Optik lässt sich ja immer streiten, aber ich mag diese grauen schlichten Pulte lieber als alles bunte, stylische was es so gibt - wirkt für mich immer etwas professioneller. Aber am Ende ist das ein Werkzeug und es kann daher auch neonpink sein.

    Von der Haptik und Verarbeitung ist absolut nichts zu beanstanden. Fühlt sich alles wertig an und auch die Fader laufen sauber. Es gibt zwar mittlerweile schon schneller fahrende Fader, aber das stört mich nicht im geringsten. Vielleicht sogar ganz gut für die Langlebigkeit. Für mich das Wichtigste: Der Sound. Und hier war ich zugegebenermaßen sehr beeindruckt, vielleicht auch weil ich Roland bei Pulten nie so wirklich auf dem Schirm hatte. In meinen Ohren klingt es nochmal etwas besser als das QU und deutlich besser als die X32 (Ich weiß ich wollte nicht vergleichen). Ich bin eh immer nicht so für die Diskussionen wo bei Digitalpulten irgendwelche Preamps verglichen werden, und die jetzt immense Soundunterschiede machen, ich glaube nicht dass das heutzutage noch so eine Rolle spielt. Viel mehr merke ich es immer daran, wie hauptsächlich die EQ`s agieren, ob sehr hart, oder aber musikalisch, und ob man die Eingriffe immer plakativ wahrnimmt, oder alles schön zusammenbleibt. Beim X32 finde ich grade im Bass und den Höhen alles etwas undifferenziert und matschig (persönlicher Eindruck), beim Roland dagegen arbeiten sehr musikalische EQ`s, die in besagten Bereichen sehr sauber und differenziert klingen. Auch die Effektengine hat mich sehr beeindruckt, grade die Quallität der Hallräume sind echt schön. Glasklar. Einzig etwas gedauert hat die Einstellung eines für mich passendes Delays, so schön sie auch klingen. Aber nach einiger Zeit hatte ich den Dreh raus.

    ... und ergänzend: Was meinst Du mit schlechten Inputs?

    Und was mir grade zu meinem letzen Absatz noch einfällt ist ein kleiner mawo, der beim diesjährigen Hamburger TOTO Konzert seine Fanta am Tresen festhält, nah am Ausgang und mit sich ringt da zu bleiben. :-) Aber das war wohl vielleicht auch einfach ein Ausrutscher, aber für das Geld hätte ich mir auch ein paar CDs kaufen können. :-)

    Achso, jetzt weiß ich auch was mit Dual PA gemeint ist, war schon spät. Habe ich auch schon gehört, aber tatsächlich nie selber gemacht. Einzig wie z.B. Rebecca schreibt mit zusätzlichem Center für Vocals, dass funktionierte auch ganz dufte. Aber das Prinzip klingt gut/interessant, weiß zufällig jemand wie der besagte Thread heißt, in dem hier darüber schon diskutiert wurde? Da würde ich gerne mal etwas drin rum lesen und es vielleicht auch selber mal probieren wollen. Sich bei kleineren Sachen mal zweite Tops zu stellen/hänge ist ja hier und da noch umsetzbar. Die Jobs wo mir jemand zwei weitere Bananen hängt aus persönlichem Wunsch, mache ich nur leider nicht, dass bezahlt keiner :-)


    Das was simonstpauli bzgl. des Stereomonitorings schreibt, habe ich auch schon mal gemacht, dass war allerdings der Wunsch einer Band (bzw. des Leadsängers/Gitarristen), der das bei einem anderen Gig mal angeboten bekommen hat und das so toll fand, dass er mich fragte, ob ich das auch für ihn umsetzen kann. Er war glücklich und ich hatte wieder dazugelernt und das hin und wieder erneut umgesetzt, allerdings hat sich das irgendwann wieder verflüchtigt, weil es den meisten egal war, weil sie immer auch "normal" klargekommen sind, oder halt wegen InEar. Am Schlagzeug habe ich das noch nicht gemacht.

    Bzgl. StageLeft`s Kommentar zu dem miteinander Groß werden: Ja, prinzipiell bin ich da bei Dir und finde solche Ansätze auch enorm wichtig, auch aus u.a. den von Dir genannten Gründen. Aber: Aus reiner Nettigkeit und Nächstenliebe einen schlechten Mischer mitzunehmen, nur weil man im Tourbus Spaß mit ihm hat, ist zwar schön, aber am Ende nicht wirklich zielführend. :-) Ich kenne zwar ein paar anstrengendere Kollegen, aber so richtige Arsch***** sind mir ehrlich gesagt selten untergekommen, eher in ganz kleinen Läden, wo jemand steht, der eigentlich keinen Plan hat und ein großer Schnacker ist, wo man aber auch weiß, dass er nie in besagte Lieg aufsteigen wird. Bei den ganz Großen Sachen habe ich bisher immer nur freundliches Personal gefunden, irgendwie habe ich auch das Gefühl, je größer das Vanue, desto netter, zuvorkommender und lockerer die Leute. Oder ich hatte da einfach nur Glück. Ich finde(und das darf man einfach nicht vergessen), dass das was die Künstler, grade in dieser Größenordnung machen, einfach auch ein Job ist, für das Kunden (Publikum) mittlerweile seehehr viel Geld bezahlen. Da ist es mir ehrlich gesagt egal wer da mit wem im Tourbus kuschelt, er sollte sein Job gut machen, für den ich ihn ja auch indirekt bezahle. Und das dürfte auch im Interesse der Band liegen, die ja auch nicht umsonst teils Jahrelang an einem Album arbeitet um es dann qualitativ so gut wie möglich zu präsentieren.

    Diese "posende Selbstdarstellung" finde ich immer etwas albern und fehl am Platz, aber das kann ja jeder machen wie er will. Zumindest dann, wenn das was er abliefert auch stimmt. Dann wird das auch wieder cooler, statt albern :-) Aber irgendwas muss er ja richtig machen, sonst wäre das glaube ich über die letzten 30 Jahre mit den Peppers irgendwie anders gelaufen. Aber wie gesagt, zu dem Thema kann ich nichts sagen, weil nie gehört. Ich weiß das hast Du so auch garnicht geschrieben oder vielleicht gemeint, das viel mir nur grade dazu ein und habe es einfach etwas weitergeführt. :-)

    Tach, ja eigentlich schon. Hintergrund ist, dass ich als weiteres Pult für bestimmte Jobs ein M200i gekauft habe, bei dem in den Regel die Surface Preamps reichen. Bin auch sehr zufrieden, aber es ist halt in Deutschland ein Exot und ich versuche nur herauszufinden,

    bei wem ich zunieten kann, wenn ich doch mal auf Cat gehen muss/will. In eine REAC Stagebox zu investieren lohnt fast nicht, weil ich sie oft bei dem Pult halt eh nicht brauche und sie mir für 90 Prozent rumstehen doch einfach zu teuer sind. Aber Danke für die Meldung - ich habe es dennoch im Hinterkopf! :-)

    Fragen über Fragen...


    Nur noch kurz ein kommentarloses Zitat von ihm, der auch Soundgarden und Blink128 etc. mischt, welches ich gestern in dem Zusammenhang auch kurz überflogen habe: Die Frage, wie er sich auf Touren wie diese vorbereitet, kommentiert er lachend: “Na ja, wir hatten einen Produktionstag – und am nächsten Tag war die erste Show. Und dann ging direkt die Tour los!“ Er kommt oft für eine ganze Woche ohne einen weiteren Sound-Check aus: „Ich mache dann nur Line-Checks und tune die PA mit Musik aus der Konserve.“ ... Was sind für ihn die größten wiederkehrenden Probleme, wenn er quasi von außen „einfliegt“, um eine Show zu mischen? „Auf diesem Level hat man es in der Regel immer mit gutem Material zu tun. Ob Meyer, L-acoustics, d&b – die Systeme sind immer ziemlich gut. Das Problem ist, dass aus irgendeinem Grund die Soundtechs es lieben, mit EQs herumzufrickeln, anstatt den von Haus aus guten Sound der Systeme zu nutzen. Mein Tipp: Gleich erst mal alle Settings bypassen und zurück aufs Factory-Setting. Die PAs sind heutzutage so gut, dass man mit „Finetuning“ oft eher Schaden anrichtet. Der Tech tat mir heute echt leid – er hatte gut 45 Minuten rumgschraubt, und dann kam ich und sagte: weg damit!"

    Ich kenne auch einige wenige Kollegen, die für meinen Geschmack etwas zu viel am Kurbeln sind, wo es eigentlich garnicht notwendig ist, man muss ja nicht jeden Knopf benutzen weil es ihn gibt, aber das lernt man meiner Meinung nach mit der Zeit eh, wenn man sein Gehör von Job zu Job, Location zu Location und Band zu Band, etc schult. Aber so "konsequent" zu sein wie er, ist schon etwas... naja. Die Backline spielt auch nicht jeden Tag gleich, egal wie sehr man versucht alles zu Reproduzieren. Aber ich schließe mich zegi an, hab ihn ja noch nicht gehört und halte mich dann immer etwas bedeckt mit einem Urteil. Auch wenn ich sagen kann, das ich so nicht arbeiten würde.

    Ich selber habe sie nie besessen und auch selten live mit gearbeitet, wie Du schon sagst, etwas im Schatten, aber ich habe damals beim Film mal mit einem Stereo Pärchen für ein Projekt etliche Athmo-Aufnahmen gemacht. Da war die besagte Neutralität ganz gut! Und zu dem Preis den Du bezahlt hast, kann man nur gratulieren! Nehmen ja kein Platz weg, also auf jeden Fall behalten :-)