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  4. Verstärker

BASS :-) Erkennbarkeit im Verstärker ?

  • xxxsnupyxxx
  • 7. Oktober 2004 um 14:14
  • xxxsnupyxxx
    Beiträge
    155
    • 7. Oktober 2004 um 14:14
    • #1

    Hi Ho :)

    jeder mag natürlich gerne, wenn viel Bass aus seinen Lautsprechern rauskommt. Was man dazu braucht ist natürlich schonmal gute Boxen die viel Schalldruck erzeugen. Aber der Verstärker ist die andere wichtige komponente.
    Was macht ein guter Verstärker im Bassbereich aus ? Die Kondensatoren oder ? kann man jetzt sagen wenn verstärker A 20 000 µF hat und verstärker B mit 80 000 µF. Das Verstärker B eine bessere Basswiedergabe hat ? Oder liege ich da falsch oder teilweise falsch.

    Würde mich freuen wenn ihr mir helfen könnt was wichtig ist um zu sehen (wenn das Gehäuse offen ist) "Dieser Verstärker dürfte eine gute Basswiedergabe habe"

    Will jetzt nicht hören "Die Marke XY kann ich dir empfehlen um gut Bass zu bekommen".


    THX :) im vorraus

    xxxsnupyxxx

  • weissnicht
    Beiträge
    962
    • 7. Oktober 2004 um 14:32
    • #2

    So pauschal kann man das wohl eher nicht beantworten, bei den Kondensatoren z.B. kommt es vielmehr drauf an wie schnell sie ihre Ladung bereitstellen können, als was für eine Kapazität sie haben (ich denke das ist ein Unterschied zwischen hochwertigen Elkos und weniger hochwertigen).
    Und die Kondensatoren sind ja eh dafür da, um bei PLÖTZLICH auftretendem Leistungshunger entsprechende Energie bereizutstellen. Wenn man es mal ein bisschen verallgemeintert kann man sagen, dass ein Amp der gut Bass liefert dies bei allen Lautstärken tut, also auch wenns leise ist und die Elkos nicht soviel "einschreiten" müssen.
    Ich kenne mich auch nicht 100 % mit den Einzelheiten eines aktuellen Verstärker Designs aus, aber ich gehe mal stark davon aus, dass viele Eigenschaften von Faktoren bestimmt werden, die man nciht so ohne weiteres feststellen kann, viel wird auch sicherlich von den Chips dazu geleistet und ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf Anhieb erkennen kann welcher Baustein was macht.
    Aber generell kann man sicher sagen, dass ein großzügig dimensioniertes Netzteil die Basis für eine solide Basswiedergabe ist, sowie man wohl auch sagen kann, dass irgendwelche billig Transistoren nicht soviel taugen wie hochwertige Exemplare..
    Das war das was ich dazu sagen kann, aber hier gibts mit Sicherheit noch ein paar Leute die dir dazu mehr sagen können (Und mich gegebenfalls auch sicher korrigieren werden).

    Gruß
    David

  • DJ Jerolm
    Verifiziert
    Beiträge
    549
    • 7. Oktober 2004 um 15:09
    • #3

    Ob A oder B besser ist kann man so nicht sagen.
    Wieviel uF man da reinpackt hängt von der Leistung ab, die der Amp hat und wie „hart“ das Netzteil sein soll. Sehr wichtig sind aber auch Innenwiderstand und Serieninduktivität der Elkos. Wenn die Energie gebraucht wird soll sie schließlich sofort zur Verfügung stehen. In den Datenblättern findet man das unter ESR, dem Serienwiderstand der C’s. Für hohe und gute Leistung sollten da schon Low-ESR Typen verbaut sein.

    Viele Leistungstransistoren sind ebenfalls günstig, da der Innenwiderstand des Leistungsteils dann klein wird. Anzahl hängt natürlich auch von der Leistung ab. (200W, 6Pärchen -> multipler Overkill :mrgreen: ). Auch die Emitterwiderstände sind unterschiedlich, 0.1Ohm z.B. ist da natürlich günstiger als 0,22Ohm...
    Was am LS-Output dann aber für ein Innenwiderstand erscheint hängt aber noch von der Gegenkopplung und der Qualität des Differenz- und Spannungsverstärkers ab. Der Innenwiderstand ist auch als „Dämpfungsfaktor“ bekannt. Ein hoher Dämpfungsfaktor führt dazu, dass der Amp den LS besonders im Bass spürbar „besser im Griff hat“.

    Dann sollte der Amp ein Übertragungsverhalten aufweisen, dass auch niedrige Frequenzen noch ohne große Absenkung der Amplitude wiedergegeben werden und auch die Phasenverschiebung die in der Nähe der unteren Grenzfrequenz auftritt sollte im hörbaren Frequenzbereich so gering wie möglich sein. So mancher gut gemeinter „Low-Cut“-Filter der da noch irgendwo im Signalweg hängt sorgt selbst bei 50-100Hz noch für ca. 30° Phasenverschiebung (z.B. Yorkville...). Das ist dann übel wenn man im Bass zwei Amps mit verschiedenen Filtern betreibt => Matschbass...

    Auch der „Front-End“-Bereich ist wichtig:
    Meist findet man eine VFA-Struktur (Voltage-Feedback-Amplifier). VFA’s haben gute DC und NF-Eigenschaften, aber im Bereich hoher Frequenzen ist bei denen schnell Schluss. (Hörbare Frequenzen werden aber bequem abgedeckt).
    Bei Omnitronic (Omnischrott :mrgreen: ) P-500 P-1000 und P1500 findet man eine CFA-Struktur (Current-Feedback-Amplifier). Die findet man übrigens auch bei Yorkville APxxxx...
    CFA’s haben miserable DC-Eigenschaften (z.B. Offset) und tun sich auch mit niedrigen Frequenzen schwer. Dafür erreichen z.B. CFA-Operationsverstärker Bandbreiten bis fast in den GHz-Bereich. (diskrete Amps natürlich nicht :!: ). Bei Yorkville wird der DC-Murks (hoher Offsetfehler) dann von dem vorgeschalteten OP wieder ausgebügelt... Neben dem weichen Headroom-Netzteil bei Yorkville könnte das z.B. ein zusätzlicher Grund für die Bass-schwäche sein, die diesen Amps nachgesagt wird. Dafür sollen sie MT/HT ausgezeichnet spielen...

  • TBF
    Beiträge
    1.785
    • 7. Oktober 2004 um 19:45
    • #4

    das meiste schongesagt dieTransistoren sind überigens fast immer die selben -wichtig ist anzahl reihe parallel ClassH Ausführung oder gar Transistor Serienschlatung, Elko Qualität und das wichtigste die Peak Leistung!

    erst wenn der letzte Kunde den "ich war mal eine Dose" SMD Haufen im Biegeblechgehäuse zum Utopiepreis nicht mehr möchte, die Bank unter Zahlpause andere Vorstellungen hat, ja dann werdet ihr merken daß Amtlich eher Marktgerecht bedeutet :)

  • montarbo
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    758
    • 7. Oktober 2004 um 22:33
    • #5
    Zitat

    und das wichtigste die Peak Leistung!


    PMPO :mrgreen: :mrgreen:
    wo bekommt man die denn her :?:
    oder wie kann man die schnell messen :?:

    ceterum censeo functionum unum esse utendum
    Im übrigen bin ich der Meinung, dass Funktion One verwendet werden muss.

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