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Live Mono oder Stereo mischen

  • Guitar-Chris
  • 9. September 2006 um 17:45
  • Guitar-Chris
    Beiträge
    16
    • 9. September 2006 um 17:45
    • #1

    Hallo!

    Beschäftige mich seit kurzem intensiver mit der Livemischung. Habe mich PA-technisch mit dem PA-Handbuch von Pieper eingelesen.

    Anfangs habe ich häufig extreme "Pan"-Einstellungen genutzt, da ich dachte, dass ds ein schönes Stereo Bild ergibt. Dann wurde mir klar, dass das für unsere Zuhörer nicht so dolle ist, da die ja selten alle in der Mitte zwischen den Boxen stehen. Später haben wir dan fast vollständige Mono-Mixes gemacht.

    Jetzt die Frage: Unser Pult hat 4 Subgruppen. Im Prinzip habe ich vor, das Drumset, den Gesang und die Gitarren (2x E alternatic 2 x Akustik) ohne Bass zu Subgruppen zusammenzufassen. Wir singen abwechselnd, im wesentlichen 2 verschiedene Sänger. Die anderen teilweise etwas Backing-Gesang.

    Würdet ihr mit raten eine dieser gruppen in Stereo zu fahren?

    Macht Gesang über Subgruppe eigentlich Sinn?

    Wäre hier über die Erfahrung von "alten Hasen" ganz dankbar.

    Wie beschallen so Gigs bis 200-300 Leute. Zwei Subwoofer, 2 Tops.

    Gruß

    --
    Christian

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 9. September 2006 um 23:12
    • #2

    Stereo ist definitiv angebracht. Ich ziehe gerne mal das Drumset ein wenig in die Breite. Auch wenn z.B. mit zwei Gitarren gespielt wird macht es Sinn das ganze ein bisschen auseinanderzuziehen. Das gleiche gilt auch, wenn sich z.B. Keyboard und Gitarre in die Quere kommen.
    Und nicht zuletzt ist es auch für Stereo Effekte aus dem Siderack wichtig auch Stereo zu fahren.

    Gruß
    Thomas

  • Guitar-Chris
    Beiträge
    16
    • 10. September 2006 um 09:39
    • #3
    Zitat von "-Schrecki-"

    Stereo ist definitiv angebracht. Ich ziehe gerne mal das Drumset ein wenig in die Breite. Auch wenn z.B. mit zwei Gitarren gespielt wird macht es Sinn das ganze ein bisschen auseinanderzuziehen.

    Ein bisschen heißt dann aber auch wirklich nur etwas auseinander, um die Instrumente zu trennen, richtig?

    Dann werd ich mal in diese Richtung rangehen. Ich werde erstmal das Dumset zu einer Stereo Subgruppe zusammenfassen. Und vielleicht die A-Gitarren. Gesang und E-Gitarre lass ich erstmal direkt auf dem Main Mix. Muss mich da mal etwas rantasten.

    --
    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von Guitar-Chris (10. September 2006 um 19:40)

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. September 2006 um 11:13
    • #4

    was habt ihr denn an Monitoring dran?

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Kracky
    Profi
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    12.055
    • 10. September 2006 um 14:59
    • #5

    Zum einen ist das doch wohl auch Sache der Räumlichkeiten wo man arbeitet und vorallem auch die Art der Musik spielt hier eine Rolle, zum anderen kann ich mir ja meine Monosignale die da kommen, mit dem PAN schon etwas in den Raum platzieren, aber wirklich Stereomischen ist wohl ehr eine Angelegenheit fürs Studio. Problem ist, wie du schon sagtest das Publikum ansich, die stehen leider alle wild verteilt im Raum und aber jeder möchte eigentlich doch alles hören, und da bleibt dir eigentlich nur der Kompromiss ein Monosettig zu fahren. Was bringt es wenn die links die Gitarre und den Background besser hören und die rechts dafür das Drumset und den Leadgitarristen. Der Sänger sprigt eh von a nach b, und kann somit schlecht Positioniert werden also was soll der Aufwand? Und ehrlich gesagt, auch den Stereoeffekten reicht im Livebetrieb im normalfall der Monoeingang L, der Rest passiert im Gerät. Anderst sieht das z.B. aus bei abnahme klassischer Darbietungen, hier haben wir im Gesamten feste Abnahmepositionen und einen entsprechenden Publikumsbereich der Beschallt wird. Da ist es dann durchaus möglich für diesen festgelegten Publikumsbereich, hier ja meißt gestuhlt, ein Stereobild zu schaffen den hier legen manche Herrschaften auch wirklich wert darauf.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • Guitar-Chris
    Beiträge
    16
    • 10. September 2006 um 19:39
    • #6
    Zitat von "Manuela"

    was habt ihr denn an Monitoring dran?

    Wir hatten bislang nur 1 Monitorsignal, mit dem alle ganz gut zurecht kamen. Pas Pult hat 2 Aux, die Pre-Fader schaltbar sind.

    Inwiefern hat das mit dem Stereobild zu tun? Die Monitorwege sind ja eh mono.

    --
    Christian

  • Guitar-Chris
    Beiträge
    16
    • 10. September 2006 um 19:45
    • #7
    Zitat von "Kracky"

    Problem ist, wie du schon sagtest das Publikum ansich, die stehen leider alle wild verteilt im Raum und aber jeder möchte eigentlich doch alles hören, und da bleibt dir eigentlich nur der Kompromiss ein Monosettig zu fahren.

    Habe gestern abend bei eine Konzert hier auf dem Stadtfest mal drauf geachtet. Die Hauptband hatte eine sehr guten, kräftigen aber zugleich transparenten Sound. Dennoch schien mir das ganze völlig Mono gemischt zu sein gewesen, auch beim Schlagzeug. Für mich zum Glück, für den Rest der Zuschauer leider, mussten wir nämlich nach dem Umbau einen kompletten Soundcheck über uns ergehen lassen....Dann konnte man das ganz gut hören.

    Wahrscheinlich ist ein aufgeräumtes Frequenzspektrum bzw. die Aufteilung dieses Spektrums zwischen den Instrumenten und den Vocals wichtiger als eine breiter Stereosound.

    --
    Christian

  • MRspeaker
    Reaktionen
    183
    Beiträge
    5.030
    • 15. September 2006 um 21:08
    • #8

    Für mich ist es sehr stark von der Veranstaltung abhängig inwiefern ich das Panning mit in den Mix einbeziehe.

    Da wäre erstmal die technische Sicht;
    Um Feedbackproblemen entgegenzuwirken, panne ich bei Chören oder den Overheads beim Schlagzeug teilweise die rechte Seite nach links und die linke nach Rechts.
    Der Abstand (Mikrofon / Lautsprecher) erhöht sich.
    Allerdings habe ich selten ernsthafte Probleme mit Feedbacks.
    Auch können sich wie bereits erwähnt zwei Signale gegenseitig etwas stören, also besser ein links, eins rechts und es klingt angenehmer, oder breiter..

    Auch kann es sein das ein Instrument oder eine Stimme in der nähe eines Front- Lautsprechers steht. Ich kann nun per Panning das Signal auf die andere Lautsprecherseite geben, so ziehe ich das ganze etwas in die Breite, und der Sound wird gleichmäßig
    Bei kleinen Veranstaltungen macht das Sinn, bei großen nicht.

    Dann käme die optische Seite;
    Steht das Instrument links, möchte man es vielleicht auch links hören, natürlich hat dann jede Stelle vor der Bühne einen anderen Sound. Ob das bei einem Rockgig vorteilhaft ist, ist sicher Situationsabhängig, aber wenn man beispielsweise eine fest bestuhlte VA mit „geringem“ Publikum hat, könnte das eine Interessante Sache werden.
    Manchmal klingt Mono auch langweilig, wenn ich panne kann sich jeder seinen Lieblingshörplatz aussuchen g*. …. Alle Leute die am FOH stehen, haben denselben Geschmack wie ich. Die, die links stehen mögen den Gitarristen.


    Alles in allem gibt es also viele Möglichkeiten, manchmal muss man es machen, manchmal möchte man es machen und manchmal lässt man es einfach besser bleiben.

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • Guitar-Chris
    Beiträge
    16
    • 15. September 2006 um 22:27
    • #9

    Vielen Dank für die Hinweise. Wie so oft gibt es also kein falsch und richtig und ich muss einfach selbst in Erfahrung bringen, was geht.

    Dennoch Danke für die Darstellung der verschiedenen Ansätze.

    --
    Christian

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