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Kriterien bei der Auswahl eines LS-Systems

  • Sound-Klinik
  • 13. September 2003 um 08:15
  • Sound-Klinik
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    • 13. September 2003 um 08:15
    • #1

    Ich selbst bin - sowohl was Muckerei als auch PA-Technik - schon "einige Jahre" dabei und beobachte daher seit nun fast 30 Jahren, was immer mal wieder so "angesagt" ist.

    Bei mir hat das jedenfalls einige Einsichten hinterlassen, die ich hier mal - vielleicht auch für eine "kleine" Diskussion (?) - mal "ablassen" will.
    Vielleicht hilft es einigen "Neuen" auch, die Fehler der "Alten" nicht zu wiederholen:

    1. Es wird von einer Vielzahl von Musikern und Verleihern nur Zeug gekauft, welches gerade "angesagt ist" (bzw. "heilig gesprochen" wurde durch eine "angesagte" Fachzeitschrift, von einer "angesagten" Band benutzt wird ...), damit man damit auch bei Kollegen seinen Ruf als "amtlicher" Mucker bzw. Verleiher wahrt bzw. vergrößert.

    2. Wenn man dann nach einigen Jobs feststellt, daß das System doch nicht ganz so toll ist, wird dann stillschweigen praktiziert (Frage hierzu: wie viele "amtliche" System, die hinterher wieder "abgestoßen" wurden, gab es allein in den letzten 20 Jahren ...).

    3. Vergleiche (zwischen mehreren verschiedenen Systemen am gleichen Ort !!!) unter Praxisbedingungen werden (aus Zeitmangel ?) kaum oder eher gar nicht durchgeführt und beeinflussen daher nicht oder unwesentlich die Kaufentscheidung.

    4. In "der Halle" oder im Lager von Verleihern, die schon länger dabei sind, stehen Kisten rum, bei denen man sich heute fragt, warum man früher so einen Schrott überhaupt gekauft hat (... weil es andere auch hatten ?).

    5. Bei zahlreichen Kollegen im PA-Forum sehe ich eine - wie auch bei vielen meiner Muckerkollegen - z.T. geradezu blinde Markengläubigkeit bei gleichzeitiger Ablehnung bestimmter Marken (obwohl auch vereinzelt gute Geräte dabei sind ("sowas kommt nicht in mein Rack ...").

    ... der Sinn sollte doch sein, daß man einfach mit vernünftiger Technik eine gute Arbeit abliefern kann. Aber möglicherweise spielen ja der Wiederverkaufswert und das Image eine größere Rolle als die Qualität der Systeme.

    Ist das jetzt "gemein" von mir, daß ich sowas mal anspreche ?

    Viele Grüsse sendet Euch

  • Mechwerkandi
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    • 13. September 2003 um 11:10
    • #2

    Nö, find' ich nich.

    Beispiele gibt's ja genug dafür:
    Als ich mal angefangen hab' so vor 25 Jahren, da ham wer im guten Glauben alles, aber wirklich alles, auf 15/3er gepackt.
    Wenn vier nicht reichten, dann eben sechs und so weiter...

    Heute kuckt so was keiner mehr mitm Arsch an...

    War die Musik früher schlechter?? :D

    Klang ist ein subjektiver Eindruck und Erfahrungen sind immer endlich, und damit bekommt das Marketing eine wichtige Rolle.
    Man muss die Leute dazu bringen, durchschnittliche Lösungen als massgeblich zu akzeptieren, und das funktioniert in solchen Bereichen natürlich prima.

  • Sound-Klinik
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    • 13. September 2003 um 14:16
    • #3

    Wenn über LS-Systeme diskutiert wird, geht es fast immer nur um "gute" und "schlechte" Markenhersteller, "wieviel KW hast Du denn" und ob es ein 18" oder besser ein 15"er sein muß.

    Über die zu bearbeitenden Locations (Reichweite, Turnhallen oder Zelte), welche Mucke übertragen werden soll - und welche Transportmöglichkeiten denn überhaupt verfügbar sind wird weniger gesprochen ... manchmal werden einem Schüler (der DJ werden will ...) oder Lehrling im ersten Lehrjahr auch 4 W-Bins pro Seite empfohlen (... mit Bemerkungen wie "das pfunzt dann aber richtig !").

    ... oder Ratschläge wie "... kauf Dir doch die 'Schreck-Ohr' von 'Hutzel & Knutzel' - denn damit kannst Du ALLES machen, weil ich damit auch arbeite" ...
    ... oder "außerdem hatte die auch einen geilen Test in der 'Torfsound' oder 'Corruption-Partner" ...
    ... oder "für Deine Discomucke im Keller kann ich Dir die 'Erschrecktor' von 'Seba-Mee' empfehlen, denn die hab ich erst letzte Woche auf Deutschland-Tour von 'Hanno Plärrwitz' gesehen" ...

    (+++ Namen wurden geändert +++)

    Viele Grüsse sendet

  • Kracky
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    • 13. September 2003 um 18:18
    • #4

    Ich denke, so ein ähnliches Thema hatten wir schonmal, da hatte glaube ich Phil sich über den Markenwahn mancher Leute Luft verschaft, wenn ich das noch richtig im Kopf habe. Anderweitig, habe ich schon festgestellt, grade unsere Boardjugend läßt sich ganz schwer was sagen so das es hier so aussieht als ob sie sich ihre Nase gerne selber Blutig hauen. Es bringt nichts, nur weil das nötige Geld für Anlagenteile nicht da ist, Dinge schön zu Reden, oder hier darauf zu pochen das es doch garnicht so schlecht ist. Wenn hier z.B. gesagt wird, Omnitronic ist Qualitativ nicht wirklich toll und die Speaker von denen zu teuer dafür das sie in einer Klasse mit Raveland, McGee usw. spielen. Warum tauchen dann immer wieder Anfragen auf, warum ist Omnitronic so schlecht? Ich möchte mir die doch jetzt kaufen und die sehen doch auch toll aus und ihr wollt mir das jetzt garnicht gönnen und sagt die sind schlecht! Ach man, die müssen doch irgendwie gut sein? Oder? Darum auch mein Beitrag unter "Party" in dem ich wirklich gutes Material zu günstigen Preisen bei eBay raussuche, damit wir hier nicht andauernt irgendwelche eBay fragen beantworten müssen. Und siehe da, da sind z.B. im moment vier gebrauchte HK HL118 Bässe, die mit den PD Bässen zu haben um 1450 Euro, d.h. 362,50 Euro pro Bass, die guckt keiner auch nur mit em Hintern an! Zwei davon erst neu Recont. Sowas finde ich traurig, wenn man dann sieht, das die Jugend sich irgendwelche DAP A Serienspeaker kauft anstatt in solches Material zu investieren. Ist übrigens nicht meine Auktion, auch kenne ich den Verkäufer nicht, es ist einfach nur Gutes und günstiges Material und es macht micht traurig zu sehen, wie hier Omnitronic, DAP oder so, tollgeredet wird, und sowas bleibt stehen!

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • Jens Droessler
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    • 14. September 2003 um 00:22
    • #5

    Ach nun, jeder verteidigt doch irgendwie das Material, was er im Lager hat. Selbst dann, wenn man das Zeug ständig verflucht, wenn keiner dabei ist... :) (Bei mir wird höchstens mal bei Rumschleppen des Equipments geflucht, denn ich weiß, was ich mit welchem Equipment machen kann, aber ich kenne so Leute...) Ist ja irgendwie klar, denn fast jeder will, wenn auch unbewusst, seine Investitionen schützen und keine Fehlentscheidung zugeben.

    Auch ich habe meine Marken, die ich empfehlen KANN, weil ich sie gut kenne. Andere Marken kann ich (größtenteils) nicht empfehlen, weil ich sie gut kenne...... Wenn ich ein System oder eine Marke nicht kenne, dann bin ich halt still......

    Es ist und bleibt so, dass der Techniker den Sound macht. Wie gut der Sound wird, hängt von "Fähigkeit des Technikers" gegen "Grundsound des Systems" ab. Will sagen: System linear und problemlos ----> Techniker muss es nicht so drauf haben. (Vielleicht liegt es daran, dass ich auch mit meinen kleinen Systemen arbeiten kann, während andere damit unzufrieden sind :) :) :) )

    Es gibt aber auch Aspekte, auf die auch ein noch so guter Tontechniker keinen Einfluss hat. Darunter fällt das, was bei PP-Tests immer als "Raumeinflüsse" beschrieben wird (auch wenn sie im Freien messen :) ). Da hilft halt wirklich nur "kompromissloses" Design. Kompromisslos ist aber immer relativ! Für mich kann eine Box kompromisslos sein, weil alle von mir geforderten Aspekte hundertprozentig implementiert sind, während der tthorsten meckert, dass die Box viel zu schwer wird....

  • Mechwerkandi
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    • 14. September 2003 um 13:16
    • #6
    Zitat von "Jens Droessler"


    Es ist und bleibt so, dass der Techniker den Sound macht.

    Zieh' doch den Kreis ruhig noch etwas grösser, und ersetze den Begriff "Techniker" durch den Begriff "Benutzer", neudeutsch "User".

    Es kommt überhaupt nicht darauf an, was die Leute da haben oder wo sie es herhaben, sonder wie sie damit umgehen.

    Ich kenne Tanzmucker, die haben ihren Kram seit 25 Jahren, du darfst damit alles machen, nur nix am System ändern... :D

    Oder die Mobildisco mit den zwei Bose 802 und der K&H-Endstufe...
    Ich wette, 9 von 10 der Forums-Nutzer würde ob dieser Kombi "Hurra" schreien, obzwar, der Mann verdient schon seit 15 Jahren sein Geld damit.. :D

  • Sound-Klinik
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    • 14. September 2003 um 13:37
    • #7

    ... sicher holt ein versierter Soundmensch aus "Müll" mehr heraus als ein Anfänger.

    Aber ich würde das auch nicht überbewerten. Wenn z.B. mit einer Kiste gearbeitet wird, die einfach keine saubere und trockene Basswidergabe zuläßt (z.B. Bandpass-Plastikdosen ...), dann nützt auch kein "Allwissen" und keine brutale Entzerr-Arie: Es wird schwammig bleiben, weil der LS es eben nicht "kann".

    Mit gutem - sauber abgestimmten und dadurch leichter bedienbaren - Material können auch weniger versierte Techniker und Mucker passable Ergebnisse erzielen. Und "Experten" dann wohl erst recht !

    Viele Grüsse sendet

  • Jens Droessler
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    • 14. September 2003 um 22:21
    • #8
    Zitat von "Sound-Klinik"


    Aber ich würde das auch nicht überbewerten. Wenn z.B. mit einer Kiste gearbeitet wird, die einfach keine saubere und trockene Basswidergabe zuläßt (z.B. Bandpass-Plastikdosen ...), dann nützt auch kein "Allwissen" und keine brutale Entzerr-Arie: Es wird schwammig bleiben, weil der LS es eben nicht "kann".


    Genau das meinte ich mit dem letzten Absatz......

  • Sound-Klinik
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    • 14. September 2003 um 22:32
    • #9

    Hallo Jens,

    mein Statement bezog sich nicht speziell auf Deinen Beitrag sondern war etwas allgemeiner - und weil ich über mehrere Beiträge zwischen den Zeilen sowas wie "es gibt Soundleute mit goldenen Händen, die mit allen klarkommen" vermutete ...

    Ansonsten glaube ich, daß wir schon ähnliche Vorstellung haben, wo mögliche Ursachen liegen.

    Viele Grüsse sendet

  • wora
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    • 15. September 2003 um 04:10
    • #10

    ich für meinen teil freue mich immer über lautsprecher, die unkompliziert sind und auf anhieb gut klingen.
    dann sind sie das richtige werkzeug für meine arbeit und ich bin zufrieden.
    egal was draufsteht.

    für professionelle arbeit muss das zeug einfach das tun was man in erster linie davon erwartet:
    gut klingen.

    wenn ich viel zeit damit verbringen muss, die gestellte anlage erstmal klanglich "hinzubiegen", dann mag ich das einfach nicht. dann bin ich irgendwann angenervt und habe einfach keine guten ideen mehr beim mischen. das trifft dann natürlich auch den sound der band und im extremfall haben wir alle einen dicken hals und ziehen nur noch den job durch... das ist gegenüber dem gutgläubigen publikum ziemlich scheisse - auch wenn sie es gar nicht merken.

    was die anschaffung von lautsprechersystemen angeht:
    mit ein wenig erfahrung und hintergrundwissen kann man eigentlich recht schnell hören, ob ein system den eigenen anforderungen gerecht wird oder nicht.
    wenn man dann noch fehlkäufe tätigt, hat man sich von der werbung reinlegen lassen. darüber sollte man sich im klaren sein.
    es gibt noch einen grund, sich für spezielle hersteller zu entscheiden, auch wenn´s einem nicht so ganz gefällt:
    in unserer gegend hat man z.b. einen schweren stand, wenn man kein xx (name geändert) im lager hat.
    wir nutzen unsere eigenen systeme und schon oft kamen leute und sagten: "aha - klingt sehr schön... das ist sicher xx..."
    andere leute, die unsere systeme noch nie gehört haben, sagen aber: "die haben kein xx, das kann also überhaupt nicht klingen..."

    somit kaufen also alle "wichtigen" verleiher xx und sind glücklich, weil sie zur elite gehören...

    ich will jetzt nicht sagen, das deren zeug schlecht ist, NEIN.
    es gibt gleichwertiges zeug für weniger kohle, aber das material verkauft sich doch sehr gut mit dem richtigen markennamen, ist also ein verkaufsargument und geht somit erstmal in ordnung!


    das die jüngeren leute viele fehler beim erwerb von equipment machen, ist auch eine ganz normale sache und gehört zum lernen mit dazu. nur so bekommt man erfahrung.
    wir waren (und sind!) ja auch nicht perfekt... man kann sich doch sicher daran erinnern, das man von einem älteren mal gesagt bekam: "ich hab´s dir gleich gesagt"... aber man wollte ja nicht hören und es selber ausprobieren.
    das ist also ganz normal, darüber kann man sich auch aufregen - wenn man will. ;)


    natürlich verstehe ich die leute, wenn sie ihre fehlinvestitionen schön-reden. schliesslich wollen (und müssen) sie es ja trotzdem vermieten.
    und wer gibt schon gerne zu, das er doch nicht so 100%ig zufrieden ist... ;)

    es gibt allerdings schon ein paar unverbesserliche, die immer wieder nerven mit ihrem scheiss billigmaterial und ruinösem wettbewerb und denen man gerne eine einwegfahrkarte zum mond gönnen würde...
    und dieses "ätsch-ich-kann-es-besser"-gequassel einiger kollegen mag ich auch nicht, aber das ist ja in unserer zunft leider sehr stark verbreitet.


    wie gesagt, eine anlage ist eigentlich wirklich nur ein werkzeug und nix anderes!
    so sehe ich das.
    und wenn ich beim arbeiten feststellen muss, das der schraubenschlüssel nicht gut auf die schraube passt, dann ist das eben schlechtes werkzeug...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Sound-Klinik
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    • 15. September 2003 um 09:06
    • #11

    @Alle
    Worüber ich mich seit Jahren wundere ist, daß bei "größeren" Produktionen ja gewisse Vorgaben gemacht werden, was auf dem Event zu "stehen" hat. Die Anforderungen an die LS ändern sich alle paar Jahre.

    Was ich mir allerdings NICHT vorstellen kann ist, daß diese "Anpassungen an technische Fortschritte" vorgenommen werden, weil sich der Stand der Technik wirklich immer weiterentwickelt hat (... denn manchmal waren m.E. Rückschritte dabei ...).

    Richtig interessant finde ich daher den etwas bissigen Beitrag "Lyin’ Arrays ?" von Gary Gand (der Link zu diesem Beitrag wurde im PA-Forum irgendwo plaziert - ich weiß nicht mehr wo, weil ich ihn´mir kopiert habe ...). Gary Gand läßt sich auch darüber aus, wie ein neues Produkt "entsteht", was angeblich dann (wieder mal) besser als alles andere ist ...

    Vielleicht will man ja den Verleihern alle paar Jahre die Halle mit neuen Material vollstellen (nur so 'ne Idee ...) ???

    Und diese Taktik scheint zu funktionieren, denn auch die "kleineren" lassen sich von den "Fortschritten inspirieren" und kaufen sich dann - um mal ein Beispiel zu nennen - z.B. ein Line-Array "für Arme" (welches physikalisch eigentlich gar kein "richtiges" ist ...).

    Viele Grüsse sendet

  • wora
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    • 15. September 2003 um 12:01
    • #12

    nun ja, dennoch kann man sagen das sich mit der zeit normalerweise die besseren konzepte durchsetzen. ausnahmen gibt es natürlich immer.

    aber das ist die evolution, es wird manches ausprobiert und was sich dann als unnütz oder nicht praktikabel herausstellt, stirbt wieder aus.
    so einfach ist das.

    welcher hersteller würde sich denn einen gefallen tun wenn er sagt: "also die LS die wir vor 20 jahren gebaut haben sind immer noch so gut, ihr braucht euch eigentlich nix neues kaufen"...??
    wir leben im kapitalismus, da muss neues produziert werden, sonst funktioniert das system nicht.
    wenn der hersteller von zeit zu zeit nix neues auf den markt bringt, wird er kaputt gehen.

    bei den großen der branche sieht man eindeutig, das sehr oft neue produkte getestet werden.
    und warum?
    das hat einen einzigen, wichtigen grund:
    mit neuen produkten kommt man in die fachzeitschriften und somit auch in die köpfe der leser.

    wenn nun keiner mehr neue boxen bauen würde, weil es ja eigentlich schon alles gibt was man braucht... unvorstellbar.


    ein produkt ist immer nur so gut wie sie summe seiner ideen... das heisst, wenn dabei schlechte ideen umgesetzt sind, wirken sie sich nachteilig auf die summe aus.
    wenn, wie du sagst "z.B. ein Line-Array "für Arme" für einen anwenderkreis sinnvoll ist und gut funktioniert, dann wird es sich trotzdem durchsetzen, auch wenn es vom ideal etwas abweichen sollte.

    ich sehe jedenfalls eine langsam fortschreitende verbesserung der systeme, alle paar jahre kommt eine gute idee dazu.
    der markt entscheidet schliesslich über deren erfolg...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Sound-Klinik
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    • 15. September 2003 um 13:27
    • #13

    wora

    Ich stimme die schon zu - der Markt ist eben so, wie er ist.

    Was die Evolution angeht, würde ICH nur ungern das Versuchskaninchen sein, welches sich ungeeignete Kisten kaufen soll (wegen einem "tollen Test" oder Werbe-blabla ...), um dann herauszufinden, daß es in der Praxis Schrott ist.

    Die Vorgehensweise mit dem "Vorher-Antesten" unter Praxisbedingungen finde ich - wie bereits angesprochen - dagegen optimal.
    Der wichtigste "Nebeneffekt": Firmen, die Schrott anbieten, werden dann von der Evolution schon sehr frühzeitig aussortiert und "vernichten" nur sich selbst und nicht das Geld der Mucker und Verleiher.

    Weiterer Nebeneffekt: Firmen, die vernünftiges Material anbieten, haben es dann fast nur noch mit ernsthaften Mitbewerbern zu tun und müssen sich dann noch mehr anstrengen.

    Aber: Es funktioniert nur richtig, wenn sich Mucker, DJs und Verleiher "einig" sind ...

    Ich ziehe das übrigens seit Jahren so durch: Teile, die ich nicht kenne, kaufe ich grundsätzlich nicht - sch...egal, was in einem Test steht.
    Features, die für mich nicht praxistauglich sind, fass ich nicht an (Beispiel: 19"-Geräte mit externen Steckernetzteilen - da verzichte ich auch schon mal auf ein "kleineres" Lexicon ...).


    Viele Grüsse sendet

  • Jens Droessler
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    • 15. September 2003 um 16:03
    • #14

    Deshalb testet man ja vorm Kauf! Siehe Triple-C :)

    Manche Produkte kann man halt nicht testen. Z.B. konnte ich den UD nicht testen, bevor ich ihn hatte, aber das Risiko wars mir wert. Bisher kann ich dabei vom Glücksgriff sprechen......

    Ich hab aber auch schon andere Sachen gekauft, die ich nicht testen konnte, und sich leider auch als Schrott herausstellten. Die verkaufe ich dann, aber ohne die Leute dazu zu überreden. Diese Entscheidung lasse ich den Leuten. Ich schwatze niemanden IMO inferiore Produkte auf. (Dabei gilt es aber noch das Preis/Leistungsverhältnis zu beachten, denn ein Produkt für 2000 Euro kann besch#*sen sein, während ein Produkt mit den gleichen Merkmalen für 500 Euro ok sein kann, verständlich, oder?)

  • Sound-Klinik
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    • 15. September 2003 um 18:39
    • #15

    Hallo Jens,

    ... beim Triple-C warst Du ja irgendwie sogar "beteiligt" (als Tipgeber ...).
    Aber in der Tat: Ich hatte das Ding wirklich erst einmal eine Woche getestet (... und auf zwei Mucken ausprobiert ...), ehe ich es dann gekauft hatte. Aber so bin ich nun mal ... :lol:

    Viele Grüsse sendet

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