Beiträge von billbo

    Probleme gibts.


    So wird die PA meines Stammvenues seit den letzten ca. 8.000 Veranstaltungen hoch- und runtergefahren:



    Diese raffinierte technische Vorrichtung hat und haben sämtliche Mischpulte/ 'Prozessoren'/ Verstärker/ Lautsprecher/ Gastgerätschaften/ Backlineheiligtümer usw. usw. der letzten 40 Jahre klaglos überlebt. 🙂

    Wieso der FOH Mann unbedingt einen Monitormischer wollte, ist nun auch klar - über 20 Konzerte in 4 Wochen, tägliche Busfahrten bis zu 8 Stunden, Aufbau, Soundcheck, Konzert, Abbau... da versteht man, dass man sich die Arbeit soweit wie möglich erleichtern möchte.

    Das allerdings ist der ganz normale Arbeitsalltag eines jeden professionell tourenden Tonlers/ Lichtlers/ Backliners/ Tourmanagers/ usw. Genau deshalb gibt's Bühnenanweisungen; verknüpft mit der stillen Hoffnung, dass der jeweilige örtliche Partner zumindest ansatzweise verstehen möge, worum es geht. Und Analogsplitt ist Analogsplitt ist Analogsplitt...

    Und weil das mit der stillen Hoffnung manchmal so eine Sache ist, holen mittlerweile wieder ganz viele - auch durchaus hochkarätige - Acts lieber ihren Behridas o.ä. aus dem Tourbushänger, als wegen jeder einzelnen Show im Vorfeld endlose Diskussionen über ganz spezielle örtliche Problemchen, Setups oder aktuelle Lieblingsmischpulte führen zu müssen.


    Wenn du allerdings eine saubere Lösung hingestellt hast: um so besser. :)

    Hi hi, den Herrn S. P. kenne ich noch aus der Zeit, in der ein drittes (Monitor-) Pult für ihn allein Standard war, welches er auch selbst von seiner Position hinter den Drums aus bediente. Wenn dabei dann irgendwas nicht so tat wie es sollte konnte er allerdings auch mal ziemlich unentspannt sein. Aber gut – wir waren alle mal jung.

    Außerdem hat er Ohren wie ein Luchs; ich habe noch nie ein dermaßen perfekt gestimmtes Schlagzeug erlebt. Rechne damit, dass du (zumindest was seine Kanäle anbetrifft) striktes EQ- Verbot bekommst. ^^

    Nun entspannt euch doch ein bisschen. Bei jedem lausigen hochsommerlichen Cubgig geht es auf der Bühne (fast) genau so heiß, dafür aber wesentlich feuchter zu. Und billiges Nebelfluid nebst 1kW PAR 64 aus 2m Entfernung ist in der Sauna auch eher selten.

    Bei 200 oder 300 Grad Celsius wird irgendwann mal der Kunststoff der Membranen weich - aber sooo heiß wird es auch in der heißesten Sauna nicht. Und vorher passiert absolut gar nichts.

    Ohne die angeregte Diskussion stören zu wollen: Sauna bedeutet m. W. sehr hohe Lufttemperaturen bei extrem geringer relativer Luftfeuchtigkeit.

    Also dann vielleicht doch besser mit Gleitgel? :/

    Unzulässiger Eingriff in wesentliche Funktions- und Bedienelemente einer mobilen elektrotechnischen Einrichtung? Nicht abgesperrt, in unmittelbarem ungeschütztem Zugriffsbereich von Nichtfachkräften? Etwa auch noch ohne erneute CE- Konformitäts- Einzelprüfung? Im Außenbereich, auf potenziell feuchtem Untergrund, mit Kunststoffzuleitung und ohne min. IP44 Zertifizierung?

    Lasst euch bloß nicht vom Falco erwischen! :huh:

    EV Beamer :love:


    Für heutige Geschmäcker vielleicht noch 1-2 halbe Jumbos mehr drunter, und gut. Da braucht's kein DSP - da reicht jemand hinterm Pult der weiß, was er tut. ;)

    High Noon, Götterdämmerung - 01V96 auf'm Tisch. Szene 00/ Initial Data; anschließend folgende Effektkonfiguration; Aux3/4 ohne Pan Link, Aux 5/6 mit (mein Gott, ist das Teil furchtbar zu bedienen), Fütterung aus dem selben Kanal, alle Sends auf 0dB:




    Ergebnis: alle 4 Effektengines in Klang und Pegel absolut identisch.

    Erster Gedanke: unfassbar! Haben die denn wirklich alle Tomaten auf den Ohren?


    Im weiteren Testverlauf ergibt sich dann allerdings ein kleiner, aber feiner (und wenn's dumm läuft entscheidender) Unterschied zu allen anderen Yammis:

    'Monoeffekte' (also alles was mit 1in/ 2 out gekennzeichnet ist) beziehen ihr Eingangssignal ausschließlich über Input L. R wird schlicht nicht berücksichtigt; deshalb spielt es überhaupt keine Rolle, was dort anliegt bzw. ob dort überhaupt etwas anliegt. Fehlt dagegen Input L, dann geht ganz einfach gar nichts.

    'Stereoeffekte' (also alles was mit 2 in/ 2 out gekennzeichnet ist, und zwar sowohl die 'alten' als auch die X-Reverbs) erwarten grundsätzlich L und R; egal ob aus einem doppelt gerouteten Monosend oder aus einem Send- Pärchen. Fehlt eins der Signale, fehlt auch ein Teil des Effektes. Das sonstige Verhalten (mit/ ohne Pan Link, 'alter' vs. X- Effekt) entspricht dann wieder dem bei allen anderen Pulten.


    Fazit: alle haben ein bisschen (Un)recht. Gumas Beobachtung aus dem Eingangspost trifft für 01V/96 perfekt zu; für alle anderen Pulte aber nicht. Dort gilt für die Eingänge standardmäßig eine Art 'Linkautomatik'; dieser Link wird nur für den Fall aufgehoben, dass die Eingänge eines Stereoeffektes auch tatsächlich auf unterschiedliche Quellen gepatcht werden.

    Oder als Hausmeister mit Lautmachbefugnis?

    Nimm meine Beiträge nicht immer sooo ernst. ;)

    Ja, im Großen und Ganzen haben wir, trotz gelegentlicher Verzweiflungsanfälle bzgl. eigensinniger Technik und ignoranter Mitmenschen, beruflich so einiges richtig gemacht. Sagen mir zumindest alle 5 Jahre meine ehemaligen Schulkameraden beim Klassentreffen - da bin ich der bewunderte Exot, der's geschafft hat, einem langweiligen Berufsalltag zu entgehen und sich stattdessen mit den Großen dieser Welt über die Schlemmerbuffets der Luxushotels hermacht. Wenn die wüssten.


    Aber falls es dich beruhigt: auch bei meinen Arbeitsgeräten ist hinten im Case standardmäßig ein Access Point/ Router verbaut - man weiß ja nie. Aber ich freue mich über jeden Einsatz, bei dem ich das nicht benutzen muss; und das sind bisher praktisch alle. Möge es noch ein paar Jährchen so bleiben.

    Nachtrag, denn jetzt wollte ich's noch mal genau wissen:

    Diese 'True Stereo' Mimik ist hörbar/ funktioniert auch nur bei den 3 'X-Effekten'; wie beschrieben über Stereosend mit Panlink. Ohne Panlink klingt auch der stereo beschickte Effekt exakt gleich wie die verschiedenen Monokonfigurationen.

    Bei allen anderen mit 'Stereo/ 2 in/ 2 out' beschrifteten Effekten (auch bei dem irgendwann mal nachgeschobenen 'Stereo Reverb') bewirkt der Panlink dagegen erwartungsgemäß lediglich, dass stumpf auch der Effekt mitgepant wird; d.h. bei hartem L- Pan fehlt der rechte FX Anteil komplett und umgekehrt. Nur dann ist z.B. bei einem Stereopitch plötzlich die eine Hälfte komplett verschwunden.


    Das ist alles keine Raketenwissenschaft, und jeder Bediener kann das ohne tieferes technisches Hintergrundwissen in ein paar Minuten ausprobieren.

    Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass wir mal wieder an einander vobei quatschen.

    Nein, tun wir nicht. Der Unterschied von Stereosend auf 2 Eingänge und doppeltem Monosend auf beide Eingänge sollte wirklich klar sein.

    Meine Aussage/ Beobachtung: die 'True Stereo Algorithmen' kommen zum Tragen, wenn unterschiedliche Signale L/R eingespeist werden, und zwar deutlich hörbar. Liegt nur ein Monosignal an, egal ob an einem oder an beiden Eingängen, hat die Wahl der Eingangskonfiguration keinerlei Einfluss auf den Effekt.

    Zum erneuten Testen habe ich eigentlich keine Lust.

    Aussage gegen Aussage ist als Ergebnis einer solchen Diskussion natürlich einigermaßen unbefriedigend. :|

    Da bei PM5 und LS9 'Mono' definitiv erkannt und richtig zugeordnet wird kann ich mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen, dass das bei M7 anders ist/ gewesen sein sollte; du sprachst ja noch dazu von aktueller Firmware. Wäre deine Theorie richtig, würden so ganz nebenbei wohl auch all meine schönen Ping-Pong - und Dual Pitch Effekte nicht richtig funktionieren, mit denen ich seit Jahrzehnten gerne herumspiele; die meisten davon heißen im Manual auch 'Stereo in - Stereo out'. Gerade für die lohnt es sich aber nicht 2 Sends zu verbraten (was für einen möglichst authentisch wirkenden Hall für 6 an der Bühnenvorderkante nebeneinander stehende und entsprechend gepante Sänger schon wieder ganz anders aussieht), weshalb ich sie seit Ewigkeiten nur mit Mono Send auf Eingang L beglücke. Aber - nun ja - die funktionieren alle trotzdem prächtig.

    Nächste Woche hab' ich eventuell kurz mal ein 01V/96 vor der Nase - schaun' wir mal...

    Jeder hat ein Recht auf Irrtum, und niemand ist unfehlbar. Ich denke, das sollte auch für uns Tontechniker gelten. Von Fehlern der Sorte 'man hört halt manchmal, was man eben gerade hören will' kann ich mich jedenfalls nicht freisprechen.

    Es steht nun mal schon im Ur- Manual (2005 oder so) des M7 (sinngemäß) drin, dass es bei einem Monosignal egal ist, welcher oder welche Inputs beschickt werden. Da interessiert es mich schon, ob Yamaha Unsinn geschrieben hat und ich 10 oder 15 Jahre lang Tomaten auf den Ohren gehabt habe, oder ob sich ein Forumskollege einfach nur geirrt hat.

    Und ob ein LS9 von 2006 oder ein PM5D mit aktuellem Firmwarestand von 2012 jetzt 'aktuelle Generation' sind halte ich, bei aller Sympathie für eins meiner bevorzugten Arbeitsgerätefabrikate, mindestens für diskussionswürdig.


    Hab gerade (jetzt erst recht! ) noch mal nachgeschaut: selbst im 01V96 Manual ist in der Grafik zum Thema Effekt Patching nur jeweils ein Eingang gepatcht; ohne dass hier allerdings explizit dabei steht, ob sich bei 'doppelter' Belegung was ändert.

    Falls ich so ein Teil noch mal unter die Finger bekommen sollte werde ich das auf jeden Fall ausprobieren. Aber vielleicht hat Guma ja auch selbst Lust, die Sache im direkten A-B-C Hörvergleich noch mal in Ruhe zu verifizieren. Nach wie vor halte ich es ja durchaus nicht für ausgeschlossen, dass das beim 01V tatsächlich anders gelöst ist.