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Kenndaten von Lautsprechern

  • Volker Holtmeyer
  • 19. August 2003 um 17:06
  • Volker Holtmeyer
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    • 19. August 2003 um 17:06
    • #1

    Arbeite gerade an einer ppt zum Thema Kenndaten von Lautsprechern. Da herrscht ja im allgemeinen recht große Verwirrung. Gerade bei der Leistung gibt es ja sehr unterschiedliche Angaben und Philosophien, die es erschweren, die Daten verschiedener Hersteller miteinander zu vergleichen.

    Vielleicht könnten wir hier mal eine kleine Stoffsammlung machen, was die Begrifflichkeiten anbelangt? Mache mal einen Anfang:

    Average Power
    Häufig fälschlicherweise als „RMS“ ausgewiesen, da sie vom Effektivwert (RMS) abgeleitet wird
    RMS (root-mean-square) macht nur Sinn bei Signalen, die sowohl negative wie positive Werte haben - Leistung ist nur positiv
    Average Power ist also die Leistung, die den Effektivwert (RMS) der Spannung zur Berechnung heranzieht

    Programme Power
    Eine alte Bezeichnung die aus der Wobbel-Messtechnik (Sinus-Sweeps) stammt und hat heutzutage eigentlich keine Bedeutung mehr
    Für viele Hersteller ist es einfach die doppelte Average Power, obwohl einige Hersteller auch andere Verhältnisse als 2:1 verwenden
    Sie kann als Richtlinie für die Auswahl der Verstärkerleistung genutzt werden
    z.B. ein LS mit 300 W Average Power und 600 W Programme Power (2 x 300 W) könnte an einen Verstärker mit 600 W angeschlossen werden
    Das gilt für sorgfältig kontrollierte Bedingungen; für üblichere Anwendungen könnte dieser Verstärker zu groß sein

    Peak Power
    Entspricht der Berechnung der Leistung mit dem Spitzenwert der Spannung
    Für ein Signal mit einem Crest-Faktor von 6 dB ist die Peak Power 4 mal so hoch wie die Average Power

    Continuous
    Bedeutet einfach, dass das Signal ständig anliegt (einige Standards beziehen sich auf zeitweilig anliegende Signale)

    http://www.volkerholtmeyer.de/

    Einmal editiert, zuletzt von Volker Holtmeyer (20. August 2003 um 09:23)

  • wg
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    • 20. August 2003 um 09:16
    • #2

    Hallo,
    Pe (max) = Belastbarkeit (W ) in RMS gemessen unter Thermischen - Gesichtspunkten

    Continuous Pink Noise Power – Continuouse Program Power = Continuous Pink Noise Power x2

    Gruß
    wg

  • wg
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    • 18. September 2003 um 15:48
    • #3

    Hallo,
    was ist los geht’s nicht weiter?
    Gruß
    wg

  • docjordan
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    • 18. September 2003 um 17:44
    • #4

    >RMS (root-mean-square) macht nur Sinn bei Signalen, die sowohl >negative wie positive Werte haben - Leistung ist nur positiv

    Dies ist nicht richtig. RMS=Wurzel aus der Summe der Quadrate macht auch Sinn fuer Signale, die nur positiv sind.
    Warum sollte man das Einschraenken?

    CU

    docjordan

    Akulap by https://www.dr-jordan-design.de

  • Sound-Klinik
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    • 18. September 2003 um 17:47
    • #5
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    RMS (root-mean-square) macht nur Sinn bei Signalen, die sowohl negative wie positive Werte haben - Leistung ist nur positiv
    Average Power ist also die Leistung, die den Effektivwert (RMS) der Spannung zur Berechnung heranzieht


    Wenn ein reales Signal auf einen LS gegeben wird, hat es immer "positive und negative" Werte ... (DC-Kopplung gibt es im PA-Bereich eher nicht).

    Bei der Ermittlung des Effektivwertes wird jeder Momentanwert der Spannung (mathematisch: "unendlich viele Werte" - in der Praxis messtechnisch: mit einer angemessenen Abtastrate ...) berücksichtigt - d.h. Spitzenwerte genauso wie alle anderen Messwerte dazwischen - und jeweils ZUERST quadriert und DANN mit einem kleinem Zeitintervall (delta t - mathematisch durch Grenzwertbildung, messtechnisch mit den Zeitintervallen der Abtastrate) multipliziert. Dann werden alle diese einzelnen "Ergebnisse" (aus Momentantwert multipliziert mit Zeitintervall) aufaddiert (... oder mathematisch: integriert ...) und DANN durch eine "Gesamtzeit" dividiert.

    +++ Nachtrag (im Eifer vergessen ...): Dann wird aus dem Ergebnis natürlich noch die Wurzel gezogen ... +++

    Der so errechnete Wert ist der Effektivwert (RMS-Wert) - enstanden durch Integration (Aufsummierung) der Quadrate (!!!) einer Messgröße "mal" Zeitintervall - mit anschließender Division durch die Integrationszeit und "Wurzelziehen".

    RMS ist also keine Norm für Leistung, sondern lediglich eine Rechenvorschrift, sinnvolle Werte von einem zeitlich veränderlichen oder periodischen Signal zu bekommen.

    Alle sinnvollen Belastbarkeitmessungen von Lautsprechern, die Sinn machen, basieren auf Effektivwertmessungen. Die Unterschiede liegen in der Signalbeschaffenheit (Filterungen, Crestfaktor ...) und der Dauer der Einwirkung.

    Viele Grüsse sendet

    3 Mal editiert, zuletzt von Sound-Klinik (19. September 2003 um 07:37)

  • Volker Holtmeyer
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    • 18. September 2003 um 22:01
    • #6

    So schön wie der Manfred kann ich das leider nicht erklären - hab ja aber auch nicht Physik studiert.

    Ich mach mal mit anderen Kenndaten weiter:

    Bündelungsgrad (engl.: Directivity Factor Q)
    Ein frequenzabhängiger Zahlenwert, der das Verhältnis der Schallleistung über alle Raumrichtungen angibt. Hohes Q heißt große Richtwirkung, wobei nicht zwischen horizontalem und vertikalem Verhalten unterschieden werden kann.

    Bündelungsmaß (engl.: Directivity Index DI)
    ist der Bündelungsgrad ausgedrückt in Dezibel.

    Nennabstrahlwinkel (Nommineller Abstrahlwinkel)
    Der horizontale bzw. vertikale Winkel bei dem der Pegel gegenüber der Hauptabstrahlachse jeweils um 6 dB abgefallen ist.
    Bei der Cluster-Bildung versucht man die einzelnen Lautsprecher bei ihrem Nennabstrahlwinkel überlappen zu lassen. Dadurch wird dort bei kohärenter Addition beider Quellen der gleiche Pegel wie auf der Hauptabstrahlachse erreicht.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Sound-Klinik
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    • 19. September 2003 um 07:28
    • #7

    ... und trotzdem hab ich etwas "geschlampt":

    Was fehlte: Man muß dann natürtlich auch noch die Wurzel ziehen ...

    Viele Grüsse sendet

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