Heute war mal wieder die HV von Procon, und ich war mal wieder da.
Für diejenigen, denen die Situation bei Procon nicht ganz präsent ist: In der "new economy"-Phase ist man dort sehr schnell gewachsen und hat dann ganz massive Probleme bekommen. Da aber der Hauptaktionär (Familie Fielmann) zu der Firma gehalten und weiteres Kapital zur Verfügung gestellt hat, führte das nicht in die Pleite.
Dezember 2003 wurde dann ein Umfangreiches Sanierungskonzept mit den Banken vereinbart: Streckung der Tilgung, Forderungsverzicht gegen Besserungsschein und ähnliche Maßnahmen stellten die AG wieder auf ein tragfähiges Fundament.
Näheres dazu und zu den Geschäftszahlen: http://procon.people4.net/go/irpr/de/pre…5a722bef13df080
Darüber hinaus die folgenden Informationen:
1.) Die Forderungsausfälle konnten von etwa 3% auf etwas 2% zurückgeführt werden. Das ist in diesen Zeiten eine Leistung.
2.) Es ist kein weiterer Personalabbau geplant.
3.) Es ist geplant, etwa 10% des Umsatzes in den Materialpark zu stecken, die dafür nötigen Mittel sind im Finanzierungskonzept eingeplant.
Bei einem Umsatz von etwa 65 Mio wären das 6,5 Mio Euro. Interessant wäre, wie viel das in % des Anschaffungswertes des Equipments ist, also in welchem Zeitraum das Material durchschnittlich erneuert wird. Der Anschaffungswert des Materials wird aber in der Bilanz nicht angegeben und ist auch schwer abzuschätzen. (In der Bilanz stehen für Betriebs- und Geschäftsausstattung 2003 36,5 Mio Euro und 2002 52,9 Mio Euro, als Abschreibung wird 23,3 Mio Euro angegeben. )
Wenn man mit diesen Zahlen ein wenig rumrechnet, dann kommt man zu vier Möglichkeiten:
a) 10% werden nicht reichen
b) Procon sitzt derzeit auf wirklich massiven Überkapazitäten
c) Zukünftig soll Material verstärkt zugemietet werden
d) Man möchte auf Märkte expandieren, auf denen das Equipment nicht so ganz "up to date" sein muss (Osteuropa beispielsweise).
Denkbar sind natürlich auch Kombinationen dieser Möglichkeiten.
Die technische Durchführung der Veranstaltung war diesmal deutlich einfacher, aber auch "fehlerfreier" als 2003: Beim Beginn von Herrn Möller am Rednerpult war die Anlage nahe am Koppeln, das hat der Tontechniker recht schnell im Griff gehabt, und als einem Teilnehmer der Beamer zu hell war ( :roll: ), wurde das auch sehr schnell geändert.
Den Bericht zur HV 2003 findet Ihr hier: http://www.pa-forum.de/paforum/viewtopic.php?t=10805