Beiträge von der onk

    Schönen guten Spätnachmittag!


    Als Ersatz für eine in die Jahre gekommene HK Projector sucht mein Sauhaufen eine PA. Da ich bei größeren Anlagen - also dem Kram, der eben nicht mehr über thomann und Co vertickt wird - keinen Marktüberblick habe, wende ich mich mal vertrauensvoll an die Profis hier.


    Unser Anforderungskatalog ist schon sehr speziell und ich bitte - ohne jemandem zu nahe treten zu wollen - daß sich hier Leute zu Wort melden, die wirklich Erfahrung mit Bayerisch-Böhmischer Blasmusik haben, denn wir brauchen da was anderes, als 08/15-Rock&Roll-Holz.


    1.) Anwendung

    a) Musikart:

    [x] Livemusik (Band / Orchester)

    Stil: Bierzeltmusik. Also von Bayerisch-Böhmischer Blasmusik über Big Band Nummern bis hin zu Halligalli-Drecksau-Party-Malle-Gassenhauer-Rockmusik


    Bandbesetzung:

    2x Horn/Posaune, 2x Klarinette/Sax, Tuba, 3x Flügelhorn/Trompete, Drums (E-Kit), E-Bass, Keys, Ziach, A+E-Gitarre, ein Rudel Gesänge (m/w).


    Größe und Location der Veranstaltungen:

    Bierzelt bis 3000 Leute. Druckbeschallung im bühnennahen Drittel des Zeltes. Weiter hinten soll die Lautstärke zwar deutlich abnehmen, um sich gepflegt am Tisch unterhalten zu können, aber die Anlage soll Reichweite haben, damit auch hinten das komplette Spektrum ankommt und nicht nur Bass und Höhen.


    Anzahl und Art der Boxen:

    [x] komplettes Front-System


    d) aktiv / passiv

    [ ] aktiv

    [ ] passiv

    [x] egal / was will der von mir? Tendiere aber zu selfpowered.



    2.) Budget

    erwünscht:_10.000€_____

    absolutes Maximum: __15.000€__

    Achtung: Anvisiert ist ausdrücklich Gebrauchtkauf!



    4.) Klangliche Ansprüche:

    [ ] sollte halt zum Proben reichen

    [ ] sollte klingen

    [x] sollte exzellent klingen


    6.) Zustand des zu kaufenden Equipments:

    [ ] neu

    [x] gebraucht

    [ ] egal

    ___

    9.) Sonstiges/Bemerkungen:


    Nun das spezielle:

    - Soundvorstellung:

    Aufgrund der Bläser ist eine hervorragende Wiedergabe der Mitten Pflicht. Tendiere deshalb zu Anlagen mit richtigem Mitteltöner, wo sich nicht Zwölfzöller auf über 1kHz hoch quälen müssen und dort dann ein giftiges 2"-Horn übernimmt, das dann keine sauberen Höhen mehr spielen kann. Die Anlage soll auch bei höheren Pegeln wenig Klirr liefern und einen angenehm klingenden Mittenbereich mit guter Auflösung haben - also kein Auf-Die-Fresse R&R-Holz! ;-)


    - Pegelanforderung:

    Wir brauchen es echt nicht laut und auch kein Bassgewitter. Druck sollen wirklich nur die Tischreihen unmittelbar vor der Bühne abkriegen, damit da halt Mitgröhl-Party abgehen kann. Nur zur Info für die Kollegen, die empfehlen, unter 8 Doppelachzehner Subs erst garnicht anzufangen. ;-)


    - Abstrahlung:

    Ideal wäre ein Setup, das kein zusätzliches Infill erfordert. Also ein System mit ungefähr 90° horizontaler Abstrahlung pro Seite.


    - Transport:

    Ersetzt wird eine HK Projector. Wir würden auch mit zwei Boxen mehr klar kommen (also 8 Stück), aber was Richtung d&b C4 mit zusätzlichen B2 sprengt unsere Transportmöglichkeiten.

    Maximalgewicht der Einzelkomponenten 60kg.


    - Aufstellung:

    Wir können nix hängen. Deshalb scheidet ein Line-Array aus und ehrlich gesagt halte ich wenig davon, drei Array-Boxen als Groundstack zu betreiben. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren, wenn es da was gibt, das auch in dieser Betriebsart klingt.

    Schön wäre eine Anlage, die hoch genug baut, daß man sie bei schmalen Bühnen auch daneben auf den Boden stellen kann. Also Hausnummer HT auf 2,5 bis 3m, um über die Köpfe von auf Bierbänken stehendem Publikum blasen zu können.



    Mir persönlich hätte etwas wie eine RCF 6001A mit je drei 8001er Subs zugesagt. Nur um mal eine Richtung vorzugeben, wo's hingehen sollte.

    Bin aber komplett offen für alle möglichen Vorschläge.

    Viel Text; ich weiß. Danke schon mal den Durchlesern! ;-)



    der onk mit Gruß

    "yamaha4711" schrieb:


    Ich würde hier aber zu bedenken geben, dass evtl. eine 12" Box mehr Saft bietet, von wegen des Blechs im Nacken.


    Wohl wahr, aber sowohl der Schlepp-Aspekt (das Teil soll wirklich mit einer Hand kommod zu tragen sein, während die andere 'nen Gitarrenkoffer trägt) als auch das Unterbringen auf der Bühne (die mit 'nem Dutzend Leute drauf dann doch gerne mal eng wird) haben Gewicht bei der Entscheidung. Monitor ist nur für den Klampfer, der das Teil unmittelbar neben sich liegen hat und am Ohr sicher nicht mehr als 100 dB SPL im Schnitt brauchen dürfte.



    der onk mit Gruß

    Servus Damenundherren!


    Die Überschrift besagt eigentlich schon alles.
    Eingesetzt würde die Box für's alleinige Monitoring des Gitarristen.
    Über den Monitor soll vorrangig ein Stromklampfen-Modeller, Keyboard (Rock-Piano, Orgel, Streicher Kram, also nix mit "tief und böse" Synth-Sounds o.ä.) und Gesang laufen. Umfeld ist eine kleine Bierzelt-Kapelle; also ein Rudel Blechbläser im Nacken, die einen gewissen Grundpegel stellen. Selbiger ist jetzt nicht übel-laut, so daß die Box weniger cut-through-Monster sein muß, sondern ruhig schön klingen darf, um ggf. damit zuhause auch die Klampfensounds programmieren zu können und die Kiste in "gepflegterem Umfeld" wie a-capella Formation oder unplugged-Trio einzusetzen.


    Gibt's da noch Geheimtips, oder sollte ich an sowas wie einer RCF NX10 SMA hägenbleiben? Preisrahmen bis etwa 1500 Euretten.



    der onk mit Gruß

    Suche besagte AKG-Funkstrecken, sowohl mit beltpack als auch Handsender. Ebenso Zubehör wie Antennenfrontmontage-Kits und Antennensplitter/Stromversorgung. Bevorzugt natürlich WMS61 und insbesondere bereits abgestimmte, mehrkanalige Systeme mit fünf bis sechs Kanälen.



    der onk mit Gruß

    Wie sieht's bei den GHz-Funken aus in Sachen Körperdämpfung? Nehmen wir ein "Drecks-Szenario: Gesangs-Bespasser rennt durch auf Biertischen stehendes Publikum - kein Sichtkontakt Mikro-Empfangsantennen. Unkritisch wie bei 'ner ollen UHF-Funke, oder nicht?



    domg

    Wenn ich daran denke, meine Daisys vor Jahren für den sprichwörtlichen Kasten Bier verschenkt zu haben... irgendwas muß wachsen - mein Arsch oder meine Zähne... lol



    domg

    Na, mach uns mal nicht soooo alt. Das Zeck ist ein Kind der 90er. Ich mag's aus nostalgischen Gründen, weil ich damals noch mehr Haare auf'm Kopf als am Rest des Körpers hatte... :wink:


    Aber VR6 sind rar - auch auf ebay.



    der onk mit Gutenachtwunsch

    "barley" schrieb:

    entspricht das in dem Artikel genannte "Knarzen" in etwa einem schnell pulsierenden Rauschen bis Krachen?
    In jüngster Zeit habe ich gelegentlich auf den RF Balken meiner vier 100ter G1 Sennheiser Strecken eine pulsierende Anzeige wenn kein Sender sendet.


    Selbes Phänomen bei mir, wobei es bei den IEM-Beltpacks noch deutlich krasser ausfällt. Bei Squelch auf 20 dauert es nach Einschalten der Beltpacks etwa 10 Sekunden, bis die Geräusche verschwunden sind. Normaler Betrieb der Funkstrecken ist möglich, aber speziell beim IEM-system schränkt Squelch von 20 den Aktionsradius schon stark ein. Auffällig ist, daß die Störungen am stärksten im Bereich 806MHz sind. Je weiter der Träger hiervon entfernt, desto weniger ausgeprägt das Problem, bis es ab 800 bzw. 810 MHz nicht mehr auftritt.


    Bin etwa 30km Luftlinie von Ebersberg entfernt, wo derzeit schon ein LTE-Sender im Testbetrieb laufen soll. Fahrt nach Ebersberg mit Beltpack im Auto brachte die Erkenntnis, daß dort keine Störungen auftreten, aber es ist natürlich nicht auszuschließen, daß zu der Zeit der Sender nicht in Betrieb war bzw. die Störungen bei mir zu hause von einem anderen Sender herrührten (z.b. in Frasdorf soll ja auch bereits einer stehen...).



    domg

    "simonstpauli" schrieb:


    Für Sänger mit In-Ear ist der Unterschied analog/digital schon drastisch, weil durch die Latenz, die bei Digitalpulten (oder digitalem Processing jedweder Art) Kammfiltereffekte auftreten, wenn sich die verstärkte Stimme über den Ohrhörer mit der durch Knochenleitung übertragenen Stimme im Kopf mischt. Damit kommt nicht jeder gut klar. Es äussert sich oft in brachial hohen Hör-Lautstärken (was die Argumentation, In Ear sei ohrschonend aushebelt)



    Jaha... da kämpft man aber mit einem Problem, das man bei konventionellem Monitoring auch immer schon hatte. Irgendeinen Tod muß man sterben.



    domg

    Als "selbst-monitor-mischender" Musikant kann ich den kategorischen Ausschluß von Digitalpulten nicht recht nachvollziehen (mal ganz abgesehen davon, daß x>16 Kanalzüge halt auf 19" nur so geht).


    Was macht der Musikant denn an seinem Monitormix? Signale lauter und leiser und das war's in 99% der Fälle. Viel mehr ist auch nicht drin in schnellem Hingreifen während des Sets.


    In diesem Szenario halte ich es für weit komfortabler, einen Taster zu betätigen, worauf sämtliche Fader auf den jeweiligen Monitormix fahren, als auf halbdunkler Bühne die richtigen AUX-Potis zu erwischen. Zudem den Vorteil, einen Fehler einfach zurücksetzen zu können, während beim Analogpult der Sänger dankt, wenn ihm der Klampfer eine Handvoll Kanäle irrtümlich bearbeitet hat... lol


    Für genannte Anwendung würde ich nicht mal vor einem 01v96 mit zusätzlichem Wandler zurückschrecken, ganz ehrlich nicht.




    der onk mit Gruß

    Bei aller Liebe zu gut ausgestatteten 19"-Pulten will ich mal einen anderen Aspekt reinbringen:


    Wir haben es mit einem Duo zu tun, das Stimmen und Instrumentarium bereits aufgebrezelt an den Start bringt. Also stellt sich doch die Frage, ob man da überhaupt noch eine Vierband-Klangregelung braucht, tolle Mikrofonpreamps, mehr als zwei Monitorwege aufgefahren werden sollen und interne FXe sein müssen.


    Denn wenn das Augenmerk auf "schlank" liegt, könnte man hier in Kombination mit 60er Fadern zu einer deutlich kompakteren Kiste kommen ohne großartige Abstriche machen zu müssen. Sicher wird sich der Wizard-Fader angenehmer bewegen, aber beim von der Bühne mischenden Duo gehen die Einstellungen ja gerne Richtung set and forget. Also sollte man da doch die Kirche im Dorf lassen.


    Mit einem Pültchen der Klasse Soundcraft MPM8/MFX8 oder Yamaha MG166 hätte ich in diesem besonderen Fall keinen Kopfschmerz...



    domg

    Zulassung der Funken seinerzeit recht und schön...
    Aber was wären denn die "paar Hanseln" Veranstaltungsunternehmen/Musiker/nichtstaatliche Kindergärten und Co gegen die Lobby der Mobilfunkunternehmen? Nix. :D
    Hier wird unter dem Vorwand, Versorgungslücken schließen zu wollen/müssen schon an die nächste Generation multimedialer Mobilfernsprecher gedacht mit allem Gedöns drumrum von Ankurbelung der Wirtschaft über Arbeitsplätze bis hin zur Steigerung der Lebensqualität. Bei diesem Szenario kann man doch wohl tolerieren, daß eine kleine Gruppe wie die unsere - selbst wenn sie organisiert und öffentlichkeitswirksam aufgestellt wäre - hinten runterfällt. Das ist der sprichwörtliche Sack Reis. :D


    Wobei dieser spezielle Reissack dann auch noch zum Wirtschaftswachstum beiträgt, indem er sich neue Funken im C-Band anschafft und anmeldet.


    Wo lag nun gleich wieder das Problem...? 8)



    der onk mit Gruß

    Wie schon angeklungen: Der Hall- und Delayeffekte wegen brauchst Du den Vocalist nicht zu kaufen. Seine Stärke liegt anderswo. Das wäre wie Geländewagen in der Innenstadt. Wobei letzteres ja wiederum nicht so selten anzutreffen ist... lol



    domg

    Die Effekte sind aber eigentlich nur die Dreingabe bei dem Gerät denn der Clou ist ja der Harmonizer... :oops:


    Ich habe die Kiste erst seit kurzem und mich vor allem auf das Harmonizing unter Ansteuerung per Gitarre konzentriert. Auf's erste Hinhören halte ich die Effekte durchaus für amtlich, wobei dezidierte Hall-/Delay-/Multieffektgeräte da sicher noch mehr Parameter und vor allem schönere Dateneingabe bieten. Aus dem Bauch raus würde ich sagen: Niveau tc m-one.



    der onk mit Gruß

    "Joachim Flottmeier" schrieb:

    Sennheiser gibt es meines Wissens mit und ohne Phantomspeisung.


    "Gab's" muß man da beinahe schon sagen. Der Aufstecksender der 500er Serie wurde nämlich gestrichen. EW gibt's nur mehr den 100er, der keine PP kann und will man selbige, muß man zu den teuren Geräten der 2000er oder 3000er Serie greifen.



    der onk mit Gruß