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LDPA 1000 - rechter Kanal defekt. Reparaturversuch?

  • bernieserver
  • 30. Dezember 2008 um 13:56
  • bernieserver
    Beiträge
    352
    • 30. Dezember 2008 um 13:56
    • #1

    Hallo,

    ich habe hier meine LDPA 1000 vor einem halben Jahr einem Bekannten geliehen. Unter nicht mehr nachvollziebaren Gründen hatte der rechte Kanal damals einen Defekt erlitten, der sich wie folgt zeigt:

    Beim Einspielen von Musik geht der rechte Kanal rasch in den Clip ( schon ab der "9 Uhr" Stellung bei LINE Pegel vom CD Player) und es riecht leicht verschmort in der Kühlluft. Dabei geht die blaue Signal LED bei recht niedrigen Pegeln schon aus und die rote Clip LED leuchtet, so als ob ich den Amp stark übersteuern würde. Es klingt auch sehr übersteuert.

    Der linke Kanal ist hingegen völlig in Ordnung.

    Was ich bereits inspiziert und getestet habe:

    Nach dem Öffnen habe ich mich zunächst gewundert, was denn kaputt ist, denn ich sah nichts außergewöhnliches. Die Endstufentransen sahen OK aus. Zumindest nichts verschmort oder so.

    Also testete ich zunächst das Netzteil indem ich einfach mal den Stromversorgung des defekten Kanals in den noch intakten Kanal reingesteckt hatte ( gut, nicht wirklich risikolos, aber egal ;) )
    Allerdings klappte der linke Kanal immer noch, so schließe ich das Netzteil erstmal aus.

    Allerdings roch es beim Test danach nochmals mit beiden Endstufenplatinen immer noch verschmort - irgendwo musste also der Hund begraben liegen.

    Was ich dann doch bei genauerem Hinsehen auf der Platine sah, waren 2 verschmorte Widerstände in der Mitte der Platine. Ich habe auch Bilder gemacht:

    Verschmorte Widerstände:

    Die Endstufentransistore, oberhalb und unterhalb des Kühkörpers:


    Nun die Frage: In wie weit ist das von jemanden ohne Schaltplan und ich sagen mal mittlerem Technikwissen (Softwaretechnik Studium mit Wissen im Teilgebietanaloge Schaltungstechnik ( OPV, Transistorschaltungen etc.) reparierbar?

    Was ich alles an Geräten habe:

    Oszilloskop
    Multimeter
    komplette Lötausrüstung und Elektronikwerkzeug
    Test - CD Player, den man als Signalgenerator missbrauchen könnte (Software ist vorhanden)

  • rockline
    Profi
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    4.440
    • 30. Dezember 2008 um 14:06
    • #2

    Ohne Schaltplan ist das nicht ganz so einfach.
    Zuerst mal empfehle ich nicht mehr einschalten!
    Dann beide Kanäle ausbauen und vergleichen. Ein Oszi mit Komponententester (zb.Hameg) hilft da sehr!
    Falls der Kanal unter Spannungs gemessen werden muss ist ein Schaltplan voraussetzung für zügiges Arbeiten. Anstelle des Endstufennetzteils sollte dann allerdings ein Labornetzteil mit Strombegrenzung und ca. 2 x 30V verwendet werden.

    Ansonsten empfehle ich Adam Hall wg Service zu kontaktieren.

    PS: ich hatte bei einer LD schon mal Probleme mit den Z-Dioden der +-15V Versorgung!

  • bernieserver
    Beiträge
    352
    • 30. Dezember 2008 um 14:17
    • #3

    Ok, ich werde bei Adam Hall anfragen, was das kostet. Denn einen Komponententester habe ich nicht, ebenso wenig gute stabile Labornetzteile.
    Ich habe nur ein 4 Kanal Oszi. :)

    Zum Glück brauche ich nicht zu bezahlen :)


    Aber mal so:
    einfach mal alles an Widerständen und Dioden ( 1N4007 ) im Umkreis tauschen ist eher erfolgslos?


    Gruß

    Bernhard

  • rockline
    Profi
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    4.440
    • 30. Dezember 2008 um 16:02
    • #4
    Zitat von "Bernhard Nöst"


    Aber mal so:
    einfach mal alles an Widerständen und Dioden ( 1N4007 ) im Umkreis tauschen ist eher erfolgslos?


    Gruß

    Bernhard

    Auf jeden Fall ist ein Halbleiter im Eimer - welcher ist schwer zu sagen. Eine 1N4007 wage ich zu bezweifeln, aber die lassen sich ja sehr leicht mit dem Ohmmeter kontrollieren. Wie ich schon sagte, achte auf Z-Dioden! Ich meine mich erinnern zu können, dass die LD PA über zwei Z15 und dazugehörige 2k/1W Widerstände die Betriebsspannung für die Eingangsstufe generiert. Sollte da was im Sack sein fehlt mitunter eine 15V Spannung, und die Endstufe macht dumme Sachen. Warum deshalb gleich die beiden Widerstände auf deinen Bildern wegfackeln weiß ich so nicht.
    Gib das lieber in den Service.

  • bernieserver
    Beiträge
    352
    • 30. Dezember 2008 um 22:40
    • #5

    Hi,

    wo denkst Du denn liegen denn die Z Dioden? Auf der Netzteilplatine?

    Wenn dem so wäre: warum ist mir dann nichts abgeraucht als ich den Stromstecker des rechten, defekten Kanals auf der Netzteilplatine umsteckte auf den noch intakten linken Kanal?

    Oder denkst Du die Endstufenplatinen selber klemmen irgendwo eine Spannung mit einer Z - Diode?

    Ach in wie weit kann man dem Service dort trauen? Tauschen die wie wild sachen? Wenn dem so wäre würde ich denen nur die defekte Endstufenplatine zuschicken.

    Gruß
    Bernhard

  • rockline
    Profi
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    4.440
    • 30. Dezember 2008 um 22:53
    • #6

    Ich weiß nicht wie Adam Hall die Reparaturen ausführt.
    Bei uns machen wir sowas auf Komponentenebene, dh wir wechseln defekte Bauteile aus.

    Die Z-Dioden sitzen auf der Endstufenplatine. Das Netzteil baut nur die "normalen" Spannungen auf. Ich kann leider nicht allzuviel zur LD PA1000 beisteuern, da ich irgendwann nur mal die kleine PA 400 zur Reparatur da hatte. Ist auch schon über ein Jahr her - damals war eine Z-Diode defekt, soviel geht aus dem Werkstattbericht hervor.
    Die Schaltung war im übrigen aufwändig gemacht, asiatisches Industriedesign mit etlichen Kleinsignaltransistoren. Keine leichte Kost für den Service!

  • Jim
    Beiträge
    883
    • 31. Dezember 2008 um 00:40
    • #7

    Leiterbahnen verfolgen, wenn kein Schaltplan da ist. Auf deinem 1. Bild glaube ich zu sehen, dass die beiden abgekokelten R`s auf den 2N5401 gehen. Der wird auch hin sein. Der wiederum steht mit einer der beiden silbernen Dioden, ganz unten links, in Verbindung. Das könnten die Z Dioden sein. Diese hat Verbindung zum Themperaturschalter/fühler.

    Weiter weiß ich nicht, da ich nicht unter die Platine sehen kann.

    so long Jim

  • bernieserver
    Beiträge
    352
    • 31. Dezember 2008 um 13:37
    • #8

    Hi,
    viele Dank für die Tipps. Ich werde mich nach Neujahr drum kümmern.

    Gruß
    und guten Rutsch etc.

    Bernhard

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