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PA an mehreren Phasen ohne Brummschleife?

  • Dr_Goldzahn
  • 16. April 2004 um 14:57
  • Dr_Goldzahn
    Beiträge
    350
    • 16. April 2004 um 14:57
    • #1

    Hallo!

    Wie kann ich bei einer größeren VA eigentlich die PA mit Strom versorgen, wenn es dort nur mit 16A abgesicherte Schuko-Steckdosen gibt (aber mehrere Phasen)? Brummt das dann nicht zwangsläufig, wenn ich z.B. Mixer etc. und ein paar Verstärker an einer Phase anschließe und ein paar andere Verstärker an einer anderen Phase?

    Viele Grüße,

    Dr. Goldzahn

  • ThomasB
    Beiträge
    137
    • 16. April 2004 um 16:52
    • #2

    Einfachster Fall: Du (wenn Du Elektrofachkraft bist) machst Dir selbst einen geeigneten Drehstromanschluss, z.B. am Hauptverteiler oder an der abgeklemmten Herdanschlussdose.
    Wenn es wirklich getrennte 16A-Schuko-Anschlüsse sind, dann kann es gutgehen, muss aber nicht. Die sauberste Lösung ist dann der Einsatz von Übertragern zwischen den weit voneinander entfernt stehenden Geräten.

    Thomas

  • Dr_Goldzahn
    Beiträge
    350
    • 16. April 2004 um 17:05
    • #3

    Leider bin ich keine Elektrofachkraft :( Der einfachste Fall scheidet also schon mal aus.

    Die Geräte stehen aber auch gar nicht weit auseinander. Die ziehen nur zu viel Strom, um alle an eine 16A Steckdose zu passen. Was ist denn ein Übertrager und wo kann ich den kriegen?

  • ThomasB
    Beiträge
    137
    • 16. April 2004 um 17:52
    • #4
    Zitat von "Dr_Goldzahn"

    Was ist denn ein Übertrager und wo kann ich den kriegen?

    z.B. siehe http://www.adamhall.de, dann "Eingang deutsch", "Produkte", "Palmer Audio Tools" und schließlich "Line Isolation Box" wählen. Die PLI02 ist universell einsetzbar und hat einen Groundlift-Schalter.
    Ähnliche Geräte gibt es auch von anderen Anbietern in allen Preisklassen (von Monacor bis BSS).

    Thomas

  • Markus Verza
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    • 16. April 2004 um 22:32
    • #5

    Die Phasen sind ja nicht das Problem. Eine möglicher Potentialunterschied der Masse verursacht ja den Brumm. Du kannst also auch für ein gemeinsames Potential auf der Erde sorgen. Ich hab da zwar einige Ideen muss aber erst mal darüber nachdenken ob die so auch für einen E-Laien gangbar sind.

  • Kracky
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    • 16. April 2004 um 22:51
    • #6
    Zitat von "Markus Verza"

    Die Phasen sind ja nicht das Problem. Eine möglicher Potentialunterschied der Masse verursacht ja den Brumm. Du kannst also auch für ein gemeinsames Potential auf der Erde sorgen. Ich hab da zwar einige Ideen muss aber erst mal darüber nachdenken ob die so auch für einen E-Laien gangbar sind.

    Das kenne ich nur zu gut. In unserer heimischen Mehrzweckhalle hat man weil nicht mitgedacht die Bühnenstromversorgung nachträglich verkabelt, der einfachheithalber aus dem Verteiler der Garagen der so wie es aussieht getrennt vom Hauptverteiler der Halle steht und auch eine eigene Erdung besitzt. Benutze ich nun wie schön des öfteren die Hallenanlage mit habe ich einen unglaublichen Potentialausgleich über unsere anlage, der nichtmal mehr durch DI -40 dB in den Griff zu bekommen ist. Aber ich habe ja jetzt mal eine Beschwerde am bei unserem neuen Bürgermeister am laufen, vielleich geschen ja wunder und es kommt der Potentialausgleich der beiden Stromverteiler untereinander sowie die gewünschte zweite 32A CEE.

    Zum Thema, dort wo wirklich Größere VA´s statfinden macht es Sinn den VA zu bitten von einem Elektriker ne CEE setzen zu lassen. Das sind ja im Normalfall keine imensen Unkosten.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • Markus Verza
    Verifiziert
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    • 16. April 2004 um 23:07
    • #7

    Also ich habe an meinen Drehstromverteilern große Erdschrauben von Druseidt. Damit ist es jederzeit möglich eine Truss zu erden oder zwichen Verteiler einen zusätzlichen Potentialausgleich zu schaffen.
    Ich könnte mir vorstellen das du dir Schukoverteiler bauen läst die auch einen Podentialausgleichsschraube haben.

  • CaptainChaos
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    236
    • 17. April 2004 um 00:30
    • #8

    Ich weiss ja nicht wie gross das ganze bei dir ist.

    Ist es klein dann einfach Licht und Ton Trennen damit kommt man dann meist schon sehr weit.

    Ist es groesser. Isolatoren/Trennubertrager benutzen. z.B. von Palmer wie weiter oben steht oder wir haben welchen vpn Furhman Isipatch oder so aehnlich.

    Andere Alternative vom Elektriker eine Dose oder evtl. auch Baustromverteiler (z.B. in einem Altbau wo man eh keinem Kabel mehr trauen kann) setzen lassen.

    Gruss

    Holger

    Gruss

    Holger Steppke

  • Dr_Goldzahn
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    • 17. April 2004 um 16:14
    • #9

    ThomasB:

    Vielen Dank! Ist zwar nicht ganz billig, sieht aber sehr robust aus.

    @alle:

    Verstehe ich das richtig: Potentialausgleich = einfach die Erdungen (grün/gelb) der beiden Dosen verbinden?

  • Kracky
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    • 17. April 2004 um 19:11
    • #10

    Theoretisch gesehen richtig, wir lernen ja, der Strom geht den Weg des geringsten Wiederstandes, also eine richtig dicken Potentialausgleich zwischen den verschiedenen Erden und dann sollte dieses schonmal passen. Aber wie macht sowas ein Nichtelektriker einfach mal so. Darum Elektriker fragen ob er euch nicht aus dem Schaltschrank ein CEE Kabel zieht, braucht ja nicht festinstalliert zu sein.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • Tobias P.
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    • 17. April 2004 um 19:25
    • #11
    Zitat von "Kracky"

    Aber wie macht sowas ein Nichtelektriker einfach mal so.

    Mit 0,75mm² Einzelader und Isotape - gestern in nem Partykeller gesehen, in den ich von der Hauptverteilung aus nen CEE legen sollte. Bitte nicht nachmachen!

    EDIT: Nur um Missverständnisse zu vermeiden, die Einzelader wurde nicht von mir gelegt!

    Meine Signatur hat grad Urlaub

    Einmal editiert, zuletzt von Tobias P. (23. April 2004 um 16:49)

  • WolfgangK
    Profi
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    531
    • 23. April 2004 um 09:00
    • #12

    Hallo,

    für die "Nichtelektrofachkraft" gibt es noch eine pragmatische Lösung. Die wurde oben zwar schon mal erwähnt, aber nur für "Dochelektrofachkräfte".

    Dort wurde empfohlen, aus einem Drehstromabgang den Strom zu nehmen. Dabei können sich entsprechend ausgebildete Menschen sicherlich so einen "Adapter" von CEE (rot) auf Schuko oder CEE (blau) selbst bauen. Für "Nichtelektrofachkräfte" oder Leute, die dafür zu wenig Zeit haben, bietet es sich an, so einen "Adapter" fertig zu kaufen.

    Vorteile: keine Trenntrafos, keine Übertrager, gemeinsames Erdpotential, weniger Brummen, Strom kann auch aus mehreren Phasen genommen werden.

    Beispiel: Beim kleinen 3*16A-CEE-Abgang stehen damit rund 11kW zur Verfügung.

    Viele Grüße
    Wolfgang

    Ton: Neuman KM18x, Yamaha DM7, LAB-Gruppen IPX/PLM+, Kling&Freitag CA1215, Line212, SWx15E, ...

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  • Dr_Goldzahn
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    • 23. April 2004 um 18:34
    • #13

    Die haben dann alle die gleiche Erdung und den gleichen Nullleiter, richtig?

  • WolfgangK
    Profi
    Beiträge
    531
    • 26. April 2004 um 12:33
    • #14

    Sehr geehrter Herr Doktor Goldzahn :)

    ja, dann fließt der Strom von allen Phasen über den gleichen N. Die Erde hat für alle Phasen entsprechend auch das gleiche Potential.

    Mit freundlichen Grüßen
    WolfgangK

    Viele Grüße
    Wolfgang

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  • Dr_Goldzahn
    Beiträge
    350
    • 26. April 2004 um 13:23
    • #15

    Prima. Dann habe ich das schon mal verstanden.

    Noch ne Frage: Könnte ich den von Kracky vorgeschlagenen Potentialausgleich zwischen den Erdungen auch dadurch herstellen, dass ich aus zwei Schuko-Steckern die Stifte für Phase und Null rausnehme, so dass nur noch der Schutzkontakt übrigbleibt, die entstehenden Löcher vorn zuklebe, dann mit einem Kabel nur die Schutzkontakte der beiden Stecker verbinde und die Stecker zum Potentialausgleich in die beiden betroffenen (Mehrfach-)Steckdosen stecke? Oder besteht da die Gefahr, dass ich hinterher so aussehe wie das Tier aus der Muppet-Show?

  • Tobias P.
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    1.225
    • 26. April 2004 um 22:33
    • #16

    Solche Experimente bitte ich zu unterlassen. Ich würde stattdessen einen Elektriker einschalten, der die Sache unter Beachtung der entsprechenden VDE-Vorschriften ordentlich erledigt.

    Meine Signatur hat grad Urlaub

  • Dr_Goldzahn
    Beiträge
    350
    • 26. April 2004 um 23:03
    • #17

    Einen gelernten Elektriker werde ich um die Zeit, wo ich ihn vielleicht bräuchte wahrscheinlich nirgendwo finden - geschweige denn jemanden, der ihn bezahlt :( seufz ...

    Aber um nicht experimentieren zu müssen, frage ich ja hier. Was genau spricht denn gegen meinen Vorschlag?

  • Markus Verza
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    1.756
    • 27. April 2004 um 00:23
    • #18

    Im Prinzip ist das eine Lösung. Leider werden die Schukostecker ohne die Stifte nicht zuverlässig halten. Das ist die Lösung die ich oben angesprochen habe. Ich bin mir aber immer noch nicht sicher ob man die guten Gewissens so machen kann.

  • Dr_Goldzahn
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    350
    • 27. April 2004 um 00:49
    • #19

    Stimmt, das könnte etwas wackelig sein. Das wäre aber nicht das große Problem - sollte ein Stecker mal rausfliegen, brummt es mal kurz, bis ich ihn wieder reingesteckt habe. Ich könnte die Stifte natürlich auch drin lassen und nicht anschließen. Das wäre stabiler, würde mir beim Anblick aber irgendwie das Blut in den Adern gefrieren lassen. :shock:

    Mal ne Frage zu den Vorschriften: Ist es denn erlaubt, einfach irgendwo in einem Gebäude zwei Erdungen miteinander zu verbinden? Wahrscheinlich wäre es Quatsch wenn nicht - es brauchen sich ja nur zwei Elektrogeräte mit Metallgehäuse zu berühren. Aber ich frage lieber mal nach.

  • WolfgangK
    Profi
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    531
    • 27. April 2004 um 12:59
    • #20

    Hallo Dr. Goldzahn,

    den von Kracky vorgeschlagenen Potentialausgleich verstehe ich nicht mit Sicherheit.

    a) evtl. meint er, zwei unterschiedliche Erdpotentiale durch ein dickes Kabel miteinander zu verbinden,

    b) oder er meint, neben dem normalen Kabel ein dickes Kabel parallel zu schalten.

    Beide Varianten machen ggf. Sinn:

    zu a) Ich bin kein VDE-Fachmann. Aber gegen ein Verbinden zweier unterschiedlicher Erdpotentiale dürfte zunächst nichts sprechen. Ob die von Dir beschriebene Art der Zusammenschaltung unbedenklich ist, weiß ich allerdings nicht. Da zwei unterschiedliche Erden immer unterschiedliches Potential haben, kannst Du davon ausgehen, dass dazwischen ein dauerhafter Strom fließen wird. Da Stromfluss aufgrund des Kabelwiderstands Spannung und damit möglicherweise ein Brummen erzeugt, bin ich mir nicht sicher, ob das in deinem Sinne ist. Ob du damit leben kannst, hängt davon ab, ob die Brummspannung an einem Kabel liegt, dass ein (niederpegeliges und/oder hochohmiges und/oder unsymmetrisches) Tonsignal führt.

    zu b) Ich habe schon mal davon gehört, dass zur Vermeidung von Brummschleifen neben dem NF-Kabel ein dickes Stromkabel parallel gelegt und an beiden NF-Kabelenden an die Masse angeschlossen werden kann. Das führt dazu, dass der (Brumm-) Strom auf einen geringeren Widerstand trifft. Dieses führt zu einer geringeren Spannung und damit zu weniger Brummen.

    zu a+b): Ggf. meint Kracky aber auch beide Varianten: Wenn durch unterschiedliche Erdpotentiale, an denen die Geräte elektrisch angeschlossen sind, ein hoher Ausgleichsstrom über die Massen der NF-Kabel fließt, kann durch eine dicke Leitung parallel von einer zur anderen Erde ggf. der Strom über einen geringeren Erdleitungswiderstand fließen. Das würde eine erhebliche Entlastung vom möglichen Brummen bringen. Diese parallele Leitung wäre dann direkt zwischen den Erdpotentialen (also wie a)) anzuschließen und hat den Effekt, wie in b) beschrieben. (Hier wäre ein Schalt- oder Installationsplan hilfreich, wer sich hier was vorstellt)

    Um möglichst sicher zu sein (absolute Sicherheit gibt es leider nicht), empfehle ich folgendes:

    zu a) lass das sein und sieh´ in der Zeit, die Du zum Basteln der Sonderlösung benötigen würdest, zu, dass Du einen Drehstromabgang auftreibst, an dem Du die Anlage sternförmig anschließen kannst. Ggf. auch nur die Tonanlage und den Rest woanders. Bei Licht ist das wohl nicht so kritisch.

    zu b) Sollte bei rein symmetrischer Verkabelung nicht notwendig sein.

    Viele Grüße

    Viele Grüße
    Wolfgang

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