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DMX - Protokoll und Selbstbaudimmer

  • Tobias P.
  • 25. Juli 2003 um 17:05
  • Tobias P.
    Beiträge
    1.225
    • 25. Juli 2003 um 17:05
    • #1

    Hi!

    Da ich mich entschlossen habe, als Abi - Projekt einen DMX - Dimmer zu bauen, habe ich mich nun etwas näher mit DMX beschäftigt.
    Um zu sehen, ob ich alles verstanden habe, habe ich eine Datenfolge erstellt, nach der an Dimmer 0 Kanal 1=100 und Kanal 2=200 ist.

    Kanal1 = 100; Kanal2 = 200:

    Datenstrom= 0 1 0 00000000 11 0 00110011 11 0 0 11000000 11
    a b c d e f g h i j k l

    a = break, 88µs
    b = MARK, 8µs
    c = Startbit, 4µs
    d = Startbyte, 32µs
    e = Stopbits, jeweils 4µs
    f = Startbit Kanal 1, 4µs
    g = Datenbyte Kanal 1, 32µs
    h = Stopbits Kanal 1, jeweils 4µs
    i = MARK, 8µs
    j = Startbit Kanal 2, 4µs
    k = Datenbyte Kanal 2, 32µs
    l = Stopbits Kanal 2. jeweils 4µs

    Meine Frage ist nun, ob dieser Datenstrom richtig ist oder ob ich irgendwo einen Fehler habe (fehlendes oder überflüssiges Bit etc.).
    Noch was: Wenn das Startbyte statt 0 1 ist, würden doch Kanal 1 und Kanal 2 an Dimmer 1 angesprochen, oder?
    Hoffe, mir kann jemand helfen, mein E-Technik - Lehrer hats aufgegeben :D

    CU, Tobias

    Meine Signatur hat grad Urlaub

    Einmal editiert, zuletzt von Tobias P. (11. November 2003 um 22:19)

  • Henne
    Beiträge
    1.580
    • 25. Juli 2003 um 17:52
    • #2

    Hi Tobias!

    Ujjals DMX-Site hat mir beim Verständnis sehr geholfen.
    Hier ist der Link: http://www.dmx512-online.com/packt.html.

    Auf meiner Site findest du den Link zu "theaterzentrum.at". Dort findest du den Code und die Pläne für einen 12Ch DMX-Dimmer. Da siehst du gleich eine Möglichkeit wie's funzt. Ich werde bald - hoffentlich mit Martins Hilfe - den Code auseinandertüddeln, um ihn für eigene Projekte brauchbar zu machen. Wenn du ein wenig mit AVRs klarkommst, kannst du dich ja mit deinem 6Ch-LCD-Mörder-Teil einklinken...

    Grüße, Hendrik

    Henne's Sites

  • Tobias P.
    Beiträge
    1.225
    • 25. Juli 2003 um 20:34
    • #3

    Hi!

    Ich denke, meine ersten Versuche werden mit einem 80C537 stattfinden (hab nämlich gerade einen + Entwicklungsboard hier) und wenn ich dann einen funktionierenden Code zusammenhabe, schreibe ich ihn so um, dass er auf einem AVR läuft.
    Ich wollte erstmal die Hardware erstellen (Prototyp der Powerunit ist bereits fertig), da die am einfachsten ist und somit die wenigste Zeit beanspruchen dürfte, dann hab ich nachher genug Zeit, mich um die Software zu kümmern.
    Da wollte ich dann erstmal ein kleineres Programm schreiben, das das DMX - Signal einlesen kann, ein fehlendes DMX - Signal erkennt und die Endstufe ansteuern kann.
    Das richtige Programm, das dann auch das Display und die Temperaturkontrolle für den Gehäuselüfter steuert, kommt erst nachher.
    Aber danke für die Links, die haben mich schon ein Stück weitergebracht (jetzt weiss ich z.b. schon, wie ich feststellen kann, ob das DMX - Signal fehlt).

    CU, Tobias

    PS: Um deine Neugierde zu schüren: Eingabe aller erforderlichen Werte wie DMX - Startadresse oder Kanalwerte (bei Standalone-Betrieb) per Dezimal-Tastatur bzw. Inkrementalgeber 8)

    Meine Signatur hat grad Urlaub

  • Henne
    Beiträge
    1.580
    • 26. Juli 2003 um 09:19
    • #4

    Wenn der Code auf 'nem AVR laufen soll, wird ich ihn auch ´für 'nen AVR programmieren. Die Teile sind dafür optimal geeignet ( RS232, 2 Counter, externe Interupts, 31 Register...).
    Die Control-Unit dürfte einfacher sein als der Endstufenteil, da es nur 4-5 ICs sind.

    Damit das ganze nicht abstürzen oder sich aufhängen kann, würde ich den on Chip Watchdog einbinden. Wenn der nicht alle paar ms vom Code resettet wird, gibt's nen Hardware-Reset 8)

    Wie willst du aber in diesem Fall die Parameter hinüberretten, die du per 10er Tastatur, etc. eingibst?? Wenn das Teil neu startet, ist so deine Startadresse futsch :o :oops:
    Deswegen gibt es halt so oft die hässlichen DIP-Schalter und Drehteile...
    Willst du die Lüfterregelung wirklich auch noch der MCU aufbürden?? Ich denke, die ist schon gut mit dem Dimmen ausgelastet. Das ist vielleicht eher was für nen PTC und zwei Transen... (aber die Idee ist gut!!)

    Da die Triacs aber bis 75° mitspielen (eigendlich sogar bis 120°), versuch ich, erst einaml mit passiver Kühlung klarzukommen :D

    Grüße, Hendrik

    (falls einem dieser Thread auf die Nerven geht, können wir das auch per PN erledigen...)

    Henne's Sites

  • Tobias P.
    Beiträge
    1.225
    • 26. Juli 2003 um 10:27
    • #5

    Hi!

    Hmm, im großen und ganzen hast du recht. Aber die Powerunit war das einfachste, ich habe für die Schaltung 20min inklusive Layout gebraucht.
    Also: für die Lüftersteuerung habe ich gerade eine Schaltung mit nem Komparator und etwas Kleinzeugs ausgetüftelt. Wenn mein Ätzbecken wieder dicht ist (hmm, das Silikon müsste eigentlich schon ausgehärtet sein) bau ich die mal als Prototyp auf.
    Mit der Startadresse hab ich mir auch schon Gedanken gemacht. Am effektivsten wäre es ja, wenn die vom µC direkt in ein Eprom geschrieben wird.
    Die Einbindung der Tastatur gab nämlich den Ausschlag, das Projekt zu genehmigen.
    Ich hab mir als µC übrigends den ATmega161 ausgeguckt, was hälst du von dem (die drei zusätzlichen I/O-Pins an Port E brauch ich für einige Spezialfunktionen)?
    Naja, wenn dieser Thread jemandem auf die Nerven geht, wird sich schon ein Mod melden.
    Dann können wir ja immer noch auf andere Kommunikationsmittel zurückgreifen.

    CU, Tobias

    PS: Welches Layoutproggi nutzt du? Ich arbeite gerade mit der 100Pin - Freeware-Version von Target, bekomme allerdings bald die Vollversion kostenlos zur Verfügung gestellt.

    Meine Signatur hat grad Urlaub

  • dagobert
    Beiträge
    810
    • 26. Juli 2003 um 10:53
    • #6

    Nim einen Seriellen I2C fähigen EEProm, der Bus ist ziemlich einfach zu handhaben, ne kleine Hulfe gibts bei http://www.erikbuchmann.de im Codegenerator, dort kannst du dir das I2C gerüst erstellen lassen. Hab mal einen DMX 2 Kanal Strobe Controller gebaut, das war eigendlich nicht wirklich schwer.

  • Henne
    Beiträge
    1.580
    • 26. Juli 2003 um 11:21
    • #7

    Dagoberts Idee mit dem ser. EEPROM ist sinnvoll, da man so Pins spart. Ich glaube, es gibt in Atmels AVR-Sektion auch eine Appnote für die I2C-Anbindung. Eine andere Möglichkeit wäre die LCD-Kontrolle und die manuellen Eingaben einem eigenen AVR anzuvertrauen und diesen über SPI an die Dimmer-MCU anzubinden. Oder kann man vielleicht auf externes EEPROM verzichten, da die AVRs eigenes on Chip haben??

    Was mein Editor angeht: Ich verwende momentan die Freeware-Version von Eagle. Allerdings treibt mich die Begrenzung auf eine halbe Eurokarte in den Wahnsinn...

    Mit Target komme ich auch problemlos klar, blos mit 100 Pins kann man noch weniger anstellen...

    Für eine Vollversion ohne so enge Begrenzungen würde ich einiges geben, aber 128€ für 'ne non profit version is doch etwas heftig...

    Henne's Sites

  • Tobias P.
    Beiträge
    1.225
    • 26. Juli 2003 um 12:17
    • #8

    Hi!

    Hab gerade mal im Datenblatt nachgeschaut, der ATmega161 hat ein 512 Byte großes EEprom on Board. Damit wäre das schon mal erledigt, die 8Bit -Startadresse passt da locker rein.
    Hmm, aber die Idee mit dem separaten Controller fürs Display gefällt mir. Den könnte ich z.b. direkt auf der Frontplatine unterbringen, das würde auch Leitungen sparen.
    Das hätte auch zur Folge, dass das Programm für den Dimmer - µC etwas weniger komplex wird, da das Display dann vom zweiten µC gesteuert wird.
    Allerdings gefällt es mir gar nicht, dass dann so viele Ports unbenutzt bleiben => Verschwendung.
    Ich denke, ich probiers erstmal mit einem µC.

    CU, Tobias

    Meine Signatur hat grad Urlaub

  • Michael D
    Beiträge
    721
    • 26. Juli 2003 um 16:40
    • #9

    Zu der Leistungsfähigkeit:
    Ich habe nen 8 Kanal DMX Dimmer mit nem AT90S8515 bei 8 MHz aufgebaut, incl. 4x16 LCD Display und 5 Tastern zur Menuesteuerung.
    Der µC berechnet die Zündzeitpunkte der 8 Kanäle in 16 Bit passend zu einem ext. Netzsync. Signal.
    Ist mit nur diesem einen Controller alles kein Problem, sprich seine Leistungsfähigkeit reicht.
    Habe allerdings direkt in ASM Programmiert. Weiss ja nicht, ob ihr vielleicht C vorhabt. Da könnte es dann vielleicht knapper werden, sollte aber auch noch gehn...

    http://www.digital-enlightenment.de/
    USB DMX Interface, Mediensteuerung, Demultiplexer, Multiplexer, Dimmer, Relaisboard, Art-Net

  • Henne
    Beiträge
    1.580
    • 26. Juli 2003 um 23:49
    • #10

    Michael D:
    GEIL!! :P Da hab ich die Teile wohl echt unterschätzt. Ich habe auch vor in Assambler zu schreiben. Wäre es möglich mal einen Blick auf den Code und auf die Hardware zu werfen?? *bettel*
    Dann könnte ich mal alle möglichen Module für AVR-Dimmer durchprobieren und aneinander anpassen und vielleicht selbst was nettes erhalten. Mein Ziel wäre ein ultra kompakter, minimalistischer und unkaputtbarer DMX-Dimmer mit vier Kanälen. Davon 4-6 Stück und ich spare mir die Multicores 8) .
    Features sollten sein:
    spritzwasserfest
    500W/Kanal Dauerlast
    gut entstört
    ausfallsicher
    Watchdog-Reset
    passive Kühlung

    Es brauch also nicht schön oder komfortabel sein, sondern verlässlich und unkaputtbar 8)

    Henne's Sites

  • Michael D
    Beiträge
    721
    • 27. Juli 2003 um 04:02
    • #11

    Hardware is relativ einfach:
    Gewöhnliche Triacschaltung, die Optokoppler werden direkt von einem Port des AVRs angesteuert. Dann noch LCD, Taster und Netzsync. dran, fertig. Bei dem Netzsync. Signal würde ich dir empfehlen das direkt aus der Netzspannung zu nehmen. Also Spannungsteiler (aus mind. 3 Widerständen, weil die können in der Regel nur 250V ab) und dann per Transistor nen Optokoppler oder so gesteuert.
    Weil wenn du das Netzsyc. Signal hinter nem Trafo abgreifst hast du ziemlich sicher ne Phasenverschiebung drin.
    Zu deinem Punkt Ausfallsicher: Dann nimmer lieber keinen AT90S... :)
    Die gelten nämlich als etwas anfällig für EMV. Die ATmegas sollen da schon viel besser sein.
    Ausserdem stellt Atmel die 90S Typen langsam ein. Also lieber den ATmega nehmen, der als Ersatz für den 90S5815 geschaffen wurde.
    Allerdings hatte ich in meinen Dimmern mit dem 90S8515 auch noch keine Probleme, obwohl ich die noch nicht wirklich entstört habe.. :)

    Wenn du genauere Hardware Infos und/oder Code haben willst, schick mir ne Mail: michaeldre@gmx.de
    Dann denk ich ehr dran, weil jetzt is mir das zu spät um noch was rauszusuchen. :)
    Aber nur, wenn du den Kram für private Sachen bzw. Schule/Ausbildung nutzen willst. Ich hab nämlich schonmal mit einem VA-Techniker nen Deal gemacht, was für ihn zu Entwickeln für bischen Entgeld, nur kam da nie was...
    Und ich könnt mir vorstellen, dass es hier im Forum auch genug Profis gibt, die sowas gerne nachbauen würden.

    Cu, Michael

    http://www.digital-enlightenment.de/
    USB DMX Interface, Mediensteuerung, Demultiplexer, Multiplexer, Dimmer, Relaisboard, Art-Net

  • Tobias P.
    Beiträge
    1.225
    • 27. Juli 2003 um 13:46
    • #12

    Hi!

    Also ich hab jetzt mal nen vorläufigen Schaltplan mit nem ATmega161 gezeichnet, allerdings noch ohne Netzsinc. - Erzeugung. Die würde ich aus Sicherheitsgründen auf der Netzteilplatine ansiedeln.
    Ich komme bei meiner Schaltung auf insgesamt 98 Pins (zwei IC's + Kleinzeug), das sind der ATmega mit 40 Pins, der SN75176B (Bustreiber) mit 8 Pins, dann die Power-On-Reset-Schaltung und jede Menge Stiftleisten.
    Der Hardwareaufwand ist ja wirklich nur minimal, die Software (ich bin übrigends C-Progger) dürfte da wesentlich komplexer werden.
    Wenn ich Glück habe, ist die Hardware innerhalb einer Woche bereits fertiggestellt (könnte ich auch an einem Tag schaffen, aber ich will nicht, dass mein Lehrer glaubt, ich hätt das irgendwie schon vorher fertiggehabt).

    CU, Tobias

    PS: Mittlerweile versteh ich auch den DMX - Bus :)

    Meine Signatur hat grad Urlaub

  • Henne
    Beiträge
    1.580
    • 27. Juli 2003 um 16:41
    • #13

    Das Leistungsteil liegt bei über 150 Pins:
    Trafo + Stabilisierung, Sync
    Optotriacs, triacs, Caps, Drosseln
    Wiederstände, Stecker...
    (6 Kanäle noch)

    Henne's Sites

  • Tobias P.
    Beiträge
    1.225
    • 27. Juli 2003 um 18:37
    • #14

    Hi!

    Ich habe bei der Powerunit jeweils zwei Kanäle auf einer Platine aufgebaut - 71 Pins pro Platine.
    Also bis jetzt reicht die 100 Pin-Version.

    CU, Tobias

    Meine Signatur hat grad Urlaub

  • Tobias P.
    Beiträge
    1.225
    • 28. Juli 2003 um 13:29
    • #15

    Hi!

    So, ich hab jetzt grad beim Reichelt die Bauteile bestellt und ätz die Controlunit - Platine. Wenn das Material da ist, bau ich den Prototyp auf und dann werden wir mal sehen, was nachher dabei rauskommt. Vielleicht wirds aus Versehen ja ein Lichtpult :lol:

    CU, Tobias

    Meine Signatur hat grad Urlaub

  • Tobias P.
    Beiträge
    1.225
    • 11. November 2003 um 22:19
    • #16

    Hi!

    Um mal wieder auf meinen alten Thread zurückzukommen: die Arbeit am Dimmer macht Fortschritte.

    Lüftersteuerung ist fertig und funktioniert schon fast, Netzteil ist fertig und funktioniert (Restwelligkeit hab ich noch nich bestimmt), Hauptplatine ist fertig, aber noch nich ausprobiert und Endstufe ist ebenfalls fertig und noch nich ausprobiert.
    Wenn das weiter so flott geht, kann ich nächste Woche mit dem Proggen anfangen.
    Die Tastatur hab ich mittlerweile durch eine 4-Tasten-Steuerung ersetzt und das Display wird ein Grafikdisplay, damit ich die Kanalwerte als Bargraph darstellen und ein paar Windows-Fehlermeldungen klauen kann :P .
    Falls Interesse besteht, kann ich von den fertigen Teilen mal 'n paar Fotos zeigen.

    MfG, Tobias

    Meine Signatur hat grad Urlaub

  • florian
    Reaktionen
    2
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    Marktplatz Einträge
    2
    • 11. November 2003 um 22:34
    • #17

    Wie hast du die Entstörung gelöst (oder machst du Phasenabschnitt mit IGBT's ) ? Und hast du die EMV-Grenzwerte einhalten können ?

  • Tobias P.
    Beiträge
    1.225
    • 12. November 2003 um 06:41
    • #18

    Hi!

    Enstörung funtzt momentan noch mit ner einfachen Drossel in Serie zur Last und nem Entstör-Kondensator parallel dazu.
    Ich bin momentan noch nicht dazu kommen, Messungen am Gerät zu machen, vom Netzteil mal abgesehen, deswegen kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts zur EMV sagen.
    Vielleicht komme ich heut Nachmittag dazu, ein paar Messungen zu machen.

    MfG, Tobias

    Meine Signatur hat grad Urlaub

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