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  4. Verstärker

Leistung der EV Q66 (1)

  • Taranis
  • 17. April 2013 um 14:52
  • Taranis
    Beiträge
    46
    • 17. April 2013 um 14:52
    • #1

    Hallo zusammen,
    ich hoffe Ihr könnt einem Forenneuling helfen :wink:

    ich habe eine EV Q66 (1) günstig erstanden (250€) und bin nun verwirrt, was die Leistung angeht. Meine Frage ist einfach: würdet ihr der Endstufe im Bridge-Modus 4 Ohm zutrauen oder nicht?

    Einerseits soll die Q66 ja baugleich mit der Dynacord S1200 sein, die laut Datenblatt 4 Ohm Mono schafft.

    Andererseits finde ich im Archiv von EV lediglich die Q66T, die laut Datenblatt nur 8 Ohm Mono schafft. Irgendwo habe ich auch noch ein Datenblatt der Q66 aufgetrieben, in der auch von 4Ohm die Rede ist.

    Zu bedenken ist auch noch, dass das Ding Stereo 8 Ohm 380W schaffen soll und Mono 4 Ohm 1700W. Das allein gibt mir zu denken... andererseits ist oder war das Gerät von einem Markenhersteller...

    Betrieben werden sollen damit 2 (zugegeben Eigenbau) Subs bestückt mit je einem RCF L15P200AK (ich vermute Version 1) 800W RMS

    Bin für jeden Hinweis dankbar :wink:

    Liebe Grüße
    Taranis

    Liebe Grüße
    Taranis

  • waldschrad99
    Verifiziert
    Beiträge
    2.401
    • 17. April 2013 um 15:52
    • #2

    Moin Neuer :wink:
    Schonmal lobenswert, daß Du gleich auf diesem guten Qualitätslevel (EV, RCF, ...) einsteigst, das erinnert mich an meine ersten Schritte in der Branche, damals.
    Der Unterschied ist jedoch, daß ich damals noch niemand zum Fragen hatte, alles selber ausprobiert/getestet hatte und erst viele Jahre später Internet anschaffte um in Foren mitzulesen.

    Bericht nach eigener Anwendung, Erfahrung mit der S-1200
    Die Ausgangsleistung bei Stereo 2,66 Ohm ist kaum größer als bei 4 Ohm.
    Daraus kann man schließen, daß im Brückenmodus 4 Ohm auch nicht viel zu erwarten ist.

    Da liefert ne ZECK PT-7 (die ich damals bis 2008 im selben Rack wie die Dynacord hatte) schon etwas mehr Strom, nicht nur auf dem Papier.
    Die Q66//S1200 ist prima für Fullrange, große Topteile, Monitore, Sprachbeschallungen .... in dem Bereich ist sie wirklich gut.
    Aber für Subwoofer (und speziell den guten alten/bekannten L15-P200ak) denkbar ungeeignet!!
    Bedenke den nur untermittelprächtigen Wirkungsgrad von 96 db dieses RCF-Chassis.

    Grübel Du also garnicht erst lange über Brückenschaltung bei dieser Stufe nach, sondern benutz sie für Topteile, Monitore, Fullrange ....
    Der Gebrauchtmarkt ist voll von weiteren guten Stufen, bei denen sich sicher viele deutlich Bass-stärkere Exemplare (als die Q66 = S1200) finden lassen.
    Aber speziell für das oben genante Chassis empfiehlt sich z.B. ne LD PA-1600 (findet man gebraucht, anstelle der schwächlichen Thomann TA-2400), oder ne andere mittelstarke Stufe konventioneller Bauart.
    Beispiel Amptec 2.0 / Maintronic: http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?f=47&t=74657
    Räder am AmpRack sind Pflicht und ein hilfsbereiter Nachbar beim Hochheben ist optional.
    Viel Spaß noch in den nächsten 4-6 Jahren mit diesem Hobby.

  • Taranis
    Beiträge
    46
    • 18. April 2013 um 14:35
    • #3

    Danke für die schnelle kompetente Antwort :)

    Zitat

    Die Ausgangsleistung bei Stereo 2,66 Ohm ist kaum größer als bei 4 Ohm.

    Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Du meinst, dass die Endstufe statt den versprochenen 1700W Mono an 4 Ohm tatsächlich nur 850 W bringt (das wäre laut Datenblatt die Leistung Stereo an 2 Ohm)?

    Und eine Frage habe ich noch: Traut ihr der Endstufe 4 Ohm Mono zu oder könnte das schnell zu schäden an Endstufe oder Spulen führen?

    Liebe Grüße
    Taranis

    Liebe Grüße
    Taranis

  • waldschrad99
    Verifiziert
    Beiträge
    2.401
    • 18. April 2013 um 16:34
    • #4

    Im Herbst 2012 hatte ich 3 Stück Q66 in irgendeinem Verkaufsportal gesichtet, Ebay wars nicht. Falls Du also mehr als nur 1 Exemplar hast, kann man über Brückenschaltung (8 Ohm) nachdenken.

    Gebrückt hatte ich die S1200 damals nie. Lediglich ZECK PT-7 lief mal in diesem Modus (Bridget ~2400 W/4 ?) an ebenso leistungshungigen (wie Deine RCF) 2 kleinen 18" BR-Subs mit guten alten Eminence EPS 18600 Pro und hat endlich aus diesen Chassis mal was rausgeholt.

    Hatte trotz guter Qualität die S1200 im Sommer 2008 verkauft, weil mich andere Amps der gleichen Gewichtsklasse (aber deutlich höherer Ausgangsleistung und nur 2 HE) damals interessierten.
    (ich war zwar nicht mehr jung, aber ich brauchte das Geld) :D
    Allgemein:
    Datenblätter mit Watt-Angaben sagen wenig über die dauerhaft verfügbare Stromliefer-Fähigkeit aus. Das Blatt der Q66/S1200 hab ich jetzt nicht zur Hand, sondern kann Dir nur allgemeine Praxis-Empfehlungen in Verbindung mit dem mir ebenfalls gut bekannten guten alten L15P-200ak geben.
    Die S1200 hat zwar gute Temperatur-Regelung und der 3 HE große Lüfter läuft nur wenns (zu) warm ist, aber die Stufe macht bereits im Stereo 4 Ohm Fullrange-Betrieb mehr Wärme (als ne ZECK PT-7 und als ne RAM Bux 2.0).
    Insofern wäre Brückenbetrieb 4 Ohm nach meiner Meinunung möglicherweise grenzwertig und etwas riskant für die S1200/Q66.
    Wie gesagt, ZECk PT-Serie war meine erste PA-Endstufe und damit musste sich alles messen was danach angeschafft wurde. O.g. Dynacord kam da leistungsmäßig nicht ran.
    Für leistungshungrige Chassis empfiehlt sich leistungsstarkes Gerät, z.B. Maintronic/Amptec 2.0 (siehe Bietebrett beim User TS) oder ne gute LD PA-1600 (alte Serie), oder richtige Eisenschweine auf Räder. :wink:
    Betreff Deine Subs:
    Die (hoffentlich) richtige Gehäuse-Abstimmung, lückenffreie Abdichtung der Kiste und das Bauart-Prinzip müssen ebenfalls in Deine Gesamt-Überlegung einbezogen werden.
    Denn je nach Bauplan und Exaktheit der handwerklichen bzw. industriell gefertigten Ausführung unterscheidet sich der Wirkungsgrad der ganzen Kiste ganz erheblich!
    Ein mittelprächtiges Chassis im sehr gut dafür abgestimmten Gehäuse auf genau die richtigen Werte macht mehr Druck - als ein exorbitant teures Marken-Chassis im 0815- zusammengeklebten Holzkasten ohne die richtige Abstimmung.
    Hierzu können Dir andere Forenteilnehmer mehr Hinweise gaben, sofern Du sie in möglichst übersichtlicher Form mit Daten fütterst.

  • Taranis
    Beiträge
    46
    • 18. April 2013 um 18:02
    • #5

    Danke für die Infos :wink:

    Ich muss ehrlich sagen, wenn ich das Geld gehabt hätte, hätte ich mir ne nette Endstufe in der Richtung gesucht. Allerdings war mein Budget sehr begrenzt und die Q66 ist eher so ne Notlösung à la wenn schon wenig geld, dann doch lieber alte Markenware statt 0815...

    Was meine Subs angeht.. ich habe die Gehäuse noch nicht ausgemessen, aber sie sehen innen sehr professionell gefertigt aus. Von daher sind Spekulationen in der Richtung wohl eher unangebracht :)

    Also danke noch mal - ich bin weiterhin für jede Meinung dankbar :)

    Liebe Grüße

    Taranis

    Liebe Grüße
    Taranis

  • Jonnytrance
    Gast
    • 19. April 2013 um 06:10
    • #6

    Der Amp ist kein Bassmonster, aber auch kein Müll.
    Habe mit S1200 Jahrelang gearbeitet (als L1600 den Geist aufgegeben hat, wurde S1200 als günstige Alternative angeschaft, was zwar schlechter performt hat, aber durchaus noch brauchbar und sein Geld Wert war). Die Stufe lief immer 4Ohm Stereo. Einmal hab ich 4 Ohm Brücke probiert...naja die wurde ziemlich schnell heiß und ging ins Protect.
    Die 1700W Angabe für 4 Ohm Brücke beziehen sich auf max. Ausgangsleistung, Nennleistung ist geringer.

  • sabbelbacke
    Reaktionen
    11
    Beiträge
    5.171
    • 29. April 2013 um 08:53
    • #7

    4 Ohm Brücke stresst die Stufe sehr, sie macht das kurzzeitig mit, aber als Dauerbetrieb ist das nicht zu empfehlen. In einem Club hier gabs genau die Konstellation: Q66 in Brücke an 4 Ohm - fiel am laufenden Band aus - nix gut.
    Der Amp klingt gut und für kleine Bassanwendungen gehts auch, aber 2 Ohm Betrieb (bzw. 4 Ohm Brücke) im Bassprügel - sollte man damit nicht machen (übrigens mit den wenigsten Amps).
    Das Kühlprinzip ist auch nicht soooo super, aber das ist woanders meist auch nicht hitverdächtig :)
    Dieser Amp hat übrigens eine bei uns oft auftretende Schwachstelle: Die Ruhestromregelung... Leider sind nicht immer Symptome von aussen erkennbar, ob ein Fehler vorliegt oder nicht - wenn Deine Stufe aber unmotiviert und viel den Lüfter anlässt, obwohl sie im Standgas läuft, könnte das ein Indiz sein... In jedem Fall würde ich sie aber mal kurz zum Durchtesten beim Service Deines Vertrauens abgeben mit dem Hinweis "Ruhestrom / RS Regelung/Poti prüfen", dann hast Du wieder lang Freude an dem Ding :) (Wir haben hier rund ein Dutzend von den Dingern, ich kenn das....). Versäumt man diesen Check, machts dann irgendwann mal Puff :) Den check gibts beim Netten noch für Kaffeekasse, evtl. anfallender Service für "gutes Abendessen", der richtige Defekt wird dann teurer..

    hornresp

  • Taranis
    Beiträge
    46
    • 29. April 2013 um 14:02
    • #8

    Danke für den Tipp :)

    also unterm Strich resumiere ich: sehr brauchbare (wenn auch schwere) Topteilendstufe, für Bassbereich aufgrund von zu geringer Leistung eher unbrauchbar.

    Ich sollte mich also eher nach einer größeren Endstufe umsehen á la T.amp Proline 3000.

    Welche nun die richtige ist - dafür habe ich einen neuen Thread auf gemacht :
    http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?f=49&t=74742

    Danke für alle Antworten :D

    Liebe Grüße
    Taranis

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