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Recording: USB-Interface oder USB-Mischpult?

  • ewok
  • 15. November 2011 um 18:57
  • ewok
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    • 15. November 2011 um 18:57
    • #1

    Hallo,

    ich suche zur Zeit nach einem kompakten USB-Interface zum Anfertigen von Amateur-Stereo-Aufnahmen (2x Kondensator-Mic).

    Jetzt sehe ich 2 Geräteklassen, die dafür in Frage kommen:

    - reine Interfaces: M-AUDIO FAST TRACK PRO, FOCUSRITE SAFFIRE 6 USB, ALESIS IO|2 EXPRESS, TASCAM US-122 MK2, EMU Tracker Pre
    - ein Mini-Mischpult mit USB: ALESIS MULTIMIX 4USB, ALESIS MULTIMIX 8 USB FX, MACKIE 402 VLZ3, Behringer Xenix

    Hat jemand Erfahrungen damit? Bei den Kompaktmischpulten gefällt mir die Idee, dass man auch mehr als 2 Quellen anschließen kann (in meinem Fall: Chorkonzert + Orgel-Solo) und das Teil auch als "normales" Pult rausgeben kann... Sehe ich das richtig, dass bei den Pulten grundsätzlich die Summe aufgenommen werden kann?
    Kann so ein Pult einem "echten" Interface das Wasser reichen? Preislich tut sich da ja nix und man bekommt ein komplettes Mischpult noch mit dazu!


    Tom

    http://www.partyontour.de

  • mike j.
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    • 15. November 2011 um 19:03
    • #2

    Um endlos Glücklich zu sein kann ich dir die Interfaces von RME sehr empfehlen. RME Babyface oder eines der beiden größeren (Fireface).

  • ewok
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    • 15. November 2011 um 19:57
    • #3

    Da würde sich mein Glück aber negativ proportional zum Glück meines Geldbeutels verhalten :) Das Fireface scheitert zudem auch am nicht vorhandenen Feuer...

    Einsatzzweck für das Teil ist primär die Aufnahme eines Chorkonzertes im Dorf, das alle 2 Jahre stattfindet. Ein RME-Interface bekäme ich damit leider in überschaubarer Zeit nicht refinanziert.

    Tom

    http://www.partyontour.de

  • ewok
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    • 17. November 2011 um 19:42
    • #4

    Hat denn echt noch keiner einen Multimix/VLZ3/Xenyx-Mixer in der Hand gehabt und damit mal quick&dirty was aufgenommen?!? :(
    Würde mich über ein paar Erfahrungsberichte sehr freuen!

    Tom

    http://www.partyontour.de

  • tufkalauni
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    • 17. November 2011 um 22:54
    • #5

    Irgendein Typ sprach mich letzte Tage an, er hätte Probleme mit seinem Mischpult mit USB-Ausgang, er könnte kein Multitracking machen. Wir also überlegt, Cubase, VST-Verbindungen, Konfiguration, rumgehampelt... am Ende kam heraus, dass das Pult nur 2-Spur-stereo am USB-Port liegen hat, EInzelspuren Fehlanzeige! Und das scheint häufig so zu sein bei diesen Konsölchen.

    Mein Tip für Zweispurinterfaces: Edirol UA-25 - audiotechnische Messwerte sind vom Feinsten! Was ich mir neulich kaufte, weil ich mehr Spuren brauchte: Tascam US-1800. 19"-Teil, 8 symm. In mit +48V, zusätzlich 6 Line In, sehr gut verarbeitet, alles Metall, für lächerliche 333 Mark! Gute Preamps und hervorragende Treibereinbindung inklusive - da braucht man kein RME mehr!

  • ewok
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    • 18. November 2011 um 15:57
    • #6

    Das Edirol UA-25 sieht gut aus, leider neu nicht mehr zu bekommen. Werd mal auf Ebay die Augen aufhalten.

    Dass man mit einem Pult in der Preisklasse keine Mehrspuraufnahmen machen kann ist mir natürlich klar! :wink: Mehr will ich ja auch gar nicht. Bei besagtem Konzert hätte ich dann aber zB die Möglichkeit, den Chor vorne Stereo abzunehmen und bei einem Stück, dass die Kirchenorgel solo spielt 2 andere Mikros aufzuziehen, um die Orgel abzunehmen.

    Momentan habe ich hier ein Behringer XENYX 802 als "Soundkarten-Lautstärkeregler" auf dem Schreibtisch und ein PHONIC AM 440 D für den Anwendungsfall "2 Mikros und 1 CD-Player an eine Aktivbox". Die tun eigentlich was sie sollen. Wenn jetzt wüsste, ob so ein eingebautes Interface auch noch eine halbwegs rauschfreie Aufnahme zaubern könnte, wäre ich zB mit einem XENYX X1222 USB ganz gut bedient.

    Tom

    http://www.partyontour.de

  • tufkalauni
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    • 18. November 2011 um 18:59
    • #7

    Überleg dir, ob du 150 Euro für ein UA-25 o. ä. ausgibst oder doch noch ein bisschen sparst und dann das Tascam-Teil kaufst. Damit bist du, wenn mal mehr Spuren benötigt werden, immer der Gewinner. Es gibt nichts Vergleichbares in der Preisklasse am Markt, und wenn du erstmal ein kleines Interface gekauft hast, kaufst du dir eh kein Zweites dazu. M. E. verbaust du dir da was - ist doch gut, wenn man sagen kann, dass auch mal vier, acht oder beim US-1800 im Extremfall 14 Kanäle gleichzeitig aufgenommen werden können. Ein großer Chor kriegt so auch mal sechs Kleincondenser, was die Qualität der Aufzeichnung merklich steigert... denk das mal durch! Beim nächsten Mal soll die Orgel nicht solo spielen, sondern ein Stück begleiten, oder es kommt mal ein Cellist dazu auf der Empore... da machst du dann mit einem Multitracker einen auf dicke Hose und kannst hinterher zu Hause alles gemütlich zusammenmixen, dass es fein klingt. Das würde bei dener Aufziehmethode nicht funktionieren.

    Das Edirol UA-25 heißt mittlerweile UA-25EX und wird unter dem Label Cakewalk vertrieben. Ist aber genau wie Edirol eine Submarke von Roland Inc. Gibts neu für um die 190 Euro brutto - da ist's bis 333,- nicht mehr so weit.

  • ewok
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    • 18. November 2011 um 20:08
    • #8

    Das Tascam-Teil hab ich mir jetzt erst mal angesehen... das ist bei dem Preis schon verlockend!
    Jetzt muss ich halt abwägen:
    - amtliches Tascam-Teil, dass beim Recording alle Optionen offen lässt aber mangels Nachfrage ansonsten im Lager verstaubt
    - oder ein günstiges Pult mit USB-Interface für einfache Stereomitschnitte, das aber sein Geld auch im Kleinverleih wieder reinholt...

    :?

    http://www.partyontour.de

  • mike j.
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    • 19. November 2011 um 09:39
    • #9

    Hier scheint für was anständiges einfach das Einsatzintervall und das Geld fehlen und zu billig solls auch nicht sein. Darf ich hier einmal ein Zoom H4N ins Rennen werfen? Das Teil nimmt bis zu 4 Kanäle simultan auf (2x XLR und 2x Mic, man kann auch unten mit einem Adapter "externe Mics" anschließen und das mit einem kleinen Widerstandsnetzwerk im XLR Stecker nach Line formen). Gute Qualität, nimmt auf SD Card auf oder auch als PC Interface verwendbar, läuft auch mal ein paar Stunden mit Batterie und ist multifunktionell (den kann man überall hin mitnehmen). Preislich nicht unbedingt günstig mit 300 Euro aber wenn man die Vielseitigkeit bedenkt...

    Ich hab das Teil vor einiger Zeit mal gekauft um Mitschnitte von Konzerten und Partys zu machen und bereue den Kauf keineswegs.

    Einziges Manko: Alle Inputs sind Mic Inputs, das heißt um Line aufzunehmen brauchts Pegelabsenker. Diese kosten rein Material genau 4 Widerstände pro Kanal, die man in den XLR Stecker einbaut (und so XLR Dämpferadapter baut). -47dB sind hier recht OK. Bastelanleitung gerne per PN.

  • tufkalauni
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    • 19. November 2011 um 10:20
    • #10
    Zitat von "ewok"

    amtliches Tascam-Teil, dass beim Recording alle Optionen offen lässt aber mangels Nachfrage ansonsten im Lager verstaubt


    Damit kannst du eine einzige Spur mitschneiden - oder vier, oder acht oder eben 14. Das Ding kann halt alles, warum sollte es verstauben? Es lohnt sich auf den ersten Blick vielleicht nicht, ein Recordinginterface anzuschaffen, wenn man nur ein Mal im Jahr was aufzuzeichnen hat. Aber bei dem Preis relativiert sich diese Ansicht m. E. auch ganz schnell. Es ist einfach lächerliches Geld für einen Blumenstrauß an Möglichkeiten.

    Ich bin Beschaller only - habe aber, als vor Jahren jemand nett fragte, mein kleines Zweispur-Edirolteil vom Privatschreibtisch unfreiwillig eingepackt und hinterher alles auf CD gebrannt. Mit Cubase und Wavelab kann man hinterher schön komprimieren, mastern, Fadeouts setzen... ja, und seitdem hat die Aufzeichnerei kontinuierlich zugenommen. Eigentlich hatte und habe ich da überhaupt keinen Bock drauf, aber es wurde stetig mehr, weil sich irgendwie rumgesprochen hatte, dass der Phil CDs mit Digitaltechnik machen kann, weil der sowieso die ganzen Mikrofone und Stative und Kabel aus der Beschallerei hat. Ich mache seither auch oft mit Chören herum, teils wird ein Begleitorchester mit abgenommen, ein Orgelcontinuo oder sowas... damit ich nicht der Recordingmann im Dorf werde (ich finde das Rumsitzen am Bildschirm hinterher nämlich zum K*tzen, ist superöde - ich bin Beschaller und will auf die Livebaustelle, da tobt das Leben), habe ich stramme Preise: Stereomitschnitt für Chorwerk von 120 Minuten im XY-Verfahren (zwei Spuren) bedeutet eine halbe Stunde Aufbau, zwei Stunden rumsitzen, eine halbe Stunde Cutting, Fades setzen, Summenkompression und Brennen - macht insgesamt vier Stunden Arbeit... kostet 400 Euro. Und ich muss nichts schleppen: ein Stativ, zwei Mics mit Stereoschiene, 60m XLR-Kabel und ein Laptop mit Interface und Kopfhörer. Das passt in eine E2-Kiste auf die Rückbank. Im wahrsten Sinne des Wortes leicht verdientes Geld. Bei einem Gig vor ein paar Wochen habe ich zusätzlich ein Stereopärchen auf der Orgelempore verbaut und ein Condenserteil für die Solisten. Damit schnellte der Preis auf amtliche 650 Euro hoch, bei vielleicht zwei Stunden Mehrarbeit. Ich habe aber kein Interesse daran, dass das mit der Aufzeichnerei noch viel mehr wird, weil es wie gesagt öde langweilig ist und nicht der Job, den ich machen will... buckeln, laut machen, Livemusik rocken, das ist geil, aber nicht das Rumsitzen und Aufdenschirmglotzen bei einer Aufzeichnung und hinterher das Rumgammeln mit der Maus am Schreibtisch.

    Trotzdem ist es natürlich nettes Zubrot und wird mit Blick auf die Herausforderungen (Knowhow) auf einer Arschbacke abgesessen. Vieles machen die Chöre aus Sparsamkeit ohne Rechnung, da habe ich dann Tarif BAT, gut für beide Seiten, und von sowas gehe ich dann gerne neues Zeug kaufen. Tja, und dass ich eben sagen kann, zwei zusätzliche Mics für Orchester sind kein Thema, und natürlich können wir das E-Piano separat abnehmen, das macht eben ein Mehrspurteil möglich. Und wenn es nur zwei Spuren sind, bleiben die übrigen am Tascam eben leer... bezahlt hat es sich schon x-fach!

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