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Mietwohnung dämmen?!

  • Mahax!
  • 24. August 2004 um 15:32
  • Mahax!
    Beiträge
    40
    • 24. August 2004 um 15:32
    • #1

    Hi,
    ich höre (wie warscheinlich jeder hier) ab und zu gerne mal etwas lautere Musik. Auch zuhause. Das Problem ist nur, das wir hier Nachbarn haben, die entweder nicht so ganz auf meinen Musikstil stehen oder generell etwas gegen Musik haben, sich also öfter mal beschweren kommen.. Da ich denen ihre Ruhe gönnen will und auch mal reinen gewissens ne nette DVD oder halt Musik mit etwas höherer Lautstärke geniessen will, dachte ich, es wäre vllt. ne gute Idee mein Zimmer zu dämmen. Hat damit jemand Erfahrung? Was für ein Material könnte ich zum dämmen benutzen? Auf folgendes würde ich dabei Wert legen:
    -Preis/Leistung, ich will so wenig wie möglich ausgeben, hab aber auch Kein Bock auf irgend eine 08/15 Qualität die sich nach nem halben Jahr von der Wand löst!
    -Einfache Montage, am besten zum aufkleben auf die Tapete oder auf den putz, dann müsste mans allerdings übertapazieren können!
    -Optik, ist halt nicht für nen Bandkeller, sollte also am besten gar nicht auffallen.. :D

    Bin dankbar für alle Vorschläge!
    -Mahax!

    (ja ich weiss passt vllt nicht gerade ins PA-Forum (geht ja auch irgendwie genau ums gegenteil :mrgreen:) aber vllt. findet sich hier ja trotzdem jemand, der was dazu sagen kann. Wenns wirklich unerwünscht ist, bitte ins Offene Brett verschieben.. :) )

  • medimax
    Beiträge
    364
    • 24. August 2004 um 15:59
    • #2

    Hi Mahax!

    So einfach wie Du Dir das vorstellst, ist es leider nicht. Man kann nicht einfach "irgendetwas" an die Wand hängen und schon hören die Nachbarn weniger. Das größte Problem, was es zu bekämpfen gilt, sind die tiefen Frequenzen, den anderen Kram werden Deine Nachbarn wahrscheinlich jetzt schon kaum hören. Um diese zu eliminieren musst Du dafür sorgen, dass die Wellen entweder durch eine Mauer, Wand oder ähnliches müssen, deren Dicke größer ist als die Wellenlänge. Da das bei 50Hz schon 6m sind, wird dies wohl schwer fallen. Die bessere Möglichkeit ist, der Welle "einfach" ihren Fortbewegungsweg zu nehmen, in diesem Fall die Luft - Du müsstest also dafür sorgen, dass die Luft im Raum keinen Kontakt zur Luft außerhalb des Raumes hat und weiterhin musst Du dafür sorgen, dass keine mitschwingenden Wände die Luft außerhalb des Raumes anregen. Dazu nutzt man am besten eine Raum-in-Raum-Konstruktion mit sandgefüllten Wänden (hohes Gewicht - der Schall wird geschluckt) sowie einem schwimmend gelagerten Boden, der keinen Kontakt zu den Außenwänden hat.
    Wie Du siehst, es ist gar nicht so leicht, seine Nachbarn nicht zu ärgern und nur zur Vorbeugung;

    - nein, Eierpappen helfen nicht ...
    - nein, Decken an den Wänden helfen auch nicht (außer sie sind mehrere Meter dick)
    - nein, schallschluckende Resonatoren helfen auch nicht ...
    :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

    VG Sebastian

  • Jeremy
    Reaktionen
    106
    Beiträge
    1.491
    • 24. August 2004 um 15:59
    • #3

    Ich will Dich ja nicht Deiner Illusionen berauben, aber ich denke, dass Du da keine Chance hast, und schon garnicht für wenig Geld.

    Das einzige, das wirklich was bringt, ist das "Raum im Raum"-Prinzip, sprich Du musst den Schall, der bei Deiner Musik entsteht, in einem Raum einsperren und diesen wiederum vom umgebenden Raum entkoppeln. Das kannst Du Dir am besten wie eine massiv gebaute Saunakabine vorstellen, die auf Schaumstoffpuffern frei im Raum steht. Ansonsten bliebe Dir nur die Möglichkeit, die Wände Deines Krachraumes massiv zu verstärken, ab besten mehrschichtig mit abwechseldn schwerem und weichem Material (wobei das gegen den Trittschall auch nicht wirklich was bringt).

    Ich hab aber da mal einen ganz anderen Ansatz gesehen, der unterm Strich erheblich billiger kommt als jede bauliche Maßnahme: Leg Dir doch einen vernünftigen Kopfhörer zu (evtl. sogar ala IEM) und baue Dir in deinen bevorzugten Hörsessel einen Butt-Kicker ein. Dann haben die Nachbarn Ruhe und Du kannst Dir die musikalische Kante geben ...

    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • Mahax!
    Beiträge
    40
    • 24. August 2004 um 16:21
    • #4

    Sch.. warum hab ich mir sowas fast schon gedacht? :mrgreen: Naja, wenns so leicht wäre würde es warscheinlich jeder machen.. Das mit dem Raum-in-Raum ist echt keine schlechte Idee, alleine schon wegen dem Gesichtsausdruck des Vermieters wenn ich ihm auf die Frage "Haben sie irgend etwas an ihrer Wohnung verändert" ne einigermaßen plausible Antwort geben darf.. :mrgreen:

    Danke für eure Antworten,
    Mahax! (Der sich nu auf die Suche nach guten Kopfhörern begibt ;))

    Noch ne Frage zu dem Butt-Kicker: Gibs da irgendwelche Unterschiede zwischen den 10- und 30-Euro Versionen auf ebay.de (außer natürlich dem Preis? ;))

  • Jeremy
    Reaktionen
    106
    Beiträge
    1.491
    • 24. August 2004 um 16:53
    • #5

    Ich habe da eigentlich an die "richtigen" Butt-Kicker gedacht ...

    Schau doch mal z.B. bei Hearsafe, die haben sowas im Angebot, und Du bekommst auch ungefähr eine Vorstellung, wovon ich rede.

    Andererseits ... wenn Du für Kopfhörer und Popotreter insgesamt keine 100 EUR ausgibst, dann kannst Du das ganze Prinzip einfach mal für relativ wenig Geld testen.

    Wenn allerdings alle Stricke reißen, dann hilft nur noch ausziehen.

    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

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