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  4. Verstärker

8- & 4-Ohmdifferenzen

  • viruzz
  • 6. Februar 2006 um 11:06
  • viruzz
    Beiträge
    769
    • 6. Februar 2006 um 11:06
    • #1

    Ich stelle immer wieder fest, wie stark je nach Endstufe die Unterschiede zwischen 8- & 4-Ohmleistung voneinander abweichen. Hierzu ein Beispiel:

    Yamaha P1600: 175W + 175W @ 8Ohm; 230W + 230W @ 4Ohm

    Gucken wir uns eine andere Stufe an, haben wir z. B. folgende Werte:
    2x 300/8 Ohm, 2x 600/4 Ohm

    Hier ist die 4Ohm Leistung doppelt so hoch wie die Leistung an 8Ohm Last!

    Woran liegt das?

    :) huhu :>

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 6. Februar 2006 um 11:25
    • #2

    Da gibt es verschiedene Gründe:

      Marketing
      Netzteilauslegung
      Art der Messung

    Bei Yamaha sieht es zumindest so aus, als ob man die Werte gemessen hat.
    Durch ein etwas schwaches Netzteil ist die Leistung an 4 Ohm nicht so hoch.
    Die Unterschiede sind marginal.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

    Einmal editiert, zuletzt von cyberlight (6. Februar 2006 um 11:27)

  • viruzz
    Beiträge
    769
    • 6. Februar 2006 um 11:27
    • #3

    Ja was ist denn nun "besser"? Kann man das überhaupt so sagen?

    :) huhu :>

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 6. Februar 2006 um 11:28
    • #4

    Lassen wir Marketing mal außenvor ...

    Geräte die bereits an 4 Ohm RL deutlich abfallen, d.h. nicht das Doppelte von R = 8 Ohm anliefern, haben keine ausreichend dimensionierte Versorgung. Sie sind sehr häufig auch nicht - 2 - Ohm - tauglich, das geht damit einher.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 6. Februar 2006 um 11:30
    • #5

    Man muss den Einsatzbereich sehen.
    Im Bass braucht man einfach nur viel Leistung und ein sehr stabiles Netzteil.
    Das ist bei Hochton nicht unbedingt nötig. Da kommt es dann wieder auf etwas anderes an.

    Herstellerangaben sind nicht immer ganz wahrheitsgemäss, bzw. aus marketinggründen schöngerechnet.

    Letztendlich entscheidet die Praxis, ob eine Endstufe was taugt.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • viruzz
    Beiträge
    769
    • 6. Februar 2006 um 11:43
    • #6

    Sind die Unterschiede nun marginal oder stellen sie einen Mangel dar?
    Ich halte die Yammis für sehr robust. Die Netzteilschwäche wird auch erst bei 18er Bässen bemerkbar oder nicht?

    :) huhu :>

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 6. Februar 2006 um 11:49
    • #7

    Es braucht keinen 2x18" (4 Ohm), um eine P1600 in die Knie zu zwingen :wink:

    Der Endstufe ist der Membrandurchmesser völlig egal.
    Die muss nur elektrische Leistung liefern.

    Wenn man davon ausgeht, dass doppelte Leistung im Idealfall 3dB mehr output erzeugt, ist der Unterschied marginal und kein Mangel.

    Ein Mangel wird es erst, wenn die angegebene Leistung gar nicht erreicht wird/werden kann.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • N-Dee
    Beiträge
    932
    • 6. Februar 2006 um 11:51
    • #8
    Zitat von "viRuZz"

    Die Netzteilschwäche wird auch erst bei 18er Bässen bemerkbar oder nicht?


    Das hat nix mit dem Durchmesser zu tun. Vielmehr mit dem Konstrukt und dem angelieferten Signal.
    Also hoher Pegel und geringer Crestfaktor sind eine schlechte Kombination, wenn das Netzteil schwach ist.

    Greets,
    N-Dee[/code]

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 6. Februar 2006 um 12:57
    • #9

    Wo wir gerade so schön dabei sind: (Faustregeln)
    Je grösser die Voicecoil, desto mehr Leistung verträgt das chassis.
    Je grösser die Membran, desto grösser wird das Gewicht, dass angetrieben werden muss.
    Es braucht für die Beschleunigung bei grossen Membranen hohe Ströme und somit Leistung.
    Diese Ströme müssen möglichst schnell geliefert werden können, damit der Lautsprecher dem Signal folgen muss und nicht nur lustig vor sich hinpendelt. (siehe Dämpfungsfaktor)
    Dazu gehört der Verstärker (Netzteil, Transistoren, usw.), aber auch Kabel, Verbinder, etc.

    Die Energie, die in die Coil reingeht, wird teilweise durch die Federkraft des chassis und des Gehäusevolumens an den amp "zurückgeliefert". Darauf muss die Kühlung ausgelegt sein.
    Zudem muss ja letztendlich auch Luft bewegt werden. (Ein netter Nebeneffekt :wink:, siehe "Wirkungsgrad" )

    Crestfaktor wurde schon lang und breit getreten. Dafür kann man die Suche benutzen.

    Doppelte Leistung bedeutet 3dB mehr.
    Das kann ein ungeübtes Ohr gerade so wahrnehmen.
    Für eine "gefühlte" Lautstärkeverdopplung braucht es 10dB mehr, was der 10fachen Leistung entspricht.

    Wie du siehst, ist es also eigentlich egal, ob ein Verstärker 500 oder 600 W hat.

    500W sind auch nicht gleich 500W.

    An einer niedrigen Impedanz stösst man an die Stromgrenze des Verstärkers, an einer Hohen ist irgendwann nicht mehr genug Railspannung da.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 6. Februar 2006 um 13:57
    • #10

    Konkret:

    Er wird mit einer gebrückten P1600 einen BR Sub mit Ciare 15.00NDW antreiben.

    Ich denke, dass das ohne Probleme möglich sein sollte.

    Gruß
    Thomas

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