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  4. Verstärker

Sinn und unsinn von von 2 Ohm stabilität

  • eraser
  • 24. September 2006 um 13:06
  • eraser
    Verifiziert
    Beiträge
    4.185
    • 24. September 2006 um 13:06
    • #1

    Hab ich grad im Internet gefunden und find ich sehr interessant:

    Zitat von "Das Internet"

    Sinn und Unsinn einer 2 Ohm Stabilität

    „Ist die Endstufe auch 2 Ohm stabil ?“ lautet eine oftmals gestellte Frage. „Selbstverständlich nicht“ ist unsere Antwort, wohl wissend, hiermit beim Interessenten ein Erstaunen hervorzurufen. Abgesehen vom zweifelhaften Nutzen eines 2 Ohm Betriebes aufgrund des sinkenden Dämpfungsfaktors und der resultierenden, schlechten Impulstreue (siehe unter THOMMESSEN / Technische Daten - Wir zeigen Transparenz / Dämpfungsfaktor) müsste eine wirklich 2 Ohm stabile Endstufe folgenden Bedingungen genügen

    Die Endstufe muss bei 2 Ohm ca. die doppelte Leistung wie bei 4 Ohm bzw. die vierfache Leistung wie bei 8 Ohm abgeben.

    Das Netzteil muss ca. 25% mehr Leistung besitzen, als der Verstärker bei 2 Ohm abgibt. Dies entspräche jedoch schon einer Überdimensionierung von 150% gegenüber der Leistung bei 4 Ohm.

    Die Kühlkörper müssen den halben Wärmewiderstand besitzen, also doppelt so groß sein wie bei 4Ohm.

    Die Leistungstransistoren müssen die doppelte Verlustleistung verarbeiten können.

    Es ist leicht zu erkennen, dass eine 2 Ohm stabile Endstufe einen enormen Material- und Kostenaufwand erzeugt, obwohl 99.9 % aller Hifi-Lautsprecher eine Nennimpedanz größer 4 Ohm besitzen, der Mehraufwand also nie wirklich genutzt wird.

    Hier zeigt sich aber auch, warum hochwertige High-End Verstärker extrem große Netzteile und entsprechende Kühlkörper besitzen. Eine wirklich 2 Ohm stabile Endstufe, die bei 8 Ohm 2x100W abgibt, muss in der Stereoversion bereits mit einem 1000Watt Netzteiltransformator ausgerüstet sein. Somit erklären sich schnell die oft fünfstelligen Preise dieser Endstufenboliden.

    Falls Sie also einem angeblich 2 Ohm stabilen Verstärker begegnen, hinterfragen Sie mit Fachwissen und Verstand diesen Hinweis. Sofern die Endstufe 100W an 4 Ohm leistet, muss der Netzteiltransformator mind. 250 VA besitzen, um die resultierenden 200W an 2 Ohm abgeben zu können. Auch Messprotokolle der Testzeitschriften decken schnell auf, ob eine Endstufe wirklich souverän 2 Ohm stabil ist oder ob die abgegebene Leistung bei 2 Ohm nur minimal größer oder gar kleiner als bei 4 Ohm ist. Spätestens hier werden Sie erkennen, dass mit „2Ohm stabil“ zumeist die Aussage „geht bei 2 Ohm nicht sofort kaputt“ gemeint ist. Daher wird unsere Antwort auch weiterhin „Selbstverständlich nicht“ lauten, denn wir produzieren hochwertige Geräte zu einem sehr angemessenen Preis und geben dazu ehrliche und technisch nachvollziehbare Auskünfte.

    Alles anzeigen

    greez Marcel

  • tufkadib
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    2.687
    • 24. September 2006 um 17:50
    • #2

    Die angegebenen 250VA Trafoleistung für 200W Ausgangsleistung reichen nie und nimmer.
    Der theoretisch maximal mögliche Wirkungsgrad einer gegentakt-B-Endstufe liegt bei 78,5%, allerdings ist hierbei noch keinerlei Ansteuerung berücksichtigt. 350-400VA dürften es wohl eher sein.

    MfG

    DirkB

  • schrecki7289
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    • 24. September 2006 um 18:39
    • #3

    In der Praxis sieht das anders aus.
    Selbst amtliche Endstufen haben oft eine kleineren Trafoleistung als Ausgangsleistung.
    --> Stichwort Crestfaktor!
    Es sind Endstufen, keine Dimmer.
    Und dann sind da ja auch noch die Elkos, die kurze Impulse puffern.

    Beispiele (thx to TBF)

    -Powersoft Digam 7000 7 kW / Netzteil 650 VA
    -Amptec 3kW / Netzteil 1200 VA
    -Crest 8002 4 kW / Netzteil 1100 VA
    -Crown Macrotech 5000Vz 5 kW / Netzteil 1800 VA
    -Camco DL3000 jenach Version bis über 4 kW / Netzteil 1600 VA
    -LAB fp6400 gut 6 kW / Netzteil schwer einzuordnen, da Flyback um die 2500 VA

    Gruß
    Thomas

  • Kracky
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    • 24. September 2006 um 18:45
    • #4

    Vielleicht hat der Ersteller dieses Beitrags auch vergessen das es im professionellen Bereich durchaus üblich ist Endstufen zu brücken und genau da ist die 2 Ohm Stabilität sehr gefragt. Würde ich als Hersteller so nicht auf meiner HP stehen lassen, den eine Qualitätsaussage ist das für mich keine.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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    78598 Königsheim

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    • 24. September 2006 um 19:05
    • #5

    Die zitierte Aussage ist nicht ganz verkehrt, aber auch nicht so vollständig richtig. Das mit dem Dämpfungsfaktor ist natürlich richtig. Eine Endstufe, die beispielsweise wirkliche 800 W an 4 Ohm Sinusdauerleistung macht, macht mit Musik auch an 2 Ohm selten Probleme, vorausgesetzt, dass nicht schon der Kurzschluss-Schutz anspringt.

    Mit Schaltnetzteilen hätte der Hersteller auch die Möglichkeit, mit zunehmender Kühlkörpertemperatur die Spannung und damit die Verlustleistung zu verringern.

    Wenn eine Endstufe abraucht, kann es auch mal ganz hilfreich sein, wenn die anderen 2 Ohm-Betrieb verkraften.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • binson
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    • 24. September 2006 um 19:08
    • #6

    Wir sollten nicht vergessen, dass es sich im zitierten Teil um Hifi-Verstärker handelte. Im PA-Bereich dürften 2 Ohm häufiger zu finden sein als im Wohnzimmer. :D

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

    Einmal editiert, zuletzt von Binson (25. September 2006 um 08:35)

  • tufkadib
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    • 24. September 2006 um 19:40
    • #7

    Amtlich... :evil:
    Bei Vollaussteuerung ist eta nun mal nur Pi/4, ob da nun Ampcrown oder Shanghai draufsteht (und unabhängig davon, ob die Leistung mit Röhren oder Halbleitern erzeugt wird).

    Ach ja, ich vergaß... heutzutage wird ja mit Musikleistungen gearbeitet, damit kleine Endstufen größer aussehen. :grin:

    MfG

    DirkB (dem man nie seine zementsackschweren dauersinusvertragenden Endstufen ausreden wird) :grin:

  • mr.email
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    • 24. September 2006 um 23:37
    • #8

    Ein 2 Ohm stabiler Amp kann auch mehr Strom liefern. Das bedeutet, das dieser z.B. beim 4 ohm Betrieb mehr (Strom-)Reserven hat.

    Die Impedanz der Boxen ist ja ein Stück weit von der Frquenzabhängig.

    Man könnte daraus schließen, das ein wirklich 2 Ohm stabiler Amp Betriebssicherer ist.

    Mit freundlichen Grüssen,

    .:->Mr.EMail<-:.

  • Mechwerkandi
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    • 25. September 2006 um 08:43
    • #9

    Mich tät' mal interessieren, wer denn an seinen 2-Ohm Lasten schon mal die Impedanz gemessen hat...

  • manuela
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    • 25. September 2006 um 08:50
    • #10
    Zitat von &quot;Mr.EMail&quot;

    Ein 2 Ohm stabiler Amp kann auch mehr Strom liefern. Das bedeutet, das dieser z.B. beim 4 ohm Betrieb mehr (Strom-)Reserven hat.

    Die Impedanz der Boxen ist ja ein Stück weit von der Frquenzabhängig.

    Man könnte daraus schließen, das ein wirklich 2 Ohm stabiler Amp Betriebssicherer ist.

    Es geht nur um eine andere Verteilung von Strom zu Spannung.
    Der Idealfall ist natürlich ein Netzteil daß auf den doppelten Strombedarf des 4-Ohm-Betrieb ausgelegt ist, unter Annahme gleichbleibend hoher Railspannung. Unter diesen Bedingungen und entsprechend stromfester Endstufe kommt es dann zu einer Leistungszunahme bis zu 80% (noch mehr ist möglich). Diese Werte können nochmals geschönt werden indem man das Gerät im 4- und 8-Ohm-Betrieb etwas zügelt, während es im 2 Ohm Betrieb frei bis an die Schukogrenze läuft. Das ist aber der Idealfall.

    Man könnte nun auch folgendes machen:
    Im 2 Ohm-Betrieb kann man die Railspannung abregeln, wird dies mit Schaltreglern bewerkstelligt wird dadurch - weil fast verlustfrei - proportional mehr Strom verfügbar (Leistungstransformation, Step-Down). Es kommt zu gleicher Leistung wie im 4-Ohm-Betrieb, auch hier liegt "echte 2 Ohm Fähigkeit" vor. Obwohl mich das eher ankübelt ! Daher nenn ich es manchmal "pseudo-2-Ohm-Fähigkeit", basierend auf Sparschweintechnik in der Versorgung. Eine höhere Betriebssicherheit ergibt sich daraus ausdrücklich NICHT, diese kann man Geräten zuordnen deren Leistung im 2 Ohm Betrieb gewaltig zunimmt; sie sind ja zwangsläufig für das handlen größerer Leistungen konstruiert.

    Hohe Betriebssicherheit ist ein Ergebnis aus:

    * Überdimensionierung aller Leistungskomponenten mit Begrenzung auf den Nennwert.
    *sorgfältige Gruppenselektion zur gleichmäßigen Lastverteilung
    * Einsatz hochwertiger Teile mit langer Lebensdauer
    * Vorzügliches Temperaturmanagement: keine übermäßigen Temperaturen der Endstufen und Leistungsbauteile
    * Sicherheitstechnik, Schutzschaltungen
    *hochwertige elektrische und mechanische Verarbeitung.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • mr.email
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    103
    • 25. September 2006 um 14:18
    • #11

    2 Ohm tauglichkeit ohne eine änderung der Railspannung hatte ich vorrausgesetzt.

    Mit freundlichen Grüssen,

    .:->Mr.EMail<-:.

  • tamaris-pa / mts
    Verifiziert
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    • 25. September 2006 um 14:38
    • #12

    2Ohm braucht man einfach oft, sonst braucht man für Doppel 18er entweder potente Amps(Module auf 16Ohm verschalten) oder kann nur 2 Doppel 18er an einer Amp betreiben.

  • schrecki7289
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    7.887
    • 25. September 2006 um 14:49
    • #13

    Es bleibt aber trotzdem unwirtschaftlich.

    Gruß
    Thomas

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