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Zelt 700 Leute mit HK Audio

  • Minibeschaller
  • 18. August 2003 um 01:47
  • Jens Droessler
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    9.074
    • 3. September 2003 um 00:14
    • #21

    @ TeO: Wenn es danach ginge, was die MEISTEN Besucher auf einem Konzert hören, dann könntest du Metallica auch mit Raveland beschallen. Seit wann interessiert denn, was die meistne hören? Interessant ist, was DU hörst. Oder besser gesagt, was man daraus machen kann. Wenn ein System gut läuft, hat es der Tontechniker einfacher. Und darum geht es. Man kann auch eine Omnitronic-Box hinbiegen, dass sie klingt. ICH für meinen Teil bin unzufrieden, wenn der Bass matscht oder andere Frequenzbereiche nicht in Ordnung sind. Wenn das alles egal ist, warum bietet kein Hersteller (mit Ausnahme der Marketingabteilung von Dynacord) solche Kombinationen an? ALLES, was es in solchen Kombinationen gibt (wie die Kiste von Martin mit Horn und BR), ist wohl durchdacht und aufeinander abgestimmt. Aber selbst diese lassen sich mit Delay oder FIR noch verbessern.

    Wenn die 90dB von den Gästen wirklich was ausmachen, warum benutzt man überhaupt einen EQ? Warum verzichten wir darauf nicht auch?

    ICH frage EUCH: Warum soll man bei kleinen Systemen solche vermeidbaren Probleme riskieren? Nur weil sie billiger sind als große Systeme, wo man gar nicht erst auf solche Ideen kommt? Warum soll ich auf den "Komfort" der großen Systeme verzichten, wenn ich es nicht muss? Glaubst du, dass bei kleinen Systemen andere Regeln gelten als bei großen Systemen? Ist es dir zu umständlich? Oder ist es dir das Geld für den Job nicht wert?

    Physikalische ERGÜSSE? Das klingt ja gerade so, als wenn es was Schlimmes ist, wenn man die Physik achtet. Nur weil DU es für unwichtig hälst, ist es das noch lange nicht. Ich frage nochmal: Wieso soll ich darauf verzichten, wenn es mich nur wenig Mühe und wenig Geld kostet, es ORDENTLICH zu machen. Ja, lassen wir doch die Physik beiseite und lassen 15er bis 4kHz laufen und zwar gleich zwanzig auf einem Haufen, dazu im gleichen Frequenzband ohne Clustering/Arraying noch zwanzig 10er und 12er. Sowas zu vermeiden (und man braucht kein Genie zu sein, um diese einfachen Sachen zu verstehen) fällt alles unter "Einhaltung der physikalischen Vorgaben".

    Und zu guter letzt: Ihr beide (TeO und Thomas) seid der Meinung, dass es keine hörbar negativen Auswirkungen auf den Bass (schalldruck- und frequenzmäßig in völlig anderen Bereich als die Gäste) hat, wenn die BR-Kisten bei Tuningfrequenz fast eine Periode Delay gegenüber dem Horn mit annähernd 0 Groupdelay hat? Ihr würdet doch auch nicht einmal Subs direkt bei die Front stellen und ein weiteres Stack mit Subs noch 5 Meter weiter hinten, oder?

  • TeO
    Beiträge
    219
    • 3. September 2003 um 00:45
    • #22

    Hi Jens,

    Jetzt bleib doch mal auf dem Boden! Ist schön, dass Du die Physik so gut kennst, und das ist ja nicht zu verachten, das habe ich gar nicht gesagt. Nur gerade im Bereich der Musik liegen Theorie und Praxis meist meilenweit voneinander entfernt. Und nur weil Du es studierst oder studiert hast, ist das nicht anders geworden.

    Es ging darum, dass Minibeschaller ein Problem hat, auf das er gerne eine Antwort gehabt hätte, mit der er was hätte anfangen können. Und dan packst Du die Physik und die Theorie aus, ohne wahrscheinlich jemals eine der besagten Boxen gehört zu haben! Was soll ich darauf noch antworten...???

    Und Minibeschaller hat nunmal eben zwei, drei HK-Systeme am Laufen und nicht CA und nicht EAW und nicht Dynacord oder sonstwas. Und aus der gegebenen Situation mit dem gegebenen Material die beste Lösung zu finden, dass ist meiner Meinung nach Service am Kunden. Der Kunde will keine Lehrstunde in Elektroakkustik und Physik, sondern eine brauchbare Lösung. Und wenn Minibeschaller damit leben kann und sein Kunde auch, dann interessiert beide nachher keine Theorie. Weil theoretisch hätte der Kunde ja unzufrieden sein müssen. Auch die Tontechniker sind Dienstleister, die erstmal das Publikum zufriedenstellen müssen. Es kommt keiner auf ne Veranstaltung, nur weil Jens oder Minibeschaller oder TeO am Mischer stehen. Wäre zwar toll, iss aber nicht so. :D

    Also sieh Dich auch mal als das, was Du in Deiner Position eigentlich bist: Dienstleister. Die Künstler stehen auf der Bühne, nicht am Mischpult! Obwohl es manchmal schon eine Kunst ist, was Brauchbares aus der PA zu zaubern aus dem, was von der Bühne kommt... :D

    Also, nix für Ungut Jens, Deine Theorien mögen alle stimmen, aber ich will das hier nicht vertiefen, weil es Minibeschaller in keinster Weise hilft.

    Gruss und gute Nacht
    TeO

  • Jens Droessler
    Reaktionen
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    Beiträge
    9.074
    • 3. September 2003 um 02:02
    • #23

    Ich habe auch eine ordentliche und praktikabele Lösung erwähnt, die nur wenig Mehraufwand und geringe Mehrkosten verursacht hätte. Dabei habe ich keinerlei Theorie und Physik erwähnt, sondern in einfachen, für jeden Beschaller verständlichen Worten erklärt, wie. Ich versuche immer, die Beiträge auf "passendem Niveau" zu halten.

    Wenn hier aber ANDERE Personen (also NICHT Minibeschaller) wissen wollen, WARUM ich vom "Mischen von Subs" abrate, oder was ich dagegen habe, dann erkläre ich es und genau denen, die danach fragen, gilt die Erklärung. Was soll ich sonst machen? Einfach nur sagen "weil es schlecht ist"? Einfach garnichts sagen? Die Leute sind hier, um die Meinung von Leuten mit mehr Erfahrung zu hören. Wenn du bezweifelst, dass es so ist, lies den Thread mal von Anfang an! Selbst WENN sich Minibeschaller angesprochen und überfordert gefühlt hätte, hätte er es mir selber sagen können, dann hätte ich es nochmal leichter verständlich erklärt oder einen passenden früheren Beitrag verlinkt. Aber dass DU, der BISHER zu diesem Thread NICHTS beigesteuert hat, plötzlich hier eine solche Aufregung verbreitest, kann ich nicht verstehen.

    Diese Boxen habe ich alle schon gehört. Aber um zu wissen, dass Horn und BR PRINZIPIELL im selben Frequenzbereich nicht ordentlich zusammenspielen, bräuchte ich sie nicht gehört zu haben. Klar, irgendwie funktioniert das, viele Frequenzbereiche werden dadurch auch lauter.... andere werden aber ausgelöscht (natürlich ortsabhängig) und das Abstrahlverhalten (eben genau das, wo dann welche Auslöschungen entstehen und wo welche Bereiche angehoben werden) leidet ebenfalls. Und dazu ist das ganze noch frequenzabhängig. Ich frage nochmals: WARUM SOLL MAN DAS RISKIEREN, WENNS MIT VERTRETBAREN AUFWAND ANDERS GEHT? Ich bin sicher, dass die HK-Entwickler auch von solchem Vorgehen abraten würden. Würdest du es in Frage stellen, wenn auch in der "Anleitung" stehen würde "nicht mit anderen Subs mischen"?

    Und nein, die Kunden und die Gäste sind zu 99% NICHT unzufrieden, aber GENAU DAS habe ich im letzten Beitrag auch gesagt. 99% WÄREN eben zufrieden, wenn Metallica mit Raveland auf Tour wär (Hauptsache laut), denn eben diese 99% haben auch so Hifi-Anlagen zuhause, gegen die eine 08/15-PA noch gut klingt.
    Dem Tontechniker muss es gefallen. ER hat die Probleme, wenn es nicht so klingt, wie er es möchte. Gut, vielleicht macht sich der betreffende keine Gedanken, wenns nicht so ist, wie er es eigentlich möchte, MICH würde es aber verrückt machen, dass ich an jedem Regler drehen kann, soviel ich will, aber KEINER davon eine Verbesserung bringen kann, weil es einfach ausserhalb der Möglichkeiten dieser Knöpfchen liegt! Der Tontechniker muss den Sound den ganzen Abend hören bzw "ertragen". Alle anderen können weggehen, wenns es ihnen zu nervig klingt oder zu laut ist (unabhängig davon, wessen Schuld das ist.... die Band könnte ja z.B. auch schlecht spielen) oder oder oder. Da ist es doch nur legitim, dass der Sound sich an den Ansprüchen des Tontechnikers (die meistens deutlich höher als die des Publikums sind) messen lassen muss.


    Zitat

    aus der gegebenen Situation mit dem gegebenen Material die beste Lösung zu finden, dass ist meiner Meinung nach Service am Kunden.


    Ganz genau. Und was meiner Meinung nach die Beste Lösung ist, habe ich kundgetan. So, wie es gefragt wurde. ICH sagte, dass ICH davon abrate. Ob Minibeschaller es lässt oder tut, also ob ihm die physikalisch bessere Lösung notwendig erscheint oder nicht, ist seine Sache. Ich habe meine Meinung dazu geschildert und ihm eine Lösung nach meinem Gusto geboten. Ob ihm die weiteren, quasi von anderen Leuten geforderten Erläuterungen zu meiner Meinung helfen, lass ihn doch bitte selbst entscheiden. ICH versuche einfach nur, nach besten Wissen und Gewissen Lösungen zu bieten. Und das KOSTENLOS, so wie alle hier. Soll es ein Nachteil sein, dass ich mehr über die dabei zum Tragen kommende Physik weiß oder mich einfach mehr um daraus resultierende Lösungen bemühe?

  • TeO
    Beiträge
    219
    • 3. September 2003 um 11:41
    • #24

    Hi Jens,

    Dann doch nochmal ein Wort von mir:

    1) Ich habe bsiher nicht auf den Thread geantwortet, weil ich ihn eben gestern erst entdeckt habe! Soll ja vorkommen... ;)

    2) Ich gebe Dir ja mit Deinem Wissen recht, und das Minibeschaller machen kann, was er will auch! Es kam aber meines Empfindens eben so rüber, nach dem Motto "das geht nicht, weil die Theorie das verbietet"! Das stört mich dann schon. Wenn's nicht so gemeint war, ist das okay und auch für jeden hilf- und leerreich. Das will ich Dir hier jetzt nicht abstreiten...

    Gruss
    TeO

  • Jens Droessler
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    Beiträge
    9.074
    • 3. September 2003 um 16:28
    • #25

    Wie gesagt, ich kann nur erzählen, wie ICH es machen würde. Was die Leute draus machen, kümmert mich zwar, aber ändern kann ichs nicht. Während manche Leute hier bei den subjektiven Sachen anderer Meinung sind als ich, so lässt die Physik an sich ja keinen Zweifel. Für wie wichtig man sowas erachtet, ist aber jedermanns eigene Sache. Ich weise quasi nur daraufhin, dass es diese Prinzipien gibt und wie man sie einhält, weil viele Anfänger und auch Fortgeschrittene gar nicht davon wissen. Für mich persönlich ist eine Einhaltung deren so normal wie auch vernünftiges Stacking (Einhaltung der Winkel etc.) für jeden Verleiher normal ist (oder zumindest sein sollte).

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