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Allgemeine Frage zur "slew rate" im Bassbetrieb

  • ddt
  • 14. Dezember 2010 um 12:23
  • ddt
    Beiträge
    2.570
    • 14. Dezember 2010 um 12:23
    • #1

    hi,

    was für eine "slew rate" sollte ein bassamp denn mindestens aufweisen,
    um ordentlich aufzuspielen? hab jetzt schon zwischen 40 und 80 V/µs gesehen
    bei verschiedenen herstellern...

    mfg

    andreas

  • Andi Groß
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    539
    • 14. Dezember 2010 um 13:00
    • #2

    Kurz überschlagen und ohne garantie auf Richtigkeit ( Ich schaffe es so gerade eben noch mich wach zu halten):
    Großer Bass-Amp, 100v(+-50v) maximale Ausgangsspannung.
    Oberste wiedergegebene Frequenz: 200Hz
    Die maximale Ansteigsrate eines 200Hz Sinus mit der Amplitude +-50v bekommen wir aus der Funktion des Signals

    Code
    sin(t*200*2pi)*50v


    das ganze leiten wir ab um die Anstiegsrate in Abhängigkeit von der Zeit zu bekommen

    Code
    50v*200*2pi*cos(t*200*2pi)


    Die zweite Ableitung Spare ich mir, bei 0 ist die Anstiegsrate am größten.

    Code
    50v*200*2pi*cos(0)
    =20000*pi*1


    Also 62832v/s = 62.832v/ms = 0.062832v/µs

    Ergo: Alles mehr als genug, passt.

    Edith sagt noch:
    Bei 20khz wären es auch "nur" 6.2v/µs...

    Ediths Schwester hat angemerkt: Der Mark hat recht.

    3 Mal editiert, zuletzt von Andi Groß (15. Dezember 2010 um 13:36)

  • ddt
    Beiträge
    2.570
    • 14. Dezember 2010 um 13:02
    • #3

    ok,

    danke für die schöne berechnung. d.h. im bassbetrieb ist ne
    niedrige slew rate eher vernachlässigbar, da ja eh nur nieder-
    frequente signale wiedergegeben werden müssen.

    mfg

    andreas

  • Mark Halbedel
    Reaktionen
    2
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    689
    • 14. Dezember 2010 um 19:53
    • #4
    Zitat von "ddt"

    ok,

    danke für die schöne berechnung. d.h. im bassbetrieb ist ne
    niedrige slew rate eher vernachlässigbar, da ja eh nur nieder-
    frequente signale wiedergegeben werden müssen.

    Bei den heutzutage angegebenen Werten ist es im Hochton auch grad wurscht.
    Es sei denn, du brauchst 10000W bei 20 kHz.

    Slew rate wird völlig überbewertet und gerne komplett irrelevant an einem Komplementärpärchen direkt ermittelt.

    Just my 2 cents, Mark

  • Jürgen Klingel
    Reaktionen
    508
    Beiträge
    4.864
    • 14. Dezember 2010 um 21:53
    • #5
    Zitat von "Mark Halbedel"

    Bei den heutzutage angegebenen Werten ist es im Hochton auch grad wurscht.
    Es sei denn, du brauchst 10000W bei 20 kHz.

    Slew rate wird völlig überbewertet und gerne komplett irrelevant an einem Komplementärpärchen direkt ermittelt.

    Just my 2 cents, Mark

    Volle Zustimmung, das ist eigentlich auch nur ein schöner Messwert, der dem Hi-End Jünger ein Frohlocken abringt, wenn er entsprechend hoch ist...
    Im PA-Betrieb kommt es drauf an, wieviel "Eier" ein Amp hat, wenn er ein Bass-Signal, zum Beispiel eine Bass-Drum oder einen langgezogenen E-Bass-Sound an der Leistungsgrenze wiedergeben muss. Wenn das Ding dann nach ein paar Millisekunden in der Spannung "einknickt" (wie bei netzteilschwachen Kandidaten gerne der Fall), ist auf die ach so tolle Anstiegsgeschwindigkteit mehr oder weniger gestuhlt :lol:
    Wo der Wert Sinn macht: Zeitkritische Digitalanwendungen, eine lahme slew rate verschleift Signalflanken mitunter derart, dass die Information nicht mehr auswertbar wird.


    Gruß, Jürgen :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Andi Groß
    Reaktionen
    2
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    539
    • 14. Dezember 2010 um 22:27
    • #6

    Habe ich denn wenigstens richtig gerechnet ;)?

  • Mark Halbedel
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    689
    • 14. Dezember 2010 um 22:48
    • #7

    Fast. Du bist beim Ausmultiplizieren am Schluss bei 50*200*2 auf 1000 gekommen, und hast Pi ganz am Ende ausgelassen,
    also um den Faktor 62,8 zu niedrig.

    Aber wer wird denn kritisch sein. :D

    Danke für die Mühe, formeltechnisch alles OK.

    Grüsse, Mark

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