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A.I.C. - Möglichkeit zur Wirkungsgradsteigerung ?

  • SRAM
  • 7. Juni 2004 um 20:59
  • SRAM
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    • 7. Juni 2004 um 20:59
    • #1

    Beim AIC (active impedance control) System von 18-sound sitzt ja eine stationäre Spule auf dem Magnetpol, die laut Beschreibung mit der Schwingspule parallel geschaltet ist.

    Da die Leistung damit gesplittet wird und die stationäre Spule deutlich effektiver gekühlt werden kann steigt damit die Belastbarkeit. Oder aber die bewegte Masse kann bei gegebener Belastbarkeit vermindert werden.

    Auch die Kontrolle des Impedanzanstieges gelingt vorzüglich.

    Für die Steigerung des Wirkungsgrades ist aber die reine Parallelschaltung der stationären Spule nach meiner Ansicht nicht so ganz optimal, da das Magnetfeld zwar bei einer Halbwelle verstärkt, aber bei der anderen Halbwelle geschwächt wird.

    Hier hatte ich nun die Idee, die stationäre Spule nicht direkt parallel zu schalten, sondern so über eine Gleichrichter-Vollbrücke, daß das Magnetfeld sowohl bei positiver wie auch negativer Halbwelle verstärkt wird.

    Mache ich da einen Denkfehler ? Oder wird dann das Ganze zu stark nichtlinear ? Hat schon jemand ein solches Chassis ? Kommt mann an die Anschlüsse der stationären Spule von außen heran ?

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • Sound-Klinik
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    • 8. Juni 2004 um 11:45
    • #2
    Zitat von "SRAM"

    ... eine stationäre Spule auf dem Magnetpol, die laut Beschreibung mit der Schwingspule parallel geschaltet ist.

    Da die Leistung damit gesplittet wird und die stationäre Spule deutlich effektiver gekühlt werden kann steigt damit die Belastbarkeit. Oder aber die bewegte Masse kann bei gegebener Belastbarkeit vermindert werden. ...

    Wenn eine - unbewegte (!) Spule - auf einem Magneten "sitzt", dann wird im Fall der Zusammenschaltung mit der antreibenden Spule ja ein Kurzschlußstrom erzeugt, der - weil die Spule der Kraft nicht folgen kann - gegenüber einer bewegten Spule bei vergleichbarer Dimensionierung stark ansteigt und dann zu Wärmeverlusten führt. Das gleichzeitig erzeugte zusätzliche Magnetfeld (wie stark auch immer im Vergleich zum stationären Feld des Dauermagneten - hängt sicher von der Dimensionierung ab ...) sorgt aber auch dafür, daß die Bewegung nicht mehr linear dem Signal folgt (es kommt ein quadratischer Anteil hinzu ...) - sofern die Änderung der Feldstärke nennenswerte Dimensionen erreicht.

    Vermutlich wird diese Spule also deutlich hochohmiger ausfallen müssen.

    Ob sich eine Technik, wo eine fest auf dem Polkern sitzende Spule mit dem Audio-Signal "gefüttert" wird, durchsetzt, bezweifel ich aber ein wenig.
    Zumindest hört es sich ja ungemein innovativ und revolutionär an ...

    Viele Grüsse

  • SRAM
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    • 8. Juni 2004 um 12:34
    • #3

    Hmmm.....schau Dir mal den Impedanzverlauf der Chassis an. Das ist schon sehr günstig, insbesondere auch beim Design der Weiche.


    Gruß SRAM

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  • Sound-Klinik
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    • 8. Juni 2004 um 16:49
    • #4

    ... wenn es mehr der Impedanzlinearisierung dient - vieleicht ist es ja eine (gut "dosierte" ...) Weiterentwicklung des guten alten Kurzschlußrings (auf dem Polkern ...).

    In diesem Fall glaub ich aber nicht so sehr ein eine spürbare Steigerung des Wirkungsgrades (zumal die Energie im Magnetfeld ja auch irgendwo herkommen muß ...).

    ... ach ja ... falls Du den 10ND610 meinst - den hab ich schon einige Male "verbaut" und bin sehr zufrieden damit ... :wink:

    ... ach ja (No. 2) ... beim 8M400 (auch 18Sound) erreicht man den gleichen Effekt mit einem Kurzschlußring aus Kupfer, der auf dem Polkern gesetzt wurde ...

    Viele Grüsse

  • SRAM
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    • 8. Juni 2004 um 17:56
    • #5

    Der Impedanzpeak beim 8M400 ist aber um eine Größenordnung höher als beim 10ND610.

    So wie standardmäßig verschaltet ist keine Steigerung des Wirkungsgrades zu erwarten, die Spule kompensiert so nur die Verzerrung des Magnetfeldes durch die mobile Spule, die normalerweise auftritt und den Antrieb nichtlinear macht.

    Wenn Du diesen schon verbaut hast: sind die Spulenanschlüsse zugänglich ?


    Gruß SRAM

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  • Sound-Klinik
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    • 8. Juni 2004 um 18:33
    • #6
    Zitat von "SRAM"

    Wenn Du diesen schon verbaut hast: sind die Spulenanschlüsse zugänglich ?

    ... ich hab zwar auch nicht intensiv danach gesucht (... wollte keine Dioden einbauen ... :wink: ) - aber mir ist beim Einbau auch nichts in der Art aufgefallen.

    Beim nächsten Mal schau ich mal genauer nach ...

    Viele Grüsse

  • Dirk Hahn
    Verifiziert
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    • 26. September 2005 um 23:32
    • #7

    Hi SRam, hallo Soundklinik, die Transcoil kann natürlich entwicklerspezifische Erfodernisse erfüllen, die eine extrem detailorientierte Mitteltonwiedergabe erfüllt. Die Impedanz der moving coil ist etwa 5 Ohm, die der Transcoil etwa 30 Ohm Re. Die Kompensation der EMK verhilt diesem Konstrukt, Ergebnisse zu erreichen, wie man sie benötigt. Die transcoil ist natürlich separat anschlussfähig. Das zu der Frage von SRAM.

    Viele inverstieren 100 Stunden in Planung und Konzeption, 30 Stunden für die Suche nach den billigsten Komponenten und ärgern sich jahrelang über Selbstbau Lautsprecher.

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 28. Oktober 2005 um 01:29
    • #8

    Moin,

    wo ich an anderer Stelle über Lüfterkühlung lästere...

    Was macht die A.I.C. Spule wirklich? ... das durch die mobile Spule modulierte Magnetfeld stabilisieren, schrieb SRAM.

    Wo geht nun die dem Amp im Bereich der niedrigeren Impedanzspitze abgeforderte Leistung nun hin?? Ich habe mir innerhalb des 18S- Programms die Meßschriebe angesehen. Mein Eindruck ist , daß diese Spule im Bereich der Resonanz/Impedanzerhöhung durchaus zu vielleicht 2 dB mehr Wirkungsgrad führt. Da aber keine direkt vergleichbaren Chassis vorhanden sind kanns auch an meinen Augen liegen.

    Das wäre dann schon etwas der Effekt einer stromgekoppelten Endstufe, oder meines Projektes mit Vorwiderstandstuning (simulierte Stromkopplung mangels Elektronikskills)

    Auch ich beobachte deutlich verringerten Klirr beim genutzten 12ND610, womöglich korrigiert die Spule garnichtsosehr das Magnetfeld sondern den Antrieb ansich. Sozusagen eine im Chassis eingebaute Stromkopplung. Oder zumindest mit der Wirkung derselben, Antriebsschwächung im Bereich eigentlich niedriger Impedanz, Antriebsverstärkung durch Reduktion der resonanzbedingten Impedanzerhöhung.

    Da hätte ich Aufklärungswünsche, denn Tuningmaßnahmen an wirkungsgradstarken Chassis, die aufgrund ihres starken Antriebs untenrum etwas schwach sind interessieren mich deutlich mehr als lüftergekühlte, die man dann mit noch mehr Leistung auf neue (Membran-) Klirrspitzenwerte fahren kann.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 1. November 2005 um 08:26
    • #9

    ... mal grundsätzlich:

    Wenn das permanente Magnetfeld des Magneten nicht allzusehr vom Feld der Spule gestört wird ... und die Spule sich weitgehend im homogenem Bereich des permanentem Magnetfeldes bewegt, ist der Antrieb ziemlich linear.

    Würde man einen Lautsprecher nicht mit einem Permanentmagneten, sondern mit einem Elektromagneten bauen, durch den ein stabiler Gleichstrom fließt, funktioniert es auch ... wenn man durch den Elektromagneten allerdings das gleiche Signal wie durch die Schwingspule schickt, wird es extrem klirren (Membran folgt nicht linear dem Signal).

    Eine Kombination aus Permanentmagnet und Elektromagnet könnte ggf. ein zu schwaches und durch die Schwingspule "gestörtes" (perrmanentes) Magnetfeld - richtig dosiert ! - stabilisieren ... allerdings bekommt man - je nach Stärke des Eingangssignals - einen nichlinearen Anteil hinzu, der nur bei einer bestimmten Stromstärke "richtig ist".

    Bei sehr kleinen Signalen wird die Störung sich wohl weniger bemerkbar machen (weil das permanente Feld des Magneten dominiert) - bei größeren Signalen bekommt man einen quadratischen Anteil hinzu.
    Falls es bei hohen Signalstärken jedoch NICHT klirrt, gleicht die zusätzliche Spule die Störung (durch das Feld der Schwingspule) auf das permanenten Magnetfeldes "gerade so" aus ... 8)

    Fazit: Auch eine zu hohe Dosierung erhöht die Klirranteile !

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 2. November 2005 um 01:13
    • #10

    Moin,

    @ Sound- Klinik: :D danke!

    Mittlerweile bin ich auch darauf gekommen warum die Impedanzspitze bei der Resonanzfrequenz wohl so niedrig ist, Wenn ich einen 30 Ohm Widerstand zu einem x- beliebigen Chassis parallelschalte wäre das ja auch nichts anderes, die Impedanz kann dann 30 Ohm niemals überschreiten.
    Das klingt natürlich ein wenig gehässig, falls sich tatsächlich eine Verbesserung im Klirrverhalten ergibt, ist das seitens des Herstellers zumindest schlecht kommuniziert. Also, ich lasse mich sehr gerne aufklären wofür ich Geld ausgeben soll. Ausdrücklichen Dank an Dirk Hahn für die 30 Ohm Info!

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

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