Beiträge von billbo

    Ein zweiter wichtiger Parameter ist die Multiplexleistung, also die im MPX-Signal enthaltene Energie. Ist diese zu hoch, übersteuert der Sender und geht langfristig kaputt. Ein maximal dynamikkomprimiertes NF-Signal bewirkt eine zu große MPX-Leistung.

    NICHT übermäßig dynamikkomprimieren, es gibt keine Radio-Konkurrenz. Die Autoradios dürfen gerne laut aufgedreht werden.

    Das, sowie der Rest des Beitrages auch, klingt technisch schlüssig - widerspricht aber irgendwie meiner Alltagserfahrung als gemeiner Radio hörender Tonler (der aber vermutlich anders 'hinhört' als der gemeine Nichttonler).

    Zahllose Hitradiodudler bringen in Zeiten des Loudness Wars 24 Stunden am Tag erfolgreich bereits bei der Produktion komplett totkomprimiertes Programmmaterial über den Äther (oder ins Netz oder sonst wohin). Das klingt in vielen Fällen (trotz oder wegen stationseigenen Soundprocessings) ganz ordentlich bzw. zumindest nicht 'kaputt'.

    Ganz anders leider eine meiner Lieblingsstationen, in D nur übers Netz zu empfangen. Da läuft populäre Musik unterschiedlichster Genres (und unterschiedlichster Dynamik) aus dem letzten Jahrhundert, das Modernste davon aus den 60s. Z. T. noch direkt von Vinyl oder gar Schellack; (und wenn überhaupt für Rundfunk vorgesehen, dann ursprünglich für Mittelwelle und nicht so neumodisches Zeugs wie UKW^^).

    Was auch immer dort an Processing verbaut ist: mal funktioniert's so la la, manchmal aber leider auch überhaupt nicht. Insbesondere wenn das Programmmaterial mal ausnahmsweise echte und dynamisch herausfordernde Höhenanteile aufweist (Beispiel: Bigband Swing mit prägnanten Soli oder gar Sätzen aus gedämpften Blechblasinstrumenten) fängt das Ganze so heftig und unvermittelt zu pumpen an, dass ich ausschalten muss. Ganz offensichtlich wird also die dort benutzte Automation damit nicht bzw. nicht zufriedenstellend fertig.

    Bedeutet im Umkehrschluss ganz konkret für das Experiment Autokino: wenn ich nicht weiß, was mich dort in Sachen Sendeprocessing erwartet - und ich darauf höchstwahrscheinlich auch keinerlei Einfluss haben werde; von mangelnder persönlicher Erfahrung mal ganz abgesehen - bleibt mir nichts anderes übrig, als bei der Gestaltung des Programmmaterials alle potenziellen Problemfaktoren (also insbesondere heftige Dynamiksprünge und Überstrapazierung des Hochtonbereiches) so gut es eben geht zu minimieren. Heißt: an kräftiger frequenzabhängiger Dynamikbearbeitung/ -reduzierung geht wohl erst mal kein Weg vorbei.

    Ob und welche Lockerungsmaßnahmen dann ggfs. möglich sind wird sich zeigen - anders als in anderen Lebensbereichen gibt's dort ja zumindest einen Soundcheck.

    Also ich behaupte ja,das nur die Wenigstens schon ab Anfang bis nun auch nun wirklich verstehen das wir Einzelunternehmer vollkommen "weg" vom Fenster sein werden...

    Das muss und wird nicht so kommen. Spätestens mit Verfügbarkeit einer funktionierenden Impfung und/ oder Behandlung wird sich die Situation zumindest für eine gewisse Zeit ins Gegenteil verkehren: alle Künstler/ Agenturen/ Booker/ Veranstalter wollen alles nachholen - und gleichzeitig hat manch ein Dienstleister bis dahin aufgegeben und verdient seine Brötchen mittlerweile anderweitig. Finde den Fehler... :/

    Wenn ich mir die mittelfristigen Planungen meiner Stammkundschaft so anschaue, dann kann ich ab September (wird imho nicht funktionieren, also noch mal alles um Monate verschieben) im Prinzip für 1-2 Jahre erst mal die Wohnung abmelden. Die Herausforderung ist also mindestens dreigeteilt:

    a) Bis dahin wirtschaftlich zu überleben und nicht an Frust und Langeweile einzugehen,

    b) anschließend monatelang Siebentagewochen am Stück abzuliefern, und

    c) entscheiden zu müssen, welcher Teil der Stammkundschaft am wichtigsten ist - denn alles gleichzeitig geht nun mal nicht.

    Pandemien sind offensichtlich kein Kindergeburtstag. Aber danach geht's trotzdem weiter.

    Peak Limiter im Ausgang ist Pflicht. Mehr (viel! mehr - koppeln kann's ja ausnahmsweise mal nicht) Kompression als live üblich (in Kanälen, Subgruppen und Master) ebenfalls. Sowie steile Low- und Hicuts bei 50Hz und 15 kHz; alles um den maximal möglichen Hub des FM- Modulators nicht unnötig auszureizen.

    Wie Niggles gehe ich davon aus, dass dort vor dem örtlichen Kleinsender irgendwas als Soundprocessing/ Notbremse verbaut (vielleicht sogar integriert) sein wird. Das Problem ist dabei das Wort 'irgendwas'. In Rundfunkstudios ist das normalerweise der berüchtigte, sündteure Optimod, den dort nur der jeweilige Guru anfassen darf - und selbst das führt je nach Professionalität und Anspruch der jeweiligen Sendeanstalt nicht selten zu zweifelhaften Ergebnissen; vor allem dann, wenn ausnahmsweise mal nicht 'modernes' (= bereits vorher zu Tode gemastertes) Programmmaterial über den Sender gehen soll. Es gibt ganze Foren darüber, wie toll oder schrecklich heute ein und der selbe Radiosender klingt, je nachdem ob das Sendeprocessing jetzt eher für FM/ UKW, DAB+ oder DVB-S (Satellitenempfang) eingerichtet ist.

    Kinofilme verfügen m.W. heutzutage für Einsätze wie Autokino oder Streaming über eine extra 'gezähmte' Stereotonspur, weil die Produzenten angesichts dieser Problematik in diesen Fällen das Ergebnis nicht vollständig dem Zufall bzw. der Kompetenz des Endanbieters überlassen wollen.


    Meine Bandkundschaft plant zur Zeit auch so was; der Plan dafür sieht im Moment so aus: Aufbau von Pult und 2 ordentlichen Nahfeldmonitoren im eigenen Kleinbus (ein Stellplatz dafür sollte sich im Autokino ja irgendwo finden lassen). Dort dann zwecks Kontrolle des Endergebnisses statt der 'richtigen' Abhöre immer wieder mal einfach das schängelige eigene Autoradio nutzen - auf diese Weise bekommt man am ehesten einen Eindruck davon, was in all den Autos drumherum wirklich ankommt (bzw. was das 'Sendeprocessing' da eventuell noch für unliebsame Überraschungen bereit hält, die man im Mix dann eben so gut es geht berücksichtigen kann/ muss).

    So jedenfalls die Theorie. Ob und wie das funktioniert weiß ich dann vielleicht in ein paar Wochen. Diesbezüglich im Wohnzimmer (mittels Mehrspurmitschnitten der letzten Tour) geübt hab' ich jedenfalls schon mal - wenn's denn unbedingt sein muss zuckt das Meter der Matrix 'Sendeton' quasi überhaupt nicht mehr. *finger


    Edit: hoppla, hat sich jetzt mit Niggles überschnitten - der sich da offensichtlich bestens auskennt :-)

    ich würde spätestens den dienst quittieren, wenn ich die djs und deren mikrotechnik ertragen müsste. das kann ja nicht klingen, egal was für ein versatile soundsystem man hat.

    So was ähnliches dachte sich manch ein altehrwürdiger BBC - Tonmeister sicherlich auch, als er's zum ersten Mal mit The Who oder Jimi Hendrix zu tun bekam. :D


    Ich find's irgendwie ganz in Ordnung; auf jeden Fall scheinen die Jungs mit Feuereifer bei der Sache zu sein. Erinnert mich ein bisschen an meine eigenen 'glory Days' vor 40 plus x Jahren, als mein Eigenbau- Kartoffelkistenverhau ganz sicher das geilste Zeug weit und breit war. (Also, zumindest ich war mir damals ganz sicher; verglichen damit ist das, was die Jungs da auf die Beine stellen, hoch professionell und fachlich geradezu allererste Sahne... )

    Klar hat das ziemlich wenig mit beschallen zu tun. Dafür um so mehr mit tüchtig Radau machen auf coolen Partys, Erfolgserlebnisse und Spaß dabei haben, Erfahrungen sammeln, und wenn's richtig gut läuft manchmal sogar mit 'nem Hunni Plus in der Tasche aus der Sache rauszukommen.

    So oder ähnlich sehen erfahrungsgemäß nicht selten auch die Jungs aus, denen 20 oder 30 Jahre später dann die Fachkräfte unterschiedlichster Gewerke alle lästigen und unangenehmen Hilfsaufgaben abnehmen dürfen. :)

    Hätten wir eine Woche früher ernst gemacht wäre das Thema hierzulande vielleicht schon durch:

    https://science.sciencemag.org…020/05/14/science.abb9789

    (So sieht übrigens seriöse wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema aus. Vegane Köche oder durchgeknallte Jammerschnulzensänger wird man unter den Verfassern eher nicht finden.)


    Aber wie Ton Heini und Treibsand wunderbar ausgeführt haben: hinterher sind alle immer schlauer. Und zwar längst nicht nur wutbürgernde Universalgenies auf Fakebook und DoofTube, die sowieso grundsätzlich Experten für (und ansonsten prinzipiell gegen) alles sind.

    Im Bewusstsein einiger ostasiatischer Länder, die sich schon in der Vergangenheit sehr viel unmittelbarer und häufiger mit diesem Problem konfrontiert sahen, ist nach der Pandemie grundsätzlich vor der nächsten Pandemie - weshalb dort auch sehr viel schneller, rigoroser und kompromissloser reagiert wurde als z.B. hier bei uns im diesbezüglich verschnarchten Europa. Die Ergebnisse sehen wir, bei aller gebotenen Vorsicht, in China, Japan, Vietnam, Singapur, Südkorea. Das Ergebnis von Arroganz, Dummheit, Ignoranz, Selbstgefälligkeit und Größenwahn dagegen im Reiche von Young Earth Kreationisten und orangener Twitterclowns.

    Und dass wir in D bislang glimpflicher davongekommen sind verdanken wir vermutlich zu einem guten Teil schlicht dem glücklichen Umstand, vor einiger Zeit einen wissenschaftlich geprägten und denkenden Menschen an die Regierungsspitze gewählt zu haben.

    Übrigens die Höhe der Rückzahlung der nicht benötigten Zuschüsse ist innerhalb von 3 Monaten (also bis Ende August) vom Bezuschussten (hehe tolles Wort) selbst zu berechnen und zurückzuführen (siehe FAQs!). Das wird lustig.

    Fragen über Fragen...

    Immerhin ist auch dafür ja ein 'Formular nebst Ausfüllhilfe' in Aussicht gestellt - die Finanzverwaltung agiert also auch in diesem Fall gewohnt fürsorglich und lässt uns nicht so einfach im Regen stehen. Ich denke, das Ding wird man als Bezuschusster auch nicht noch einmal gesondert beantragen müssen. ^^

    Mal schauen, ob dann da auch irgendwas von 'Verlängerung' oder so drin steht. :/


    Und ja, das mit den sich teilweise widersprechenden/ überschneidenden Terminvorgaben ist mir auch aufgefallen. Das wird also sicher noch spannend. Ich stelle mir gerade Heerscharen verarmter ehemaliger Selbständiger vor, die mit Prozesskostenhilfe im Rücken ihr Finanzamt verklagen wollen...

    NRW-Soforthilfe 2020 | WIRTSCHAFT.NRW


    Unter 'Allgemeine Fragen und Antworten zur Antragstellung':

    - Darf ich die Soforthilfe auch für meine Lebenshaltungskosten einsetzen oder einen (fiktiven) Unternehmerlohn ansetzen?


    (Musste ich auch erst suchen - aufgeschnappt hatte ich das vorher über WDR Nachrichten. Aber aufgrund eingehender Beschäftigung damit vor eineinhalb Monaten hatte ich zumindest eine ungefähre Vorstellung davon, wo ich fündig werden könnte. Die "2000 Euro" sind neu und orientieren sich offenbar am Soforthilfebetrag für freischaffende Künstler.)

    Bezüglich der Gestaltung und Abwicklung (will heißen: späterer Teilrückzahlung) der Soforthilfeauszahlungen tut sich was. Auszug aus der aktuell angepassten/ erweiterten Regelung für NRW:

    Zitat

    Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften dürfen einmalig einen pauschalen Betrag für die Monate März und April von insgesamt 2.000 Euro für Lebenshaltungskosten oder einen (fiktiven) Unternehmerlohn ansetzen.

    Voraussetzungen:

    • (erstmalige) Antragstellung im März oder April.
    • keine Beantragung von ALG II (Grundsicherung) für März oder April.
    • keine Beantragung des Sofortprogramms für Künstlerinnen und Künstler.

    Abrechnungsmodus: Einstellung eines Betrages von einmalig insgesamt 2.000 Euro bei der Berechnung des Liquiditätsengpasses im Verwendungsnachweis. Dazu erhalten alle Zuschussempfänger ein Schreiben mit einem entsprechenden Vordruck sowie einer Ausfüllung-Anleitung.


    Davon unabhängig gab es die Tage (Altmaier) auch bereits die Ankündigung, für besonders und längerfristig beeinträchtigte Wirtschaftszweige ggfs. noch einmal nachbessern zu wollen; der Bereich Kultur und Veranstaltungswirtschaft wurde dabei explizit erwähnt. Da größere Veranstaltungen ja frühestens ab September (vielleicht aber auch erst im nächsten Jahr?() wieder möglich sein werden könnte ich mir also z.B. vorstellen, dass 'fiktiver Unternehmerlohn' in einigen Fällen nicht auf die Monate März/ April beschränkt bleiben muss/ wird.


    Wenn eines in D nahezu perfekt funktioniert, dann ist das die Sicherstellung umfassender und lückenloser Versorgung der Bevölkerung mit Steuerformularen. Bis zur Ek.-Steuererklärung 2020 ist dafür ja noch reichlich Zeit; spätestens dann wird man als selbständiger Leistungsempfänger (vielleicht in Form einer 'Anlage COV') seinem FA also sehr genau darlegen müssen, inwieweit die eigene wirtschaftliche Existenz infolge der Pandemie tatsächlich beeinträchtigt/ gefährdet war.

    Persönliches Zwischenfazit: offenbar war es richtig, das im April beantragt (und mittlerweile auch tatsächlich ausgezahlt bekommen) zu haben. Genau so richtig ist es aber davon auszugehen, dass (je nachdem, wie sich die Situation mittelfristig weiterentwickelt) ein erheblicher Teil davon früher oder später zurückgezahlt werden muss.

    Also lieber erst mal nicht in Veranstaltungsspielwaren oder Alufelgen für den Firmentransporter investieren. ;)

    Bei den meisten Blasinstrumenten wird in kurzer Zeit viel Feuchtigkeit ins Instrument eingebracht. Das führt zu der Vermutung, dass ...

    Bei mir führt das vor allem zu der Vermutung, dass all diese 'eingebrachte' (wie ich schon allein dieses Wort liebe:|) Feuchtigkeit mitsamt der ggfs, darin enthaltenen Lebe- oder Halblebewesen, anders als ohne Blasinstrument dazwischen, erst mal NICHT in die unmittelbare Umgebungsluft eingebracht wird.

    (Denn egal wie winzig die Dinger auch sein mögen - von quantenphysikalischen Größenordnungen sind wir da immer noch ganz weit entfernt:)).

    So gesehen wäre die Bläsersektion so etwas wie der Cold Spot auf der potentiellen Ensemble- spezifischen Infektionslandkarte.

    Stehst vor dem Supermarkt und gibst jedem Kunden einen Einkaufswagen mit frisch abgewischtem Griff. Und wenn keine Wagen mehr übrig sind kommt der Spruch : "Alda, Du kommst hier ned nei! Musst warten bis wieda eina mit Einkaufswagen rauskommt digga *finger"

    Hab‘ gestern einen davon (Baumarkt) an seine Grenzen gebracht. Brav in der Schlange gewartet und am Einlass dann erklärt: "Ich brauch‘ aber einen großen (für Laminat* etc.)!" Gab einen kurzen Tumult – aber der herbeigerufene 2. Mann konnte das irgendwie lösen.


    (*Ordentliches Laminat ist z. Zt. praktisch deutschlandweit 'nicht verfügbar'. Offensichtlich kommen gerade sämtliche beschäftigungslose Veranstalter/ Eventtechniker/ Gastronomen/ Friseure usw. auf die selbe tolle Idee... ^^)

    und im nächsten Jahr gibt es dann entspannt die Meldung nur noch alle drei Monate, ist doch super!

    :thumbup:Und ich dachte, ich hätte schon alle positiven Aspekte aufgeführt.

    So, gerade eben die Umsatzsteuervoranmeldung April 2020 erledigt. Diesmal ging das dann ja echt ausgesprochen flott. Steuerpflichtige Umsätze: EUR 0,00. :rolleyes:

    Okay. Wenigstens können mir die Brüder so zum 15. auch keine Umsatzsteuer abbuchen. *finger

    Für Mai/ Juni/ Juli/ August reicht dann höchstwahrscheinlich Copy & Paste. Und danach schaun' wir mal...

    Kleiner Sidechain- Gimmick für Leute mit viel Zeit, vielen unbenötigten Kanälen und ausreichend Spieltrieb:

    Ausgangssituation ist das üblich mikrofonierte Rock-/ Pop- Drumkit mit Trommelmikros unmittelbar am Fell und Overheads ca. 1 bis 1,5m darüber. Hierbei die Trommelmikros um 3 oder 4 Millisekunden zu verzögern, um so den Laufzeitunterschied zu den OH- Mics auszugleichen, ist heutzutage ja fast schon Standard.

    Toms hart zu gaten ist (leider) auch Standard - geht meistens nicht anders; allein schon um den Dingern eine zu Spielweise, Musik und Saalakustik passende Hüllkurve überzustülpen. Verbunden mit dem unschönen Effekt, dass der Anschlag eigentlich immer eine Mischung aus echtem Ton und Gate- Knacks ist.

    Lösung: alle Toms auf freie Kanäle kopieren. In den kopierten Kanälen das Delay ausschalten. Mit diesem Signal dann das Gate des entsprechenden 'echten' Tomkanals triggern. Und schon ist das Gate 3-4 Millisekunden offen, bevor das zu übertragende Signal dort ankommt.


    (Jetzt fehlen, zumindest mir, nur noch Trommler, bei denen das auch wirklich Sinn macht. Nicht selten ist ein künstlicher Knacks als Ersatz für einen sauberen Anschlag ja - sagen wir mal - nicht gänzlich unerwünscht :S)

    Um mir das Leben leichter zu machen und nicht so viel denken zu müssen kann ich mir aber auch einfach meinen Kanalkompressor zu Hilfe nehmen. Der Threshhold des Kompressors lässt sich nämlich genau auf einen definierten Zielwert -dbfs einstellen.

    Hat man das nicht selbst schon zu Analogzeiten genau so gemacht (soweit da Kompressoren im Insert steckten)? Zumindest kenne ich das so: Blitzlinecheck (wenn überhaupt), Band fängt an - und ein einziger Blick auf das prominent aufgebaute Dynamics - Rack neben dem Midas XL oder Yammi PM offenbarte sämtliche wichtigen Gain- Problemkandidaten. Wenn nicht dem schwitzenden Tonler, dann zumindest dem verständnisvoll lächelnden Babysitter hinter ihm. Genau deshalb waren ja DBX 160X und BSS 402 so überaus beliebte Standardgeräte (und nicht etwa deshalb, weil wirklich jeder Tonler außer Threshold und Ratio auch die Sache mit den Regelzeiten so ganz genau verstanden hatte oder gar wusste, was es mit diesem geheimnisvollen 'Overeasy' auf sich hat... ).

    Das Prinzip habe zumindest ich mir bis heute bewahrt. Und deshalb z. B. auch dort, wo Kanalkompressoren eigentlich einigermaßen bis komplett sinnlos sind (Toms, Cymbals, totverzerrte E- Gitarren, usw.) grundsätzlich die Kompressorfunktion aktiviert. Mit Threshold ein Stück oberhalb des beabsichtigten Arbeitsbereiches - wenn sich dort dann die Kanalanzeige (egal ob simple rote LED oder schickes Gainreduction- Meter) meldet heißt das automatisch "Upps! Gain wohl ein wenig zu ambitioniert!".

    Genug Zeit zum üben haben wir ja jetzt immerhin mal. Ich nutze das gerade im Wohnzimmer um herauszufinden, welche 'Plugins' an welcher Stelle wirklich etwas bringen (könnten), und welche einfach nur bunter Unsinn sind.

    Wenn man viel Zeit und ein paar unter echten Bühnenbedingungen aufgenommene Files zur Verfügung hat stellt man dabei fest, dass es gerade in Sachen Dynamikbearbeitung einiges gibt, was im ersten Moment prima Ergebnisse liefert - aber in der echten Livesituation (wegen Abhängigkeit von sauberem Input und/ oder Verschlechterung der Kanaltrennung) dann eher doch nicht funktionieren wird. Vorläufige bahnbrechende Erkenntnis: der wirklich sauber gesetzte Keyfilter im Standard Gate oder -Kompressor ist nicht selten zielführender als das schönste Vintage- Plugin.

    Howdy


    Ich habe bei mir im Haus das Problem, daß ich nicht genügend Lowend des Flügels auf die PA bekomme. Zumindest nach Musikerwunsch. Mir hätte es gereicht ;-)

    Zu dieser und ähnlichen Problematiken bzgl. Bass:

    Nach meinen Erfahrungen ist es so, dass zumindest indoor unter einigermaßen beengten räumlichen Verhältnissen am Ende praktisch immer das Aufschwingen der Resonanzdecke des Flügels selbst der begrenzende Faktor ist, und nicht die Art oder Ausführung des Mikrofons (wohl aber dessen Positionierung).

    Flügel verschieben (z. B. ein wenig off Center bei all zu symmetrischer Bühnen-/ Raumgeometrie) bringt da im Zweifel entscheidend viel mehr als jedes noch so teure/ ausgefuchste Abnahmesystem.

    Nächstes Problem: wer bringt das dem Künstler bzw. der künstlerischen Leitung bei? ^^

    Hat es der Combinator aus der X32/ XR Serie nicht ins Wing geschafft?

    Leider nicht. So albern das Ding auch aussah: war z. B. ein super Hilfsmittel, um auch unter ungünstigen Voraussetzungen unauffällig Lautstärkeauflagen einhalten zu können.

    In diesem Fall bin ich allerdings Optimist. Vermutlich hat man das Ding weggelassen, weil stattdessen etwas 'richtiges' in der Pipeline ist.