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  • tufkajck
  • 1. Januar 2004 um 23:37
  • tufkajck
    Profi
    Beiträge
    3.334
    • 1. Januar 2004 um 23:37
    • #1

    Hallo zusammen, freue mich über Aufnahme, hoffentlich kein Versehen :roll:

    Frage:
    Hat schon wer den Unterschied untersucht beim Live Mischen, und nur da,
    Zwischen CD-Hörnern mit Difraktionsschlitz und Hörnern ohne.
    Mir ist in Experimenten aufgefallen, dass die leichte Zerre so um 5 -8 Kilo
    Die Stimmen durchsetzungsfähiger macht. Is mir erst aufgefallen, nachdem wirs eben nicht mehr hatten, mit flat getunten auf Verzerrungsarmut getrimmten Anlagen.
    Ist jemandem schon sowas aufgefallen?
    Hab grad auf ner neugemachten Anlage gearbeitet, die vom Abstrahlverhalten recht sauber ist, und innerhalb 3 dB auf axe flach, die Bläser und Piano, Stimme brauchten fast kein Kanaleq ausser Lowmid, raumbedingt. Aber der Mix war dann sehr natürlich, aber etwas langweilig, letztesmal die selbe Band im selben Raum mit 15"2", mehr Einstellarbeit, aber dann "zackiger" Sound, mitreissender, einfach geiler.

    Ich schreibe das unter Selbstbau, weil wir ja selbst entscheiden, was für Hörner wir einbaun.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 5. Januar 2004 um 08:44
    • #2

    ... "spektakulären" Sound durch weniger "flate" Hornentzerrung ?
    Mein Geschmack wäre sowas jedenfalls nicht.

    Ich bevorzuge "pflegeleichte" Systeme, auf denen auch Naturinstrumente (wozu ja u.a. auch Gesang gehört ...) möglichst ohne exzessives EQ-ing vernünftig "rüberkommen" - und der Klang ist immer transparent und durchsetzungsfähig.

    Wenn der Klang zu "stumpf" daherkommt, kann es vielleicht daran liegen, daß der Raum (besonders bei kleinen Jobs) tendenziell zu "tot" ist - aber dafür gibt es ja genug Tools (z.B. geeignete Hall-Räume), um dem Sound etwas mehr Lebendigkeit zu geben. Oft wird auch einfach nur der Bassbereich (gerade bei kleinen Locations - nicht nur bei DJs "sehr verbreitet" ... :wink: ) "etwas" überbetont.

    Viele Grüsse sendet

  • tufkajck
    Profi
    Beiträge
    3.334
    • 5. Januar 2004 um 10:52
    • #3

    Schon gut, das ist lieb gemeint.
    Aber das Problem spielt sich auf ner höheren Ebene ab.
    Ich red da von genauestens abgestimmten Systemen, und der einzige im Saal, der hier was hört, bin ich am Pult, dem Publikum und der Band gefällts, ich mach mir aber im Geheimen so meine Gedanken.

    Nochmal, die Systeme ham fast identischen FG, Ich dreh auch keinen Bass rein, ich glaube aber, nen Unterschied zu hören zwischen Diffraktionshörnern und z.B. radialhörnern, bzw. solchen mit keiner Verengung, die direkt rausgehn.
    Nur das ist die Frage.
    Das Raumproblem kanman aussen vorlassen, ich verdien mein Geld mit der Konzepzion von Beschallungsanlagen und deren Bedienung, und im Lager arbeitet ein Angestellter, dessen Lohn ich damit zahl.
    Warum aber nicht Kollegen fragen, wenn man was bestätigt oder in Frage gestellt ham will??

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 5. Januar 2004 um 11:57
    • #4

    ... wenn das Übertragungsverhalten sehr ähnlich ist - aber dennoch Klangunterschiede hörbar sind (und es nicht am Raum liegt ...) - dann wird es am Zeitverhalten liegen (... Tip: mal Zerfallsspektrum messen !).

    Grundsätzlich haben unterschiedliche Hörner schon "ihr eigenes" Klirrverhalten und "hier und da" einige individuelle Resonanzen im Übertragungsbereich.

    Viele Grüsse sendet

  • tufkajck
    Profi
    Beiträge
    3.334
    • 5. Januar 2004 um 14:12
    • #5

    Soweit bin ich auch schon. Die Wasserfälle weichen nicht vom üblichen ab.
    Ich hätt lieber gewusst, wer solche Effekte aus der täglichen Arbeit kennt, und sie sich ev. zunutze macht.

    Beispiele: Wo SA ihren Hochtöner rausgebracht haben und die alte JBL Tröte erstzt haben, hamdoch gewisse Techs über nun fehlenden Druck in den Mitten geklagt.

    So wie auch als die D&B 1202er neu mit ND JBL Treiber bestückt worden sind, haben Anwender fehlende "Wärme" moniert.

    Sowas meinich, eher das gefühlsmässige. Ich bin sonst eher für messbare Fakten. Das hier geht jetzt inne andre Richtung.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 5. Januar 2004 um 20:13
    • #6

    ... dann gehts wohl in den Bereich Psychoakustik:
    Bestimmte Verzerrungen (... immer noch populär: Röhre ... :) ) werden als angenehm, "warm", "rund" etc. empfunden.
    Es gab im Bereich HIFi-HighEnd (... vorwiegend 70er/80er Jahre ...) LS-Boxen, die messtechnisch nicht unbedingt vorbildlich konstruiert waren, aber dennoch aufgrund einiger Klirranteile den "Geschmack" vieler HighEnd-Jünger trafen ... :D - vielleicht war das ja auch ein Grund, warum Aphex damals den Exciter erfand ... :wink:

    ... oder ...

    ... wenn es dagegen etwas "räumliches" ist, dann solltest Du dir mal die Gruppenlaufzeiten anschauen - weil: komplexere Klänge (Klavier und andere akustische Instrumente) können - wenn ein Teil des "Klangs" früher als andere Teile beim Hörer eintreffen, nicht mehr eindeutig im Stereopanorama geortet werden (Grund: Konus und Horn "arbeiten" nicht so ganz "zeitgleich" ...) .
    Wenn ein LS-System dagegen sehr wenig "Phasenschweinereien" macht, klingt alles viel transparenter und "ortbarer".

    Viele Grüsse sendet

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