habe die letzten Tage an einem Botex DC 1224 arbeiten müssen (Theater) und möchte hier nun eindringlich vor dem Pult "warnen"
Warum "warnen" ?
Habe die Bühnenbilder als einen Chase (siehe Punkt 2.) programmiert, damit ich auf individuelle Veränderungen reagieren konnte.
Während der Vorstellung muss ich (obwohl sicherheitshalber mit Tape fixiert) einen Master-Fader um ein Zehntel mm bewegt haben... und nun, ohne daß ich es wusste, lief der Chase rückwärts. Ergebnis: Vier Bühnenbilder waren falsch eingeleuchtet. Die Zuschauer haben davon zum Glück nix gemerkt. Die Fehl-Beleuchtung konnte ich manuell retten. Die Regisseurin saß direkt hinter mir und hat sich ihren Teil gedacht. :shock: :oops: :? :x :roll:
Das Pult kann auf drei Arten für Bühnenbilder benutzt werden:
1. Bühnenbilder als Szenen einzeln auf je einen Fader legen
(Abruf über Fader)
Vorteile:
Man kann während der Vorstellung jedes Szenenbild
in Helligkeit von 0 - 100 manuell beeinflussen. Auch Masterfader können während der Vorstellung benutzt werden.
Man sieht immer in welchem Bild man sich befindet
Man kann bei geändertem Szenenablauf schnell und unkompliziert das
richtige Bild zur Szene faden
Man kann manuell die Fade-Zeit bestimmen. (Sollte eigentlich über den Fadetime-Fader locker möglich sein, habe es aber oft erlebt, das Anzeigezeit und tatsächliche Fadingzeit sehr unterschiedlich sind)
Sehr großer Nachteil:
Es ist während der Vorstellung nicht möglich einzelne Kanäle unabhängig vom Szenenbild zu faden. Man kann nur Einfluss auf das gesamte Bild nehmen. Es ist also nicht möglich irgendwo die Bühne heller zu beleuchten, weil die Protagonisten sich anders verhalten als bei den Proben.
2. Alle Bühnenbilder als Chase auf nur einen Fader legen
(Abruf über Step)
Sehr großer Vorteil:
Man kann während der Vorstellung auf individuelle Veränderungen reagieren, allerdings mit folgender Einschränkung: Es ist grundsätzlich nur möglich die Bühne heller zu beleuchten als das programmierte Bühnenbild.
Nachteile:
Es darf während der Vorstellung unter keinen Umständen weder Masterfader noch Szenenfader bewegt werden, da sie durch Doppelfunktionsbelegung sofort in den Gesamt-Ablauf eingreifen und Bühnenbilder entweder wahllos oder rückwärts beeinflussen.
Man hat während der Vorstellung keine Möglichkeit den Ablauf der Szenenbilder zu beeinflussen.
Sehr großer Nachteil:
Man kann nicht sehen welches das nächste Bühnenbild sein wird.
3. Nix programmieren und Alles per Hand faden
Vorteile:
Eigentlich keine, da es bei 24 Fadern die Hände eines Klaviervirtuosen bedarf.
ina