Hallo
Ich benütze den Focusrite VoiceMaster Pro (Neu, 2HE) und bin sehr zufrieden.
Gruss Boris
Hallo
Ich benütze den Focusrite VoiceMaster Pro (Neu, 2HE) und bin sehr zufrieden.
Gruss Boris
Soderla. Heute hatte ich im Gegensatz zum Dienstag tatsächlich Spass beim mischen. Diesmal keine Schweden sondern Finnen! Die Band hieß Aavikko und macht sehr schönen Elektronik Sound: Nur Keyboards, Synthesizer und ein echtes Schlagzeug. Keine Gitarren, Bass, geschweige denn Gesang.
Die Paradedisziplin "schöner Gesang" konnte ich also auch wieder nicht testen. :cry: Heute war der Track One dafür im Bass-Drum-Kanal!
Das schöne an so einem Channel-Strip ist, dass du dir eben deinen "wichtigsten" Kanal aussuchst und in dort anwendest. Da der TrackOne für jede seiner "Sektionen" einen ON/OFF-Schalter hat, kann man sich jeweils aussuchen, welche Funktion/en man dann tatsächlich verwenden will.
Heute gabs eine nach vorne offene Bassdrum mit etwas Schaumstoff ausgepolstert. Mikro war D112. Der Gesamtsound kam mit viel Synthie-Bass an, worauf ich beschloss, dass ich einen schönen trockenen schmatzigen Kick à la White-Stripes "Seven Nation Army" haben will.
Wiederum gleich mal gefreut über den besseren Grundklang wegen dem Preamp. Vielleicht bilde ich mir das ja alles nur ein, aber da geht für mich jedes Mal die Sonne auf! Allerdings noch weit entfernt von dem Sound den ich haben will, da muß massiv gebastelt werden! Mikro relativ dicht ans Schlagfell, nicht ganz mittig: Besser! De-Esser brauch ich heute nicht.
Kompressor: Damit komme ich heute leider nicht zum Ziel! Der SPL Kompressor arbeitet zu unauffällig :shock: , ich will das Mikro schmatzen hören! Außerdem fehlt es mir, Attac und Release manuell einstellen zu können: Da mag allerdings Gewohnheitssache sein. Also: Track-One-Kompressor wird wieder ausgeschaltet, dbx166XL kommt rein: passt!
Equalizer: Da sag ich jaa! Zum Frequenzen suchen wird die Anhebung auf die vollen 12db gedreht (Output runter damit's nicht zerrt!): Hier ist das Filter am schmalbandigsten (Gott segne proportional-Q!!!). Die "BOOM"-Frequenz wird sofort gefunden und schön angehoben. Dasselbe klappt mit der "POKK"-Frequenz. Sehr schön, ich bin fast am Ziel! Wenn ich jetzt noch die holzigen Tiefmitten um die 400Hz rauskriege bin ich glücklich! Hier fehlt leider ein drittes semiparam. Mittenfilter: Schade!
Das ist aber nicht so tragisch, ich hab ja noch die Klangregelung am Pult, die bisher auf flat steht. Die greift vergeleichsweise "breiter/unpräziser", ist aber für meinen Zweck ok, und: Ich bin am Ziel!! Noch ein kleiner Drum-Room drauf und ich habe meine Traum-Bass-Drum.
Ich hatte heute einen sehr schönen Sound und die Bass-Drum war mein ganzer Stolz. Hiermit möchte ich eine Empfehlung für den SPL Track One aussprechen, und zwar für alle, die auf Mittelklasse-Equipment versuchen ihren Sound anspruchsvoller zu gestalten. Das ist eine Einschränkung in zweierlei Hinsicht:
- Bei Lärm- und Krach-Bands lohnt sich die Anschaffung nicht. Lieber das Geld in Musikunterricht für die Band oder in Gehörschutz für's Publikum investieren!
- Wer sowieso nur auf High-End Equipment und prinzipiell nur auf Midas-Konsolen mischt, den werden wohl der Preamp und die Klangregelung nicht umhauen. Da müsste dann wohl schon ein Channel-Strip "eine Klasse höher" her um noch eine deutliche Verbesserung zu gewährleisten.
Außerdem sollte man nicht erwaten, immer die ganze Funktionalität des Track One einzusetzen. Die drei "Sektionen" werden je nach Anwendung gebraucht oder auch nicht. Dadurch ist das Gerät jedenfalls enorm vielseitig! Immer zu empfehlen ist der Preamp, den hätte ich gerne in jedem Kanal (und das wo ich noch nicht mal die Lundahl-Option habe!).
Fazit: Ich glaube kaum, dass jemand den Kauf eines SPL Track One bereuen wird.
ZitatDer FOH-Kanal ging per XLR in den Track One und per Klinke (symm.) weiter in den LineIn des Mischpultes.
Kleiner Tipp noch: Ich arbeite auch des Öfteren mit externen Channel-Strips (Mindprint EnVoice), benutze zum Einspeisen ins Pult aber nicht den Line In, sondern den Return des Inserts.
Vorteil: das Signal läuft nicht mehr über den Kanalpreamp des Pultes, rein technisch die bessere Lösung.
Nachteil: Für den meist anzutreffenden Y-Insert (Klinkenbuchse) muss man sich ein Spezialkabel auf Stereoklinke (Signal auf Ring, Tip offenlassen) löten. Außerdem ist's nicht symmetrisch, was auf den paar Metern vom Siderack her aber kein Thema ist.
es grüßt
derautor
Was mich mal interessieren würde: Wie verhalten sich die ganzen Röhren-Teile eigentlich im Touringbetrieb? Die Dinger sind ja vermutlich deutlich empfindlicher, oder?[/quote]
Ich besitze einen Channel One seit 2000 und seit einem halben Jahr einen zweiten. Ich hatte noch nie einen Ausfall, obwohl die Dinger auch schon auf 7,5t-Touren dabei waren und an andere vermietet. Ich habe nur mal einen ganz normalen Service machen lassen, Röhren altern nun mal.
Trotzdem zwei Tipps
Röhrengeräte immmer gleich nach der Show ausschalten,damit die Röhre schon kalt ist, wenn Dir die Helfer das Rack wegreissen und in den Truck prügeln.
Wenn Du noch nen Kanal frei hast, splitte das Mikro vor dem Preamp, dann hast Du noch eine Havarievariante.
mfg
Kai