Hallo praxiserprobte Lichtler und Elektriker.
Ich bin mit folgendem Problem konfrontiert und will der Ursache auf den Grund gehen.
Zur Stromverteilung einer Lichtanlage hab ich mir ein Powerrack zusammengebaut und das sollte auch elektrisch korrekt verdrahtet sein (bin gelernter Elektriker).
Als Eingang CEE32A. Geht dann auf einen FI-SChalter 40A und dann auf ein Botex Dimmerpack sowie die einzelnen abgesicherten CEE16 Abgänge (blau) mit (C16A) Automaten abgesichert. Der Neutralleiter ist natürlich sehr fest verdrahtet und auch mit größerem Querschnitt ausgeführt (habe schon ettliche tote Geräte gesehen die aufgrund von Überspannung wegen fehlenden N oder vertauschten N/L abgeraucht sind) - deshalb hab ich auch eine Kontrollampe zwischen N und PE spendiert die ein Fehlen von N anzeigen sollte. Funktioniert im Normalfall auch (wenn PE vorhanden).
Außerdem sind in dem geerdeten Metallgehäuse noch 3 Voltmeter mit Kontrollampen die die Phasenspannungen gegen N anzeigen.
Das Komplette Rack war ca. 50 mal ohne Probleme im Einsatz (man sollte das "Gerät" auch korrekt hochfahren dh. zuerst PRÜFEN, dann erst einzeln einschalten).
Doch nun zum eigentlichen Problem:
Nachdem beim letzten Gig der Strom einige male Weg war (Ein Tarifschalter oder FI ist im Hauptverteiler der VA öfters gefallen und wurde dann sofort wieder von einem "Hauselektriker" eingeschaltet) haben sich in meinem Powerrack 2 Voltmeter (300V Endanschlag) verabschiedet und in dem (Botex)Dimmer ist einiges abgeraucht. Genauer geasgt sieht es in dem Dimmer aus, als hätte der Blitz eingeschlagen - Leiterbahnen sind verdampft und die (netz)Gleichrichtung der Nulldurchgangsdetektion sind tot. Auch waren 4 Stk. angeschlossene PAR64 500W (CP88) kaputt.
Wir haben nochmals alle Kabel und Stecker auf eventuelle (N) Unterbrechungen geprüft, aber nichts gefungen.
Auch scheint der FI ok zu sein (es wird ja der N auch mitgeschalten)
Der maximale Strom von beträgt auf den Phasen ca. 28A unter Vollast.
Nun stellt sich für mich die Vermutung, daß es zu einer GegenEMK aus den angeschlossenen Verbrauchern gekommen sein muß.
An den einzelnen CEE Abgängen hängen nämlich 4 Stk Scanner HMI575, 4 MH660 mit MSD250, 4 Robocolor MSD200. Alle Geräte sind somit mit Spulen zur Lampenstrombegrenzung und Zündgeräten versehen bzw. Blindstromkompensiert. Somit könnte beim raschen Abfallen der Zuspeisung sich diese Energie aus den Lichteffekten auf das Dimmerpack entladen haben oder?
Ist soetwas jemandem schon mal passiert und was kann man dagegen tun? Vielleicht einen Schütz oder Lasttrennschalter einbauen den man manuell wieder einschalten muß bei wiedereintreffen der Netzspannung???
Oder sollte man den FI ünerdimensioneiren bzgl. des Rücklaufstromes am Neutrelleiter ???
Bin um Ratschläge bzw. Praxiserfahrungen dankbar
MfG
Egger Günther LOTRONIC
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