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Serienwiderstand zum Tieftöner [Theorie+Praxis]

  • Stefan6000
  • 30. Januar 2005 um 17:25
  • Grasso
    Beiträge
    126
    • 6. Februar 2005 um 21:34
    • #41

    Das sind 7er, nämlich 17 cm Isophon Tiefmitteltöner mit federleichten Membranen und dicken Alnico-Magneten, richtige Schweine, Wellenfront! Ja, wenn Du den türkischen Elektrokrämer im Halbkeller an der Friedrich-Ebert-Straße *vor mir* besucht hättest, und dann ein paar Euro parat gehabt hättest, hättest *DU* sie haben können!

    Das Papphorn ist rückseitig mit PU-Schaum verstiffendtem. Leider habe ich etwas zu viel Schaum versprüht, aber man lernt nie aus! Die MHD-550 Auktionen lasse ich gerne bei 70 Euro enden, weil ich ja jeden Breitbänder aus einem Grundig Konzertschrank in mein "1971" Horn packen kann.

  • Grasso
    Beiträge
    126
    • 7. Februar 2005 um 18:06
    • #42

    In vier Metern Entfernung ist das noch so laut, daß einem die Ohren abfallen. Ich werde den Mitteltontreiber mit 14-mm-Spule (2W Sinus, 8 W Spitze) aber bald gegen etwas stärkeres austauschen, weil ich in eine Halle umziehe. Ich will dann einen größeren Treiber nehmen und dafür das Horn verkürzen. Das Problem ist nur, einen Treiber, der verzerrungsarm und ausreichend belastbar ist, zu finden. Mal sehen, ob unter meiner Sperrmüllausbeute etwas darunter ist! Mmit dem typischen PA-Kram wie Druckkammertreibern und Tieftönern mit 75mm-Spulen kann ich überhaupt nichts anfangen. Es paßt technisch einfach nicht. Der englische Text zum Bild: http://grassomusic.de/e/phaseeq2.htm

  • Peter Strassacker
    Beiträge
    28
    • 13. Februar 2005 um 18:54
    • #43

    @ TBF:

    Ja, im PA-Bereich ist der Serienwiderstand unpopulär, da man Leistung verschenkt - logisch !

    Bei HiFi ist der Serienwiderstand unpopulär, da der Dämpfungsfaktor des Verstärkers D = R(Lautsprecher)/R(Innenwiderstand), der meist bei 400-800 liegt, durch den Serienwiderstand auf extrem kleine Werte zurückgeworfen wird.

    Somit erscheint er als absolut verwerflich - und ich tue mir sehr schwer zu erklären, wofür er gut sein kann.

    Vielleicht ein etwas seltsamer Weg:
    ******************************
    Stellen wir uns vor, wir hätten den optimalen Tieftöner mit einer 100 mm Kupferschwingspule.

    Wenn ich nun den Tieftöner umkonstruiere, indem ich den Luftspalt dreimal so groß mache, den Magnet so stärke, dass das magnetische Feld in der Spule gleich stark bleibt, und ich den Draht der Spule mit 3-fachem Querschnitt auslege. Wenn ich nun statt Kupfer Aluminium verwende, habe ich einen Tieftöner, der
    - gleich viele Windungen auf der Schwingspule hat
    - gleiche viele Windungen im Magnetfeld
    - gleiches Membrangewicht, da Alu etwa um Faktor 3 leichter ist als Kupfer
    - der aber als Unterschied nur den halben Gleichstromwiderstand hat, wie der alte.

    Nun teste ich den Lautsprecher und stelle fest, dass sein Tiefbass deutlich schlechter wurde.

    Um die gleichen Eigenschaften - wie mein idealer Lautsprecher sie hatte - zu erhalten benötige ich einen Vorwiderstand, der eine Impedanz hat wie mein alter Tieftöner, also Rv = Re.

    Zwischenergebnis:
    ****************
    Ich benötige also bei meinem Tieftöner mit extrem starkem Antrieb - diesen haben wir nämlich durch den Umbau erzeilt - einen Vorwiderstand, damit dieser so klingt, wie mein alter Tieftöner.

    Hochinteressant:
    Der so konstruierte Tieftöner weist eine viel geringere thermische Kompression auf, als unser ursprünglicher idealer Tieftöner, da er sich bei gleicher Leistung in der Schwingspule nur etwa halb so stark erwärmt, da die ohmschen Verluste ja zur Hälfte außen erzeugt werden.

    Was will ich damit sagen?
    *********************
    Ich möchte keinesfalls sagen, dass ein Vorwiderstand alles verbessert - im Gegenteil: Der Klang wird wumpsiger, dafür gewinnt man an Tiefbass.

    Es hängt eben davon ab, wie stark der Antrieb ist, den man mit seinem Lautsprecher gekauft hat, und was man damit machen will ....

    Peter Strassacker, http://www.lautsprechershop.de/pa

  • Stefan6000
    Beiträge
    127
    • 13. Februar 2005 um 19:14
    • #44

    ... und schätzungsweise könnte das mit einem Qts von 0,24 sehr gut funktionieren. Mit Schalter für Top-Betrieb (kein Rs, super Mitten) oder Fullrange (super Bass) in einem kleinen Gehäuse. Find ich gut!

    Ich werds auf jeden Fall mit dem Eminence Kappa Pro 12 und BMS 4544 probieren, ist halt schade weil es sehr risikobedingt ist (kein Geld zum Rausschmeißen!).

    Aber wenn es funktioniert, dann werd ich mal ordentlich posten und die fertige Box vorstellen da es ja für einige interessant sein könnte.

    Mfg Stefan

  • Grasso
    Beiträge
    126
    • 13. Februar 2005 um 20:56
    • #45

    Der Serienwiderstand ist nicht populär, und es wird damit nicht hausieren gegangen, aber er wird in Controller-Endstufen-Boxen-Kombis der besten Marken benutzt. Nein, wenn man die Kisten aufschraubt, findet man keinen dicken Lastwiderstand. Das ist elektronisch verwirklicht.

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 27. April 2005 um 05:54
    • #46

    Moin Stefan6000,

    was ist draus geworden ? klappt Dein Vorhaben ?
    Danke für die Idee ! Das ist der erste vernünftige Veruch ein Top und eine Fullrange in einem zu bauen !

    Da bin ich dran:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=37241
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=326132&highlight=#326132

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Stefan6000
    Beiträge
    127
    • 27. April 2005 um 19:24
    • #47

    Naja, wurde leider nichts daraus weil es mir zu riskant war. Hätte das Experiment nicht funktioniert, wäre eine Menge Geld weg gewesen (Schüler). Glaube trotzdem fest daran dass es gewisse Anwendungen für gewisse Zwecke gibt! Peter Strassacker hat diese schon sehr gut erklärt...

    Trotzdem danke für die Interesse!

    Mfg Stefan

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